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Das Buch der Illusionen
  
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Das Buch der Illusionen [Audio CD]

Paul Auster , Hans Peter Hallwachs
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der amerikanische Professor David Zimmer ist ein Mann, der mit den Toten lebt. Bei einem Flugzeugunglück hat er seine Frau und seine Kinder eingebüßt; vor dem Alkoholselbstmord retten ihn einzig die komischen Filme Hector Manns, eines längst vergessenen Stummfilmstars, der nach einer kurzen Karriere auf rätselhafte Weise im Nichts verschwand. Für eine Monografie über Hector beginnt Zimmer zu recherchieren, reist durchs ganze Land, um die letzten Kopien von Slapstickkomödien wie Ein Niemand, Der Requisiteur oder Hampelmänner anzusehen. Seine Familie kann er nicht zurückrufen ins Reich der Lebenden, aber Hector gibt er mit seinem Buch eine Stimme zurück.

Dann tauchen geheimnisvolle Briefe auf, die behaupten, dass Hector noch am Leben sei, gefolgt von einer geheimnisvollen Frau, die Zimmer mit gezückter Waffe auffordert, mit ihr auf die Farm des todkranken Mimen zu reisen. In völliger Abgeschiedenheit seien hier noch zahlreiche cineastische Meisterwerke entstanden, die bisher nur eine verschworenen Gruppe von Eingeweihten zu Gesicht bekommen habe -- und die 24 Stunden nach Hectors Ableben endgültig verbrannt werden sollen. Ein Wettlauf gegen die unaufhaltsam verrinnende Zeit beginnt, in dem sich Zimmer wieder neu verlieben darf und bis zur großen Katastrophe am Ende die Grenzen zwischen Tod und Leben, Fiktion und Wirklichkeit, Illusion und Wahrheit immer wieder fulminant durcheinander wirbeln.

Natürlich ist auch Das Buch der Illusionen wieder ein echter, postmoderner Auster geworden, der meisterlich mit den Versatzstücken des Entwicklungs-, Liebes- und Kriminalromans zu spielen versteht und in seitenlangen Filmbeschreibungen anschaulich ein ganzes Universum nie gedrehter Leinwand-Highlights heraufbeschwört. Bezeichnenderweise spielt der einzige von Hectors Filmen, den Zimmer noch vor ihrer Vernichtung sehen kann, im Kopf eines Mannes, der sich eine Geliebte fantasiert. Es gehört zum faszinierenden Vexierspiel von Austers Roman, dass man am Ende, nachdem alle Beweise vernichtet und alle Beteiligten außer Zimmer gestorben sind, selbst an ein Hirngespinst des traurigen Professors glauben will. Neben der Traumfabrik Hollywoods schafft ja immer noch die Literatur die größten Illusionen, und wenn Zimmers Geschichte auch nicht wahr sein sollte, so ist sie doch brillant erfunden. Auster nämlich hat seinem Helden eine großartige Stimme gegeben.

So bleibt nur abzuwarten, wie lange es wohl dauern wird, bis Das Buch der Illusionen seinerseits eine (hoffentlich kongeniale) Verfilmung erfährt. Stoff genug für einen abendfüllenden Kinoerfolg hat dieser großartige Roman allemal. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Audiobook-Rezensionen

Paul Auster zählt zu den großen Autoren amerikanischer Gegenwartsliteratur. „Das Buch der Illusionen“ ist eine äußerst vielschichtige Darstellung der traurigen Geschichte eines lebensmüden Literaturprofessors, der einen fast vergessenen Stummfilmkomiker wieder entdeckt. Dabei wechseln sich in dem Erzählfluss unzählige Anspielungen auf Literaturklassiker, detailgetreue Beschreibungen von Stummfilmen, philosophische Reflexionen und das Verschwimmen von Wirklichkeit und Illusionen schwindelerregend ab.

