Angeblich hat dieser Film 1,2 Millionen DM in der Produktion gekostet, was für einen Studentenfilm ziemlich viel ist. Mit Sicherheit hätte man das auch noch günstiger hinbekommen.
Aber egal. Was mit "Das Arche Noah Prinzip" vorliegt, ist ein deutscher (!) Science-Fiction-Film (!) aus dem Jahr 1985 (!).
Die beiden Astronauten Max und Billy (letzterer gespielt von dem mittlerweile recht bekannten Richy Müller) führen an Bord der Raumstation Florida Arclab Infrarot-Bestrahlungen durch, um den Einfluss der Strahlung auf das Klima zu erforschen. Als Max dahinter kommt, dass die Bestrahlung für einen Militärputsch missbraucht werden soll, sabotieren er und Billy den Reaktor, so dass keine weitere Bestrahlung durchgeführt werden kann. Zwangsweise werden sie danach von Max' Ehefrau Eva und dem zwielichtigen Gregor Vandenberg abgelöst. Billy und Max müssen mit Entsetzen feststellen, dass Vandenberg den Befehl hat, unter Opferung der Station eine weitere Bestrahlung durchzuführen.
Ja, Star Wars war schon schön. Viel Action, jede Menge Spezialeffekte, man kann es ja nicht anders sagen. Es ist allerdings auch mal schön, es etwas ruhiger angehen zu lassen - dem Filmvergnügen tut das keinen Abbruch, jedenfalls nicht bei "Das Arche Noah Prinzip".
Man bekommt hier wirklich eine sehr intelligente und dramatische Geschichte vorgesetzt, die dazu auch noch wirklich fesselt. Man kann darüber hinwegsehen, dass Emmerich sich offensichtlich einige Elemente bei "2001" oder bei "Alien" abgekuckt hat und auch dieser Film schon sehr "amerikanisiert" wirkt. Die Ausstattung ist realistisch und glaubwürdig, man hat wirklich das Gefühl, sich an Bord einer Raumstation zu befinden. Etwas amüsant ist natürlich teilweise das typische 80er-Jahre-Outfit. Ansonsten erkennt man auch an diesem Film Emmerichs Liebe zum Detail.
Von diesem Film kann sich auch heute noch so mancher eine Scheibe abschneiden - tragischerweise nicht zuletzt Roland Emmerich selber, der sich doch eher dem visuellen als dem intelligenten Kino verschrieben hat.