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Das Automatenzeitalter
 
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Das Automatenzeitalter [Gebundene Ausgabe]

Ri Tokko , Ludwig Dexheimer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 792 Seiten
  • Verlag: Shayol; Auflage: 1 (Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 392612637X
  • ISBN-13: 978-3926126375
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 16,2 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.366.511 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ludwig Dexheimer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Automatenzeitalter von Ri Tokko gehört zu den faszinierendsten Utopien des 20. Jahrhunderts, nicht aus literarischen Gründen, sondern wegen der Fülle der Ideen, der Modernität der Bilder, der Treffsicherheit der Prognosen und der pazifistisch-liberalen Einstellung des Verfassers – eine Rarität in der deutschen Science Fiction der Vorkriegszeit. Die Lektüre ermöglicht zudem den Einblick in das Denken und Fühlen eines Mitglieds der technischen Intelligenz am Ende der Weimarer Republik. Das Buch durchzieht ein radikaler Pazifismus und Individualismus, gekoppelt mit tiefer Abneigung gegen die Politik. Die Berliner Reichsschrifttumskammer verbot den Roman 1938. Das Automatenzeitalter ist ein Blick auf das Jahr 2500 und enthält eine Fülle detailliert ausgeführter Voraussagen, so zum Beispiel eine auf Solarenenergie, Energiesparen und Recycling basierende gesellschaftliche Infrastruktur, europaweite Wetterlenkung durch Kohlendioxid-Freisetzungen und künstliche Winde, interkontinentale Hochgeschwindigkeitsschnellbahnen in luftleer gepumpten Tunnels, eine globale Informationsgesellschaft mit individuellen Funk- und Fernsehverbindungen und Zugriff auf einen zentralen Speicher mit Filmen, Bildern, mikroverfilmten Büchern sowie persönlichen »Dateien«, Roboter (Homaten) mit einem künstlichem Gehirn aus elektrochemischen Neuronen, die Erschaffung von Sauriern und anderen urzeitlichen Tieren durch Rückzüchtung und ihre Präsentation in einem unterirdischen »Jurassic Park«, Nanotechnik, Sex mit Robotern, Klonen von Menschen, Hormonpräparate zur Schwangerschaftsverhütung – fürwahr, ein Werk von beeindruckender Kreativität. Außerordentlich modern wirken die »grünen« Technologien, die allerdings durch traditionelle Methoden ergänzt werden, von der Wetterkontrolle bis zum Ausheben von Baugruben durch Bombenabwurf. Es verblüfft die Vision einer Online-Gesellschaft, wobei Dexheimer ein etwas anderes Paradigma als das heutige benutzt: Im Unterschied zum digital vernetzten Internet ist sein Informationssystem sternförmig und analog, mit Funk- und Fernsehtechnik organisiert. Der Autor hieß mit bürgerlichem Namen Ludwig Dexheimer und wurde am 6. August 1891 in Nürnberg geboren; von Beruf war er Ingenieur-Chemiker. Seit 1911 lebte er, mit Ausnahme von einem Jahr Tätigkeit in Stettin, in Offenbach am Main, wo er am 7. Oktober 1966 starb. Das Automatenzeitalter blieb sein einziges Buch; es erschien im November 1930, vordatiert auf 1931, im Wiener Amalthea-Verlag. Damals war Dexheimer arbeitslos, ein Opfer der Rationalisierung und der Wirtschaftskrise; in der folgenden Zeit verfasste er gelegentlich Artikel für Zeitungen und Zeitschriften, bis er 1937 in seinen erlernten Beruf zurückkehren konnte. Die Neuausgabe von Das Automatenzeitalter bei Shayol basiert auf dem Originalmanuskript und ist die erste ungekürzte Ausgabe des Romans. Die Kürzungen der Buchausgabe von 1930 sind typographisch hervorgehoben und geben somit einen interessanten Einblick in die Lektoratsarbeit der Vorkriegszeit. Ein Vorwort des Herausgebers Ralf Bülow arbeitet die Besonderheiten des Werkes heraus und stellt es in seinen historischen Zusammenhang. Der Band erscheint in einer wertvollen und auf 222 Exemplare limitierten & numerierten Sammleredition als goldgeprägtes Leinen-Hardcover mit Lesebändchen und Schutzumschlag.

