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Das Buch der Deutschen: Alles, was man kennen muss
 
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Das Buch der Deutschen: Alles, was man kennen muss [Gebundene Ausgabe]

Johannes Thiele
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Lübbe Hardcover); Auflage: 1 (4. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785721315
  • ISBN-13: 978-3785721315
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 18,4 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 67.701 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein weiterer Kanon ist anzuzeigen. Johannes Thiele hat ihn vorgelegt. Das Buch der Deutschen lautet der Titel des gut 800 Seiten starken und zeitlich klug gegliederten Sammelbandes. Er enthält ausweislich des Untertitels angeblich "alles, was man kennen muss". Angefangen bei Auszügen aus Cornelius Tacitus' Germania bis zu Herbert Grönemeyers Lied Mensch hat Thiele Texte jedweder Gattung ausgewählt: Gesetzestexte gehören ebenso dazu, wie Gedichte, Dramen, Romane, Lieder, Reden oder auch politische Pamphlete (selbst Adolf Hitler lässt der Herausgeber mit einem kurzen Auszug aus Mein Kampf zu Wort kommen).

Bei seiner Auswahl beruft sich Thiele auf das seiner Meinung nach Exemplarische der einzelnen Texte. Wolfram von Eschenbachs Parzival oder Hölderlins Hyperion haben deshalb ebenso Aufnahme gefunden, wie Sammlungen deutscher Redensarten und Sprichwörter, das Politische Testament Friedrich des Großen, das Kommunistische Manifest von Marx und Engels, Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland oder der Deutschlandvertrag. Und natürlich finden sich auch Auszüge aus den Werken von Goethe, Kant, Schiller, den Brüdern Grimm, Joseph von Eichendorff, Fontane, Heinrich und Thomas Mann, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht und Günter Grass (um einigermaßen willkürlich nur einige wenige herauszugreifen).

