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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 11. September 2014
Für mich bis heute der beste und erschütterndste Film/Serie dieser Kategorie und unumstritten eines der besten Werke des deutschen Films. Bis heute hat es kaum eine Serie mehr geschafft den Schrecken des Krieges so schonungslos zu zeigen. Das überragend neue an "Das Boot" sind zweifellos seine Soundeffekte. Diese Mini-Serie präsentiert sich in einem klanglich völlig neuem Gewand und das steht ihr wirklich überaus gut. Die anlaufenden Zerstörer klingen dermaßen bedrohlich und die Wasserbomben so infernalisch, dass man sich am liebsten in irgendeine Ecke verkriechen möchte. Das Bild ist erfreulich frisch in den Farben und deutlich besser im Vergleich zur DVD. Der Datentransfer ist überwiegend gelungen, dennoch sieht man in einigen Szenen Filmkorn der über das Alter des Films nicht hinwegtäuscht.

Endlich wurde die Originale Fernseh-Langfassung ohne jede Kürzung in 6 Folgen auf 2 tolle Blu-rays gebracht :-)

Folge 1:
Operation Atlantik

Folge 2:
Auf Suchkurs

Folge 3:
Der erste Angriff

Folge 4:
Himmelfahrtskommando

Fo lge 5:
Auf Grund

Folge 6:
In der Heimat und die Dokumentation: So entstand der Film!

Jede Folge läuft ca. 52 Minuten und beinhaltet den Vor-und Abspann der auch nach jeder Folge zu Sehen ist! Einige sagen das es nervt und jedesmal zu einem Break beim Betrachten der Serie führt. Manche würden gerade das als Vorteil werten, aber da sind die Geschmäcker verschieden. Bei der alten DVD Fassung wurde man übrigens auch aus dem Geschehen gerissen, nämlich dann, wenn man die DVD wechseln musste. Immerhin wird hier doch der originale Seriencharakter wiederhergestellt!

Fazit:

Bild & Sound dieser neuen Blu-ray Ausgabe sind in tadelloser Qualität. Die Mini-Serie hat nun endlich eine würdige Umsetzung bekommen was dem Kultcharakter der Serie mehr als förderlich ist. Wer mal wieder richtig Bock auf hochwertiges Serienformat im Drama-Stil hat, der sollte unbedingt mal einen Blick in dieses Meisterwerk riskieren. Denn diese Serie aus dem Hause Germany ist etwas ganz besonderes, und das in jeglichen Bereichen! Aus meiner Sicht die beste Wahl und diese Blu-ray Veröffentlichung erhält meine volle Kaufempfehlung!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2015
Ich habe mir die Zeit genommen die verschiedenen Kommentare anderer Rezensenten zur ungeschnittenen TV-Langfassung von DAS BOOT auf Blu-ray zu lesen. Da ich inzwischen die zwei Blu-ray Discs gesehen und getestet habe (mit 7.1.4 Surround-Anlage und DLP-Großbildprojektion in FullHD-Auflösung) möchte ich ein Fazit wagen und eine Gegenmeinung äußern.

BILD

Das Originalnegativformat vom gesamten BOOT war 1.66:1. Für die TV-Ausstrahlung seitlich auf 4:3 (1.33:1) beschnitten, hatte Wolfgang Petersen scheinbar mit Rücksicht auf den amerikanischen Markt 1997 seinen Director’s Cut im US-typischen 1.85:1 neu formatiert (so dass auf einem 16:9 Monitor mit "1:1 Pixel Mapping" oben und unten so genannte Letterbox-Streifen verbleiben).

Wie schon vom Rezensenten „Mediaworld“ berichtet und anhand von Screenshot-Vergleichen belegt, hat Eurovideo offensichtlich nicht einfach nur die dem Director’s Cut zur Langfassung noch fehlenden Szenen, sondern stattdessen und konsequent die komplette Langfassung vom Kameranegativ neu abgetastet und in 1:78:1 (16:9) formatfüllend konserviert, so dass die 1.85:1 vorhandenen Letterbox-Balken entfallen konnten. Vorbildlich!

