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Das Au-Pair Handbuch: Europa und Übersee. Aupairs, Gastfamilien, Agenturen
 
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Das Au-Pair Handbuch: Europa und Übersee. Aupairs, Gastfamilien, Agenturen [Taschenbuch]

Georg Beckmann , Hanna Markones
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Klassiker zum Thema Aupair, das »Au-Pair-Handbuch« wurde wieder neu aufgelegt. Und in der Tat: die Zeiten ändern sich. Während traditionell Frankreich, Großbritannien, Italien und die USA Traumziel Tausender junger Deutscher, Österreicherinnen oder Schweizerinnen sind, macht sich auch vermehrt Aufbruchstimmung nach Australien, Neuseeland, ja sogar nach Südafrika und in Europa nach Spanien bemerkbar. Während unlängst noch sehr viele Mädchen aus osteuropäischen Ländern um Stellen in den deutschsprachigen Ländern nachsuchten, herrscht heute hierzulande bei den Familien seit dem Beitritt Tschechiens und Polens ein Mangel. Warum? Nun, da Englisch als Sprache gefragter und die Entlohnung in Großbritannien und Frankreich weitaus attraktiver ist, zieht es viele Aupairs in ebendiese Länder. Ein Riesenproblem für viele Haushalte. Andererseits bricht gerade bei Mädchen, die in den USA sind oder die im Bewerbungsverfahren stecken Chaos aus, denn viele Familien können sich kein Aupair mehr leisten oder benötigen keins, z.B. weil ein Ehepartner wegen Arbeitslosigkeit zu Hause bleibt. Welche Alternativen bestehen also? Das Buch trägt den neueren Entwicklungen Rechnung Zahllose neue Adressen und Erfahrungsberichte wurden aufgenommen, vorhandene sorgfältig überprüft, die landeskundlichen Teile wurden erweitert. Das Buch gibt allen künftigen Au-Pairs – auch Jungen können sich bewerben – eine zuverlässige Orientierung über alle Fragen zu ihren Aufgaben, dem Arbeitsvertrag, der sozialen Absicherung, etwaigen Problemen und Sprachschulen. Es beschreibt das EG-Abkommen, nennt Kontaktmöglichkeiten und enthält auch einige Erfahrungsberichte. Insgesamt ein Nachschlagewerk, das zur Umschiffung von Klippen im Au-Pair-Alltag so unerlässlich ist wie eine nautische Karte in der Seefahrt, denn hinter dem Begriff »Au-Pair« verbirgt sich ein Arbeits- und Lebensverhältnis, das kaum in eine der gängigen Kategorien einzuordnen ist. Es handelt sich immer um ein Experiment, das die ganze Person mit ihren Fähigkeiten und ihrem Fingerspitzengefühl fordert. Ferner stellt das Buch auch einen wichtigen Ratgeber für Gastfamilien dar, die gerne ein Au-Pair bei sich aufnehmen würden, denn auch die Familien wissen meist nicht, welche gesetzlichen Vorschriften z.B. zu beachten sind.

Buchrückseite

Reihe »Jobs und Praktika« Das Aupair-Handbuch Ein nützlicher Ratgeber für alle künftigen Au-Pairs, für Familien, die ein ausländisches Au-Pair-Mädchen bei sich aufnehmen wollen und auch für Agenturen. Das Buch informiert über. Art und Umfang der geforderten Tätigkeit Risiken und Klippen des Aupair-Alltags Arbeitsvertrag, gesetztliche Vorschriften und Anmeldeformalitäten Besonderheiten des Gastlandes Erfahrungsberichte Kontaktadressen Pressestimmen: »Sämtliche Fragen zum Thema Au-Pair werden beantwortet« – (Mädchen) »… zur Umschiffung von Klippen im Aupair-Alltag so unerlässlich wie eine nautische Karte in der Seefahrt« – (Neues Deutschland) »Am praktischsten und mit allen notwendigen Informationen … Ein Nachschlagewerk, das man getrost an künftige Aupair-Anwärter weitervererben kann« – (Junge Welt) »Für alle, die noch mehr über einen Aupair-Aufenthalt im Ausland wissen möchten … Das Buch informiert nicht nur über alle erforderlichen Schritte, sondern zeigt auch anhand von Beispielen, welche Erfahrungen jungen Menschen in verschiedenen Ländern gesammelt haben.« – (Funkuhr) »… eine ausgezeichnete Entscheidungshilfe für einen Entschluß, der wohlüberlegt sein muss« – ( Main Post »… eine Fülle von Adressen und detaillierten Hinweisen, übersichtlich präsentiert und leicht aufzufinden – und doch bleibt es nicht bei bloßen Tipps und Technika« – (BZ) »… unentbehrlich für alle, die ins Aupair-Leben einsteigen wollen« – (Thüringer Anzeiger) »Fazit: Interessierte werden an diesem Buch wohl kaum vorbeikommen« – (Badische Zeitung)

