Wer glaubt, dass nur Phantastereien wie Dan Brown packend zu lesen sind, der wird hier eines Besseren belehrt. Den neue Hesemann - der Name bürgt mittlerweile schon für Qualität - habe ich in einer langen Nacht gelesen, konnte das Buch einfach nicht weglegen ... und war überwältigt! Das ist mit Abstand das interessanteste und plausibelste Sachbuch zum Thema Turiner Grabtuch, auch wenn es im Titel um eine andere, ebenso geheimnisvolle Tuchreliquie geht. Doch die beiden heiligen Tücher haben so viel gemeinsam, dass ihr gemeinsamer Ursprung außer Frage steht. Nur dann kann die angebliche 14C Datierung des Grabtuchs ins Mittelalter nicht stimmen - denn das andere Tuch, das Bluttuch Christi eben, ist seit dem 7. Jahrhundert in Spanien und wurde davor bereits in Palästina verehrt und beschrieben.
Doch wer hier nur eine historische Spurensuche vermutet, sieht zu kurz. Das Buch ist eine Art CSI-Folge in gedruckter Form, denn es geht schließlich um die präzise forenische Rekonstruktion des Todes von Jesus - so präzise, dass sogar ein "Phantombild" des Gekreuzigten erstellt wird. Und schließlich um den Beweis für seine Auferstehung. Da wird aus dem Glauben Gewissheit!