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Das Boot
 
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Das Boot [Taschenbuch]

Lothar-Günther Buchheim
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 603 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 10., Aufl. (1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492218008
  • ISBN-13: 978-3492218009
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 539.605 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Boot
OA 1973 Form Roman Epoche Moderne
Der erfolgreichste Roman von Lothar-Günther Buchheim erschien nach jahrzehntelanger Vorarbeit und verarbeitet seine persönlichen Erlebnisse als Berichterstatter im deutschen U-Boot-Krieg. Sein knapper, prägnanter Stil zeichnet ein fesselndes Bild vom Schicksal einer deutschen U-Boot-Besatzung im Zweiten Weltkrieg.
Inhalt: Im Herbst 1941 bereitet sich die Mannschaft der U 96 im von Deutschland besetzten französischen Hafen von La Rochelle auf den nächsten Kriegseinsatz vor. Hitler hoffte, mit Hilfe seiner U-Boot-Flotte eine Handelsblockade um England legen und den Feind aushungern zu können. Doch die Gegner sind erschreckend gut gerüstet, die »Schlacht im Atlantik« entscheidet sich immer häufiger gegen die Deutschen. Trotzdem leistet die Besatzung einmal mehr ihren Dienst – 50 mehr oder weniger überzeugte Soldaten unter Führung ihres charismatischen Kommandanten, des »Alten«, zusammengepfercht in der Enge ihres U-Boots, auf Gedeih und Verderb einander ausgeliefert. Als Gast an Bord ist Werner, der junge, unerfahrene Kriegsberichterstatter und Ich-Erzähler des Romans. Angesichts beklemmender Enge, der Todesangst im »Stahlsarg«, der Wasserbomben und endlosen Schleichfahrten verflüchtigen sich Werners Fantasien vom heroischen Unterwasser-Kampf schneller als geglaubt.
Nach zermürbenden Tagen auf See, einer Zeit des endlosen, gespannten Wartens machen sich Resignation und Aggression breit – eine Spannung, die sich schließlich auch im brutalen Versenken zweier britischer Frachter entlädt. Nicht ohne Folgen für »das Boot« – selbst stark beschädigt, muss die U 96 unter dramatischen Bedingungen eine Blockade vor der Meeresenge von Gibraltar durchbrechen. Von Wasserbomben und Tieffliegern getroffen sackt das Boot manövierunfähig in Tiefen, für die es nicht gebaut ist. Der Sauerstoff wird knapp, wie eine riesige Faust preßt der Wasserdruck den Stahlkörper zusammen. Doch der Mannschaft gelingt das Unerwartete – nach notdürftiger Reparatur machen sie wieder Fahrt, zurück in den »rettenden« Hafen von La Rochelle, wo ein plötzlicher Luftangriff doch noch seine Opfer fordert.
Wirkung: Das Boot entwickelte sich weltweit zum viel beachteten Millionenseller. Das Buch hat die Debatte um die NS-Zeit in- und vor allem außerhalb Deutschlands beeinflusst. Kritische Stimmen verweisen auf die mangelnde Distanznahme des Autors zum Nationalsozialismus. Stattdessen halte sich Buchheim, verhaftet in seiner Rolle als »ehemaliger Kriegspropagandist«, an die Ausschmückung soldatischer und mannhafter Tugenden.
Für eine noch größere Breitenwirkung sorgte schließlich Wolfgang Petersens (* 1941) filmische, für sechs Oscars nominierte Adaption des Romans, von der sich Buchheim – nach Ablehnung des eigenen Drehbuchs – distanzierte. Allein mit der weniger »actionlastigen«, sechsstündigen TV-Fassung konnte sich der Autor arrangieren. R. M.

