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Das Bio-Ketzer-Buch: Vom Geschäft mit Glauben und Angst. Gebrauchsanweisung für vernunftbegabte Esser
 
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Das Bio-Ketzer-Buch: Vom Geschäft mit Glauben und Angst. Gebrauchsanweisung für vernunftbegabte Esser [Gebundene Ausgabe]

Elisabeth Hewson , Doc Farmwell
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 238 Seiten
  • Verlag: Signum; Auflage: 1 (20. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854364202
  • ISBN-13: 978-3854364207
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.284 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Geschichten aus dem Märchenland der "gesunden" Ernährung tragen den Bazillus der Volksverdummung in die Köpfe der Menschen. Der scheinheilige Zwerg "Bio" entpuppt sich vielerorts als übler Taschendieb."Bio" präsentiert sich als Heilsbringer, die konventionelle Landwirtschaft wird als "böse" stigmatisiert. Hier werden nun endlich einmal Fakten, Zahlen und objektive Tests den Glaubensbekenntnissen der Biofanatiker gegenübergestellt. Es werden Tipps gegeben, worauf beim Einkauf von Lebensmitteln wirklich zu achten ist, und wie man sich sinnlose Geldausgaben für teilweise sogar schädliche, die Gesundheit gefährdende Produkte erspart.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Futterneid 9. Februar 2011
Wer an der aktuellen Diskussion um die Sicherheit unserer Nahrungsmittel interessiert ist, wird an diesem Buch, das sich als Gebrauchsanweisung für vernunftbegabte Esser versteht, nicht vorbei gehen können. Der Fokus liegt dabei nicht so sehr auf der wissenschaftlichen Vertiefung der Materie, sondern viel mehr beim Aufzeigen, wie mit dem Thema einer vernünftigen Ernährung umgegangen wird, nämlich unvernünftig, nicht sach-, sondern ideologiebezogen. Diskurskritik im besten Sinne.

Es gibt ja kaum ein Thema, über das so viel geschrieben wird wie über das Essen. Bedauerlicherweise muss man hinzufügen, so viel Dummes und Unnötiges. Das beginnt bei zusammen gestoppelten Kochbüchern, umfasst den gesamten Diätzirkus und endet bei ideologisch gefärbten Ess-Ratgebern. Sicher, das Reden über Essen ist immer mit Ideologie überfrachtet, das haben die Themen Auto und Essen übrigens gemein. Konträr werden die beiden Themen, wenn es um die Frage geht, was füttere ich meinem Auto, was füttere ich selbst. Fürs Auto ist das Beste selbstverständlich, aber für einen selbst ...?

Prügel beziehen von Hewson sowohl Produzenten wie Konsumenten und auch die Medien kommen schlecht weg. Warum eigentlich, fragt man sich. Denn mit Blick auf den aktuellen Dioxinskandal drängt sich mächtig die Frage auf, ob man soviel kotzen kann, wie einem vorgesetzt wird. Wäre Bio da nicht die allerbeste Alternative, um auf der sicheren Seite zu sein.

Hewson schreit laut nein, denn die Körner-Jute-Fraktion ist ihr überhaupt nicht grün, weil getürkt und geschummelt wird, wenn es zum Beispiel darum geht, mit welchen Düngern und welchen Pestiziden gearbeitet wird. Dass Bio per se besser sei, wird aufs Heftigste bestritten und mit vielen Beispielen belegt.

So informativ wie unterhaltsam - eine Ketzerbibel im wahrsten Sinne des Wortes. Guten Appetit!

