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Das Böse kommt auf leisen Sohlen
 
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Das Böse kommt auf leisen Sohlen [Taschenbuch]

Ray Bradbury , Norbert Wölfl
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: Neuausg. (Juni 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257208669
  • ISBN-13: 978-3257208665
  • Originaltitel: Something Wicked This Way Comes
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,3 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 127.905 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit seinem Roman Die Abenteuer des Tom Sawyer (1876) schuf Mark Twain den amerikanischen Klassiker und etablierte das Sujet Kindheit und Jugend im ländlichen Amerika als eines der großen Themen der amerikanischen Literatur. Nachwirkungen dieses Buches finden sich im Genre der Fantastik in der Neuzeit noch in Büchern wie Stephen Kings Es oder Dan Simmons' Summer of Night wieder. Ein moderner Klassiker zu diesem Thema ist Das Böse kommt auf leisen Sohlen (1962) von Ray Bradbury, ein Roman, dessen Einfluss auf die oben genannten Autoren und Werke nicht unterschätzt werden sollte.

Eines Nachts kommt heimlich und verstohlen ein Jahrmarkt in eine kleine Stadt in Illinois, die identisch ist mit Green Town in Bradburys autobiografischem Episodenroman Löwenzahnwein, und schlägt seine Zelte auf. William "Bill" Halloway und James "Jim" Nightshade, zwei Jungs aus der Stadt, spüren als erste, dass mit dem Jahrmarkt etwas nicht geheuer ist: Traumfiguren wandeln unerkannt unter den Bewohnern der Stadt, und nur die Jugendlichen können sie erkennen, während die Erwachsenen dem Phänomen kaum Beachtung schenken. Die heimlichen bösen Wünsche der Stadtbewohner gehen in Erfüllung, ein Karussell verwandelt Kinder in Greise und Greise in Kinder und der Jahrmarkt selbst stiehlt die Seelen der Menschen. Jim und Bill nehmen den Kampf gegen die Zirkusdirektoren G. M. Dark und J. C. Cooger auf. Hilfe finden sie in der Bibliothek, wo Charles Halloway arbeitet, Williams Vater.

Ray Bradburys unheimlicher Roman hat deutlich allegorischen Charakter (wofür das Buch oft kritisiert wurde), die handelnden Personen sind wenig mehr als Symbole und Metaphern, die Schilderungen des ländlichen Kleinstadtlebens ebenso verklärt wie die der Bibliothek, ein gotisches Schloss des Wissens, dessen Bücher die Lösung zu allen Problemen zu enthalten scheinen (man vergleiche dazu auch Bradburys Fahrenheit 451, wo Bücher von der Regierung als subversiv verboten werden, da ihr Inhalt die Fantasie der Bürger anregen und sie auf dumme Gedanken bringen könnte). Und dennoch -- der Roman beinhaltet bei allen Schwächen einige wahrhaft magische und unheimliche Momente, die die Lektüre zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. --Joachim Körber

Kurzbeschreibung

Zwei neugierige Jungen, die das Verschwinden eines Mannes aufzuklären versuchen, entdecken das dunkle Geheimnis eines Karussells, in dem auf zerstörerische Weise in das Leben der Fahrgäste eingegriffen wird. Ihre Entdeckung blieb nicht unbemerkt: Auf leisen Sohlen, aber unerbittlich werden die Jungen vom Bösen verfolgt und in die Enge getrieben.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk 12. April 2002
Von B. Uhlig
Format:Taschenbuch
Ray Bradbury hat die aussergewöhnliche Gabe, ein Buch extrem spannend, literarisch ausgefeilt und leicht lesbar zu schreiben. Dieses Buch ist der Beweis dafür.

Die Handlung um die zwei Jungen, die mit der Versuchung ihrer geheimsten Wünsche und Sehnsüchte, welche in Form eines Zirkusdirektors auftreten, konfrontiert werden, ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Man will das Buch garnicht mehr aus der Hand legen, und erlebt den Konflikt der beiden Jungen um ihr erwachsen und selbstständig werden geradezu mit. Mit einer Gänsehaut und einer ungeheuren Neugier erwartet man die Begegnungen mit Mr. Dark, der die Verführung in Person darstellt, und ist gespannt, ob die Jungen widerstehen können.

Auch literarisch ist das Buch ein Meisterwerk. Mit geballter Symbolik und Metaphorik bestückt, ist es ein Vergnügen das Buch auf einer tieferen Ebene zu betrachten.

