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Das Alphabet der Knochen
 
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Das Alphabet der Knochen [Gebundene Ausgabe]

Louise Welsh
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 1., Aufl. (28. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888976766
  • ISBN-13: 978-3888976766
  • Originaltitel: Naming the Bones
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 102.547 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Viel ist es nicht gerade: Archie Lunan hinterließ einen einzigen Gedichtband, als er in den 70er Jahren mit seinem Segelboot vor der schottischen Küste ums Leben kam, gerade mal 25 Jahre alt. Murray Watson, Dozent für Englische Literatur will Jahre später dessen Biografie schreiben. Viel mehr aber als eine recht kümmerliche Hinterlassenschaft des geheimnisvollen Autors hat er dafür nicht. „...ein schmales Büchlein und ein Pappkarton voller Papiere. Tragisch. Wird keine leichte Aufgabe.“ Aber was für eine fesselnde!

Das ist schon spannend auf eine ganz besondere Art. Und das auch nicht gleich von Beginn an. Ein bisschen Geduld aber lohnt sich in der Tat. Schicht für Schicht werden hier in minutiöser Feinarbeit Lebensabschnitte und -umstände, Momente und Begegnungen eines mysteriös Verstorbenen freigelegt, Stück für Stück fügt sich aus einzelnen Informationen und Nachforschungen puzzleartig ein Bild. Das Bild von Archie Lunan, der offenbar nicht sehr viel ausgelassen hat in seinem kurzen Leben, glaubt man dem alten Professor James, der Lunan gut kannte. „Er hat alles so locker sausen lassen wie er seine Uni- Laufbahn vertrödelt hat.“ Trotz Drogen und ausschweifendem Leben sei er hochbegabt gewesen, gesteht James, eine Tatsache, auf die er ausgesprochen eifersüchtig gewesen sei. Lunans Porträt wird zunehmend runder und plastischer, als Murray, verbissen und vernarrt in seine Aufgabe, sich auch entschließt, nach Lismore zu fahren, dorthin, wo Lunan damals mit seiner Freundin lebte.

Für viele Krimifans ist der Name Louise Welsh eng mit ihrem ersten, gleich riesigen Erfolg verbunden. „Dunkelkammer“ war ein Klasse-Krimi, mit vielen Preisen ausgezeichnet. Dieser jetzt knüpft nahtlos daran an, tiefgründig, immer etwas nebulös, mystisch, viele Hinweise und Andeutungen, die erst später einen Sinn ergeben, fein verwoben. Ein erstklassiges Muster, das sich sehen lassen kann: ein voller Genuss lesbarer Roman, eine Geschichte, die zunächst menschlich berührt, dann in den Bann zieht und eine Spurensuche, die schließlich auf spannende Weise eskaliert und endet. --Barbara Wegmann

Pressestimmen

Wer sich im Urlaub nicht langweilen will, sollte Louise Welshs neuen Krimi lesen. Sie schreibt sehr düstere und vertrackte Romane, voller Gewalt, Sex und Sprachwitz, gekonnt gebaut, gut recherchiert und spannend sowieso. Hauptsache, der Roman findet die Leser, die er verdient. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

Ein geist- und rätselreicher Krimi. Louise Welsh schiebt raffiniert zwei Leben ineinander bis das Alphabet der Knochen durchbuchstabiert ist. (Stern)

