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Das Artefakt: Roman
 
 
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Das Artefakt: Roman [Taschenbuch]

Andreas Brandhorst
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453528654
  • ISBN-13: 978-3453528659
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.195 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dies ist die letzte Chance der Menschheit: Nachdem sie eine interstellare Katastrophe verursacht haben, die nur durch das Eingreifen der Hohen Mächte eingedämmt werden konnte, müssen die Menschen innerhalb von 600 Jahren beweisen, dass sie zu dauerhaftem Frieden fähig sind. Und das Vorhaben der Menschen scheint unter einem guten Stern zu stehen: Der Planet Heraklon wird zum Zentrum des Friedens und der Diplomatie. Doch dann taucht ein uraltes Artefakt auf, so mächtig, dass es den Technologien der Hohen Mächte ebenbürtig ist – und der Krieg beginnt aufs Neue ...

Über den Autor

Andreas Brandhorst, 1956 in Norddeutschland geboren, schrieb bereits in jungen Jahren phantastische Erzählungen für deutsche Verlage. Aufsehen erregte er mit der aus 6 Bänden bestehenden Kantaki-Saga (die Diamant-Trilogie: "Diamant", "Der Metamorph" und "Der Zeitkrieg", und die Graken-Trilogie: "Feuervögel", "Feuerstürme" und "Feuerträume") und dem 2009 erschienenen Mystery-Thriller "Äon", der zu einem großen Publikumserfolg wurde. "Die Stadt" ist sein zweiter großer Mystery-Roman. Andreas Brandhorst lebt als freier Autor in Norditalien.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Brandhorsts Meisterwerk 8. März 2012
Von V. Fremgen TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Rahil Tennerit erwacht, während gerade sein "Image" in einen neuen Körper zurückgespielt wird. Seine Erinnerungen sind bruckstückhaft - wichtig scheint ihm nur der Auftrag der "Ägide", deren Agent er ist, auf dem Planeten Heraklon das Geheimnis um das "Artefakt" zu lüften. Es beginnt eine formal wie inhaltlich gelungene Suche des Protagonisten Rahil nach seinem Ziel (Heraklon & das Artefakt) und sich selbst.

WOW - nach einigen guten bis sehr guten Romanen (siehe den Kantaki-Zyklus und den ersten beiden Bände der "Graken"-Trilogie) kam von Andreas Branhorst viel Durchwachsenes, aber - vielleicht ausser "Kinder der Ewigkeit" - nichts wirklich überzeugendes und mancher eher ärgerliche Roman, wie das enttäuschende "Feuerträume" (2008). Und jetzt dieses wirklich erwachsen wirkende, formal, inhaltlich und insgesamt vollkommen überzeugende Werk!

Der Roman besteht aus drei Teilen: Teil eins "Irrwege" beschreibt den Weg Rahils von der Wiederherstellung aus einem ein Jahr alten Image und seinen (Irr-)Weg Richtung Heraklon. Teil zwei "Interludium" berichtet von der Flucht des jungen Rahil Tennerit von seinem rückständigen Heimatplaneten und aus der Gewalt seines Vaters in den Schutz der "Ägide". Im dritten Teil "Heraklon" erreicht er schliesslich sein Ziel und beginnt auch endlich die Zusammenhänge seiner Suche und seiner Vita zu erkennen.

Die Welt der "Ägide" und "Bruch-Gemeinschaft" spielt in einer zukunftigen Galaxis, in der sich die Menschheit durch unnötige Kriege beinahe selbst um die eigene Zukunft gebracht hätte. Die Gemeinschaft der "Hohen Mächte" der Galaxis gibt den Menschen jedoch eine neue Chance, sich weiterzuentwickeln und in diese Gemeinschaft aufgenommen zu werden; dafür gibt es jedoch ein Zeitfenster und gegen Ende dieser "Bewährungszeit" taucht auf einem menschlichen Planeten das geheimnisvolle "Artefakt" auf... Die Technik wird größtenteils überzeugend geschildert, verschiedene der "Hohen Mächte" besitzen Möglichkeiten, von denen die Menschheit nur träumen kann. Der "Ägide"/"Bruch-Gemeinschaft" steht im Gegensatz zum Großteil der menschlichen Welten, die sich zurückentwickelt haben, einiges dieser Technik zur Verfügung. Diese tritt jedoch niemals in den Vordergrund. Hier steht fast immer der Protagonist und seine Suche. Sehr schön findet der Autor einen Bogen, der die Entwicklung der Hauptperson mit dem Inhalt seiner weltlichen Suche verbindet.