Ich denke, es ist eines seiner besten Bücher, welches die Abgründe und die Schwäche der Menschen beschreibt. Auf jeden Fall empfehlendwert.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von G. Walter
Format:Taschenbuch
Wow...Ich habe ja bereits "Fahreinheit 451" von Bradbury gelesen, eines der faszinierendsten und wichtigsten Büchern, die je geschrieben wurden, meiner Meinung nach. Bereits dort hab ich seinen Schreibstil lieben und hassen gelernt. Bradbury schreibt einmalig, wie kein Zweiter, einerseits ist jede Menge Mühe notwendig, wenn man wirklich verstehen will, was er schreibt, andererseits wird man belohnt, wenn man sich diese Mühe gibt. Ich wüsste nicht mit welchem Schriftsteller ich Bradbury's Art und Weise Bücher zu schreiben bzw. Geschichten zu erzählen vergleichen sollte. Er schreibt sehr deskriptiv, viele Adjektive, und das geradezu in einer poetischen Form, stets metaphorisch, als Leser schließt man die Augen und träumt. Nicht selten geht ein einzelner Satz über eine halbe Seite, abstrakte Sachverhalte werden beschrieben, die der Leser in einem konkreten Kontext deuten muss.

Doch nun ein paar Worte zu "Something Wicked this Way comes". Jim Nightshade (dunkel) und Will Halloway (Halo = Licht, hell) sind 13 Jahre alt und beste Freunde. Eines Tages kommt eine Karnevalstruppe ihres Weges, im Oktober, einer Zeit des Jahres wo normalerweise niemals ein Jahrmarkt in dem kleinen Städtchen stattfindet - eine Tatsache, die die beiden Jungen von Beginn an stutzig macht..

Was im Folgenden auf uns zukommt ist: ein Zug voller Zirkusfreaks, der sich leise und heimlich mitten in der Nacht in das Örtchen züngelt...ein geheimnisvolles Karussell, das einen Menschen jünger oder auch älter machen kann, je nachdem in welche Richtung man darauf fährt...ein Spiegelkabinett, das Menschen geradezu "aufsaugt" wie eine Art Labyrinth, ein Entkommen scheint unmöglich...ein Skelett, ein Lavaschlucker, eine Hexe, ein Zwerg (die Freaks), angeführt von ihrem Herrn Mr. Dark. Mr. Dark und seine Truppe ziehen seit Jahrhunderten, Jahrtausenden durch die Welt und stehlen die Seelen der Menschen. Trauer, Angst, Unsicherheit und Zorn nähren sie, Freude, Liebe und Freundschaft können das Böse zerstören...

Weiterhin haben wir es hier mit einer Geschichte zu tun, in der Wills Vater, ein einsamer, trauriger alter (er wird immer als sehr alt hingestellt, zum alten Eisen gezählt, obwohl er erst 54 ist - ein Aufruf für mehr Toleranz in der Gesellschaft, der Lansdale's Kritik in "Bubba Ho-Tep" in nichts nachsteht) Mann, der am liebsten alleine ist, stets traurig und nachdenklich, nie redet, Hausmeister in einer Bücherei ist und sich dabei meistens zwischen Bergen von Büchern aufhält, wo er sich auch am wohlsten fühlt, zum Helden mutiert. Zu alter Stärke zurückfindet und zeigt das man alles erreichen kann, was man möchte, wenn man nur daran glaubt. Wenn man seinen Feind kennt und sich ihm anpasst. Zudem tragen die Liebe, das Band zwischen ihm und seinem Sohn erheblich dazu bei, dass man sich dem Bösen in der Stadt stellen und bestehen kann.

Bradbury's Schreibe ist einfach herrlich, doch wie beschreibt man sie am besten? Man darf um Gottes lieben Willen nichts herkömmliches erwarten, jeder der einen "normalen" Roman erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Bradbury bringt seine Leser zum Nachdenken, über das Leben, den Tod, die Vergänglichkeit, Liebe und Freundschaft. Dabei schafft er es dem Leser auf jeder einzelnen Seite abzuverlangen, nachzudenken. Ohne nachzudenken wird man kein Bradbury Buch lesen können, es ist also nichts für "zwischendurch" oder "nebenbei".

Während Jim Nightshade (dunkel) als labiler Charakter dargestellt wird, der drauf und dran ist den Versuchungen des Bösen zu erliegen, ist Will Halloway (hell) der gefestigte Protagonist, der in dieser schier aussichtslosen Situation seinen Vater erst richtig kennen lernt. Zuvor fragt er sich, warum seine Mutter immer so glücklich ist, sein Vater aber so traurig. Stets erscheint er einsam, grübelnd, melancholisch. Ein Mann, dessen beste Jahre ins Land gezogen sind, der sich fragt, ob er ein guter Vater war, ein guter Mensch. Und der für sich selbst diese Frage nicht bejahen kann. Nicht umsonst spielt das Karussell, auf dem Jahre geschenkt und gestohlen werden, die entscheidende Rolle in dieser Geschichte. Darüber hinaus werden die Seelen einiger Figuren auch in fiktiven Körpern gefangen genommen (z. B. der Zwerg), was für das Böse den gleichen Effekt hat.

