Wer sich schon mit Energetischer Psychotherapie beschäftigt hat, für den ist Veltheims Buch sicher eine sehr interessante Ergänzung. Seine Ideen zum Muskeltest waren mir noch nicht bekannt und sind gut, seine Ideen zu Vernetzung und Atem auch. Aber vieles ist eben schon bekannt und es nervt zum Xten male lesen zu müssen: Achtung: hier kommt was gaaaaaanz neues, die klassische Medizin denkt mechanistisch und analytisch und versagt deshalb öfter als ihr lieb ist. Das ist wahr. Das Weltbild der klassischen Medizin ist in einigen Punkten revisionsbedürftig, aber warum muss man Bücher so schreiben, als wäre man der erste, der diesen wirklich umwerfend neuen Gedanken gedacht hat? Warum dieser "Wir denken alle falsch" Ton und die allzubekannte "Wir-müssen-uns-alle-ändern? Und warum muss immer ein System für alles herhalten? Denn natürlich: Veltheim schafft einfach alles. Es reicht anscheinend nicht, dass einiges gut ist und vielen geholfen wird, nein, man braucht eigentlich nur noch Veltheim und keinen Arzt und keinen Psychotherapeuten mehr. Narzissten aller Länder vereinigt Euch.
Für wen ist es brauchbar: Kinesiologen, Menschen, die viel mit EFT arbeiten, Klopftechniker aller Couleur. Nervt etwas für Leute, die doch finden, das Psychotherapie gelegentlich angebracht ist. Eigentlich drei Sterne, den vierten gibts für die guten Ideen im Bereich Vernetzung, Muskeltest, Atemfrequenzen.