Es ist schon wirklich traurig, wenn man die Übersetzung eines gelungenen wissenschaftlichen Buches jemandem anvertraut, der bisweilen mit deutscher Grammatik und stehenden Ausdrücken auf Kriegsfuß steht. Als Beispiel seien hier nur zwei genannt:
Der englische Ausdruck "to make sense" wird im Deutschen eben nicht mit "Sinn machen" übersetzt. Auch wenn diese wörtliche Übersetzung immer beliebter wird, sie ist schlichtweg falsch. Im Deutschen "ergeben" oder "haben" Dinge Sinn.
Viel gravierender und für''s Auge wirklich schmerzend ist jedoch die wörtliche Übersetzung des Terminus "theory for everything" als "Theorie für Alles", und das in einer Konsequenz, dass man den Übersetzer als Überzeugungstäter bezeichnen muss. Was für den anglophonen Physiker die besagte "theory for everything" ist, ist für den deutschsprachigen schlicht die "Weltformel".
Derartige Übersetzungsfehler, oder schlicht sprachliche Lieblosigkeiten erstrecken sich durchs gesamte Buch.
Es ist mir wirklich unbegreiflich, wie es sein kann, dass Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Übersetzungen verdienen, derart grob mit der Sprache umgehen und dass es sich Verlage anscheinend nicht mehr leisten wollen, Übersetzungen zu korrigieren und auf sprachliche Eleganz zu prüfen.
Bei guter Überstzung wären volle fünf Sterne drin gewesen.