"Something Wicked this Way comes" ähnelt ein wenig "The Thief of Always" von Clive Barker. Barkers Werk war zwar ebenfalls (imo) KEIN Kinderbuch, aber doch deutlich kompatibler für jüngere Leser als "Something Wicked this Way comes". Bradbury erzählt seine Geschichte deutlich düsterer, viele Szenarien kann man sich leibhaft vorstellen und erschauert dabei. Unheimlich, düster und morbide trifft es wohl am besten. Teilsweise fühlt man sich sogar an den Meister der "Gothic Elements", Edgar Allen Poe erinnert (wobei der Vergleich natürlich auch hinkt ohne Ende).

Ist das Böse am Ende besiegt und kommt nie mehr zurück? Diese Frage kann Wills Vater nur so beantworten, dass das Böse für den Moment besiegt ist, aber in jeder denkbaren Form zu jeder denkbaren Zeit wiederkommen kann - und wird. Eine gewonnene Schlacht, aber kein gewonnener Krieg...die Zeit wird die Antworten bringen...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tradition von Mark Twain 2. November 2008
Von Howard
Format:Taschenbuch
Ray Bradbury steht eindeutig in der Tradition v. Mark Twain, der nicht nur Romane wie "Tom Saywer", sondern auch Geschichten wie "Der unheimliche Fremde" oder ein "Ein Yankee am Hofe König Arthurs" geschrieben hat. In diesen Büchern erscheint eine unheimliche melancholische Atmosphäre (Beim Yankee am Hofe König Arhurs besonders im zweiten Teil des Buches als Twain finanzielle Probleme hatte).
Mark Twain wird oft als Jugendbuchautor angesehen. Meiner Meinung nach war er viel mehr. Das Gleiche gilt für Ray Bradbury, der irgendwo der Science Fiction zugerechnet wird - ein Grene was insgeheim immer noch belächelt wird.
Bradbury ist gar keinem Genre zuzuordnen. Seine Bücher sind einzigartig. Zu recht wird er als Autor der "Phantastik" bezeichnet. Nicht umsonst hat er das Drehbuch für den alten "Moby Dick"-Film geschrieben. Sein Roman Fahrenheit 451 ist wohl weniger ein Science Fiction als eine traurige Geschichte über eine bücherlose Zukunft, die nichts an Bedeutung verloren hat.
In dem vorliegenden Buch "Das Böse kommt auf leisen Sohlen" erinnert man sich an Mark Twain. Schlieplich geht es um die Abenteurer von 2 Jungs und einer amerikanischen Kleinidylle. Ein getarnter Jugendroman, der den Leser beruhigt. Dabei sind von Bradbury die Messer bereits gewetzt. Das Grauen steht schon vor der Türe. Was mir an den Büchern von Bradbury auch auffällt sind seine handewerklichen Qualitäten. Der Mann kann schreiben, seine Ideen kommen aus ihm selber. Nicht wie viele andere ist er ein Kopist sondern eines dieser einzigartigen Originale ohne die die Literatur bereits tot wäre.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Das Böse kommt auf leisen Sohlen
Anfangs dachte ich was ist das bloß für eine Geschichte. Je weiter ich beim Lesen kam umso spannender und aufregender gestaltete sich die Geschichte um Jim und Will. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Elke Fuhr veröffentlicht
Mittendrin statt nur dabei.
Vorweg: ich mag Ray Bradbury sehr und habe (so hoffe ich doch) alle Bücher mit Begeisterung verschlungen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von A. Russy veröffentlicht
Horrorerzählung mit dichter Atmosphäre
Ein Meisterwerk der Phantastischen Literatur - und gleichzeitig ein düsterer romantischer Roman einer Jugendzeit in der Realität und Magie zusammentreffen und die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Juli 2009 von yukon_kid
Ein echter Bradbury
Ray Bradbury in Hochform.Diese Werk gehört in eine Reihe mit Fahrenheit 451 , den Marschroniken und dem Ilustrierten Mann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2009 von Mathias Claudius
!!!
die voherigen kritiken beschreiben den inhalt schon gut genug dennochmuss ich einfach nocheinmal betonen das dieses buch der hammer schlechthin ist. Lesen Sie weiter...
Am 16. März 2004 veröffentlicht
Fiktion für Feinschmecker
Normalerweise sind SF Romane verschrien als Trush.Bradbury zeigt wieder einmal seine große Schreibkunst. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juni 2003 von "harrykonstantinidis"
Ein Zirkus als Freundschaftsprobe zweier Jungen.
Zwei Jungen, geboren um Halloween (kurz nach bzw. kurz vor 24:00 Uhr), sie sind die dicksten Freunde, bis ein Zirkus in ihre Stadt kommt und ihre Freundschaft auf die Probe stellt. Lesen Sie weiter...
Am 11. Juni 2000 veröffentlicht
Und er schafft es immer wieder
Ray Bradbury ist unter seinen Lesern dafür bekannt, daß er sie zuerst durch seine Bücher eilt und dann, kurz vor dem Schluß, den sprichwörtlichen Nagel,... Lesen Sie weiter...
Am 27. März 2000 veröffentlicht
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