FAZ, Literatur Beilage, 10. Oktober 2007
In seinem faszinierendem "Buch der Ängste" führt Wolfgang Schmidbauer uns durch die irrationale Welt der Phobien, ein lexikalischer Steifzug von A (wie Ablutophobie, die Angst, sich zu waschen) bis Z (wie Zeusophobie, die Angst vor Göttern). Jeder, der diese Phänomenologie liest, wird staunen und sich an mancher Stelle wiederfinden. Man begreift sich selbst am Ende der Lektüre besser ... Der spielerische Buchcharakter ist gut gewählt. Schmidbauer verfängt sich nicht in medizinischen Fachvokabular, sonder bringt uns wie nebenbei das Wesen der Phobien näher. Und so eine Liste hat ja auch etwas Beruhigendes: Sie bannt die Erwartung des Fürchterlichen, indem sie jeder Phobie einen Namen verpasst. Die Angst bekommt ein Gesicht.
BR Fernsehen, Lesezeichen, 25.11.2007
Wolfgang Schmidbauers "Buch der Ängste" ist ein sehr aktuelles Zeitporträt, verbunden mit der Erkenntnis, dass jede Phobie einen Sinn hat - und genauso zum Leben gehört wie der Mut.
Und so stellt sich beim Blättern zwischen Ablutophobia und Zeusophobie neben einigem Vergnügen an diversen Skurrilitäten und dem Spaß an literarischen Exkursen in Texte von Hermann Melville oder Michel Houellebecq schnell das beruhigende Gefühl ein, dass es gerade unsere Unzulänglichkeiten sind, die uns unverwechselbar machen.
Armin Kratzert
DER SPIEGEL, 17.12.2007
"Auch das noch: eine Anleitung zum Ängstlichsein. Wollen wir das lesen? Wir wollen nicht nur, wir müssen. Denn nichts, weiß die Psychoanalyse, ist schädlicher als Verdrängung ... Doch wer dahinter reine Panikmache vermutet, sei beruhigt. Der Ängste- Allmanach kommt als aufklärerische Kulturgeschichte von unten daaher, er unterhält und belehrt auch über scheinbar Abseitiges ... Das ist das Schöne, Wahre und Gute an diesem Buch..."
Kurzbeschreibung
Viele hundert Phobien zählen zu dem Repertoire moderner Gesellschaften. Darunter befinden sich so allgemein vertraute Ängste wie Höhenangst genauso wie die auf den ersten Blick absurd anmutende Angst, Luft zu verschlucken. Der renommierte Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer unternimmt im "Buch der Ängste" einen Streifzug durch die Welt der Phobien: von A wie Ablutophobia bis Z wie Zeusophobie. So entsteht ein aktuelles Zeitporträt, verbunden mit der Erkenntnis, dass jede Phobie einen Sinn hat - und der Vielfalt jenen Grundgefühls namens Angst zu verdanken ist, das genauso zum Leben gehört wie Mut. Ein Lexikon und Lesebuch für alle Lebenslagen. Mit ergänzenden Texten von: Elfride Jelinek, Michel Houellebecq, Franz Kafka und vielen anderen. "Wer auf ein Leben jenseits der Angs, auf eine Existenz ohne Schmerz und Verlust wartet, bleibt ein Gefangener seiner Ängste." Wolfgang Schmidbauer
Der Verlag über das Buch
Viele Hundert Phobien zählen zum Repertoire moderner Gesellschaften. Darunter befinden sich so allgemein vertraute Ängste wie Höhenangst genauso wie die auf den ers - ten Blick absurd anmutende Angst, Luft zu verschlucken. Der renommierte Psychoanalytiker Wolf gang Schmidbauer unternimmt im Buch der Ängste einen Streifzug durch die Welt der Phobien: von A wie Ablutophobia bis Z wie Zeu sophobie. So entsteht ein aktuelles Zeitporträt, verbunden mit der Erkenntnis, dass jede Phobie einen Sinn hat ? und der Vielfalt jenen Grundgefühls namens Angst zu verdanken ist, das genauso zum Leben gehört wie Mut.
Über den Autor
Wolfgang Schmidbauer studierte Psychologie, Pädagogik, Kulturanthropologie und Psychopathologie. Tätigkeit als freier Schriftsteller in Deutschland und Italien. Ausbildung zum Psychoanalytiker. Gegenwärtig Lehranalytiker in München. Rund vierzig Buchveröffentlichungen, sowohl Sachtexte wie Erzählungen. Übersetzungen in neun Sprachen. Eine Auswahl seiner Bücher: Die hilflosen Helfer; Die Angst vor der Nähe; Eine Kindheit in Niederbayern; zuletzt erschien 2007 Das Mobbing der Liebe.