Die hervorragende Bildqualität dieser neuen Abtastung muss ich in vielen Punkten ausdrücklich loben. Spuren digitaler Rauschfilter, die Gesichter wachsartig erscheinen lassen könnten, gibt es nicht. Das Bild ist auf hohem HD-Niveau und offenbart feinste Details in Gesichtern und Stoffen, wobei ich bezweifle, dass noch mehr aus den Kameranegativen herauszuholen gewesen wäre. Was ich gar nicht und oft genug hervorheben kann, ist die fantastische Lichtbestimmung und Farbgetreue des Bildes. Keine neuzeitliche Kolorierung, sondern natürliche Farben und Halbtöne, die leider keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Das Bild scheint etwas heller als in früheren Versionen (ohne zu Lasten des Kontrasts zu gehen), und das ist gut so, denn wer es dunkler haben möchte, kann das ohne Qualitätsverluste nachregeln, wäre das Bild andererseits von Hause aus zu dunkel wären wichtige Details unwiderbringlich abgesoffen (wer mir auf der BEN HUR Blu-ray die im Obergebälk steckenden Speere beim Abführen von Ben-Hur nachweisen kann, erhält Finderlohn…). Und während ich die Szenen an Bord der „Milchkuh“ Weser im Director’s Cut als gelbstichig empfand, überzeugt diese Abtastung mit natürlichen und überzeugenderen Farben an vielen Stellen im Direktvergleich. Fantastisch!
Was hingegen nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist, ist das „Colour Banding“ welches sich glücklicherweise auf die wenigen und grün getrübten kurzen Unterwasserszenen beschränkt.

TON

Am 5.1 Mehrkanalton in DTS-HD konnte ich nichts bemängeln. Nachdem nun bekanntlich für den Director’s Cut der ursprüngliche Stereoton in 5.1 neu überarbeitet wurde, hätte ich hörbare Unterschiede zwischen den Szenen des Director’s Cut und der Langfassung erwartet, konnte aber keine Übergange oder Unterschiede feststellen. Die von „Mediaworld“ festgestellte Samplingtiefe von 16 Bit im Teil 5 gegenüber den anderen (24 Bit) konnte ich nicht wahrnehmen, obwohl ich mir einbilde, über eine Heimkinoanlage der gehobenen Mittelklasse zu verfügen. Es war schon faszinierend Nebengespräche wahrnehmen zu können, insbesondere vom Tisch bei Thomsens Ansprache oder die ideologischen Traktate, die I. WO im Hintergrund Ullman zur Niederschrift diktierte. Die Direktionalität der Abmischung ist klasse, Gespräche hinter der Kamera finden in den Surround-Lautsprechern statt, das Gefühl sich in einer U-Boot-Stahlröhre zu befinden wird beklemmend und wirkungsvoll vermittelt.
Ein kleiner, aber doch unschöner Patzer sind die ersten 6 Minuten im Teil 4, bei denen der Ton asynchron läuft, also die Dialoge nicht mit den Lippenbewegungen übereinstimmen. Weitere solcher Patzer konnte ich trotz intensiver Suche zum Glück nicht finden.

PRÄSENTATION

Der Kritik an den fehlenden deutschen Untertiteln, sowohl für die Gehörlosen als auch Deutsch-Lerner, die sich bessere Lerneffekte versprechen, wenn sie zur Originalsprache auch die entsprechenden Untertitel bekommen, schließe ich mich ohne Wenn und Aber an. Auch stimme ich jenen zu, die es besser gefunden hätten, wenn die englischen Untertitel der deutschen Originalfassung - und nicht der „exotischen“ englischen Synchronfassung - gefolgt wären.

Was ich allerdings nicht teile, ist die von der Mehrheit der Rezensenten geäußerte und in Abwertung ausufernde Kritik, dass hier nicht die – auf DVD erhältliche – Langschnittfassung ohne Unterbrechungen (und Pinkelpausen) präsentiert wird, sondern eine Version die den 6 für das Fernsehen produzierten Einzelteilen nahekommt (aber erfreulicherweise auf die ursprünglichen "Previously on DAS BOOT" Einleitungen verzichtet).

Ganz im Gegenteil: Wolfgang Petersen hatte aus dem vorhandenen Filmmaterial (gibt es noch zusätzliche, entfallene Szenen?) 6 Teile / Akte für die Fernsehverwertung zusammenschneiden lassen, die allesamt mit dem enden, was man heutzutage „Cliffhanger“ nennt. Die vorliegende TV-Langfassung ermöglicht sowohl den historischen Rückblick als auch Wertschätzung für das hier Erreichte, was jedoch andererseits bei der unterbrechungslosen Langfassung im Verborgenen geblieben wäre.

Auch wenn ich die Wiederholung der letzten zwei Minuten aus dem vorangegangenen Teil - bei „nur“ 6 Teilen, wo es leicht fällt den Überblick zu behalten - ebenfalls als entbehrlich und keine gelungene Entscheidung empfinde, so begrüße ich doch grundsätzlich, dass der ursprüngliche Einzelteil-Charakter der TV-Ausstrahlung erhalten geblieben ist und nachvollziehbar bleibt.