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Handbuch soll zunächst Anhaltspunkte in der Planungsphase liefern, leistet aber nicht zuletzt als Begleiter vor Ort wertvolle Dienste. Es bietet Hilfestellungen in konkreten Fragen - in der konkreten Situation ist jedoch jeder auf sich selbst geworfen.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Aupair-System Zum Begriff »Aupair ...« »Aupair-Mädchen« – ein Begriff, der noch ein wenig an die guten alten Zeiten erinnert, als es zum vornehmen Ton gehörte, den höheren Töchtern die feine französische Lebensart nahezubringen. »Aupair« heißt wörtlich übersetzt: »auf Gegenseitigkeit«. Gemeint ist damit – im Gegensatz zum Lohn-Arbeitsverhältnis – dass die Familie dem Aupair bestimmte Leistungen gewährt (Kost und Logis), es wie ein Familienmitglied (daher die ältere Formulierung »Aupair-Haustochter«) behandelt und das Aupair dafür im Gegenzug bei der Betreuung der Kinder und im Haushalt mithilft. Besonders die Einbeziehung in das Familienleben ist dabei der ideelle Wert, der sich eben nicht in Zahlen, im gängigen Verhältnis Arbeit / Lohn, ausdrücken lässt. Für heutige Verhältnisse ist der Begriff ein bisschen zu eng geworden: »Auf Gegenseitigkeit« – wenn in vielen Familien nur noch die Arbeitsleistung des Aupairs gesehen wird und der Aupair-Status in manchen Ländern mittlerweile wie ein Arbeitsverhältnis reglementiert ist? »Mädchen« – für Frauen bis zu 30 Jahren, von denen einige schon Berufserfahrung oder ein abgeschlossenes Studium in die Familien einbringen? Und überhaupt: wieso eigentlich nur »Mädchen«? Wenn inzwischen immer mehr Jungen auf die eine oder andere Weise einen Einstieg in das Aupair-Dasein finden, sollte man vielleicht von »Aupair-Menschen« sprechen. Aber wie klingt denn das? Solange kein passenderes, geschlechtsneutrales Wort gefunden ist, benutzen wir das neutrale »Aupair«, das Jungen wie Mädchen, Männer wie Frauen einschließt. Gründe für einen Aupair-Aufenthalt? An Motiven zum Einstieg ins Aupair-Leben herrscht kein Mangel. Einige häufig genannte Beispiele: - Die andere Sprache lernen: dort, wo die fremde Sprache im täglichen Leben gesprochen wird, lernt man am besten – gerade im Zusammenleben mit Einheimischen. Dies kann auch für die spätere Ausbildung von Bedeutung sein, sofern diese einen sprachlichen Bezug aufweist (Fremdsprachenkorrenspondent, Fremdsprachensekretär, Flugbegleiter oder Sachbearbeiter im Im- und Export). Allerdings gehört der qualifizierte Sprachunterricht in der Regel dazu. Ganz ohne grammatische Grundlagen bleiben die Sprachkenntnisse meist lückenhaft. - Persönliche Weiterentwicklung: einmal aus dem bisherigen Lebensumfeld herauszukommen, den eigenen Horizont erweitern, andere Lebensgewohnheiten kennenzulernen, ist immer verlockend. Für viele bietet sich als Aupair erstmalig die Möglichkeit, für längere Zeit weit entfernt von der eigenen Familie zu leben, auf »eigenen Füßen zu stehen« ... - Reisen und Arbeiten verbinden: im Gegensatz zum Herumreisen oder zur anstrengenden Jobsuche im Ausland hat man hier die Möglichkeit, dass ein längerer Aufenthalt sich ohne größere eigene Aufwendungen finanzieren lässt. Allerdings: in den meisten Familien dürfte das Arbeiten im Vordergrund stehen! - Zeit zum Nachdenken finden: über die eigene Familie, Freundschaften, Berufsvorstellungen ... - Erfahrungen sammeln im Umgang mit Kindern oder auch in Dingen der Haushaltsführung ... Für einige Berufe im hauswirtschaftlichen, sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Bereich kann die Aupair-Zeit sogar als Vorpraktikum anerkannt werden (bei vorheriger Absprache mit der Ausbildungsstätte). - Eine Wartezeit überbrücken: ... vor dem Studium, der Lehre, vor Bundeswehr oder Zivildienst bei Jungen. - Das Land kennenlernen, in dem man später vielleicht einmal leben möchte – als Nicht-Tourist! - Erwerb interkultureller Kompetenz in einem rasch zusammenwachsenden Europa, wo solide Kenntnisse von Sprachen, Landeskunde und Mentalität im Berufsleben immer wichtiger werden. - Und: immer häufiger erscheint auch das Motiv, während teurer Fernreisen einen Teil der Aufenthaltskosten zu sparen, sich etwas dazuzuverdienen. Wer sich keine anderen teuren Auslandsprogramme leisten kann, aber partout Auslandserfahrung sammeln und seine Sprachkompetenzen erweitern will, hat auf jeden Fall auf diesem Weg einen attraktive Möglichkeit. Im Vorjahr sollen Schätzungen zufolge etwa 22.000 Aupairs aus Deutschland in aller Welt tätig gewesen sein. Diese Wünsche und Überlegungen mögen