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Das 1. Evangelium nach Matthäus

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Produktinformation

  • Darsteller: Enrique Irazoqui, Susanna Pasolini, Margherita Caruso, Marcello Morante, Mario Socrate
  • Komponist: Luis Enrique Bacalov, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Sergei Prokofjew, Anton Webern
  • Künstler: Tonino Delli Colli, Pier Paolo Pasolini, Alfredo Bini, Nino Baragli
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Italienisch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 2. November 2004
  • Produktionsjahr: 1964
  • Spieldauer: 131 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen 32 Kundenrezensionen
  • ASIN: B000641MWA
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

s/w
Ein Mann mit Überzeugungen, ein Revolutionär, ein Mensch, der liebt, für seine Ziele kämpft und schließlich auch dafür stirbt. Das ist Christus in der sensationellen Verfilmung des Matthäus-Evangeliums von Pier Paolo Pasolini, die alle vorherigen Bibelverfilmungn in den Schatten stellte. Die kraftvolle und spannende Geschichte eines besonderen Lebens spielt in der wunderbaren, kargen Landschaft Kalabriens. Von der Geburt Christi bis zur Vollstreckung seines Todesurteils, vom Massaker an Unschuldigen bis zur Flucht nach Ägypten, ob er Wunder vollbringt oder Ignoranz bekämpft - dieser Film setzt ganz neue Maßstäbe.
Eine Offenbarung der Filmgeschichte!

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Gleißendes, schattenloses Licht vermittelt eine Atmosphäre tödlicher Ausweglosigkeit. Der massive Einsatz von Gegenlicht lässt die Konturen verschwimmen und schafft eine scheinbare Transparenz. Die Landschaft ist karg, die Gesichter sind von Wind und Wetter gezeichnet, in ihnen spiegelt sich die Armut der Region wider. 1964 veröffentlichte der italienische Regisseur und Autor Pier Paolo Pasolini seinen Film Das erste Evangelium nach Matthäus, den er bezeichnenderweise Papst Johannes XXIII. widmete. Ein Jahr zuvor hatte Pasolini nach dem Start des Films La Ricotta wegen Beleidigung der Staatsreligion vor Gericht gesessen.

Pasolini, der Zeit seines Lebens wegen seiner Homosexualität und seinem Bekenntnis zum Marxismus zu den umstrittensten italienischen Regisseuren zählte, hat mit Das erste Evangelium nach Matthäus einen Meilenstein in der Geschichte des Bibelfilms geschaffen. Nichts war ihm heiliger als Authentizität. Er schuf einen kompromisslosen Realismus, der bis an die Grenze des Dokumentarfilms geht. Anstelle künstlich geschaffener biblischer Landschaften wählte Pasolini die kargen Gebirge Süditaliens als Drehort. Folgerichtig besetze er alle Figuren mit Laiendarstellern. Markante Gesichter waren ihm wichtiger als schauspielerisches Talent oder klangvolle Namen. Der spanische Student Enrique Irazoqui spielt Jesus, Pasolinis eigene Mutter Susanna übernahm die Rolle der alten Maria. Sein Jesus ist ein unermüdlicher Kämpfer gegen die Bourgeoisie und zugleich Opfer der Gesellschaft. Es ist die Andersartigkeit, die ihn ausschließt, die Erfahrung von Schmerz und Einsamkeit prägen sein Leben und sein Sterben.