Was mich schlussendlich doch ziemlich befremdet, sind Ratschläge, stattdessen bei der unterbrechungslosen DVD Langschnittfassung zu bleiben. Also nur weil nach 52 Minuten eine Unterbrechung stattfindet, wird empfohlen auf dieses gestochen scharfe und vorbildliche HD-Bild zu verzichten, sich weiterhin mit der MPEG-2 datenkomprimierten Farblosigkeit einer DVD zu begnügen und dem hochauflösenden DTS-HD Mehrkanalton kein Gehör zu schenken?

Unter Berücksichtigung der genannten Patzer im Verhältnis zur Gesamtleistung halte ich mindestens 4+ Sterne für angemessen, wenn ich allerdings bedenke, dass EuroVideo noch in 2011 den riskanten finanziellen Aufwand einer HD-Restaurierung der gesamten Langfassung gescheut hat, muss ich einfach für dieses Engagement und die damit verbundene Risikobereitschaft 5+ Sterne dankend und gerne anerkennen.
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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2004
Der Film
"Das Boot" ist die Verfilmung des Romans von Lothar-Günther Buchheim und ist der wohl international bekannteste deutsche Kriegsfilm und der mit Abstand beste U-Boot-Film, den es bis jetzt gibt. Zurecht wurde der Film von Kultregiseur Wolfgang Petersen 1983 für sechs Oscars nominiert und erhielt bereits 1982 einen Golden Globe. So legt der Film seinen Augenmerk nicht auf bombastische Actionszenen mit vielen Explosionen, Special Effects und Blut (auch wenn diese Elemente durchaus im Film vorhanden sind), sondern geht vielmehr auf Emotionen und die persönlichen Schicksale näher ein und beschreibt nahezu perfekt die Stimmung, in der sich die Besatzung befindet. Ein nicht unwichtiger Grund für den Erfolg des Filmes ist die hochkarätige Besetzung. So sind Namen wie Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Heinz Hoenig, Jan Fedder, Günter Lamprecht und Konrad Becker unter der Cast zu finden.
Interessanterweise gibt es bereits mehrere Fassungen des Filmes. Zum einen die original Kinofassung, zum anderen den neu aufgelegten und um weitere Szenen ergänzten Direcor's Cut, von dem auch eine "SuperBit"-Edition exisitiert, die aber aus unerfindlichen Gründen bislang nur in Großbritannien veröffentlicht wurde und bereits vergriffen ist. Bei dieser Fassung handelt es sich um die sogenannte "Original Uncut Version", die ursprünglich für das Deutsche TV als sechsteilige, fast 5 Stunden lange Miniserie konzipiert wurde und dort auch lief. Bislang war diese Version ausschliesslich auf VHS und LaserDisc zu haben und wurde jetzt endlich auch auf DVD veröffentlicht. Seltsamerweise aber wie schon bei der "SuperBit"-Version nur im Ausland.
Bild
Im Bild gibt es gravierende Unterschiede im Verhältnis zum Direcor's Cut, der komplett in Ton und Bild remastered wurde. Dies ist bei der TV-Version nicht der Fall. Eine etwas geringere Schärfe, leichte Ruckler und Schleier sind in Kauf zu nehmen. Insbesondere der Kontrast und die fehlende Farbkorrektur fallen auf. Diese Mängel sind vorwiegend in den ergänzten Szenen vorzufinden, insgesamt betrachtet tun sie dem Zuschauer aber keinen Abbruch. DVD-Fetischisten, die Wert auf Perfektion legen, sollten zum Director's Cut greiffen.
Der Film wird in "Anamorphic Widescreen" präsentiert, was bedeutet, dass bei herkömmlichen 4:3 Fernsehern das Bild "gequetscht" wird, auf Widescreen-TV's das Bild normal erscheint.
Ton
Auch hier sind große Unterschiede zum Director's Cut zu finden, da in diesem der Ton für Dolby Digital 5.1 komplett neu und mit zusätzlichen Effekten aufgelegt wurde. Zwar befinden sich auf der DVD neben den Stereospuren sowohl deutsche als auch englische 5.1-Tonspuren, jedoch handelt es sich hierbei lediglich um sogenannte "Upmixe", die aus dem Stereoton entstanden sind. Die Folge sind muffige, gedämpft und unspektakulär klingende Geräusche und unsauber klingende Dialoge. Das Meisste spielt sich im Centerbereich ab und die Höhen werden kaum wiedergegben. So divergieren die Meinungen zwischen annehmbarer Qualität und Unverständlichkeit der Dialoge. Ich hatte jedoch keine Verständnisprobleme und tendiere eher zu Ersterem. Wen es stört, der soll zum Director's Cut greifen. Leider sind auch keine deutschen Untertitel auf der DVD zu finden.
