Pressestimmen
Es ist erstaunlich, wie Rosemarie Marschner es schafft, jedes Klischee in dieser Geschichte vom armen, aber klugen Dienstmädchen zu vermeiden. Ihre Vorleserin hat Ecken und Kanten, als lebe sie wirklich.
Die Autorin hat einen fesselnden und bewegenden Frauenroman geschrieben, der die gesellschaftlichen Bedingungen der Zeit ganz hervorragend einfängt und das Leben der verschiedenen Stände – der Bauern, des Großbürgertums, des Kleinbürgertums, der dienenden Klasse – sehr genau darstellt.
Marschner versteht es, literarische Anspielungen und autobiografische Elemente miteinander zu verbinden.
Beste Unterhaltung.
Rosmarie Marschner zeichnet in ihrem neuen Roman packend, anrührend und milieugenau die jungen Lebensjahre einer ungewöhnlichen Frau vor dem Hintergrund des nationalsozialistischen Österreichs.
Mit ›Melly‹ hat Marschner sich 1988 ihre Kindheit in und bei Wels von der Seele geschrieben. Nun wird der Blick über das Familiäre hinaus erweitert. Lesenswert.
Ein Roman, der nicht die großen Ereignisse darstellt, sondern - ganz im Sinne von Schopenhauer - kleine interessant macht.
Die in Wels geborene Autorin zeichnet ein bewegendes Frauenbild vor dem Hintergrund einer widrigen Zeit.
Sensibel, packend und milieugenau zeichnet Rosemarie Marschner in ihrem neuen Roman die Lebensjahre eines unehelich geborenen Mädchens nach, das gegen die Konventionen der bürgerlichen Gesellschaft der 30er Jahre ankämpft und sich dabei souverän behauptet. Die in Österreich geborene Autorin hat sich bei diesem Roman an der Biografie ihrer Großmutter orientiert. Getragen von einer spannenden und genau recherchierten Handlung gelingt der Autorin das authentische Zeitbild einer Frau, die sich mitten in den Wirren des österreichischen Nationalsozialismus von sämtlichen Repressionen emanzipiert.
Kurzbeschreibung
Ein anrührendes und überzeugendes Frauenbild vor dem Hintergrund einer widrigen Zeit.
Einem unehelichen Kind stehen nicht alle Türen offen in der österreichischen Provinz. Die vierzehnjährige Marie muss froh sein, dass sie Dienstmädchen in der großen Stadt Linz werden darf. Aber am leichten Leben der Stadtmenschen, die ihre Tage mit Zeitunglesen, Tennisspielen und Reisen zubringen, darf das Mädchen nicht teilhaben.
Ihr Leben ist von harter Arbeit und strengen Regeln geprägt, die von der betagten Haushälterin eisern durchgesetzt werden. Nur ganz allmählich eröffnen sich Freiräume, nur ganz allmählich zeigen die »gnädige Frau« und der »gnädige Herr« auch einmal menschliche Züge.
Und dann beginnt sich der Franz für das junge Mädchen zu interessieren, ein fescher Bursche, der Sohn eines gutverdienenden Bäckers, der sogar ein Motorrad besitzt. Nach zähem Ringen mit den Eltern wird Marie seine Frau. Die Hochzeitsreise führt nach Wien, und nun könnte eigentlich alles gut werden, wenn da nicht die Politik wäre.
Man schreibt das Jahr 1938, Österreich ist annektiert worden, in Linz wird ein riesiges Stahlwerk gebaut und alle, die den neuen Herren im Weg stehen, werden beseitigt. Da wird dann auch manche private Rechnung beglichen ...