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Das Auge der Wüste. Das Geheimnis von Askir 03.
 
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Das Auge der Wüste. Das Geheimnis von Askir 03. [Taschenbuch]

Richard Schwartz
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Atmosphärisch dicht erzählt und fesselnde Figuren.« phantastik-couch.de

Kurzbeschreibung

Auf der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen den zerstörerischen Thalak hat es den Krieger Havald, die Halbelfe Leandra und ihre Gefährten in den Wüstenstaat Bessarein verschlagen. In der sengenden Hitze des exotischen Landes müssen sie zunächst Havalds Geliebte Leandra aus den Fängen skrupelloser Sklavenhändler befreien - und geraten dabei mitten in die Wirren des Thronfolgestreits, der die Hauptstadt Gasalabad erschüttert. Eine entscheidende Rolle spielt dabei ein magisches Artefakt - das Auge von Gasalabad. Wird es den Gefährten gelingen, endlich den Weg ins Reich Askir zu finden?

Über den Autor

Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet sich der passionierte Rollenspieler jedoch phantastischen Welten. Er schreibt am liebsten in der Nacht, so auch seinen Debütroman »Das Erste Horn«, den spannenden Auftakt des Zyklus um das Geheimnis von Askir.

Auszug aus Das Auge der Wüste. Das Geheimnis von Askir 03. von Richard Schwartz. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Richard Schwartz
Das Auge der Wüste
Das Geheimnis von Askir 3