Special Features
Absolut unverständlich ist die fast völlige Abstinenz von Bonusmaterial. Lediglich ein kurzes Featurette "The Making of Das Boot: Behind the Scenes", das keine 7 Minuten lang ist und bereits im Director's Cut zu finden war, sowie einige Trailer sind auf der DVD. Ein Audiokommentar ist ebenfalls nicht vorzufinden.
Resumé
Zunächst bin ich darüber glücklich, dass diese Fassung endlich auf DVD veröffentlicht wurde, da es die TV-Serie war, die mich als kleines Kind auf den Film aufmerksam gemacht hat. Zum anderen bin ich enttäuscht, dass die DVD zunächst mal wieder nur über Import zu bekommen ist und von der Qualität her dem Director's Cut hinterherhinkt. Sollte jemand an einem Import interessiert sein, so sollte die-/derjenige aufpassen, keine Raubkopie unter die Finger zu bekommen, da diese sehr stark im Umlauf sind. Auch empfehle ich jedem, der den Film bislang noch nicht gesehen hat, erstmal den Director's Cut anzuschauen und erst danach, sollte einem der Film zugesagt haben, die TV-Fassung sich zu Gemüte zu führen. Denn diese ist mit ihren 4 Stunden und 42 minuten Laufzeit sehr langatmig und könnte dem ein oder anderen stellenweise langweilig erscheinen. Aber ich finde, dass die Langversion einfach die bessere Version ist, da sie einen viel besseren Einblick verschafft und die zusätzliche Handlungsstränge geben mehr den Zusammenhang wieder. Auch die Emotionen der Schauspieler kommen so besser rüber. Ergänzend zum Director's Cut ist diese DVD allemal zu empfehlen. So hat man neben einer technisch besseren Variante und den in dieser Version fehlenden Extras auch die komplette Story einmal gesehen. Auf jedenfall kaufenswert! Aufgrund der Mängel würde ich der DVD drei Sterne geben. Dem Film an sich, der eigentlich mehr als nur 5 Sterne verdient hätte, würde dies aber in keinem Fall gerecht werden. Deshalb "nur" vier.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. September 2014
Bei der neuen Blu-ray Ausgabe (gab es gestern schon bei Drogerie M.....) wurde die auf der bisher erhältlichen DVD als "ein Film" zusammengeschnittene TV-Serie wieder zum "Fernsehfilm in 6 Teilen". Das bedeutet, nach jeweils etwa ca. 52 Minuten kommt der Abspann. Danach folgt der nächste Teil mit Vorspann, jedoch ohne Zusammenfassung der vorangegangenen Folge. Mir ganz persönlich, gefällt das besser, obwohl ich nun alle Fassungen von "Das Boot" besitze, ziehe ich diese neueste Version den bisherigen vor. Die Bildqualität ist gegenüber der bisherigen DVD-Langfassung nach meinem Empfinden merklich detaillierter, der Ton ist wählbar in D/E DTS-HD Master 2.0 und 5.1 im Bildformat 1,78:1 (HD 1080/25p), ca. 308 min (6 x ca. 52 min). Ich habe aber keinen Test über die Anlage gemacht. Wer auf die zusammenhängende Fassung (also ohne Vor-, und Abspann) wert legt, sollte bei der DVD bleiben. Das ist meinerseits eine klare Kaufempfehlung .
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73 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2006
Für diese DVD-Version wurde Ton und Bild überarbeitet, kommt aber diesbezüglich nicht an "The Director's Cut" heran. Dafür ist diese Version 74 Minuten länger -- 282 Minuten gegenüber den 208 Minuten des "Director's Cut" --, in denen die Atmosphäre sich noch besser entwickeln und noch besser herübergebracht werden kann. Wer sich von dem Film ständige Action und einen Höhepunkt nach dem anderen erwartet, der dürfte von dieser Fassung erst recht enttäuscht werden und sie langweilig finden, denn es gibt "langatmige" Szenen, die das ständige Warten und die Routine immer wieder und wieder zeigen, die klaustrophobische und nervenzereißende Spannung an Bord förmlich spüren lassen. Empfehlenswert ist diese Fassung daher nur für Zuschauer, die nicht erwartungvoll vor dem Fernseher sitzen, sondern versuchen, sich in die Geschichte und die dargestellten Personen hineinzuversetzen, die mit Interesse Details aufnehmen und die "langatmigen" Szenen nutzen, um sich Gedanken über die damalige Zeit zu machen, sich den Krieg vor Augen zu führen.

