W.H. war wohl nicht ganz bei sich, als er dieses Werk verfasst hat. Man kann nur mutmaßen, was ihn dazu getrieben hat, ein solches Machwerk zu
veröffentlichen. Ich an seiner Stelle hätte mir viel zu viele Sorgen um meinen Ruf als meistgelesener Fantasy-Autor Deutschlands gemacht, als daß ich ein so
unmotiviertes Geschreibsel von über 650 Seiten auf den Markt gebracht hätte. Zum Text: Der Held der Geschichte, Rudger, ist unglaubwürdig, weil in seinen
Beweggründen nicht nachvollziehbar. Die nicht abreissende Folge von Grenzsituationen, in die er gerät, ist nicht
spannend sondern lächerlich, weil zu unmöglich. Faktische Fehler (R. zieht auf der Flucht von der RAF-Basis eine Pistole, die er 15 Seiten vorher im Hubschrauber
zurückgelassen hat) lassen den enttäuschten Leser den Kopf schütteln. Die durch zu lange Hinhaltetaktik ("R., Du verstehst das alles nicht...") völlig substanzlos
wirkende Jenny, ist nicht sinnvoll in die Geschichte verwoben. Hintergründe fehlen fast völlig. Längliche Betrachtungen der Beziehung zwischen J. und R. bringen
die Story nicht vorwärts. Wäre ich Rudger gewesen, so wäre ich an ca. 8 Stellen im Buch aus der Geschichte ausgestiegen, weil es keinen Grund gegeben hätte,
weiterzumachen. Insgesamt ein kompletter Schlag ins Wasser. Lesen Sie dieses Buch nur, wenn Sie mit Inbrunst eine Woche völliger Langeweile verbringen
wollen.