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Das Barnabas-Evangelium: Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, eines neuen Propheten, von Gott der Welt gesandt gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels
 
 
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Das Barnabas-Evangelium: Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, eines neuen Propheten, von Gott der Welt gesandt gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels [Broschiert]

Safiyya M. Linges
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 319 Seiten
  • Verlag: Spohr; Auflage: Neuaufl. (15. Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9963400302
  • ISBN-13: 978-9963400300
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 501.274 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Viele Jahrhunderte lang hatte das Evangelium des Heiligen Barnabas - möge Gott ihn segnen - vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten werden können, bis es im 16. Jahrhundert in einer italienischen Übersetzung aus den verschlossenen Bibliotheken des Vatikans herausgebracht wurde und nach einer abenteuerlichen Odyssee heute in der Wiener Staatsbibliothek (Cod. 2662 Eug.) seinen Platz hat.

Schon die Schriftgelehrten des Altertums hatten sich darüber gewundert, daß das Barnabas-Evangelium aus den alten Codices entfernt worden war. Und bis heute fragt man sich: Was mag der Grund dafür gewesen sein? Was war es und was ist es denn, was uns seit jener Zeit verheimlicht werden soll?

Daß es nicht Jesus war, der Gesalbte, der den Kreuzestod erlitt, sondern Judas Ischariot, der durch ein göttliches Wunder die Gestalt und das Aussehen Jesu erhalten hatte, wie der Apostel und engste Vertraute Jesu berichtet, war das der aufregende Grund für jene Ächtung? Tatsache ist, daß die Lehre des Barnabas-Evangeliums - keine Dreifaltigkeit, Jesus ein Mensch, Befolgung des jüdischen Ritualgesetzes - mit dem Glauben des nazaräischen Judenchristentums übereinstimmt, wie er von Clemens, dem zweiten Bischof Roms, in den Reisepredigten des Petrus bezeugt wurde. Den großen christlichen Kirchen der Gegenwart ist es verständlicherweise aber dennoch ein Dorn im Auge, weil eine Kreuzigung des Judas ihrer in Jahrhunderten verfeinerten Dogmatik jede Grundlage entzöge, ja das ganze System zusammenbrechen ließ.

Der aus dem Blickwinkel eines paulinisch verfärbten Christentums und seiner Kanonik also hochbrisante Text zeigt sich neuerer Forschung indes immer deutlicher als das im Kern zumindest älteste uns heute bekannte Evangelium jüdisch-christlicher Tradition: ein in Teilen so gut wie unbekannt gebliebenes heiliges Vermächtnis voller Weisheit, Frische und der bewegenden Schönheit des Echten. Mit ihm stellt sich die alte Frage neu: Wer eigentlich war Jesus, was sein Glaube?

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Länge: 5:02 Minuten
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schlechte Fälschung 13. August 2007
Von Nastassja
Format:Taschenbuch
1. Das Barnabasevangelium selbst weist darauf hin, daß das ursprüngliche Evangelium verfälscht worden sei. Wäre aber Barnabas tatsächlich ein Zeitgenosse Jesu gewesen, wäre das Neue Testament noch gar nicht abgeschlossen gewesen ! Ein "echter" Barnabas hätte somit unmöglich
sagen können, dass das ursprüngliche Evangelium gefälscht sei, denn zur Zeit als das Evabgelium beendet war, war Barnabas ja bereits längst tot.

2. Etliche Aussagen des Barnabasevangeliums sind zudem mit der Geschichte und Geographie Palästinas unvereinbar, so daß es kaum vorstellbar scheint, der Autor des Barnabasevangeliums könnte in Palästina gelebt haben.

3. Das Barnabasevangelium erhebt den Vorwurf der Verfälschung des Alten Testamentes durch die menschlichen Traditionen der "falschen Pharisäer", obwohl die Partei der Pharisäer erst zwischen 135 und 104 v. Chr. entstand !

(dumm gelaufen, würde ich mal sagen ....)

4. Adam rezitiert im Barnabasevangelium sogar das islamische Gaubensbekenntnis, das zu frühchristlicher Zeit natürlich noch niemand gekannt haben kann, da der Islam erst im 7. Jahrhundert n. Chr. entstand.

5. Die Verheißung der Geburt Jesu wurde, wie das Barnabasevangelium berichtet, Ismael, nicht Isaak gegeben, und Ismael wurde statt Isaak von Abraham geopfert: Dies ist die islamische Sicht der Abrahamsgeschichte, aber keine christliche Anschauung.

6. Das Barnabasevangelium zitiert Bibelverse nach der lateinischen Vulgataübersetzung, die erst Ende des vierten Jahrhunderts entstand und zur offiziellen katholischen Bibel wurde.

7. Das Barnabasevangelium berichtet von 600.000 römischen Soldaten in Palästina. So viele Soldaten gab es im ersten nachchristlichen Jahrhundert jedoch möglicherweise nur im gesamten Römischen Reich, keinesfalls jedoch in Palästina.

8. Das Barnabasevangelium berichtet von 17.000 Pharisäern zur Zeit des Alten Testamentes. Die Partei der Pharisäer entstand jedoch erst im zweiten vorchristlichen Jahrhundert.

9. Das Barnabasevangelium beschreibt einen europäischen Sommer: "alles trägt Frucht". In Palästina regnet es jedoch im Winter, und im Sommer ist das Land trocken.

10.
Das Barnabasevangelium berichtet, Jesus und seine Jünger hätten "die 40 Tage gehalten". Die vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern wurde jedoch erst im vierten Jahrhundert n. Chr. eingeführt und sollte an das Leiden und Sterben Jesu erinnern, was vor seinem Tod unmöglich war.