Daß diese Version ungekürzt ist, stimmt übrigens nicht, denn die TV-Fassung besteht aus 6 Teilen mit jeweils 50 Minuten Spieldauer -- auf dieser DVD fehlen also 18 Minuten. Glücklicherweise sind diese aber auch nicht nötig, denn in ihnen hört man den Erzähler oder bekommt Rückblicke gezeigt, die bei einem Sechsteiler für das Fernsehen nötig waren, auf dieser DVD aber nicht vermißt werden.

Zwar handelt es sich bei "Das Boot" um ein Meisterwerk und einen der besten dokumentarischen Kriegsfilme, jedoch sollte man nicht alles als geschichtliche Realität abtun. Oft wurde nicht die Realität dargestellt, sondern eine Interpretation von ihr, die sich gelegentlich schlichtweg als Unsinn bezeichnen läßt: So etwas wie homoerotische Tänze gab es nicht, und wer einen Leutnant mit einem Öllappen beworfen hätte, hätte vor das Kriegsgericht gestellt werden können. Von solchen und anderen Szenen oder Kleinigkeiten abgesehen, die übrigens nicht im gleichnamigen Buch vorkommen, ist dieser Film dennoch einer der realistischsten, nur sollte man ihn nicht als dokumentarischen Beleg des U-Boot-Krieges verstehen.
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133 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2004
Auch über 20 Jahre nach der Entstehung des Films hat sich an meiner Meinung nichts geändert, „Das Boot" ist und bleibt der beste Kriegsfilm aller Zeiten. Daran ändern auch erstklassige Kriegsfilme wie „Die durch die Hölle gehen", „Der schmale Grat". „Apocalypse Now" oder der deutsche Film „Stalingrad" nichts. Was unser deutscher Top Regisseur Wolfgang Petersen schuf sucht bis heute seinesgleichen. Vor ein paar Jahren versuchte man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit „U571" Petersens Meisterwerk zu kopieren, das ganze aber völlig erfolglos da alles nur billig zusammengeklaut wurde.
Nach dem Roman des Müncheners Schriftstellers Lothar Günther Buchheim drehte Wolfgang Petersen, der neben Roland Emmerich wohl Deutschlands bester Filmemacher ist, von 1979 - 1981 den Antikriegsfilm „Das Boot".
Für mich bis heute der beste und erschütterndste Film dieser Kategorie. Bis heute hat es kein Film mehr geschafft den Schrecken des Krieges so schonungslos zu zeigen. Sicher sind die ersten 30 Minuten von „Der Soldat James Ryan" sehr heftig, aber danach strotz dieser Film nur so von Patriotismus und trennt sauber zwischen Gut und Böse wie fast jeder US Kriegsfilm. Es wird nie einen Krieg geben in dem es Gewinner gibt, bei jedem Krieg kann es nur Verlierer geben und das zeigt Wolfang Petersen mit „Das Boot" eindrucksvoll.
Nun endlich wird der Film in der immer noch besten „TV Fassung" auf DVD veröffentlicht, was auch wirklich Zeit wurde. Bisher existierte ja nur eine für den englisch sprachigen Markt zurechtgestutzte DVD Version mit dem 1997 veröffentlichten Directors Cut. Diese knapp fünfstündige Fassung des Films verleiht einem sowieso schon genialen Film noch mehr Tiefe und vor allem kommt die Rolle des Marinekriegsberichterstatter Lieutnant Werner hier besser zur Geltung und der Figur wird mehr Tiefe verliehen. Von den drei existierenden Versionen (Kinofassung 142 min, Directors Cut 208 min, TV Fassung 300 min) ist diese hier die mit Abstand beste.
Von 1979 - 1981 drehte Wolfgang Petersen zum größten Teil in den Bavaria Filmstudios „Das Boot" mit einer für damalige Verhältnisse absoluten Topbesetzung.
Die Schauspieler wurden vertraglich dazu verpflichtet das Sonnenlicht zu meiden und so einige von den Akteueren holten sich während der anstrengenden Dreharbeiten Prellungen und Knochenbrüche. Zur Besetzung des Films gehörten unter anderem Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Günther Lamprecht, Erwin Lederer, Martin May, Ralph Richter, Claude Oliver Rudolph, Hubertus Bengsch und soagar Sky Dumont war mit von der Partie als Offizier an Bord der „Weser".
Der Schriftsteller Lothar Günther Buchheim schildert in seinem Buch seine persönlichen Erlebnisse die er während des zweiten Weltkriegs als Kriegsberichterstatter (im Film: Herbert Grönemeyer) auf dem deutschen U-Boot U96 erlebte.
Im Kriegsjahr 1942 läuft das deutsche U-Boot U96 vom französischen Hafen La Rochelle aus um im Atlantik gegen feindliche Geleitzüge zu operieren. Über 50 Mann Besatzung sorgen nicht unbedingt für gute Laune nachdem das U-Boot wochenlang bei häufigem Sturm im Atlantik herumdümpelt ohne Feindberührung zu haben. Nachdem ein feindlicher Zerstörer das U-Boot entdeckt, wird dieses stundenlang mit Wasserbomben gejagt. Schließlich stellt sich doch noch ein Erfolg ein, als das U-Boot einen feindlichen Geleitzug angreift und zwei Schiffe versenkt. Als man nach langen Wochen sich endlich mit dem Gedanken an den Heimweg vertraut macht bekommt das U-Boot eine folgeschwere Nachricht des BdU (Befehlshaber der U-Boote). U96 soll am spanischen Atlantikhafen in Vigo den Proviant ergänzen und dann durch die Meerenge von Gibraltar den italienischem Mittelmeerhafen La Specia anlaufen. Das U-Boot wird beim durchqueren der Meerenge vom Feind entdeckt und auch getroffen. Das U-Boot sinkt über 300 Meter tief und läuft dort auf Grund. Die U96 hat erhebliche Schäden erlitten. Man muß das U-Boot wieder flott kriegen bevor die Luft knapp wird. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt.....
