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Das Büro: Direktor Beerta [Gebundene Ausgabe]

J. J. Voskuil , Gerd Busse
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

12. Juli 2012
Für Betroffene und Geschädigte, Stromberg-Fans, Büromanen und alle, die es werden wollenAls Maarten Koning eine Stelle als wissenschaftlicher Beamter in einem volkskundlichen Büro antritt, ändert sich sein Leben schlagartig. Von nun an beschäftigt er sich mit Wichtelmännchen - und mit den lieben Kollegen. Der graue Büroalltag wird aufgelockert durch ergebnislose Sitzungen, nutzlose Dienstreisen und feuchtfröhliche Kongresse. Und bei alledem versteht es Direktor Beerta meisterhaft, immer neue Projekte und Stellen zu schaffen... Was Joanne K. Rowling für England war, war J. J. Voskuil für die Niederlande: Sein monumentaler Büro-Roman loste eine wahre "Büromanie" aus mit Fanklubs und langen Schlangen im Morgengrauen vor den Buchhandlungen. Mit seinen knappen Schreibtischdialogen, lakonischen Schilderungen von Arbeitsabläufen und einem bitterbösen Gespür für die urkomischen Aspekte des Bürolebens hat Voskuil den Nerv unserer arbeitswütigen Zeit getroffen. Während der Leser wie bei einer Soap-Opera atemlos einer Szene nach der anderen folgt, wird er unmerklich in das Leben des Maarten Koning hineingezogen. - Ein Trostbuch für alle, die jeden Morgen ihren Kaffee kochen und ins Hamsterrad der Projekte und Konferenzen steigen.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 845 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (12. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406637337
  • ISBN-13: 978-3406637339
  • Originaltitel: Het Bureau I: Meneer Beerta
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,4 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.211 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Besondere an diesem speziellen Büro sind aber nicht so sehr Intrige und Missgunst, sondern nach Absicht des Autors [...] die kafkaeske Unsinnigkeit allen Treibens in diesen Räumen und überhaupt." --Jochen Jung, Der Tagesspiegel, 15. Juli 2012

"Voskuils Roman ist eine Feldstudie des Büromenschen. (...) auf abgründige Weise unwiderstehlich." --Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 24. August 2012

"Ganz große Literatur!" --Marion Meier, Aachener Zeitung, 18. August 2012

"grandiose Einsichten in den Alltag moderner Arbeitswelten (...). Es war ein Rausch. Und es hat 16 Jahre gedauert, bis er Deutschland erreichte (...). Und es geht ein seltsamer Sog davon aus. Es ist der Sog der sorgsam von grandiosen Einsichten und Episoden, großartigen Dialogen gebrochenen Langweile (...) ein Sog, der einen mitnimmt und tröstet - man fühlt sich weniger allein" --Elmar Krekeler, Die Welt, 30. Juli 2012

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht süchtig 27. Juli 2012
Von Volker M. HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Kennen wir das nicht alle? Mehr oder weniger. Wir bearbeiten Projekte, die bei Licht betrachtet sinnlos sind wie die Katzenklappe auf der Intensivstation, sitzen in Besprechungen, aus denen wir dümmer herausgehen als wir hineingegangen sind, zerreißen uns mit anwesenden Kollegen das Maul über abwesende Kollegen, und halten das alles dennoch für normal. Willkommen im Büro.