Das zentrale Thema des Buches ist die Frage, ob eine (technisch oder moralisch) überlegene Zivilisation einer unterlegenen helfen darf oder ob dies zu einem "Kulturschock" führt. Brandhorst liefert am Ende auch dafür eine plausible Antwort.

FAZIT: der bisher mit Abstand beste Roman von Andreas Brandhorst, der in jeder Beziehung überzeugen kann und spannend und stets überraschend bleibt bis zum Ende. Vielleicht der beste deutsche SF-Roman überhaupt...
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meisterhaftes Weltraumepos 15. Januar 2012
Von Atlan_4
Format:Taschenbuch
Das Artefakt ist ein Stück besonders hoch entwickelter Technik, das vor Millionen von Jahren - vermutlich aus der Zukunft stammend - auf dem Planeten Heraklon erschien und aus den verschiedensten Gründen bei unterschiedlichen Gruppen Interessen und Begehrlichkeiten hervorruft. In einem Kosmos mit hohen Mächten, gefallenen Welten und einer Organisation namens Ägide erleben die Leserinnen und Leser zu Beginn des Romans, wie der bei der Erforschung des Artefakts ermordete Beauftragte der Ägide, Rahil Tennerit, wiedererweckt wird. Dies ist mithilfe der entsprechenden Technik dann möglich, wenn der genetische Code der betreffenden Person und ein sogenanntes "Image" vorhanden sind. Ein "Image" ist eine Art Aufzeichnung der Erlebnisse, Erinnerungen und Bewusstseinsinhalte eines Lebewesens, die zu einem bestimmten Zeitpunkt angefertigt wird. Da das verwendete "Image" von Rahil Tennerit ein Jahr alt ist, fehlen ihm bei seiner Wiedererweckung entscheidende Erinnerungen im Zusammenhang mit der von ihm durchgeführten Erforschung des Artefakts und seiner Ermordung. So macht sich der wiedererweckte Protagonist erneut auf die Reise zum Planteten Heraklon, um seinen ursprünglichen Auftrag zu erfüllen und die verlorenen Erinnerungen wiederzufinden, von denen angeblich eine Aufzeichnung existiert. Eine Reise mit allerlei Hindernissen, Irrwegen, Rückschlägen, Offenbarungen menschlicher Schicksale und überraschenden Wendungen und Erkenntnissen.
"Wo lagen die Grenzen der Phantasie?" sinniert Rahil Tennerit im Roman. Bei Andreas Brandhorst sicherlich nicht. In einem Feuerwerk an faszinierenden Ideen entführt er die Leserinnen und Leser in ein vielschichtiges Universum voller exotischer Welten und Lebewesen, geheimnisvoller Konstrukte und Schauplätze und einer komplexen, durch Rückblenden verschachtelten, auf verschiedene Zeitebenen angelegten Handlung, in der vieles nicht das ist, was es zunächst zu sein scheint.
Die es aber in sich hat: Abenteuer im Weltraum und unter archaischen Bedingungen auf Planeten, eine tragische Familiengeschichte mit Generationenkonflikt, philosophische Betrachtungen zu (allzu menschlichen) Eigenschaften wie Lüge, Wahrheit und Machtgier, die auch unsere heutige Gesellschaft zur Genüge kennt, und dazu ein Schuss Kosmologie bis in die Anfänge des Universums. Dabei stehen diese Geschehnisse nicht für sich, sondern sind über zahlreiche Beziehungen und Verflechtungen miteinander verknüpft, die sich im Finale offenbaren.
Brandhorsts Technik gründet zwar auf naturwissenschaftlichen Gesetzen, soweit das in der SF möglich ist, verzichtet aber auf die detaillierte Beschreibungen der theoretisch-hypothetischen Grundlagen, ganz in der Tradition der Kantaki-Romane und Kinder der Ewigkeit und der sinngemäßen Aussage, dass eine höher stehende Technik den Lebewesen, die nicht den nötigen Wissensstand besitzen, wie Magie erscheinen muss. Das Artefakt ist meiner Meinung nach kein Hard-SF-Roman, vielmehr eine breit angelegte, epische Space Opera. Besonders überzeugend fand ich, dass die Charaktere, v. a. die "Bösen", nicht in ein starres Gut-Böse- bzw. Schwarz-Weiß-Schema gepresst werden, sondern in den verschiedensten Abstufungen von Grautönen erscheinen. Auch diesmal ist mir sehr positiv aufgefallen, dass die Beschreibung waffenstarrender Raumschlachten völlig fehlt.
Wie immer gefällt der flüssige, greifbar-bildhafte Schreibstil des Autors. Das liest sich spannend und mitreißend.
