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Das Blut der Könige
 
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Das Blut der Könige [Taschenbuch]

Peter Berling
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Jahre 1249 führt der französische König Ludwig ein gewaltiges Kreuzfahrerheer nach Ägypten. Zwei Kinder kreuzen seinen Weg, Roç und Yezabel aus dem sagenumwobenen Geschlecht der Gralshüter. Noch hat sich ihre Mission, gelenkt von einem geheimen Orden, der den Weltfrieden zwischen Orient und Okzident anstrebt, nicht erfüllt. Vor der Kulisse von Sultanspalästen und Kreuzritterburgen, Harem und Pyramiden entwirft Peter Berling ein farbiges Bild des Mittelalters zur Zeit der Kreuzzüge.Das Blut der Könige ist nach Die Kinder des Gral der zweite Roman in Peter Berlings Grals-Zyklus.

Über den Autor

Peter Berling, geb. 1934, studierte Grafik an der Münchener Kunstakademie. Er hat sich als Schauspieler, Filmproduzent und als Autor einen Namen gemacht. Seit 1969 lebt er in Rom. Selbst kein Anhänger der Astrologie beschäftigt er sich als Historiker seit vielen Jahren mit der wechselnden Rolle der Sterndeutung in der abendländischen Geschichte.

Auszug

DIE TRIËRE DER PIRATIN

In der Agäis, den 27. August A.D. 1248

Über den byzantinischen Kauffahrer brach das Erscheinen der Triëre wie ein finsterer Spuk am lichten Mittag herein. Einem höllischen Insekt gleich, glitt das Kampfschiff über die Wellen. Sein schwarzer Bug ragte über dem stahlblauen Meer wie ein dräuender Schatten um so schrecklicher auf, als die erschrockenen Griechen schaudernd erkannten, daß der unheimliche Gegner sich nicht mit Drohungen aufhielt noch zu Verhandlungen bereit war, sondern unerbittlich zum Rammstoß ansetzte ...

Mir schnitt das Eisen in den Unterleib. Ich wollte mit einem Sprung mein Gedärm retten, parierte den Schlag - und die Klinge fuhr mir ins Gekröse! Der Schmerz ließ mich stehend die Sinne verlieren.

Alles, was ich vorher und nachher an Leibes Not und Pein erlitt, verblaßte vor diesem Schnitt, der mir die Manneskraft nahm, ohne daß ich mir dessen bewußt war. Ich warf mein Schwert fort, um beide Hände in den gestochenen Schoß zu pressen, und öffnete meine Lippen zum Schrei, der nicht kam.

Das geschah mir jetzt unwillkürlich wieder angesichts der heranstürmenden Todesgefahr, doch diesmal blieb mein Gehirn bei vollem Bewußtsein, und ich hörte mich den sinnlosen Schrei ausstoßen: »Maire de Dieu! Die Triere der Gräfin!« Im selben Moment erkannte ich, daß es vor diesem Schicksalsstoß sowenig Rettung gab, wie mir nichts geschehen würde.

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