1. Die Feuerzangenbowle, eine Lausbüberei in der Kleinstadt: Die aus dem Geiste der Feuerzangenbowle entstandenen Erlebnisse und Streiche des falschen Primaners Hans Pfeiffers sind einmalig. Eine illustre Runde besserer Herren beschließt, ihr jüngstes Mitglied, den preisgekrönten Schriftsteller Dr. Hans Pfeiffer wieder auf die Schule zu schicken. Wer fühlt sich bei der Lektüre nicht in die eigene Schulzeit zurückversetzt, wo noch die größte Sorge im Leben die vergessenen Schulaufgaben waren...
2. Der Gasmann: Ein Mann im Pyjama irrt frühmorgens durch den Schlafwagenzug und muß feststellen, daß der Kurswagen mit seinem Abteil schon früher abgehängt wurde. Um diese peinliche Situation zu retten, kauft er einem sich ebenfalls im Zug befindlichen städtischen Beamten, einem "Gasmann", dessen Anzug für eine stattliche Summe Geld ab. Der jetzt reich gewordene Gasmann beschließt nun, das Leben einmal zu genießen und verrennt sich in so manche peinlich-komische Situationen und lernt das Berliner Nachtleben so richtig kennen...
3. Der Maulkorb: Nach einer durchzechten Nacht wird die Hauptperson, der Staatsanwalt Herbert v. Treskow Sonntag morgens mit einem neuen "Kriminalfall" betraut: Ein nächtlicher Bösewicht hat dem Denkmal des Landesherren einen nicht allzukleinen Hundemaulkorb umgehängt, der ganze Staatsapparat wird in Aufruhr versetzt. Es gibt Zeugen und Indizien. Doch je mehr er den Täter in seinen Ermittlungen einkreist, umso mehr dämmert es ihm, wen er da nun wirklich verfolgt und was man " in einer nächtlichen Besoffenheit " so alles anstellen kann und kommt zu der Ansicht, daß das Ergebnis seiner Laufbahn mehr als abträglich ist. Zum Glück wendet sich das ganze. Ein "Täter" wird gefunden und die Majestätsbeleidigung wird gerichtlich für groben Unfug befunden...; Parallelen zum Dorfrichter Adam aus dem " Zerbrochenen Krug " sind unübersehbar...
Heinrich Spoerl schafft es immer wieder, die menschlichen Schwächen in sehr menschlicher und vergnüglicher, aber niemals schadenfroher Weise aufzuzeigen und bereitet auch nach mehrmaligem Lesen immer wieder ein hohes Maß an Unterhaltung. Nicht selten fühlt man sich mit den Personen seiner Romane selbst identifiziert.