Der beste, schönste, kälteste Krimi dieses Sommers - ein Meisterwerk! Absolute Kauf- und Leseempfehlung für den Sommer! (BR Diwan)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich stimme Flokati voll und ganz zu: Ein müdes, langweiliges Buch. Ich habe es mir für meinen Schottland-Urlaub gekauft, voll freudiger Erwartung, zumal ich das Thema auch interessant fand - da ich selbst Germanist bin, hat es mich natürlich angesprochen. Ein unbekannter, großartiger Autor, dessen Werk wiederentdeckt werden soll, und das vor der atemberaubenden Kulisse Schottlands. Klingt toll, ist es aber nicht. Was herauskam war ein Buch, dessen Figuren leider völlig uninteressant sind, da sie kaum oder keinen Charakter haben und sich auch nicht weiterentwickeln, eine Story, die eher bemüht als geistreich erscheint, ein Titel, der mit dem Inhalt m.E. nichts zu tun hat und - zu guter Letzt - ein Schreibstil, der entweder einer schlechten Übersetzung oder aber einer schlechten Autorin geschuldet ist. "Gewürzt" wird das Ganze dann mit einem Schuss Erotik, der auch nicht wirklich ansprechend herüberkommt und teilweise einfach nur fehl am Platz ist. Ich kann Bücher leider nur ganz schwer weglegen, ohne sie fertig zu lesen, habe es auch hier nicht getan, aber sonderlich gelohnt hat es sich nicht. Schade, da wäre sicherlich mehr drin gewesen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
so empfand ich das Buch. Das Buch hat Startprobleme, keine Frage. Die Geschichte kommt zu Beginn nicht recht in Fahrt. Der Stil ist ebenfalls sicherlich etwas eigenwillig..., Sie ahnen es, es kommt ein aber: Selten lese ich ein Buch innerhalb von 24 Stunden durch, dieses ist so eines. Was hier kritisiert wurde, begeisterte mich geradezu, es sind die Detailbeschreibungen. Sie machen meiner Meinung nach die Atmosphäre, die Stimmungen aus, auch wenn sie für die direkte Handlung tatsächlich nicht bedeutend sind. Das Buch lebt davon und als Soziologe mochte ich diese oft nur zu passgenauen Beschreibungen der Autorin. Auch der Einblick in das doch durchaus real geschilderten Unigeschehen, inklusive der Schilderungen von Abhängigkeiten und professoralen Eitelkeiten gibt dem akademischen Leser die zusätzliche Würze. Die kriminalistische Handlung rückt ein wenig in den Hintergrund, aber sie nimmt im Laufe des Buches an Fahrt auf und zieht sich langsam wie eine Schlinge zu.
Nichts für jeden, genauso wie der hohe Konsum von Whiskey und Bier im Buch, den ich aber als stimmungmäßig gut nachvollziehbar empfand.
Viele Grüße
Stephan Peters
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der schottische Literaturprofessor Murray Watson ist seit seiner Jugend fasziniert von den Gedichten seines Landmannes Archie Lunan. Der Dichter ist früh verstorben und hat der Nachwelt außer ein paar Gedichten nur wenig hinterlassen. Doch Murray Watson ist wild entschlossen, eine Biografie über den Hippie-Poeten und den tragischen Segelunfall zu schreiben. In ihrem Roman "Das Alphabet der Knochen" erzählt die schottische Schriftstellerin Louise Welsh von der Suche des jungen Professors nach den wahren Gründen und Hintergründen für den frühen Tod seines Idols.

Der eher langweilige Englischprofessor Murray Watson, der immerhin eine Affäre mit der Frau seines Chefs hat, ist fasziniert vom bunten Leben des Dichters Archie Lunan. Der war kein Kind von Traurigkeit und hat ganz im Geist der 1960er Jahre viel Zeit mit Drogen, Alkohol und Frauen verbracht. Archie Lunans Nachlass besteht nur aus einer kleinen Kiste zunächst unbedeutender Zettel. Der Literaturdozent Dr. Watson macht sich auf die Suche nach Zeitgenossen, Freunden und Kollegen des Dichters. Seine Recherchen kommen nur langsam voran, da er immer zu spät kommt: Den Freund Lunans trifft er gerade rechtzeitig zu dessen Beerdigung an, ein Suizidwissenschaftler, der über Lunan forschte, hat sich jüngst vor einen Baum gefahren, und Lunans Geliebte droht mit der Polizei, wenn sich Murray Watson ihr auch nur nähert. Doch der Tollpatsch Watson gibt nicht auf, stolpert den Ereignissen hinterher und versucht die mysteriösen Umstände von Lunans Tod aufzudecken. Dabei gerät er in ein Geflecht aus Lügen und Intrigen und macht einige recht unerwartete Entdeckungen.

Der Roman "Das Alphabet der Knochen" wurde von Wolfgang Müller aus dem Englischen übersetzt. Die Welt der Literaturwissenschaft in diesem Roman mit ihren Ränkespielen, Eitelkeiten und Schaumschlägern wird wunderbar dargestellt. Die Personen sind eher Typen als brüchige Charaktere. Diese in sich geschlossene Welt, die sich vor allem um sich selbst dreht, schreckt auch vor Gewaltverbrechen nicht zurück. Eine Biografie oder eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben ist immer eine langwierige Angelegenheit, die einiges an Geduld und Durchhaltewillen verlangt. In dem Roman "Das Alphabet der Knochen" verlangt die Autorin Louise Welsh diese Tugenden auch von ihren Lesern. Die Romanhandlung kommt ähnlich mühsam wie die Recherchen des Professors voran. Louise Welsh hat Geschichte studiert und als Antiquarin gearbeitet, sie kennt also das Metier über das sie schreibt sehr gut, leider fehlt es ihr jedoch an Abstand.

Im letzten Teil des Romans, der auf einer nordschottischen Insel spielt, überschlagen sich die Ereignisse und die Autorin findet endlich zu einer spannenden, stimmungsvollen Handlung. Hier verdient das Buch auch die Bezeichnung Kriminalroman. Geduldige Leser des Romans "Das Alphabet der Knochen", die es bis zur Insel geschafft haben, werden hier belohnt. Am Ende seiner Recherche hat Professor Dr. Watson viel über Archie Lunan aber noch mehr über sich selbst herausgefunden. Ein Kunstgriff, den man von einem gut konstruierten Roman, der in der Welt der Literaturwissenschaften spielt, durchaus erwarten kann!

Der Kriminalroman "Das Alphabet der Knochen" ist ein Entwicklungsroman für alle Leser, die Spaß am akademischen Literaturbetrieb haben und sich von stürmischem Schottlandwetter nicht abschrecken lassen.

(c) Maren Gierth von Literaturtipp.com
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