Maarten Koning kommt zu seinem Job im Büro wie die Jungfrau zum Kind. Eigentlich will seine Frau ja gar nicht, dass er arbeitet, denn sie fürchtet sich davor, tagsüber alleine zu sein, aber irgendwann muss Marten auch mal wieder Geld verdienen. Direktor Beerta stellt ihn sofort ein. Qualifikation? Schadet nichts, ist aber eigentlich unnötig. Wir schreiben 1957 und in den Niederlanden wird jeder angestellt, der bei 10 nicht auf den Bäumen ist. Direktor Beerta stellt auch die auf den Bäumen noch ein.
Maarten ist nicht dumm, aber oft gelähmt von Selbstzweifeln und einer daraus resultierenden Antriebslosigkeit, die eine rasante Karriere im Beamtenapparat des "Instituts" verspricht. Maarten soll endlich den Atlas der Volkskultur herausgeben, ein Projekt, an dem Direktor Beerta seit 20 Jahren arbeitet, oder sagen wir korrekter, das ihm seit 20 Jahren eine sichere Finanzierung beschert. Jetzt wird die Projektkommission langsam ungeduldig und Direktor Beerta hat schon neue Eisen im Feuer. Er mag ein wissenschaftlicher Windbeutel sein, aber es gelingt ihm wunderbarerweise, die Zahl seiner Projekte und die seiner Mitarbeiter stetig zu vermehren, wobei er sich zielsicher ungeeignete Bewerber herauspickt. Sie müssen nur morgens pünktlich um neun auf der Matte stehen, der Rest ist Nebensache. Er zahlt für Anwesenheit, nicht für Leistung.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch über Untreue und Verrat 12. August 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Im Jahr 1998, ich wohnte damals in Tokio, schickte mir ein holländischer Freund ein dickleibiges Buch: ”Het Bureau” (”Das Büro”) von J.J. Voskuil. Es war der erste Band dieses siebenteiligen Romans. Als ich anfing, darin zu lesen, war es um mich geschehen. Der Autor beschrieb in seinem schlichten und sehr direkten Stil den Alltag in einem beklemmenden wissenschaftlichen Institut in Amsterdam, an dem der Protagonist Maarten Koning viele Jahrzehnte arbeitete bzw. seine Zeit vergeudete. Mit seinem trockenen Humor machte Voskuil die Wissenschaftler und subalternen Hilfskräfte zu unvergesslichen, sich vor allem in ihren Kleinlichkeiten und ihrer Inkompetenz auszeichnenden Charakteren.
Während der insgesamt über fünftausend Seiten dieses großartigen Werkes wurde ich mir bewusst, dass Voskuil seine Leser an der Nase herumführte. Trotz brillianten und oft urkomischen Dialogen wollte er keinesfalls einen intellektuellen Schwank verfassen. Mit Engelsgeduld schilderte er fast unmerklich kleine aber entscheidende Verschiebungen in den komplizierten langjährigen Beziehungen zwischen den zahlreichen Bürokollegen. Was aussah wie unverrückbare Statik und endlose Wiederholung, stellte sich heraus als giftige Gruppendynamik, der Maarten Koning zum Opfer fällt. Die Kollegen, die Koning selbst einstellte, die er großzog, die seine gesellschaftskritischen Ideale sowie seine Abneigung gegen die Wissenschaft und die Selbstüberhebung der intellektuellen Oberschicht teilten, verrieten ihn und stießen ihn aus. Desillusioniert verließ Maarten Koning nach über dreißig geopferten Jahren das Büro.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und wie es alle Vorurteile bestätigt 8. August 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Seit Jahren bereits unterhält der Niederländer J.J.. Voskuil sein Publikum mit seinem durchaus 'opus magnum' zu nennenden 'Büroroman', der durchaus auf eigene Erlebnisse und das eigene Leben zurückgeht.
Nun erscheint auf Deutsch der erste der sieben Bände des Romanzyklus und bietet auch der hiesigen Leserschaft einen Eindruck dieses sprachlich und in seiner Charakterisierung der handelnden Personen durchaus genau beobachteten Romans.

Eine gar nicht einmal satirisch daherkommende 'Innenschau' auf das Leben, den Alltag in einem eben kleinen 'Büro' in Amsterdam, in dem die Hauptperson des Romans, Maarten König, über einen Zeitraum von über 30 Jahren hinweg sein Dasein als Beamter fristet und den Leser teilhaben lässt an der 'Sinnlosigkeit' seiner Arbeit, dem täglichen Unbill mit seinen Untergebenen und den vielen Eigentümlichkeiten seiner Kollegen und der Besucher des Büros. Eine Innenschau, die für den Leser einen hohen Wiedererkennungswert hat in all den Sitzungen, dem Geplänkel, dem Bürotratsch und 'klatsch, dem Neid, den Ellbogen, dem trüben die Tage dahin plätschern lassen.

Angeführt von Direktor Beerta, dessen vordringlichste Aufgabe bei weitem nicht solch merkwürdige Fragen wie Sinn oder Effizienz wären, sondern der sich vor allem müht, das Büro in den Augen derer, die es bezahlen, am Laufen zu halten. Der mehr oder minder sinnentleerte Projekte und Aufgaben erfindet und auf den Weg bringt. Vor allem der fast schon berüchtigte 'Atlas der Volkskultur' steht seit mehr als 20 Jahren an und ist dankbarer Lieferant für ständige kleine und kleinste Ergänzungen, die ja nun erledigt werden wollen.
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