Frage an den Verlag: warum dieses scheußliche Cover?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ferenc
Ich bin selber Bauer und habe mein ganzes Leben lang auf konventionelle Art ein anständiges Produkt produziert.Ich esse meine Produkte selber und ich weigere mich beharrlich beim Einkaufen ein "biologich" bezeichnetes Lebensmittel in das Wagerl zu legen.Ich denke, unser Essen war noch nie so gut und so billig wie heute (und auch noch nie soviel kontrolliert),trotzdem vermittelt die Biowerbung ständig das Gefühl, nur Bioprodukte wären sicher und bedenkenlos zu konsumieren, jeder Lebensmittelskandal wird pro Bio ausgeschlachet und das herkömmliche Essen pauschal damit heruntergemacht. Dieses Buch versucht der einseitigen Propaganda der Biolobby etwas entgegenzusetzen, was grösstenteis auch gelingt. Nur beim Thema Gentechnik denke ich nicht so liberal wie die Autorin, deshalb nur 4 Sterne. Skandale gibt es auch in der Biobranche, nur werden die nicht öffentlich breitgetreten. Grundsätzlich soll jeder das kaufen,das ihm besser schmeckt und das er sich auch leisten kann, ohne dass gleichzeitig Angste vor den mitbewerbenden Produkten geschürt werden.Meine Freunde unter den Biobauern (die durchwegs nette Menschen sind)werden dieses Buch sicher nicht lesen,aber ich empfehle es allen, die offen und fähig sind, sich eine eigene Meinung zu bilden. Es ist wert, gelesen zu werden!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R. Steger
Ich kaufe seit Jahren einen großen Teil meiner Lebensmittel im Bioladen. Jetzt ist dieses Buch ins Haus geflattert und ich habe es mit größtem Interesse gelesen.

Unter anderem sind mir folgende Thesen der Autorin besonders aufgefallen:

- In der Biolandwirtschaft wird Kupfer als Pilzgift verwendet. -

Das wusste ich vorher, es wird allgemein als problematisch angesehen. Pilze bekämpft man effektiv mit chemischen Mitteln. Resistenzen sind nicht bekannt. (Man darf Antimykotika nicht mit Antibiotika verwechseln!) Ich habe mich informiert, weil ich selbst mehrfach Pilzinfektionen hatte, und bei einem akuten Ausbruch half mir nur "Chemie".

- In der Gentechnik gilt die Strategie "herbizidresistente Pflanzen schaffen, um das passende Spritzmittel gleich mit zu verkaufen" als veraltet. -

Das wusste ich nicht. Ich habe die Seite von Greenpeace aufgesucht um deren Argumente unvoreingenommen zu lesen. Was Greenpeace schreibt, erscheint mir jetzt oberflächlich und parolenhaft und nicht auf dem aktuellen Stand. Eine einzige Studie wird genannt. Ich bin zu anderen Fundstellen, die sich auf diese Studie beziehen, gesurft. Die englischen Fachtexte sind nicht leicht zu verstehen. Mir ist nur aufgefallen, dass die Anzahl der Ratten pro Versuchsgruppe, nämlich 40, nicht besonders hoch ist. Zudem sind Tierversuche sowieso kritisch zu sehen.

- Der Geschmack von Obst und Gemüse hängt ab von a) Sorte, b) Standort und c) Reifegrad. Wenn diese gleich sind, ist kein Unterschied zu schmecken. -

Ich habe schon immer geahnt, das es so ist. Meine Erfahrung ist zwar, dass ich im Supermarkt öfter Ware kaufe, die mich dann geschmacklich enttäuscht, als im Bioladen. Aber das hat dann eben nichts mit "bio" zu tun, sondern mit "guter Ware" an sich.

Es stehen noch viele Thesen in dem Buch, die man unvoreingenommen mit wissenschaftlicher Forschung, dem Stand der Technik und persönlicher Erfahrung abgleichen sollte.

Eine These, die ich formulieren möchte, weil die Autorin dieser Problematik ausweicht, ist folgende:

- Pflanzenschutzmittel im Bioanbau bauen sich möglicherweise schneller ab als chemische Pflanzenschutzmittel. -

Das gilt natürlich nicht für Kupfer. Aber DDT ist wegen seiner Langlebigkeit als hochproblematisch erkannt worden und wird von der Autorin verharmlost.

Soviel zu den Sachinhalten des Buches. Gut hat mir gefallen, wie Florian Eckl in seiner Rezension hier schreibt: "Diskursanalyse im besten Sinne." Einiges was an Kritik in diesem Forum geäußert wird, ist auf genau dem gleichen Niveau, auf dem die Autorin schreibt. Sie schreibt aber absichtlich "Subjektiv. Provozierend." (S. 11, Persönliches Vorwort), weil die differenzierte Diskussion regelmäßig scheitert.

Für mich persönlich gilt ab sofort: Das Gut-Böse-Schema, von dem ich mich bisher leiten habe lassen, ist eine quasi-religiöse Überzeugung. Schluss damit. Das Einkaufen wird damit nicht leichter. Jetzt kaufe ich im Bio-Laden mit schlechterem Gewissen, wenn ich an das viele Kupfer denke und an andere Ungereimtheiten.
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