Bei diesem Buch handelt es sich um kein reines Erziehungsbuch mit konkreten Vorschlägen zur Hundeerziehung, sondern um die Darlegung eines Grundkonzepts im Umgang mit Hunden (daher der Untertitel "emotional verstehen und trainieren"). Klar verständlich und sehr schlüssig wird u.a. erläutert, warum die Dominanztheorie nicht nur überholt ist, sondern schlichtweg nicht greift, und wie ein erfolgreicher (sprich für beide Seiten konfliktfreier und bereichernder) Umgang mit Hunden stattdessen aussehen kann. Die Autoren verfügen sowohl über fundiertes theoretisches Wissen als auch umfangreiche Praxiserfahrung und es gelingt ihnen, an sich komplexe Sachverhalte einfach und gut nachvollziehbar darzustellen. Was allerdings noch mehr überzeugt, ist, dass sie die Realtität von Haltern und ihren Hunden kennen und ihnen mehr zutrauen als das viele Trainer tun.
Fazit: Das Konzept wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, ist aber so logisch und praxisorientiert, dass es für mich eines der wichtigsten Hundebücher seit Langem ist! Wer also wirklich an einem grundlegenden Verständnis des Hundes interessiert ist, wird dieses Buch mit Begeisterung lesen und davon profitieren. Für mich ein Muss für jeden Trainer/Ausbilder, der auf dem Hundeplatz/Hundeschule die Verantwortung dafür übernimmt, anderen Menschen Ratschläge bzgl. ihres Umgangs mit Hunden zu geben.