Ghazali ist eines der Grundübel des Islam. Mit ihm (um 1100 beginnt der vollkommene geistige Stillstand der islamischen Welt bis heute.
Sein literarisches Hauptwerk ist die "Nichtigkeit der Philosophie", in der er Ratio, Logik und Erkenntnis eine Absage erteilt, und nur die wörtliche Auslegung des Koran zulässt. (Als Beispiel führt er an, dass die Blätter nicht automatisch vom Baum fielen, sondern jedes Blatt auf einen ausdrücklichen Befehl Allahs.)
Ibn Rushd (Averroes) beschuldigte Ghazali nicht nur die Philosophie zu zerstören, sondern auch den Islam. Dies bezahlte er mit Verbannung und Schreibverbot. Ghazali setzte ein totales Verbot der Philosophie durch und verhalf der bis dato finstersten Spielart des Islam (Hanbalismus) durch, die bis heute dominierend ist.
Ghazali ist der erste prominente Hassprediger der islamischen Welt. Wieso er ausserhalb der Islamistenzirkel überhaupt bekannt ist, hat nur eine Erklärung: Eines der Bücher Avicennas ("Das Buch des Wissens") gelangte im 15.Jh. mit dem Namen Ghazali versehen nach Europa und sorgte für zahlreiche Missverständnisse.
Ghazali ist weder Philosoph (das hätte er selber entrüstet von sich gewisen), noch Sufi als der er bisweilen ignoranterweise bezeichnet wird, er ist ganz simpel ein Fundamentalist.