Klappentext

"Das Automatenzeitalter" von Ri Tokko gehört zu den faszinierendsten Utopien des 20. Jahrhunderts, nicht aus literarischen Gründen, sondern wegen der Fülle der Ideen, der Modernität der Bilder, der Treffsicherheit der Prognosen und der pazifistisch-liberalen Einstellung des Verfassers – eine Rarität in der deutschen Science Fiction der Vorkriegszeit. Die Lektüre ermöglicht zudem den Einblick in das Denken und Fühlen eines Mitglieds der technischen Intelligenz am Ende der Weimarer Republik. Das Buch durchzieht ein radikaler Pazifismus und Individualismus, gekoppelt mit tiefer Abneigung gegen die Politik. Die Berliner Reichsschrifttumskammer verbot den Roman 1938. "Das Automatenzeitalter" ist ein Blick auf das Jahr 2500 und enthält eine Fülle detailliert ausgeführter Voraussagen, so zum Beispiel eine auf Solarenenergie, Energiesparen und Recycling basierende gesellschaftliche Infrastruktur, europaweite Wetterlenkung durch Kohlendioxid-Freisetzungen und künstliche Winde, interkontinentale Hochgeschwindigkeitsschnellbahnen in luftleer gepumpten Tunnels, eine globale Informationsgesellschaft mit individuellen Funk- und Fernsehverbindungen und Zugriff auf einen zentralen Speicher mit Filmen, Bildern, mikroverfilmten Büchern sowie persönlichen "Dateien", Roboter (Homaten) mit einem künstlichem Gehirn aus elektrochemischen Neuronen, die Erschaffung von Sauriern und anderen urzeitlichen Tieren durch Rückzüchtung und ihre Präsentation in einem unterirdischen "Jurassic Park", Nanotechnik, Sex mit Robotern, Klonen von Menschen, Hormonpräparate zur Schwangerschaftsverhütung – fürwahr, ein Werk von beeindruckender Kreativität. Außerordentlich modern wirken die »grünen« Technologien, die allerdings durch traditionelle Methoden ergänzt werden, von der Wetterkontrolle bis zum Ausheben von Baugruben durch Bombenabwurf. Es verblüfft die Vision einer Online-Gesellschaft, wobei Dexheimer ein etwas anderes Paradigma als das heutige benutzt: Im Unterschied zum digital vernetzten Internet ist sein Informationssystem sternförmig und analog, mit Funk- und Fernsehtechnik organisiert.

Der Autor hieß mit bürgerlichem Namen Ludwig Dexheimer und wurde am 6. August 1891 in Nürnberg geboren; von Beruf war er Ingenieur-Chemiker. Seit 1911 lebte er, mit Ausnahme von einem Jahr Tätigkeit in Stettin, in Offenbach am Main, wo er am 7. Oktober 1966 starb. "Das Automatenzeitalter" blieb sein einziges Buch; es erschien im November 1930, vordatiert auf 1931, im Wiener Amalthea-Verlag. Damals war Dexheimer arbeitslos, ein Opfer der Rationalisierung und der Wirtschaftskrise; in der folgenden Zeit verfasste er gelegentlich Artikel für Zeitungen und Zeitschriften, bis er 1937 in seinen erlernten Beruf zurückkehren konnte.

Die Neuausgabe von "Das Automatenzeitalter" bei Shayol basiert auf dem Originalmanuskript und ist die erste ungekürzte Ausgabe des Romans. Die Kürzungen der Buchausgabe von 1930 sind typographisch hervorgehoben und geben somit einen interessanten Einblick in die Lektoratsarbeit der Vorkriegszeit. Ein Vorwort des Herausgebers Ralf Bülow arbeitet die Besonderheiten des Werkes heraus und stellt es in seinen historischen Zusammenhang.

Der Band erscheint in einer wertvollen und auf 222 Exemplare limitierten & numerierten Sammleredition als goldgeprägtes Leinen-Hardcover mit Lesebändchen und Schutzumschlag.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was kommen wird 26. September 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Mitten in der dramatischen Rezession erschien dieser umfangreiche prognostische Roman Ri Tokkos. In der Arbeitslosigkeit geschrieben beschäftigt sich der Autor in seinem sekundärliterarischen Roman mit fast alle Facetten der Zukunft. Oft wechseln sich sehr treffende Prognosen mit naiven Passagen ab. Mehr als einmal räumt der Autor seine laufende Handlung aus dem Weg, um seitenlang in dieser erstmals ungekürzten Ausgabe über verschiedene technologische und soziale Entwicklungen zu referieren. Im Gegensatz zu Autoren wie Hans Domnik oder Rudolph Daumann fehlt in diesem weitgehend pazifistisch aufgebauten Werk der deutsch nationale Gedanke. Autor wie Protagonisten sind international, grenzüberschreitend gebildet und sehen die gesamte Welt als ihren Spielplatz. Im Vergleich zu einer Reihe anderer Werke aus dieser Niemandslandzeit zwischen den Weltkriegen besticht Tokko mit einer unglaublichen Fülle von Prognosen und weniger Handlung. Es empfiehlt sich, das Buch in Abschnitten zu lesen. Wo technologischer Fortschritt auf naive volkswirtschaftliche Thesen trifft, muß sich der Leser für eine Seite entscheiden. Es empfiehlt sich, das Buch fast schon als positive Antithese zu Metropolis zu betrachten mit seinen vielen Anspielungen auf ein globales Kommunikationsnetz und die Nutzung erneuerbarer Energien zur Erhaltung der Automatenstadt. Tokkos Helden sind allerdings vollendete griechische Statuen mit einer überragender Intelligenz und der Untugend, nur noch ihren eigenen Interessen nachhängen zu können. In diesen gesunden Körpern muß ein gesunder wacher Geist hausen, um die gesamte Gesellschaft nicht in Dekadenz zurückfallen zu lassen. Das ist eine der Grundprämissen dieses trockenen, sachlichen und doch magisch anziehenden Epos aus einer Zeit, die unendlich weit entfernt zu sein scheint und doch mit großen Schritten näherkommt.
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