der Ansporn sein, sich mit dem Aupair-System näher zu beschäftigen. Hinweis: Unter der www.au-pair-box.com finden künftige Aupairs unkompliziert und schnell eine Stelle. Aber: Bei aller Eindeutigkeit der Regelungen – jedenfalls in Europa – sollte jede(r) Interessierte sich klarmachen, dass Aupair eine oft mühsamer und anstrengende Tätigkeit und kein " ist, der zudem nicht sonderlich gut bezahlt wird und nur bei einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen funktionieren wird. Nicht immer bedeutet Aupair auch Familienanschluss, andersherum kann für jemanden, der in einer eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft gelebt hat, die mit dem Familienleben zusammenhängende Einschränkung problematisch sein. In jedem Fall gilt für Aupairs und Familien gleichermaßen, dass beide sich vorher über ihre Erwartungen im Klaren sein sollten. Die Vermittlungsbüros sind dann in der Lage, die geeigneten Partner zusammenzubringen, was allzu große Enttäuschungen auf beiden Seiten vermeiden hilft. Zur Not besteht immer noch die zur Möglichkeit zur Auflösung eines unbefriedigenden Verhältnisses und zu einem Familienwechsel. Dies sollte allerdings weder leichtfertig geschehen, noch sollte das Aupair sich moralisch unter Druck setzen lassen und seine Eigeninteressen der Autorität seiner Gasteltern kritiklos unterordnen. Im folgenden Kapitel eine Austellung der geforderten Arbeitsleistungen und der Gegenleistungen der Familien im Einzelnen.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Hier nun die siebte Fassung unseres »Aupair-Handbuchs«, das sich in den zurückliegenden Jahren zu einem Klassiker auf diesem weiten, oft komplizierten aber sicher lohnenden Feld entwickelt hat. Dank zahlreicher Zuschriften und Reaktionen von Aupairs, Gastfamilien und Vermittlern konnten alle Angaben auf den neuesten Stand gebracht werden. Wenn vorhan-den, wurden E-mail- und Internetadressen hinzugefügt. Als Grundlage dienten auch diesmal wieder detaillierte Fragebögen, die in alle Welt verschickt wurden. Einiges Neues hat sich seit der letzten Auflage getan. Die EU wuchs wiederum ein Stückchen; die landeskundlichen Details wurden erweitert und einige neue Erfahrungsbe-richte fanden Eingang. Hinter dem Begriff »Aupair« verbirgt sich ein außergewöhnliches Arbeits- und Lebens-verhältnis, so dass staatliche Behörden sich schwer tun, wenn es darum geht, den Aupair-Status in eine gesetzlich fassbare Form zu bringen. Ist ein Aupair nun Arbeitnehmer mit allen dazugehörigen Einstufungen wie Sozialversicherung, Lohnsteuer und Arbeitserlaubnis oder eher Studentin bzw. Student? Soll das Aupair-Verhältnis so aussehen wie es sich in der älteren Formulierung »Haus-tochter« ausdrückte: die Familie nimmt das Aupair wie eine Tochter (einen Sohn) bei sich auf; während alle über die Mindestanforderungen hinausgehenden Absprachen innerhalb der Familie und von Fall zu Fall unterschiedlich getroffen werden? Während die einen Ausbeutung verhindern wollen, fürchten die anderen eine wachsende Distanz zwischen Familie und Aupair, wenn die Situation zu sehr einem Arbeitgeber- / Ar-beitnehmerverhältnis ähnelt. Tatsächlich hängt die Aupair-Tätigkeit eng vom persönlichen Verhältnis zwischen Familie und Gast ab. Alle Erfahrungen zeigen, dass grundsätzlich bei einem Aupair-Aufenthalt Erfolg oder Misserfolg an den guten Willen der Beteiligten gekop-pelt sind. Darum ist vor der Entscheidung Aupair zu werden bzw. eins aufzunehmen zu überle-gung, ob man sich überhaupt auf das Experiment einlassen will oder kann, oder ob es andere Möglichkeiten geeigneter wären. Ein Aupair-Aufenthalt ist und bleibt ein Wagnis – fast immer eine an die Substanz ge-hende Forderung an das Selbstvertrauen, das Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, seine eigenen Grenzen zu erkennen. Es lohnt sich, sich einzulassen – zu sehen was passiert, wie man sich selbst verhält, wie sich die eigenen Vorstellungen verändern. Dieses Handbuch soll zunächst Anhaltspunkte in der Planungsphase liefern, leistet aber nicht zuletzt als Begleiter vor Ort wertvolle Dienste. Es bietet Hilfestellungen bei allen er-denklichen Fragen – in der konkreten Situation ist jedoch jeder auf sich selbst gestellt. Zum Schluss möchten sich Autor und Verlag noch bei allen Verbänden, Vereinen, Behör-den, Firmen und Einzelpersonen bedanken, die durch ihre bereitwilligen Auskünfte und ihre praktische Hilfe zur Aktualisierung dieses Handbuches beigetragen haben. Georg Beckmann
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