Ausgerechnet ein 1929 verschwundener Stummfilmschauspieler namens Hector Mann holt den schwer depressiven David Zimmer ins Leben zurück. Durch Zufall entdeckt dieser den Schauspieler im Fernsehen ... und muss lachen. Ein Ereingis von nicht zu unterschätzender Bedeutung, da Zimmer nach dem Unfalltod seiner Frau und seiner beiden Söhne nur noch dahinvegetierte. Die Beschäftigung mit dem schillernden Hector Mann, dessen Vergangenheit und plötzliches Verschwinden 1929 äußerst mysteriös bleibt, gibt Zimmer einen neuen Lebenssinn. Er schreibt ein Buch über ihn. Als für ihn alles abgeschlossen zu sein scheint, und er sich mit der Übersetzung von Chateaubriands „Mémoires d’outre-tombe“ beschäftigt, bricht erneut alles zusammen: Eine Frau, steht vor seiner Tür und behauptet, Manns Biografin zu sein, und dass Mann in New Mexiko todkrank lebe und ihn zu sehen wünsche. Da die Frau ihren Forderungen mit einer Pistole Nachdruck verleiht, braucht David Zimmer keine Entscheidung zu fällen. Er muss ihr folgen. In der Folge erfährt er von Alma, was Hector nach seinem Verschwinden passiert ist. Sein Leben mit seiner Frau Frieda bestand zu einem Großteil in der geheimen Produktion von Filmen, die nie an die Öffentlichkeit kommen durften. Nach seinem Tod sollten sie alle vernichtet werden!

Hans Peter Hallwachs, einer der bekanntesten Film- und Fernsehschauspieler, liest den komplexen Roman. Seine verhaltene, etwas distanzierte Stimmlage trifft sehr gut die Befindlichkeit des „schwierigen Helden“: erst zutiefst depressiv, dann skeptisch und am Ende mit der Erkenntnis einer tragikomischen Illusion konfrontiert. Entschieden hat der Zufall! Selbstverständlich gibt es auch kein Happy End! Ein Hörbuch, das man entweder mag oder man mag es nicht. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 346 Minuten, 5 CDs. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 26.07.2002
Außerordentlich beeindruckt ist Ulrich Baron vom neuen Roman von Paul Auster, vor allem weil es dem Autor gelingt, Darstellungsform und Inhalt stimmig zusammenzuführen. Thema ist die Begegnung eines Literaturwissenschaftlers, der gerade Frau und Kinder bei einem Unglück verloren hat, mit einem sterbenden Stummfilmstar. Der Roman ist nach Barons Meinung "eine der eindrucksvollsten Synthesen von literarischem und filmischem Erzählen, von spannungsreicher Handlung und Reflexion". Als Tribut an das filmische Erzählen nennt der Rezensent zum Beispiel das gelungene "Spiel mit den Requisiten" und schöne, melodramatische Geschichten, wie sie "eigentlich nur der Stummfilm ungeniert erzählen konnte". So gelinge es dem Autor anschaulich zu schildern, wie "ein einziger Augenblick ein Leben verändern und wie ein ganzes Leben in einigen Szenen und Erinnerungen bewahrt werden kann" - wenn man nur auf die Literatur oder den Film vertraut.

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Buchnotiz zu : Die Zeit, 08.08.2002
Ulrich Greiner nimmt sich viel Raum, um Paul Austers neuen Roman ausgiebig zu feiern. Er nennt das Buch eine "Wundertüte bizarrer, wild bewegter, ineinander verschachtelter Geschichten", die mit den melodramatischen Effekten des Kinos arbeiten und nicht auf die "psychologische Glaubwürdigkeit" oder "literarische Plausibilität" setzten, wie Greiner darstellt: Der erfolgreiche Hollywood-Schauspieler Hector Mann taucht unter, nachdem seine Verlobte versehentlich seine von ihm schwangere Geliebte erschossen hat. Er nimmt eine neue Identität an und bringt sich und seine Biografen um alle Gewissheiten. Das große Thema des Roman ist für Greiner daher das "gewonnene und verlorene Leben, die gefundene, erfundene und verscherzte Biografie". Und wie in seinen bisherigen Romanen, schreibt Greiner, versuche Auster auch hier, den Zufall zu entziffern, dessen Musik in diesem Fall ein Requiem sei, und von eher unheimlicher Schönheit: "Selten war ein Buch Austers so düster, so erfüllt von der tödlichen Herrschaft der Willkür."