Mit jeder Wasserbombe die explodiert zittert man als Zuschauer mit, beim Tauchen des U-Boots hält man stellenweise die Luft um mitzuhören was der Wasserdruck mit der Außenwand des Boots anstellt. Noch nie war Angst in einem Kriegsfilm so spürbar wie hier. Jedem der Besatzungsmitglieder sieht man die Strapzen an. Der Film von Wolfgang Petersen schrieb Geschichte und ist bis heute unerreicht. Klaus Doldinger tat mit seiner Filmmusik sein übriges damit dieser Film so gut wurde.
Wolfgang Petersen schuf mit einem relativ bescheidenen Budget ein Meisterwerk, und den bis heute mit Abstand besten Kriegsfilm überhaupt der nun endlich auch auf DVD entsprechend gewürdigt wird. Nach der lieblosen DVD Umsetzung des Directors Cut kommt nun die TV Fassung endlich auf DVD. „Das Boot" ist bis heute unerreicht und wurde damals bei den Oscarverleihungen von den neidischen Amerikanern sauber übergangen. Den lieber schiebt man einem vor Patriotismus triefenden Soldat James Ryan die Trophäen in den Allerwertesten statt die richtigen Meisterwerke zu würdigen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juli 2014
Ich bin noch im Besitz eines VHS- Mitschnitts der Fernseh-Erstausstrahlung. Ich habe mir diese DVD-Version gekauft, weil ich den Film noch einmal in einer besseren Qualität anschauen wollte. Und ich muss sagen, dass sich dies wirklich gelohnt hat. Die Qualität dieser DVD ist wirklich hervorragend! Ich kenne auch die Bluray-Ausgabe, die vom Bild her vielleicht einen Tick besser ist; dies allerdings auch nur im direkten Vergleich. Dafür ist der Ton bei dieser DVD-Ausgabe eindeutig besser! Allerdings muss ich bei dem Vergleich der beiden Editionen gestehen, dass jede Kritik bei einem Vergleich der Fernseh-Langfassung mit der Kino-Fassung als Bluray auf allerhöchstem Niveau erfolgt. Man könnte also auch sagen: Beide Fassungen sind Qualitativ ebenbürtig.
Vielleicht eine kleine Hilfe bei der Kaufentscheidung: Diese längere Fernsehfassung mag dem Actionliebhaber, der immer nur auf den nächsten Angriff hinfiebert, vielleicht etwas langatmig vorkommen. Andererseits werden in dieser Langfassung dem Zuschauer sehr viel eindringlicher das Gefühl und die Ängste der U-boot Besatzung vermittelt, die den Angriffen feindlicher Schiffe in ihren Unterwassersärgen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind. Die Angst der U-Boot Besatzung überträgt sich regelrecht auf den Zuschauer.
Und noch wichtig: Auch wenn hier teils etwas anderes behauptet wird: An dieser DVD-Fassung wurde rein gar nichts gekürzt! Dies ist die Original Fernsehfassung, bei der lediglich die erzälten Zusammenfassungen der vorherigen Episoden herausgeschnitten wurden. Diese Zusammenfassungen sind auch nicht nötig, da alle Episoden nahtlos inneinander übergehen. Bei der gekürzten Kinofassung wundert sich der ganz pingelige Zuschauer vielleicht über zwei oder drei Dialoge, die er so in der Fersehfassung nicht oder anders findet. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dies Szene für Szene und Wort für Wort die Original-Fernsehfassung ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2015
Ich war als Kind völlig fasziniert vom 6-Teiler, also der Längstversion. Die Klaustrophobie, die einen einholt, der im Buch beschriebene "Gammel", das gegenseitige Anwidern - Wahnsinn! ALLE anderen Versionen gleichen - mit Verlaub - einem Schnellbootangriff ;-). Der "Gammel" muss rein! Ich hab mich seinerzeit wie ein kleines Kind über die "2 DVD -ungekürzt - digital remastered inkl. Dolby digital" gefreut, bis ich sie sah... da waren meine VHS Mitschnitte besser, na ja, fast😉. Und SIE IST NICHT UNGEKÜRZT!
Das ist erst diese Version hier: "Ungekürzte TV-FASSUNG auf 2 Blu-Ray Discs": ALLES ist da, auch das lange und bewußt langatmige Einlaufen in Vigo, Gibraltar Einmarsch, eben TV-FASSUNG völlig OHNE VERLUST. Und dann die Bildqualität: insbesondere der Vorspann allein reicht aus, um den Unterschied zu sehen: wie neu aufgenommen. Der Sound der alten Versionen wird zurecht kritisiert, hier ist er PERFEKT, habe ein Faible für HiFi, es werden alle 5 Kanäle wirklich genutzt, klare Dialoge, die Zerstörer laufen komplett über einem durchs Wohnzimmer. Fazit: Nix für "mal eben gucken", aber fesselnd in bestmöglicher Qualität. Kaufen!
Ein Letztes: hier sind alte Rezensionen zu lesen, sie sich NICHT AUF DIE BLU-RAY AUS 2014 BEZIEHEN, sondern auf eine DVD aus 2004 (die wahrlich grottig ist!); paßt auf und laßt Euch nicht verwirren...
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2014
Der Kriegsfilm 'Das Boot', bei dem Wolfgang Petersen das Drehbuch schrieb und Regie führte, wurde 1981 in den deutschen Kinos uraufgeführt.