1. Grund und Recht

Es hatte etwas Befreiendes, in vollem Galopp zu reiten. Ich hatte einmal anhalten müssen, um die Steigbügel des ungewohnten Sattels anders zu schnallen, aber dies war bislang das einzige Mal gewesen. Noch waren die Pferde frisch und hatten Lust aufs Rennen, und das Donnern der vierundzwanzig Hufe hatte seinen eigenen Reiz. Die Pferde mochten klein sein, aber bei den Göttern, was konnten sie laufen! Im Hammerkopf befand sich immer noch mein eigenes Pferd, ein schweres und massives Kriegspferd, und ein gutes Pferd, aber nie war es so gelaufen wie dieses hier. Felder, Bäume und Gehöfte, Wasserräder und Windmühlen rauschten an mir vorbei, immer wieder sahen Feldarbeiter oder Sklaven auf, als ich wie die Wilde Jagd vorbeipreschte. Eine Gruppe Reisender sprang voller Panik in den Graben, als ich heranritt, und ich versetzte einem Händler den Schreck seines Lebens, als ich an seinem schwer beladenen Ochsengespann wie ein Donnerhall vorbeiflog.
Diese Straße war kaum mehr als ein Weg, nicht zu vergleichen mit der imperialen Straße, auf der wir hergekommen waren, aber einige der Sklaven hatten mir eine Beschreibung der Gegend geben können, gut genug, um eine grobe Karte zu zeichnen. Dieser Weg stieß irgendwann auf die imperiale Straße, kaum eine Stunde zu Pferd vom Gasthof des verräterischen Fahrd entfernt. Es war auch für die Sklavenhändler, die sich kaum schneller als mit dem Tempo gefesselter Sklaven bewegen konnten, der beste Weg zu ihrem Lager am Fluss.
Tatsächlich fand ich die Reste ihres Lagers noch kurz vor Sonnenuntergang: zwei Käfigwagen, Zelte, Ketten und Seile, die Spuren eines Kampfes und Tote, achtlos liegen gelassen und zum Teil schon von Sand zugeweht. Auch hier, wo es etwas grüner war, gab es mehr als genügend Sand: Die Wüste versuchte sich auszubreiten.
Ich stieg ab, führte das zitternde und schäumende Pferd hin und her, während ich versuchte zu verstehen, was hier wohl vorgefallen war.
Die Tür eines Käfigwagens war zersplittert, in Dutzende, wenn nicht Hunderte kleine Teile. Ich entdeckte einen Satz Handfesseln, deren Kettenglieder geschmolzen waren. Zwei der Toten schienen unverletzt, bis ich die kleinen verkohlten Stellen in ihren Gewändern sah und darunter den schwarzen Punkt auf der Haut.
Leandra. Als ich sie kennengelernt hatte, konnte sie noch keinen Blitz zu erzeugen, aber vieles hatte sich seitdem geändert. Zumindest die zersplitterte Tür des einen Käfigwagens trug ihre unverwechselbare Handschrift.
Zwei der Leichen hatten ein gebrochenes Genick, ihre tote und zum Teil angefressene Haut wies immer noch den Ab- druck großer Hände auf. Janos. Nach dem Ausbruch hatten sich meine Gefährten wohl schnell bewaffnet, denn die anderen Sklavenhändler waren an Schwertstreichen gestorben. Ein Teil von ihnen hatte wohl auch zu fliehen versucht: Ich fand ihre Leichen weiter weg, noch immer stand ihnen die Angst in den Augen.
Seitdem dies alles geschehen war, hatten andere das zerstörte Lager entdeckt und geplündert. Es war nichts mehr von Wert vorhanden.
Die Sklavenhändler waren nicht länger als zwei Tage tot. Doch die Aasfresser, darunter auch wieder Dutzende dieser Geier, hatten sich bereits an den Leichen gütlich getan, sodass diese Schätzung ungewiss war. Zokora hatte länger als Natalyia und Varosch in dem Betäubungsschlaf gelegen, in den die Sklavenhändler sie versetzt hatten. War also auch Leandra wegen ihres elfischen Blutes stärker davon betroffen gewesen? Janos und Sieglinde, besser: Serafine, mochten tapfere Kämpfer sein, doch erst die Magie der Maestra hatte ihnen den Ausbruch ermöglicht. Ich hoffte nur, dass Sieglinde und Leandra das Schicksal Natalyias erspart geblieben war. Sie war von den Kerlen vergewaltigt worden.
Verwertbare Spuren waren keine mehr zu finden, aber ich entdeckte an einer Stelle Pferdeäpfel, also hatten auch diese Sklavenhändler Pferde besessen. Leandra und die anderen waren nicht mehr zu Fuß unterwegs.
Ich sattelte auf das nächste Pferd um und ließ das andere frei.
Als die Sonne unterging, versuchte ich noch ab und zu meinen Hintern zu entlasten, indem ich in den Steigbügeln stand, aber irgendwann ging auch das nicht mehr. Nachdem ich das dritte Pferd gesattelt hatte, spürte ich meinen Hintern nicht mehr und war froh darum.
Schließlich färbte die Morgensonne den Himmel rot, und ich war in der Nähe der letzten Wegestation vor Gasalabad angekommen, dort wo uns Fahrd ein Henkersmahl bereitet hatte. Beinahe wäre ich in meiner Müdigkeit drauflosgeritten, doch ich besann mich rechtzeitig.
Ich näherte ich mich der unverhofften Szene vor der Wegestation nicht im Galopp, sondern im Schritt auf dem vierten Pferd und erregte so nicht sofort die Aufmerksamkeit derer, die vor dem Gasthof miteinander im Zwist lagen.