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Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 10.08.2002
Sacha Verna ist gar nicht begeistert von Paul Austers neuem Roman. "Groß angelegt" sei er, mit seiner Verbindung von Liebes- und Rätselgeschichte und vor allem der Kombination von Literatur und Film, dazu Meditationen über die Natur von beidem. Eine verheißungsvolle Mischung, schreibt Verna, zumal Auster selbst als Drehbuchschreiber gearbeitet habe. Doch am Ende ist er damit "klein gescheitert", erklärt die Rezensentin. Perfekt gelungen seien zwar die schnellen Schnitte und Überblendungen. Doch immer, wenn Auster eine Filmszene beschreibe, schlage er sie mit langatmigen Beschreibungen tot. Das Problem des Zuviel beschränkt sich für Verna nicht nur auf die Beschreibungen - der ganze Roman leide darunter: "Symbolistische Dekorationen", "Kitsch", "melodramatische Purzelbäume" und "merkwürdig hölzerne Dialoge" haben der Rezensentin die Lektüre vermiest. Statt eines gelungenen Spiels von "Bildersprache und Sprachbildern" liefert Auster nur "wohlfeile Emotionsmassage, Sentimentalitäten und verkrampfte Tiefsinnigkeiten", schreibt die enttäuschte Rezensentin.

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Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 20.08.2002
Nicht ganz warm wird Gerrit Bartels mit Paul Austers "Buch der Illusionen" von. Im Mittelpunkt der verschiedenen Geschichten steht der Stummfilmstar Hector Mann, der 1929 spurlos verschwand. Sechzig Jahre später ist ihm der Literaturprofessor David Zimmer auf der Spur, ihm und den Filmen, die er nach seinem Verschwinden gedreht haben soll und die niemand anderes zuvor gesehen hat. Daraus speisen sich die Szenen des Romans, die Gerrit Bartels in zwei Kategorien einteilt: diejenigen, "die auf schweren Stiefeln dahergestapft kommen und zeigen sollen, wie viel Tiefgang sich hinter Kitsch verbirgt" und die anderen, "die einfach nur Kitsch sind, reine Oberfläche und purer Effekt". Sein Handwerk beherrsche Auster perfekt, er zeichne "grelle Bilder und schöne Kulissen", im Endeffekt aber kommt das Buch Bartels zu glatt daher. Am Ende löst sich alles auf, alles hat seinen Sinn, die Geschichte ist rund. Von Illusionen keine Spur, resümiert der Rezensent.

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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Professor David Zimmer ist ein gebrochener Mann, seit seine Frau und seine Kinder bei einem Flugzeugabsturz starben. Nur die Arbeit an einem Buch über einen 1929 verschollenen Stummfilmkomiker namens Hector Mann erhält ihn am Leben. Dann geschieht Seltsames: Eines späten Abends taucht eine attraktive junge Frau bei Zimmer auf und verlangt von ihm, sofort mit ihr nach New York zu fliegen. Mann lebe noch und wolle ihn sprechen. Als Zimmer ablehnt, zückt die Frau einen Revolver...
Auch als Audio-CD und Kassette erhältlich.

Über den Autor

Paul Auster, geboren 1947 in Newark/New Jersey, studierte Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University und verbrachte danach einige Jahre in Paris. Heute lebt er in Brooklyn/New York. Er ist mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet und hat zwei Kinder. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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