"Das Bellverhalten der Hunde" war mein erstes Buch zum Thema Bellen. Bisher habe ich mir wenig Gedanken darüber gemacht. Hat der Hund gebellt, wenn es klingelte oder jemand nachts im Treppenhaus lief oder im Dunkeln auf uns zu kam, habe ich es immer gestraft mit Pfui! und Aus! und wurde dabei auch oft zornig und wütend und verstand nicht, warum der Hund es nie verstand und immer weiter bellte.
Heute versteh ich meinen Hund besser.
Das Buch beschreibt die verschiedenen Bellarten. Bellen aus Freude, Frust, Wut, Warnen, erlerntes Bellen.... Ich hätte nicht gedacht, dass es da solche Unterschiede geben kann.
Die Trainingsmethode, die Rugaas hier vorstellt, beinhaltet Splitten oder umleiten oder eben ignorieren.
Mein Hund bellt meist, um uns zu "warnen", wenn jemand nachts im Treppenhaus rum schleicht oder ähnliches. Das habe ich nun erkannt und entsprechend trainiert.
Dieses Buch gibt aber keine Anleitung dazu, wie man seinen Hund komplett still bekommt. Turid Rugaas vertritt zu Recht die Meinung, dass man Hunden ihre Sprache nicht verbieten sollte. Warum soll ich meinem Hund verbieten mich zu warnen? In einem gesunden wild lebenden Rudel hat jedes Tier die Aufgabe, das Rudel vor nahender Gefahr zu warnen. Auch der Alpha kann schließlich gerade abgelenkt sein und es nicht rechtzeitig mit bekommen.
Mein Hund darf mich mit einem kurzen Wuff warnen - aber auf Kommando soll er still sein, weil ich dann die Sache übernehme. Und wie ich das meinem Hund ganz leicht beibringe, zeigt dieses Buch.
Ich finde es sehr lesenswert und auch hörenswert (die CD).