Trotz aller Sorgfalt, die Thiele auf die Zusammenstellung verwandt hat, wissen Autor und Verlag, dass diese Sammlung natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Und so betrachtet man das Projekt ausdrücklich nicht als abgeschlossen. Der provokante Titel soll zur konstruktiven Kritik herausfordern. Auf einer beiliegenden Postkarte oder in dem eigens eingerichteten Internetforum ist jeder aufgerufen darzulegen, warum seiner Meinung nach welcher Text vielleicht entbehrlich ist, beziehungsweise welcher in eine zukünftige Auflage unbedingt aufgenommen werden sollte. Auf die Diskussion darf man gespannt sein. Mit dem Kauf des sehr schön ausgestatteten Buches tut man im Übrigen auch etwas Gutes: Ein Euro des Verkaufspreises dient als Spende für den Wiederaufbau der Anna Amalia Bibliothek. -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Deutschland? Aber wo liegt es?Ich weiß das Land nicht zu finden.Johann Wolfgang von GoetheDie Frage nach der Identität der Deutschen und die Diskussion, was diese Nation zusammenhält, ist nach der Wiedervereinigung von neuem entflammt ═ und auch noch Jahre später hoch aktuell. Sie wird nicht nur in den Feuilletons leidenschaftlich diskutiert, sondern bewegt viele Menschen in unserem Land. Auch die heftige Debatte um Sinn und Bedeutung umstrittener Begriffe wie "Leitkultur"und Aussagen wie "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein"ist keineswegs verstummt.Angesichts der wechselvollen deutschen Geschichte, die glanzvolle Höhepunkte, aber auch tiefste Schuld und namenlosen Schrecken kennt, ist die Frage nach den kulturellen Grundwerten und den Bildungsgrundlagen eines "deutschen Patriotismus"ungelöst und aktuell zugleich.In diesem Buch finden die Leserinnen und Leser das Nibelungenlied ebenso wie die Lieder eines Walther von der Vogelweide und Matthias Claudius, Zeugnisse der Volkspoesie ebenso wie Goethes "Nur wer die Sehnsucht kennt". Das "Ermächtigungsgesetz"von 1933 ebenso wie die "Todesfuge"von Paul Celan. "Deutschland, ein Wintermõrchen"von Heinrich Heine ebenso wie "Die Deutschstunde"von Siegfried Lenz und zahlreiche andere Auszüge aus Romanen und Theaterstücken. Das Grundgesetz ebenso wie die Präambeln wichtiger Verträge der Bundesrepublik Deutschland. Das Flugblatt von Sophie und Hans Scholl ebenso wie bewegende Reden (zum Beispiel die "Rede zum 8. Mai 1945"von Richard von Weizsäcker) und den Text der Nationalhymne.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch der Deutschen 16. Oktober 2007
Nur wenige Kundenrezensionen in fast drei Jahren? Interessiert das Buch keinen, haben nur so wenige eine Meinung dazu oder ist dieses Buch so weit über jede Meinung erhaben, daß man gar nicht viel dazu sagen muß? Wie auch immer, dieses Buch sollten sich viele kaufen, und nicht nur wegen seines attraktiven schwarz-rot-goldenen Einbandes in das Regal stellen, sondern auch darin lesen. Denn ein jeder, der sich noch ein klein wenig mit den Wurzeln deutscher Geschichte verbunden fühlt, sollte die Ursprünge der deutschen Nation kennen, seine historischen Taten und Untaten eben so wie seine großen Leistungen in der Literatur, der Philosophie, der Politik, Religion etc. Somit ist das Buch auch eine Fundgrube und ein kleines Kompendium wichtiger Ereignisse und Werke der deutschen Vergangenheit. Meine Vorgänger-Rezensenten haben darauf deutlich hingewiesen. Jeder wird zweifellos in diesem Buch auch etwas vermissen, was er für besonders wertvoll und erwähnenswert hält, denn ein jeder wird mit anderen Augen auf Deutschland, seine Geschichte, Werke und Persönlichkeiten blicken. Warum aber, muß ich fragen, widmet man einer Person wie Adolf Hitler 7 Seiten, um seine größenwahnsinnigen Gedanken wiederzugeben, und warum erscheint nicht einmal der Text der ehemaligen Nationalhymne der DDR, dieser wundervolle Text von Johannes R. B e c h e r, dieses "Auferstanden aus Ruinen, und der Zukunft zugewandt. Laßt uns Dir zum Guten dienen, Deutschland einig Vaterland"? Ist dieser Text nicht der beste Spiegel deutscher Vergangenheit und ein Hinweis auf die Zukunft, auf ein "vereintes Deutschland, was dem Guten dient" ? Weiß Johannes Thiele nicht, daß das Singen dieses Textes bereits seit Anfang der 70iger Jahre in der DDR nicht erlaubt war, weil die politischen Machthaber kein vereintes Deutschland mehr haben wollten? Schade, dass der Autor das übersehen oder vielleicht bewusst vergessen hat. Aber auch das ist ein Teil deutscher Geschichte, und auch an diesem Teil wird man nicht vorbei kommen. Ich gebe trotzdem 5 Sterne, denn das Buch sollte trotzdem von vielen gelesen werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Wie vergesslich sind wir Deutschen? Passen wir uns den Obrigkeiten eher und dauerhaft an und bei jeder notwendigen Veränderung bleiben wir stur, wie Kant uns sagte. Oder gilt eher Lichtenberg, der sagt, die Deutschen rümpfen die Nase, eher sie sie putzen? Nun, an allem etwas dran, aber eines scheint sich im Blätterwelt deutscher Literatur, Kunst und Zeitung wiederholt zu festigen: Dem Deutschen und seiner Werte gilt es sich zu erinnern. Zukunft braucht Herkunft, wie Odo Marquard sagt und die gibt es in mannigfaltiger Ausprägung, um sich in abendländischer Tradition den Gegebenheiten zu stellen und Farbe zu bekennen. Deutschsein heißt eben auch europäisch Denken, heißt christlich tolerant zu sein und sich der Aufklärung verpflichtet zu fühlen. Mit dieser Geschichte im Hintergrund kann man sich den anstehenden Problemen in Deutschland, den Aufgaben der Migration, den Vorstellungen der Religionen und deren Staatsverflochtenheit stellen und letztendlich werden wir nie vergessen in unserm Denken, dass wir dialektisch mit Hegel erzogen wurden. Alles für und wider macht uns zu friedfertigen Dialektikern, die die Botschaft hören, These und Antithese bewerten und freudig eine Synthese verkünden, die manchmal nachgiebig, in anderen Fällen forsch und kampfbereit sein kann. Deutschsein heißt auch, sicher der Verbesserung der Übertreibung hinzugeben. Die Geschichte lehrte uns diese Tugend als nicht gut und dennoch scheint das Gegenteil nach der 68er Zeit sich ebenso ungut zu präsentieren, denn das Lob auf die gescholtene Disziplin ertönt wieder und wie in Thomas Manns Bild von Schiff, dass sich neigt und der Schiffer sich entgegensetzt neigt zur Stabilisierung. Dieses Bild ist bei allen Ratgebern zur Neuidentifikation ein ebenso guter.