Kurzbeschreibung

Lothar-Günther Buchheims Roman 'Das Boot' und der gleichnamige Film verdanken ihren Welterfolg dem Wagnis des Autors, sich bis in die kleinsten Einzelheiten an das Grauen des Krieges zu erinnern. Er erzählt die Geschichte eines Unterseebootes und seiner Besatzung im Zweiten Weltkrieg: Das Leben im Schattenreich des U-Boot-Krieges, die Operationen im Atlantik im Winter 1941 bei zunehmender Luftüberlegenheit der Alliierten, die wochenlange Untätigkeit, Angriff und Gegenanriff, Jagd und Flucht, der Versuch, durch die schwerbewachte Straße von Gibraltar ins Mittelmeer einzudringen.Lothar-Günther Buchheim, geboren 1918 in Weimar. Schon mit vierzehn Jahren als zeichnendes und malendes 'Wunderkind' Mitarbeiter von Zeitungen und Zeitschriften. Erste Kollektivausstellungen und erste Monographie (1935). Als literarischer Ertrag einer Reise mit dem Faltboot die Donau hinab bis ans Schwarze Meer erscheint 1939 der Band 'Täge und Nächte steigen aus dem Strom'. Studium an den Kunstakademien in Dresden und München. Im Zweiten Weltkrieg Kriegsberichter, ursprünglich als Kriegsmaler, mit Einsätzen auf Minenräumbooten, Zerstörern und vor allem U-Booten. Nach dem Krieg Gründung einer Kunstgalerie und später auch eines Kunstverlages.
Lothar-Günther Buchheim ist Autor zahlreicher Standardwerke über den Expressionismus. 1973 erschien sein Roman 'Das Boot'. Daneben immer wieder Fernsehfilme und Reportagen.
Lothar-Günther Buchheim lebt in Feldafing am Starnberger See. Seine Sammlung expressionistischer Kunst ist legendär.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
„Das Boot" ist wohl eines der besten Bücher über den U-Boot-Krieg im Zweiten Weltkrieg, das ich bisher gelesen habe. Man merkt dem Buch deutlich an, daß der Autor Lothar-Günther Buchheim während des Krieges Marinekriegsberichter war und daß er es selber miterlebt hat, worüber er schreibt. Er versetzt einen zurück in den Winter des Jahres 1941, wo ein deutsches U-Boot kurz vor dem Auslaufen ist und zieht den Leser in den Bann seiner Geschichte. Man erlebt förmlich, wie die U-Boot-Fahrer die letzte Nacht an Land mit einem Saufgelager verbringen, wie das Boot ausläuft und dann im Atlantik verschwindet und auf Beutejagd geht. Man erlebt hier förmlich, wie damals der U-Boot-Krieg auf den U-Booten stattgefunden hat: Die qualvolle Enge in der kleinen Röhre, das monotone Suchen nach feindlichen Schiffen auf dem Ausguck des U-Bootes, der Kampf gegen das Meer. Doch sobald dann Feindkontakt hergestellt worden ist, verändert sich die Atmosphäre schlagartig: Hektik kommt auf, nach dem Abschuss der Torpedos wird das Boot vom Jäger zum Gejagten, die Monotonie weicht der Todesangst, die aufkommt, wenn die feindlichen Zerstörer das Boot mit Wasserbomben jagen, während man unten gleichzeitig gespannt lauscht, ob der eigene Angriff ein Erfolg war. Neben der fesselnden, natürlichen Schreibweise gefällt mir an dem Buch, das hier die Helden nicht in glänzender Rüstung beschrieben werden, der Kommandant trägt zum Beispiel alte, schon fast auseinanderfallende Kleider. Außerdem merkt man in dem Buch, wie schnell man im Krieg vom Helden zum Verlierer werden kann und wie nahe das Leben und der Tod beieinander liegen. Ich kann das Buch eigentlich nur jedem weiter empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es nicht so sehr, dass es das Happy End nicht gab. Es nicht so sehr, dass auf einmal wie aus dem Nichts ein Fliegerangriff allem ein Ende bereitete. Es ist nicht die Gestalt, die fassungslos ein U-Boot in seinem Heimathafen sinken sieht.
Es ist die unbeschreibliche Menschlichkeit derjenigen, die für ein normales Leben, ein normales Glück, für ihr Überleben gekämpft haben. Da sind keine glorreichen Helden, da sind Menschen wie Du und ich. Da ist kein Ruhm, da ist eine bitter sich über Wasser haltende Hoffnung. Da gehen nicht Bruttoregistertonnen unter, da gehen Menschen unter.
Mit einem Einfühlungsvermögen und einer Persönlichkeit, die einmalig sind und die der trockenen und technischen Kriegsberichterstattung, wie sie heute wieder die Fernsehnachrichten beherrscht, und jedem noch so guten Geschichtsunterricht so unendlich weit überlegen sind, beschreibt Buchheim die Tragödie des U-Boot-Krieges. Eines Krieges, der technisch so vervollkommnet ist, dass man schnell vergisst, dass es Krieg ist, dass es grausam ist, dass da Menschen sind, die sterben, die leiden.
Es ist, dass es das Happy End nicht gab für die Menschen, die wir in einer großartigen, an Realität, Spannung und Mitgefühl nicht zu übertreffenden Erzählung kennengelernt haben; für die Menschen, denen wir es so sehr gewünscht hatten; weil sie keine Kriegsmaschinen waren, sondern weil es ganz normale Menschen waren; weil wir es selber hätten sein können.
Buchheim hat mit diesem Buch ein Bollwerk gegen den Krieg hinterlassen, das einmalig ist. Es ist gleichzeitig die Vorlage für einen großartigen Kinofilm, der wohl zu den besten deutschen Filmen und den besten Antikriegsfilmen überhaupt zählt. Auch, wer diesen Film gesehen hat, sollte nicht deswegen das Buch nicht lesen, er sollte gerade deswegen das Buch lesen. Weil es zu den besten Romanen der deutschen Nachkriegsliteratur zählt, weil es ein Mahnmal ist, weil es brilliant ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Buchheim hat hiermit einen der größten deutschen Romane überhaupt geschaffen, von dem so schnell keiner wegkommt. Selbst die ersten 200 Seiten, wo es keine nennenswerten Kämpfe gibt, sind so mitreißend geschrieben, dass man sich schnell als weiteres Crewmitglied empfindet. Auch die nächsten Seiten sind von einem beeindruckenden Detailreichtum geprägt. Die ungewöhnliche Zeitform des Präsens, die Buchheim hier verwendet, gibt dem Ganzen noch einen zusätzlichen Reiz. Dieses Buch ist zugleich auch ein sehr couragierter Antikriegsroman, der sich ernsthaft, realistisch und ohne Schönfärberei mit dem Thema U-Boot-Krieg auseinandersetzt.

Ein Meisterwerk der deutschen Literatur!

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