Das Buch wird von Rufus Beck gelesen, und das ist sehr gut. Wenn man ihn mit anderen vergleicht, merkt man doch, dass man bei ihm wirklich eine Geschichte erlebt und nicht, wie sonst öfter, einen Text vorgelesen bekommt.
Die Geschichte an sich ist allerdings nicht so besonders. Wo der erste Teil noch interessant und neu war, wenn auch ein bisschen kitschig, und der zweite das Spektrum erweiterte und das Tor für ein großes Finale aufstieß, da ließ der dritte Teil aber dann ganz stark nach...
Pullman ergeht sich in der langatmigen Beschreibung völlig nebensächlicher Details, wirft Probleme auf, die nie weiter besprochen denn gelöst werden und erweckt immer wieder den Eindruck, er müsse irgendwelche Traumata aufarbeiten. Oftmals hebt er den erzählerischen und moralischen Zeigefinger in bester Bibelmanier. Die Geschichte hätte das Potenzial für viel mehr gehabt, dagegen dümpelt sie eher auf "Verbotene Liebe" Niveau vor sich her.
Eine Fantasygeschichte, die man sich anhören kann, aber auf keinen Fall muss, und wenn, dann bitte nicht zuviel davon erwarten.