Zorn und Zeit sind die Elemente die Sloterdijk diesem abendländischen Pathos dazu gibt, der Zorn der Ilias als erstes Wort, welches hinführt über eine Reihe wunderbarer Gedanken zu der Balance im Sinne der Dialektik, nämlich Position zu bekennen, wo nötig und jeden unnötigen Wettstreit und Kampf zu vermeiden.

So hat Thiele hier uns die Erinnerung gegeben, Peter Prange zeigt gleiches in seinem Wertekanon und aktuell Sloterdijk mit "Zorn und Zeit" und ebenso mit dem wunderbaren Essay: "Falls Europa erwacht"

Thiele bringt gut den Bogen von der Antike zum Grönemeyer Mensch, von Plato bis Pop würde Prange ergänzen.

Kaufen, Lesen, Erinnern!
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vom Nibelungenlied bis zur Nationalhymne, dem römischen Tacitus "Germania" bis zu Grönemeyers Hit "Mensch".

Das Buch der Deutschen besteht hauptsächlich aus gesammelten Dokumenten, Roman- und Gedichtsauszügen, Theaterstücken, Volksliedern und vielem mehr.
Es lässt sich nicht nur gut und flüssig lesen, sondern scheint auch auf dem besten Wege zu einem Standardwerk für deutsche Bücherregale zu sein.
Das erste große Werk, dass sich mit einer ganzen Nation und ihren kulturellen Werten beschäftigt, ihrer Identität und vor allem der Geschichte im Wandel.
Johannes Thiele hat damit erstmals einen Kanon aus gesammelten Texten und Dokumenten geschaffen und legt dabei sehr viel Wert auf den Einblick in die breite Palette heimischer Genres.
Selbst Poesie, Philosophie, die Rechts- und Verfassungslehre wird hierbei nicht ausgelassen.

Ein Muss! Nicht nur für jene, die förmlich nach Bildung lechzen, sondern vor allem für alle, die sich mit unserer Kultur und der unverkennbaren Identität und dessen Herkunft beschäftigen wollen. Vielleicht gerade auch deshalb für Jugendliche interessant, die sich gegen PISA wehren und das lernen wollen, was heutzutage kaum noch an unseren Schulen vermittelt wird. Nämlich ein gutes Stück fundierten Wissens, das in der Computer- und Konsolenära unterzugehen droht. Vorausgesetzt der Wille und die Lust am Lesen sind in dieser Generation noch nicht völlig ausgestorben.

Vier Sterne nur, weil manches an Auszügen doch hätte kürzer gefasst werden können und wenige Textpassagen doch tiefer in die Materie gehen, ohne sich intensiv mit der Vorgeschichte zu befassen. Schwere Kost also nur auszugsweise und nicht allgegenwärtig.

Alles in allem: Ein hervorragend zusammengefasstes Werk, dass sicher noch sehr, sehr lange und in vielen, vielen Auflagen auf dem deutschen Buchmarkt präsent sein wird, wo es sich mit großer Wahrscheinlichkeit binnen kürzester Zeit zwischen Bestsellern und historischen Werken der Bildung und / oder deren Ergänzung einreihen wird.

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