Die Fernseh-Version wurde 1985 zum ersten Mal als Dreiteiler ausgestrahlt. So habe ich ihn kennengelernt.

Die nun vorliegende Blu-Ray präsentiert den Film in sechs Teilen (je ca. 52 min.), so wie er 1987 im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Auf Grundlage des gleichnamigen Romans, von Lothar-Günther Buchheim, der seine eigenen Erlebnisse als Kriegsberichterstatter darin verarbeitet, wird die Geschichte eines deutschen U-Boots im zweiten Weltkrieg erzählt.

1941 bricht U96 von seinem Heimathafen La Rochelle in Frankreich auf, um auf Feindfahrt zu gehen.

Der weitere Inhalt ist am Besten angedeutet mit einem Zitat von Leutnant Werner (gespielt von Herbert Grönemeyer), der seinerseits, in auswegloser Situation, den Tod vor Augen, zitiert und ergänzt:

'Ich hab's ja selbst so gewollt. Einmal vor Unerbittlichem stehen/Wo keines Mutter sich nach uns umsieht/Kein Weib unseren Weg kreuzt/Wo nur die Wirklichkeit herrscht/Grausam und groß. Ich war ganz besoffen davon. ' Das ist jetzt die Wirklichkeit.'

---Zur Blu-Ray Veröffentlichung---

Das Bild bietet in den allermeisten Einstellungen HD-Optik. Filmkorn fällt kaum auf, außer in den Außenaufnahmen des U-Boots, vor allem bei Überwasserfahrt am hellichten Tag.

Kurz vor Ende des Films, bei der Heimkehr nach La Rochelle, auch eine sehr helle Szene, flackern einige der Farben, so daß es scheint es würde ruckeln. Ein Effekt der 2-3 Sekunden auftritt.
Ich weiß nicht ob das bei anderen Veröffentlichungen schon so war.

Der Ton liegt in deutsch und englisch, jeweils in 2.0 und 5.1 vor.
In 5.1 sind zwei Szenen sehr schwer verständlich, daher bevorzuge ich den 2.0 Ton.
Ansonsten ist der deutsche Ton klar und verständlich.

Es gibt englische aber keine deutschen Untertitel. Zumindest an Gehörgeschädigte hätte man hier denken können.

Anbei ist noch die, etwas über 6 minütige, 'Minnidoku', Behind the Scenes 'Director's Cut.'
In englisch, ohne deutsche zuschaltbare Untertitel. Was ziemlich witzlos ist, für jemanden der des Englischen nicht mächtig ist.
Hier soll wohl nur zum zusätzlichen Kauf des Director Cuts animiert werden.