Zuerst erschien es mir wie eine Ausgeburt meines übermüdeten Geistes, als ich die rote Fahne mit dem goldenen Drachen über dem Wehrturm der Wegestation wehen sah. Als ich jedoch näher kam und einen Hügel erreichte, stellte ich fest, dass es sich keineswegs um einen Traum handelte.
Das Imperium, oder zumindest ein Teil davon, war zu dieser alten Garnison zurückgekehrt. Vor den weit geöffneten Toren der Wegestation sah ich eine Gruppe Bullen stehen, die tiefgrauen schweren Plattenrüstungen waren selbst auf die Entfernung unverwechselbar. Noch war es kühl, die Sonne noch nicht aufgegangen, aber ich fragte mich, wie sie es in der Mittagshitze in diesen Rüstungen aushalten sollten.
Durch die offenen Tore konnte ich in die Station hineinsehen; schwere Ochsengespanne standen im Hof und wurden entladen. Vor dem Gasthof wuchs ein Haufen mit Möbelstücken und anderer Inneinrichtung empor, die nicht mehr die Gnade der neuen Bewohner fand. Diese pflegten einen robusteren Stil.
Eine größere Gruppe, darunter auch eine Person mit einem roten Offiziersumhang über dem gepanzerten Rücken, stand am Richthügel, wo noch immer die Leichen von Fahrd und dem zweiten Mann hingen.
Diese andere Gruppe war genauso leicht zuzuordnen wie die dunkelgrauen Rüstungen der Imperialen. Die Männer waren beritten, und ihre leichten Schuppenrüstungen glänzten rötlich im frühen Licht. Ich hatte sie noch nie gesehen, aber die grüne Flagge Gasalabads wehte an einer der Lanzen, die die Reiter in Händen hielten. Ohne Zweifel war es leichte Kavallerie unter der Flagge Gasalabads und Bessareins.
Es waren vielleicht dreißig von ihnen, und unter anderen Umständen bildeten sie sicherlich eine schlagkräftige Einheit. Aber schon aus dieser Entfernung sah ich, dass die Kavalleristen nervös waren und diese Unruhe auf die Pferde übertrugen. Sie tänzelten verwirrt.
Ich ritt langsam näher, und je weiter ich herankam, desto weniger gefiel mir diese Truppe aus der Stadt. Jeder Einzelne ritt einen Schimmel mit versilbertem Geschirr, die Rüstun- gen der Reiter waren, genau wie ihre spitzen Helme, blank poliert, und die meisten der Pferde trugen eine Blume als Kopfschmuck. Paradesoldaten.
Bald war ich nahe genug, dass einige der Soldaten mir einen Blick zuwarfen, aber ich ritt nur weiter gemächlich auf sie zu, und so wurde ich nicht weiter beachtet.
Der Anführer der Bullen stand mit dem Rücken zu mir, aber den Hauptmann der Gardesoldaten sah ich nun besser. Er hatte ein schmales, kantiges Gesicht, trug einen gewachs- ten Bart, und noch bevor ich seine nasale Stimme vernahm, weckte seine arrogante Miene in mir den Wunsch, ihn vom Pferd zu schlagen. Es gab ab und an Leute, bei deren bloßem Anblick sich mir schon die Nackenhaare aufstellten. Wäre ich ein Hund, wäre mir wohl in diesem Moment ein Knurren entfahren.
»...betrachtet es der Emir als einen Affront, bewaffnete Schergen eines anderen Reiches in seinem Land marodieren zu sehen! Ihr werdet sofort abziehen und dieses Gemäuer räumen!«
»Herr Hauptmann«, erklang eine ruhige weibliche Stimme. »Es ist unangemessen, eine Tenet der imperialen Stadt mit Marodeuren zu vergleichen. Wir nehmen nur in Besitz, was uns gehört.«
»Wie könnt Ihr nur so sprechen, Frau! Dieses Gemäuer stand lange leer, bis es durch den Schweiß und die Arbeit eines Landsmanns wieder zum Leben erwachte. Und nun finde ich ihn schändlich ermordet, von dieser... Perversion eines Galgens baumelnd! Liefert mir seinen Mörder aus, und ich lasse Gnade walten.«
»Ob es sich um einen Mord handelt, Herr Hauptmann, ist zur Zeit ungeklärt. Die Anklagen, die wir gemäß dem alten imperialen Recht auf diesen Tafeln fanden, lassen darauf schließen, dass er hingerichtet wurde. Bis wir die Umstände überprüfen können, kann ich dazu nichts weiter sagen.«
Götter, ich bewunderte die Ruhe dieser Frau.
»Der Emir, in seiner Weisheit, wird diesen Fall wohl anders sehen! Dennoch, dieses Gemäuer stand leer, und ihr habt jedes Anrecht darauf verloren! Ich verlange, dass ihr es räumt.«
»Es tut mir leid, Herr Hauptmann, aber nach meinem Wissen wird der Besitzanspruch der imperialen Stadt auf ihre Liegenschaften, dem Rechtswesen der jeweiligen Nation entsprechend, regelmäßig erneuert. Wenn Ihr in den Archiven Eurer Registratur nachseht, werdet Ihr sicherlich herausfinden, dass Askir, wie nach dem Recht Bessareins gefordert, jedes zwanzigste Jahr den Anspruch erneuert hat. Ihr werdet auch alle Steuern bezahlt finden.«
»Woher willst du das denn wissen, du Schlange!«, schäumte der Hauptmann, und ich sah, dass sogar einige seiner Männer besorgt zu ihm blickten.
»Es steht in meinen Unterlagen. Wenn Ihr ohne Vorbereitung mit Eurer Truppe aufbrecht, ist das Euer Vorrecht. Die imperiale Stadt verfährt mit ihren Marschbefehlen allerdings sorgfältiger«, entgegnete ihm die Frau mit einer Ruhe, die den Mann noch mehr zu reizen schien.
