In Bob Arnots Buch zur Brustkrebsvorbeugung fehlt so viel, was mir zu dem Thema einfällt. Die Tatsache das Brustkrebs nur in den Ländern mit Milch als Nahrungsmittel eine häufige Krankheit ist, die Möglichkeiten, die der Koffein haltige Kaffee bietet, die Vermeidung der künstlichen Säuglingsernährung, die den stillenden Müttern zwar nichts mehr nützt, aber ihren so vor der Infektion mit Rinderproviren geschützten Kindern und vieles mehr.
Trotzdem Bob Arnot ist der erste, der das wichtige Thema: Was kann frau zur Vorbeugung, nicht zur Früherkennung machen? überhaupt aufgreift und das ist eine ganz wichtige Sache.
Die Früherkennung schützt nämlich nicht vor der Behandlung und ihren massiven Nebenwirkungen. Wurde früher nur operiert, wird heute operiert, bestrahlt und mit zahllosen Pflanzengiften chemotherapiert. Und das hat nicht nur an sich harmlose Nebenwirkungen wie den vorübergehenden Haarausfall, der auch nicht schön ist. Auch die Antihormonbehandlung und die Gabe von Bisphosphonaten als Knochenschutz sind nicht ungefährlich und können Knochenbrüche bis zur gefürchteten Kieferknochennekrose mit sich bringen. All das kann man nur durch Vorbeugung, nicht aber durch Früherkennung vermeiden.
Und deshalb ist Bob Arnots Buch schon mal ein Anfang. Ich habe es gelesen. Ganz einfach ist es nicht. Aber was zu schwierig ist, kann man ja weglassen. Alleine zu verstehen, wie sich der enterohepatischen Kreislauf auf den Östrogenspiegel auswirkt, hat sich für mich gelohnt. Zumal das Buch ja wirklich preiswert ist.
Arnot ist Arzt und da ist es nicht ganz einfach, sich so auszudrücken, dass die Leserin auch ohne ähnlichen Hintergrund alles versteht. Da braucht frau den Mut zur Lücke.
Ich habe ihn aufgebracht und mir Anregungen geholt. Sie haben mir gezeigt welche Wachstumsfaktoren bei Brutkrebs eine Rolle spielen und einiges mehr. Vielleicht sind Maria Rollingers: Milch nein danke, das sich aber nicht speziell mit Brustkrebs befasst und Jane Plants: Das Leben in Deiner Hand, das mehr auf die Brustkrebs Behandlung eingeht, auch für die Vorbeugung lesenswert. Denn ausser Bob Arnots Buch ist mir ganz bedauerlicherweise keines bekannt, das Brustkrebsvorbeugung statt Früherkennung zum Thema hat.
Und die täte not.
Mittlerweile ist jede achte Frau direkt betroffen. Da fühlt man sich gedrängt nach den Strohhalm zu greifen, den Arnot hinhält. Man kann nur hoffen, dass es bald mehr in der Richtung gibt. Immerhin hat Arnot einen wichtigen Anfang gemacht. Das kann ich nur begrüßen.