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Produktinformation
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»Ein sehr schönes, sehr politisches Buch.«
(Kurt Kister Süddeutsche Zeitung )»Seit je ist ja Kluges Metier, kleine Geschichten mit einer großen Aura von Bedeutsamkeit zu erzählen. So wurde er zu einem Denker des Sozialen und der Historie von ganz eigener Art. ... Aus Kluges Wagnis, Denken und Erkennen ganz anders anzugehen, entstanden schöne Lockerungen, neue Zugänge, Sichtweisen und Perspektiven.«
(Eberhard Falcke Die Zeit )»Vor allem bieten diese Geschichten aber die vertraute Kluge-Mischung, komponiert mit brüsken Schnitten, assoziativen Sprüngen, Untergrund-Verknüpfungen, die sich nicht immer gleich erschließen; philosophische Abstraktionen stehen neben ganz konkret-sinnlichen Geschichten von Leidenschaften mal authentischer, mal erfundener Figuren – Kluge ist der Meister des erfundenen Dokuments in der deutschen Literatur.«
(Sven Hanuschek Frankfurter Rundschau )»Alexander Kluges sachlicher Erzählgestus macht sich gern in jene Gefilde auf, die durchsetzt sind vom Absurden. Das Unerwartete, kaum Glaubhafte, ist sein bevorzugtes Metier. Wie Johann Peter Hebel in seinen Kalendergeschichten (er)findet Kluge Ereignisse, die er nach einer ganz eigenen Rezeptur aufbereitet. Sie verleiht seinen Denkgerichten ihren unverwechselbaren Gehalt. Unaufgeregt und fast nebenbei versteht es dieser auf die Vernunft bauende Analytiker in seinem Buch, das von viel Zauber umgebene Geschäft der Politik zu entzaubern.«
(Michael Opitz Deutschlandradio Kultur )»Diese 133 politischen Geschichten gehören auf den Frühstückstisch eines jeden passionierten Zeitungslesers. Kluge sieht mehr, weil er die richtige Mittellage zwischen Detail und großem Ganzen trifft.«
(Jens Bisky Süddeutsche Zeitung )»Kluge rüstet ab: formal und inhaltlich. Seine Sachlichkeit und Lakonie federn und vibrieren. Seine Kargheit reinigt, spült Schlacken fort und Pathos. Übrig bleiben Erkenntnis und Witz. Nüchtern, nie ernüchtert, arbeitet er an gegen das Verhängnisgeschehen auf allen Ebenen. Am Ende machen selbst die Wörter Politik und bilden ihre eigene Republik: Die Sprache.«
(Brigitta Lindemann WDR 3 )»Alexander Kluge hat in Zeiten, in denen mit überwältigender Macht deutlich wird, dass Politik niemals alternativlos ist, das Buch der Stunde geschrieben. Ein Buch, das die Politik als erzählerisches Ereignis wiederentdeckt.«
(Volker Weidermann Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )»Das Anekdotische seiner Arbeitsweise, in der das Große und das Kleine, das Öffentliche und Private nebeneinanderstehen, macht Kluges neues Buch zu einer überaus kurzweiligen, anregenden und unterhaltsamen Lektüre.«
(Profil )»Diese Prosa, die zu Chruschtschow und Mussolini schaltet, zu Napoleon und Regisseur Stanley Kubrick, ist ein Strom aus unzähligen Quellen, der sich seinen Weg durch die Geschichte sucht und der von den Rändern kleinste Partikel Leben mitreißt, sie in Strudel verwickelt, sie auf dunkle Gründe sickern lässt oder sie unterwegs, an fremden Ufern, wieder ablegt – wie eine Botschaft, aus einem Zusammenhang in einen neuen Zusammenhang getaucht.«
(Hans-Dieter Schütt Neues Deutschland )Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt geboren. Er studierte in Marburg und Frankfurt/Main Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt absolvierte er ein Volontariat bei dem Filmregisseur Fritz Lang und betätigte sich mit Erfolg als Filmemacher und literarischer Autor. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Filmpreis 2008 (Ehrenpreis). In der filmedition suhrkamp erschien zuletzt Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital.
»Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.«
Alexander Kluge, (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)
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