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Im Namen des Volkes ..., 19. Dezember 2004
Mit dem Roman "Das Biest" startet der Pendragon Verlag eine Gesamtausgabe der "Abel-Krimis" von Fred Breinersdorfer - eine gute Idee, denn "Abel" hat es verdient!
Der Autor Fred Breinersdorfer führt seit vielen Jahren eine Doppelexistenz als Anwalt und Autor. Seine Drehbücher und Filme, darunter fünfzehn Tatort-Krimis, wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold sowie der Goldenen Kamera.
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Zum Inhalt: Stella Telago ist jung, attraktiv und undurchschaubar. Als der menschenscheue Richter Eduard Hablik sie eines Nachts aufliest und die offensichtlich schwer Verstörte in seine Wohnung mitnimmt, erliegt er nahezu widerstandslos ihrem Charme.
Stella bittet Hablik um Hilfe. Er soll ihre Entmündigung aufheben und ihre Entlassung aus der Nervenklinik, aus der sie geflohen ist, erreichen. In diesem Sanatorium hat sie offenbar grundlos die letzten Jahre verbringen müssen.
Hablik schaltet den Rechtsanwalt Jean Abel ein. Doch noch bevor dieser seine Arbeit aufnehmen kann, begeht Hablik einen folgenschweren Fehler.
Ein mörderisches Spiel nimmt seinen Lauf ...
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Textauszug: "Sie tastete sich ganz dicht an den Mauern und Schaufenstern entlang, unsicher und mit langsamen Schritten. Hablik konnte sich nicht von dem Anblick losreißen. Er hielt fast den Atem an.
Die junge Frau setzte einen Fuß vor den anderen. Ihr Gesicht wirkte erschöpft, doch die Müdigkeit entstellte es nicht. Ihre ebenmäßigen Züge und die Nase mit dem winzigen Kick nach oben gefielen ihm. Hohe Stirn, hohe Backenknochen und ein kleines Grübchen am Kinn.
Er trat zurück in den Hauseingang. Wartete mit aufgerissenen Augen, bis die Gestalt an ihm vorbeischweben würde. Nichts schwebte, sie blieb, wo sie war. Hablik schluckte. Räusperte sich. "Blue Eyes", sagte er. Ihre Mundwinkel bewegten sich, vielleicht war es so etwas wie ein Lächeln. "Die sind doch grau", sagte sie."
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Fazit: Die Originalausgabe erschien 1997. Ein Psychothriller der Extraklasse mit dem cleveren, kauzig-charmanten Rechtsanwalt Jean Abel. Der Roman besticht durch seine vielschichtigen Charaktere sowie eine atemberaubende Dramaturgie.
Deutschsprachige Kriminalliteratur, die den internationalen Vergleich nicht scheuen muß.
Eine dicke Empfehlung von - Reinhard Busse
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