11. Das Barnabasevangelium erwähnt eine Goldmünze, den Dinar zu 60 minuti. Diese Münze wurde nur kurze Zeit im Mittelalter in Spanien verwendet; ein Argument, das die These von der Entstehung des Barnabasevangeliums in Spanien zu stützen scheint.

12. Im Barnabasevangelium werden Holzfässer zur Weinaufbewahrung erwähnt, im Nahen Osten waren jedoch Lederschläuche üblich.
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jilko
Format:Taschenbuch
Vermutlich stammt das "Barnabas-Evangelium" aus dem 14. Jh. Es erwähnt nämlich das Jobeljahr, das alle 100 Jahre gefeiert wird. Dies kann aber nur zur Zeit von Papst Bonifazius VIII. gegolten haben, denn er hatte festgelegt, daß das Jobel-Jahr alle 100 Jahre zu feiern sei. Nach seinem Tod im Jahr 1343 wurde dieses Dekret rückgängigg gemacht: Das Jobel-Jahr sollte - wie in biblischen Zeiten - alle 50 Jahre gefeiert werden.

Obwohl das "Barnabas-Evangelium" angibt, vom Apostel Barnabas geschrieben worden zu sein, kann es sich nicht um den Barnabas aus dem Neuen Testament handeln. Das machen z.B. folgende Tatsachen deutlich:

- Das "Barnabas-Evangelium" hält die Beschneidung für heilsnotwendig. (Barnabas 2)

Der biblische Barnabas hat dies nie gelehrt.

- Das "Barnabas-Evangelium" polemisiert gegen das Evangelium, das Paulus predigt.

Der biblische Barnabas war ein loyaler Mitarbeiter des Paulus, der zusammen mit ihm dasselbe Evangelium verkündigt. Theologische Spannungen zwischen diesen beiden Aposteln kennt das Neue Testament nicht.

- Das "Barnabas-Evangelium" leugnet, daß Jesus der Messias ist. Gleichzeitig nennt es ihn aber den Christus. Dabei ist doch Christus die griechische Bezeichnung für den Messias. Diesen Widerspruch hätte sich der griechisch sprechende Barnabas des Neuen Testaments nicht geleistet.

Das sogenannte "Barnabas-Evangelium" ist eine Fälschung aus dem Mittelalter. Hier die Zusammenfassung der wichtigsten Argumente gegen seine Echtheit:

- Es gibt keine Textüberlieferung des "Barnabas-Evangeliums" vor dem 16. Jahrhundert.

- Es ist, im Gegensatz zu den kanonischen Texten, kein Zitat eines christlichen Kirchenvaters oder Kirchenlehrers nachgewiesen.

- Es wird vor dem 16. Jahrhundert auch von keinem islamischen Autor erwähnt.

- Es gibt im "Barnabas-Evangelium" historische und geographische Fehler.

- Es gibt im "Barnabas-Evangelium" Widersprüche zu frühen nicht-christlichen Quellen.

Hier nochmal einige Hauptkritikpunkte gegen die Echtheit des "Barnabas-Evangeliums", die Frau Dr. Schirrmacher (Das Barnabasevangelium) erwähnt:

Das "Barnabas-Evangelium" selbst weist darauf hin, daß das ursprüngliche Evangelium verfälscht worden sei. Wäre Barnabas tatsächlich ein Zeitgenosse Jesu gewesen, wäre das Neue Testament noch gar nicht abgeschlossen gewesen. Damit hätte das "Barnabas-Evangelium" sein eigenes Schicksal vorausgesagt.

Zudem macht der Autor des "Barnabas-Evangeliums" durch geographische und historische Mißgriffe deutlich, daß er weder Palästina jemals besucht noch im ersten nachchristlichen Jahrhundert gelebt haben kann:

Geographische und historische Mißgriffe:

- Im "Barnabas-Evangelium" ist Nazareth ein Ort an der Küste des Sees Genezareth. Nazareth liegt jedoch auf einem Hügel.

Jesus steigt nach dem Bericht des "Barnabas-Evangeliums" vom See Genezareth nach Kapernaum hinauf. Kapernaum liegt jedoch direkt am See Genezareth.

- Das "Barnabas-Evangelium" berichtet, daß Jesus in ein Schiff gestiegen und nach Jerusalem gefahren sei. Jerusalem liegt jedoch im Landesinneren und ist nicht per Schiff erreichbar.

Ninive liegt nach der Beschreibung des "Barnabas-Evangeliums" in der Nähe der Mittelmeerküste. Es ist jedoch am Tigris im Landesinnern gelegen.

- Die Zeitangaben zur Geburt Jesu im "Barnabas-Evangelium" stimmen im Verhältnis zu den Amtszeiten des Pilatus, Ananias und Kaiphas nicht mit der historischen Überlieferung überein.

- Das "Barnabas-Evangelium" berichtet von 600.000 römischen Soldaten in Palästina. So viele Soldaten gab es im ersten nachchristlichen Jahrhundert jedoch möglicherweise nur im gesamten Römischen Reich, keinesfalls jedoch in Palästina.

- Das "Barnabas-Evangelium" berichtet von 17.000 Pharisäern zur Zeit des Alten Testamentes. Die Partei der Pharisäer entstand jedoch erst im zweiten vorchristlichen Jahrhundert.

- Das "Barnabas-Evangelium" beschreibt einen europäischen Sommer: "alles trägt Frucht". In Palästina regnet es jedoch im Winter, und im Sommer ist das Land trocken.

Selbst wenn man mit guten Gründen die Bibel ebenfalls nicht für historisch hält, so ist sie mit Sicherheit der historischen Wahrheit immer noch näher als das "Barnabas-Evangelium", welches offensichtlich nur zu dem Zweck ersonnen wurde, die angeblich "endgültige Wahrheit" des Koran und des Islam zu "beweisen".
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