Aus der Amazon.de-Redaktion
Einen "Fels, der aus dem Meer der Kinogeschichte emporragt", hat Ulrich Greiwe Das Boot in seinem Interview-Buch mit Wolfgang Petersen Ich liebe die großen Geschichten genannt; und egal wie man nun persönlich zu dieser epischen U-Boot-Kriegssaga steht, muss man doch anerkennen, dass dieser Film genau das ist, ein weithin sichtbarer Fels. Er hat seinen Regisseur, der bis dahin durch einige gelungene und umstrittene Fernsehfilme aufgefallen war, quasi über Nacht berühmt gemacht und regelrecht nach Hollywood katapultiert, wo er Erfolgsfilme wie In the Line of Fire und Air Force One gedreht hat. Allein diese einzigartige Stellung innerhalb der Filmgeschichte rechtfertigt den 1997 entstandenen, etwa dreieinhalb Stunden langen Director's Cut des Films, den man durchaus als eine Art von Kompromiss zwischen der ersten Kino- und der mehrteiligen Fernsehfassung sehen kann.
Rasantes U-Boot-Kriegsspektakel oder episches Psychodrama, das war die Geschichte der letzten Fahrt eines deutschen U-Boots im 2. Weltkrieg durch die Meerenge von Gibraltar in ihren ersten Fassungen. Nun, im Director's Cut, ist sie beides. Der junge von Herbert Grönemeyer gespielte Kriegsberichterstatter Leutnant Werner ist nicht mehr die Identifikationsfigur, mit deren Augen man den Krieg und seine unvorstellbare Schrecken erlebt. An dessen Stelle tritt nun der Kommandant des U-Boots (Jürgen Prochnow). Sein Zynismus und seine Besessenheit, die ihn zu waghalsigsten Aktionen verleiten, geben dem Director's Cut einen neuen Ton. --Sascha Westphal
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Blickpunkt: Film
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Das Boot - die authentische und faszinierende Charakterstudie einer U-Boot-Mannschaft im II. Weltkrieg.
Von Starregisseur Wolfgang Petersen in aufwendiger Detailarbeit neu geschnitten. Endlich konnte Petersen sein Meisterwerk durch wichtige Szenen ergänzen, die in der ersten Kinofassung nicht berücksichtigt
wurden: "Jetzt, wo wir ohne kommerziellen Druck arbeiten konnten, kamen wir sehr schnell zu meiner Traumfassung, in der sich die Höhepunkte der 'Action' mit den stilleren Charakterszenen im richtigen Rythmus ablösen."
Der Film schildert eindringlich die Geschichte einer U-Boot-Besatzung, die nach vielen gefährlichen Abenteuern schließlich doch noch von den Kriegsgegnern zur Hölle geschickt werden.
Der Untergang der tollkühnen Männer in ihrer schwimmenden Röhre wurde so realistisch in Szene gesetzt, daß der Zuschauer förmlich die Enge des Bootes und die Angst der Besatzung spürt...