Natürlich ist Geschmack eine äußerst subjektive Angelegenheit, aber wem die bisherigen Romane des Autors gefallen haben, der wird auch an "Das Artefakt" seine helle Freude haben.
Deshalb: Von meiner Seite eine absolute Kaufempfehlung!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von RS
Format:Taschenbuch
Diese Fragen ziehen sich durch Andreas Brandhorsts Werk wie ein roter Faden. Manchmal gut versteckt, dann wiederum wie ein Schlag ins Gesicht.
Wie schwer sind Lüge und Wahrheit?
Wie erwartet versteht es Andreas Brandhorst auch in diesem Werk eine zentrale Frage zu stellen und sie bis zum Ende des Buches konsequent zu verfolgen.
Brandhorst fesselt den Leser von der ersten Seite an. Staunend betritt der Leser ein komplexes Universum, das Brandhorst durch die Hauptfigur und dessen Assistenten geradezu spielend erklärt.
Sechshundert Jahre sind vergangen, seit sich die Menschheit samt Kolonialplaneten kurz vor der Aufnahme in den Kreis der Superzivilisationen in die »Steinzeit« zurückgebombt hat. Auf einigen Planeten, die ihr altes Wissen bewahrt haben, hat sich die Ägide gebildet. Eine Organisation, die über die Menschen wacht, um sie so rasch wie möglich in den Kreis der Superzivilisationen zurückzuführen.
Die Menschen fühlen sich jedoch von der Ägide bevormundet und versuchen ihren Einfluss zu unterlaufen. Als ein Artefakt, das aus der Zukunft stammt, erwacht, mit dessen Hilfe sich die Menschheit in den Kreis der Hohen Mächte regelrecht zurück katapultieren ja sie sogar hinwegfegen könnte, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Mitten darin und zentrale Figur ist Rahil Tennerit, ein Missionar der Ägide.
Die Handlung beginnt mit seiner Wiederauferstehung. Sein Körper, der im Wettlauf um das Artefakt gestorben ist, wird geklont und er erhält sein ein Jahr zuvor konserviertes Bewusstsein. Gemeinsam mit seinem Assistenten muss er sich das Wissen um den Einsatz und die Geschehnisse rund um das Artefakt neu erarbeiten und erkämpften. Dabei stellt er rasch fest, dass es nicht nur um einen Auftrag geht, sondern dass er persönlich involviert ist. Und dass er schon einmal gescheitert ist. Nichts macht einen Helden sympathischer als wenn er ein zweites Mal gegen den übermächtigen Feind antritt.
Rahil entpuppt sich dabei als innerlich zerrissen. Obwohl er den Dienst für die Ägide und damit für die positive Entwicklung gut heißt, wäre sein Weg ein anderer. Ein aktiverer.
Um so mehr Gewicht hat seine Ernennung zum Exekutor. Er hat damit die Lizenz, sich über die Gesetze der Ägide zu erheben und eigenmächtig zu handeln.
Die Story gewinnt an Dynamik, als ein Auftragmörder auf ihn angesetzt wird und diese Jagd für ein Gespräch mit einem Mitglied der Hohen Mächten für hunderstel Sekunden unterbrochen wird. Der Eindruck, dass dort nicht alles rosig ist, wird sich im Laufe der Story noch verstärken.
Im zweiten Drittel des Buches erfährt der Leser die Vergangenheit des Helden. Diese Vergangenheit verleiht dem Helden etwas Tragisches und legt sogleich den Grundstein für seine Zerrissenheit in der Gegenwart. Dieser Abschnitt deutet bereits darauf hin, dass sich der Held noch mit dem Schatten der Vergangenheit herumschlagen wird müssen. Diese Andeutung wird auch sofort bei der Rückkehr in die Gegenwart konkret. Er steht einem mächtigen Mann aus seiner Vergangenheit gegenüber. Unterschiedliche Werte und Einstellung prallen im weiteren Verlauf der Handlung aufeinander und streben unaufhaltsam ihrem Höhepunkt zu. Er erhält die Geschehnisse zurück, die zu seinem Tod geführt haben und erfährt den Plan zur Eroberung genauso wie die wahren Hintergründe, der Bildung der Hohen Mächte.
Am Ende bleibt eine Frage zu beantworten: Bleibt Rahil seinem Weg und seinen Einstellung zur Entwicklung der Menschheit treu?
Fazit: Ein tolles Buch, in dem Andreas Brandhort wie bei seinen anderen Werken Fragen um das Leben stellt und sie zumindest für den Helden beantwortet. Absolut lesenswert und ein Pflichtbuch - wie alle Werke des Autors
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