Einige Makel gibt es bei der Steuerung der 2 Blu-Rays. Sie lassen sich im Haupt-Menü nicht stoppen. Um die Stopp-Taste betätigen zu können, muß ich einen der sechs Teile starten und dann stoppen.
Auch die Tasten 'Audio' sowie 'Subtitle' haben auf der Fernbedienung keine Funktion. Ton und Untertitel lassen sich nur umständlich über das 'Pop Up Menu' ansteuern.

Es gibt kein Kapitel-Menü.

Die Blu-Ray Hülle steckt in einem Pappschuber, mit eingeprägtem 'Das Boot' Schriftzug, ohne FSK Logo. Die Blu-Ray Hülle selbst, mit aufgedrucktem FSK Logo hat kein Wendecover. Innen seitig links ist eine Inhaltsangabe der sechs Episoden. Rechts liegen die zwei Blu-Rays halb übereinander. Solche Aufbewahrungsmethoden können, bedingt durch die erforderliche Handhabung, mechanische Defekte am Datenträger hervorrufen.

Die Blu-Ray ist zur Zeit noch doppelt so teuer wie die DVD.

---

Noch eine Anmerkung zur englischsprachigen Fassung. Diese ist einigermaßen kurios, da wird z.B aus dem deutschen ...

'Komm Herzjen lass den Jungen am Leben. Der Führer braucht 'n noch.'

' dann englisch '

'Come on now. He is to young to play games with you Monique, ha.'

---

Fazit: Die erwähnten Mängel trüben den Gesamteindruck.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Im Gegensatz zum Kriegs(Kino)Film, der außer aneinander gereihter Aktionszenen wenig von Buchheims Stoff zu bieten hat, ist diese Fernseh-Lang-Fassung das eindrucksvollste Argument gegen den Krieg, das ich kenne. Vor allem die Länge der Passagen, in denen eigentlich nichts passiert, machen das Besondere dieser Fassung aus.
Natürlich sind auch hier die - wohl für den amerikanischen Markt gedachten - unrealistischen Dinge zu sehen: Feier der Mannschaften mit Tanz eines als Frau Verkleideten (lächerlich), Schallplatte mit "A long way to Tipperary" (sehr unwahrscheinlich auf einem Frontboot), Wegplatzen von Nieten in einem überwiegend geschweißten Boot (würde auf einen beschädigten Druckkörper hinweisen und in dieser Wassertiefe das Ende bedeuten), viel zu nahe Wasserbomben-Explosionen (hätten das Boot auf der Stelle zerrissen). Allerdings waren die VIIc-Boote für eine Tauchtiefe von 200 m (nicht 90 m, das war nur die "Werftgarantie") ausgelegt.
Die Schauspieler, außer Prochnow, sind zum Teil erheblich zu alt für ihre Rollen (von 18- bis Anfang 20-jährigen). Auch anderes ist nicht geschichtlich korrekt dargestellt. Die 7. Feindfahrt von U 96, an der Buchheim teilnahm, endete nicht mit der Versenkung des Bootes. U 96 wurde am 15.2.45 außer Dienst gestellt, dann aber tatsächlich durch einen Fliegerangriff am 30.3.45 in Wilhelmshaven an der Pier versenkt. Auch der "Alte", Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock, starb erst 1986.
Die schon mehrfach angesprochenen Ton-Probleme (Krach, leise genuschelte Dialoge), die schon einem normal Hörenden Schwierigkeiten bereiten, sind für einen Hörbehinderten mit Diskriminatiosproblemen (nicht Diskriminierungs-!) so schwerwiegend, dass der Film nur mit Untertiteln zu verfolgen ist. Doch jetzt kommt die Super-Überraschung: Deutsche Untertitel? Fehlanzeige! Zwar kann man die in Hindi oder Dänisch einschalten, aber in dieser deutschen Produktion leider nicht in Deutsch. So musste ich die Dialoge in Englisch vefolgen, was zu wiederum häufig zum Lachen anregte ob der Übersetzung, wenn Lachen eigentlich überhaupt nicht angebracht ist.
Noch ein Tipp zum Schluss: Es steht zwar an Land, aber wer sich einmal selbst einen Eindruck von der Enge an Bord dieses Bootes verschaffen möchte, sollte nach Laboe auf der Ostseite der Kieler Förde fahren. Dort steht "aufgebockt" U995 und kann besichtigt werden. Daran anschließend empfiehlt sich ein Besuch im nahe gelegenen Möltenort, wo das U-Boot-Ehrenmal für die auf See geblieben U-Bootfahrer aller deutschen Marinen besucht werden kann. Besonders eindrucksvoll und beklemmend wie der Film ist die Tatsache, dass dort auf Bronzetafeln mehr als 35000 (FÜNFUNDDREISSIGTAUSEND) Soldaten mit ihren Namen aufgeführt sind.
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