Ich habe die Conan-Bücher immer geliebt und weiß, dass sie eigentlich nicht zu toppen sind. Ohne langes Zaudern geht es in den ersten Zeilen immer gleich zur Sache, und Langeweile suchte man vergeblich: Die Feinde waren böse und grausam, die Frauen stets wunderschön, die Handlungsorte exotisch, und Conan war ... eben einfach Conan. Bis der Held dieses Conan-Spin-Offs ein solches Charisma aufbaut wie der Ursprungsheld, wird es sicherlich noch dauern. Dieser Roman spielt ausschließlich im Stammesland der Cimmerer, die sich gegen die Invasion von Nordländern zur Wehr setzen müssen. Dabei entwickelt sich die Hauptperson Kearn vom ungeliebten Stammesmitglied zum Führer einer kleinen Kampftruppe. Das ist alles spannend erzählt, allerdings halten sich die Fantasy-Anteile im Rahmen. Die Geschichte könnte auch als Abenteuerroman aus dem Wilden Westen oder ähnlichem durchgehen. Ein wenig erinnert mich das Buch an den Kinofilm "Pathfinder", wo es ja auch ordentlich blutige Köpfe in einer archaischen Welt gibt. Ich denke, die Qualität dieses ersten Teils einer neuen Serie wird sich erst in den kommenden Teilen offenbaren, bislang ist der Maßstab der Geschichte noch winzig. Conan hat die ganze Welt bereist und erobert, während Kearn sich durch den Schnee Cimmeriens kämpft... aber das kann ja noch werden, Conan hat auch klein angefangen. ich werde mir jetzt die weiteren Bücher bestellen und schauen, wie die Geschichte weitergeht.