»Wie könnt Ihr es wagen, hier zu stehen und so zu tun, als wäre es Euer Recht? Dies ist unser Land, und Ihr habt hier nichts zu suchen. Wenn ich herauskriege, wer Euch durch die Tore hat reiten lassen, wird er es büßen. Seit drei Monden ist es keinem imperialen Hund gestattet, Fuß auf den Boden der Stadt zu setzen, und das wisst Ihr genau!«
»Zwei Dinge gibt es dazu zu sagen, Hauptmann.« Die Stimme der Frau wurde nun doch kühler. »Der Vertrag von Askir regelt, dass die imperialen Straßen sowie fünfzig Schritt links und rechts derselben Grund und Boden des Imperiums sind. Dass Askir für dieses Land Steuern zahlt, ist eine Geste und als solche in dem Vertrag deklariert. Zum zweiten haben weder ich noch meine Leute hier jemals imperialen Grund verlassen und auch nur einen Fuß auf den Boden Gasalabads gesetzt. Ihr hingegen befindet Euch auf dem Hoheitsgebiet des Imperiums.«
»Das Imperium gibt es nicht mehr!«, rief der Hauptmann.
»Das ist nicht ganz richtig«, sagte die Frau. »Askannon entließ die Reiche in ihre eigene Verwaltung, aber sie sind immer noch nominell Bestandteil des Imperiums.«
»Nominell? Ihr redet wirr, Frau. Zieht Euch zurück, oder wir treiben Euch von unserem Land!« Er lockerte sein Schwert.
»Wenn Ihr diese Klinge zieht, Herr Hauptmann, riskiert Ihr einen Krieg.«
»Ihr droht mir, Weib? Bessarein ist das mächtigste der Reiche!«
»In Eurer Einbildung vielleicht. Oder in längst vergangenen Tagen. Aber selbst wenn Ihr recht hättet - verfügt es über fünf Legionen?« Ihr Ton wurde gefährlich sanft. »Wenn Ihr darauf besteht, hier zu streiten, werde ich Euch lebend oder tot vor die Füße Eures Herrschers werfen und ihn fragen, ob er einen Krieg wollte. Sagt er Ja, wird das Leben hier in Eurem Reich mehr als interessant werden.«
»Eine einzelne Stadt droht uns! Das ist lachhaft!«
»Ich drohe nicht. Ihr wart noch nicht in Askir, richtig? Die Stadt ist eines der Reiche und entsprechend groß und mäch tig. Stellt Euch vor, die Zitadelle des ewigen Herrschers befände sich an der Stelle, an der in Gasalabad der Palast des Kalifen steht. Dann befänden wir uns hier immer noch innerhalb der Mauern der ewigen Stadt.«
Ich blinzelte. Das konnte nicht sein! Sie musste sich irren, denn es war mehr als ein voller Tag zu Pferde von hier zu den Toren Gasalabads. Keine Stadt der Weltenscheibe konnte eine solche Ausdehnung haben.
Unsicherheit lief über das arrogante Gesicht des Hauptmanns.
»Wisst Ihr, was ich an Eurer Stelle täte? Ich würde zurückreiten und nachfragen, was zu tun ist. Ihr sagtet, Ihr wurdet geschickt, die Früchte dieser Galgen zu untersuchen. Dies sei Euch gestattet, solange Ihr hier nichts berührt. Nach fast tausend Jahren Frieden zwischen unseren Reichen ei nen Krieg auszulösen stand sicherlich nicht in Euren Befehlen.«
Ich konnte seine Zähne knirschen hören. Aber schließlich nickte er und riss grob sein Pferd herum. »Zurück zur Stadt!«, rief er. »Ich werde mit einer Armee wiederkommen.« Und dann gab er seinem Pferd brutal die Sporen. Seine Leute versuchten ihm zu folgen, doch die Formation löste sich dabei fast vollständig auf.
»Die wird er dann auch brauchen«, sagte die Frau in einem eisigen Tonfall.
Als ob sie die ganze Zeit gewusst hätte, dass ich unweit von ihr auf meinem Pferd saß, drehte sie sich um und musterte mich aus kalten grauen Augen. »Und wer seid Ihr?«
Ich saß von meinem Pferd ab und legte mich beinahe in den Staub, als meine Beine unter mir nachgaben; ich konnte mich gerade noch am Sattel festhalten. Aber keiner der Soldaten lachte, sie sahen mich nur aufmerksam an.
Wieder erschien diese kleine Schrift auf ihrer linken Brust, unterhalb des Bullen, und ich konnte sie lesen. Dies war die Vierte Legion.
»Schwertmajor Kasale«, begann ich, »mein Name ist Havald. Meine Heimat ist Illian, ein Königreich, das dort liegt, wo einst die alten Kolonien gegründet wurden. Ich bin im Auftrag meiner Königin unterwegs nach Askir.«
Sie nahm ihren Helm ab und musterte mich sorgfältig. Ich hatte sie bis dahin für jünger gehalten, aber nun sah ich, dass sie gut vier Dutzend Jahre alt war. Ihr Haar war dunkelbraun, kurz geschnitten, es reichte ihr nur bis zum Nacken. Die feinen Falten in ihrem Gesicht standen ihr. Sie hatte eine gerade Nase, ein Kinn, das vielleicht ein wenig zu vorstehend war, und einen schmalen, dennoch weiblichen Mund. Ihre ganze Haltung drückte aus, dass sie schon mit ganz anderen Dingen fertig geworden war.
»Soso, seid Ihr das? Woher kennt Ihr meinen Namen?«
»Er steht auf Eurer Brustplatte geschrieben.«
In ihren grauen Augen sah ich Überraschung, dann nickte sie, als hätte sie gerade etwas verstanden. »Folgt mir.«
Sie wandte sich ab und ging vom Hügel in Richtung der Station. Ich wollte ihr folgen, doch mein linkes Bein war eingeschlafen und weigerte sich, die Last zu tragen. Wieder strauchelte ich.
Einer der Bullen trat an mich heran und bot mir wortlos seinen Arm. Ich zögerte nur kurz, dann nahm ich seine Hilfe an.

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