Die extreme Einfachheit im Aufbau der Bilder, die Strenge der Einstellungen und gewollt holprige Schnittfolge passen sich den Motiven an. Die Kamera folgt der Figur, ist interessiert an den Gesichtern und am hautnahen Kontakt. Pasolinis Das erste Evangelium nach Matthäus ist weder ein missionarischer Bibelfilm noch ein opulentes Leinwandepos à la Zefirelli -- es ist politisches Pamphlet und tragisches Drama zugleich. Genau das ist die Stärke des Films -- auch heute noch. --Stefanie Hartl-Prauser -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD
Pasolinis filmische Darstellung des Lebens und Wirkens Jesu Christi stellt in gewisser Weise eine Quadratur des Kreises dar. Einerseits hält er sich streng an die biblische Vorlage und andererseits hat er dem Film in all seinen Momenten eine unverkennbar persönliche, im besten Sinne des Wortes unorthodoxe sowie subtil kritische Note verliehen. Sein "Jesus-Film" handelt von göttlichen Dingen und ist doch zugleich überaus irdisch. Nüchtern und wirklichkeitsnah wird uns Jesus als ein Mensch gezeigt, dessen wesentliches Ansinnen es gewesen ist, seine Mitmenschen wachzurütteln und die Welt mit deren Hilfe in seinem Sinne zum Guten zu verändern. Pasolinis Matthäus-Evangelium ist ein herausragendes Meisterwerk, das zu ignorieren sich weder ein Christ noch ein Nichtchrist, der sich "Cineast" nennt, erlauben kann.
Dabei ist die ganz besondere Ironie der (Film-)Geschichte, dass der mit Abstand beste "Jesus-Film", den es gibt, mitnichten von einem frommen Christen stammt, sondern von einem homosexuellen, kommunistisch eingestellten Atheisten!
(Dessen ungeachtet ist der Vatikan von diesem Film sehr angetan gewesen.)
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Format: DVD Verifizierter Kauf
... oder eine moderene Interpretation der Figur Jesus erhofft, sollte von diesem Film die Finger lassen. Das ganze Werk hat nichts von der gewohnten Manier mit monumentalen Szenen, teils laut und reißerisch adapiert. Begonnen beim Schwarz- Weiß- Film ist dieses Werk eine einzige Reduktion. Die Inszenierung wirkt wie eine Aufführung im Schultheater oder ein Kammerspiel. Pasolini kommt ohne aufwändig gefertigte Nachbauten als Kulissen aus. Massenszenen und orientalische Bazaratmosphäre bleiben außen vor. Die Schauspieler agieren unaufgeregt, ohne Pathos und zollen somit ihren Tribut an die allgegenwärtige Tristesse, die das äußere Erscheinungsbild dieses Filmes bestimmt.
Einerseits macht diese Art der Verfilmung das ganze eindringlich und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Wesentliche, gleichsam den Kern des Stoffes. Dieser Vorteil zeigt sich besonders bei der Kreuzigung. Ohne viel Blut, lautes Geschreie und Nahaufnahmen von Nägeln, die sich durch Arme bohren, überträgt sich die Schauerlichkeit der Ereignisse aus dem Gesicht der Maria. Dass Jesus so leise leidet und stirbt ist eine einzige Anklage an seine Richter und Henker.
Andererseits sorgt der Minimalismus über die gesamte Strecke des Werkes hinweg ermüdend auf den Betrachter. Aufwühlend wirkt hingegen die Musik. Ein stiller Film, ungewöhnlich inszeniert aber in seiner Aussage unfehlbar.
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Format: DVD
Die meisten Film-Experten sehen in diesem jetzt neu als DVD aufgelegten Klassiker immer noch den besten Kinofilm über Leben und Werk Jesu - und das, obwohl der Italiener Pier Paolo Pasolini, Urheber obszöner und blasphemischer Machwerke, sich nicht gerade als Regisseur für eine wortgetreue Bibel-Verfilmung empfahl. Eher war etwas in der Art zu erwarten, wie es später Martin Scorsese mit seinem spekulativen Streifen "Die letzte Versuchung Christi" ablieferte. Doch offenbar konnte der kommunistische Kultregisseur auch anders. Sein einfaches Rezept: das Matthäus-Evangelium als Drehbuch.

Der Anfang ist Schweigen, entsetztes Schweigen. Wie kann Maria schwanger sein, obwohl sie doch von keinem Manne wusste? Es sind Gesten, die den Film bestimmen, nicht Dialoge. Die wiederum entstammen allesamt der Bibel. Braucht man mehr für einen authentischen Jesus-Film?

Der erste Auftritt des Galiläers am Jordan: eine Offenbarung, auch filmisch. Johannes der Täufer - ohne Rauschebart - sieht aus wie ein Bauarbeiter oder Kranführer unserer Tage. Immer wieder wirkt diese eigentümliche Stärke des Films: Er zeigt Menschen mit Gesichtern von heute, unmaskiert. Es ist gespenstisch: ein Lahmer, ein Aussätziger - plötzlich ist er einer von uns, keine Figur mehr in einem seelenlosen Sandalenfilm. So kommt die Botschaft des Gottessohnes uns besonders nahe. Die Kulissen: eher schlicht und ohne die Erhabenheit von Hollywoods Monumentalepen. Erhaben ist hier nur einer: der König der Könige.
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Format: Videokassette
Wenn es EINE Verfilmung des Leben von Jesus Christus bzw. des Evangelium von Matthäuas gibt, die von der ersten Minute an unter die Haut geht, oder genauer: eine Gänsehaut der machtvollen, positiv irritierenden Art verursacht, dann diese von P. Paolo Pasolini; es ist ein unglaublicher Sog in diesen Bildern, in Schnitt und Darsteller/innen-Kunst, eine Magie, die nicht nur bei den Szenen über Jesus' Begegnungen mit Satan überzuspringen vermag, sondern das gesamte, ja nicht auf einfache Weise begreifliche Mysterium des Lebens und Sterbens von Jesus vermittelt.
Trotz des Alters des Films ist dieses "Evangelium" auf beste Art modern: er ist zeitlos, weil die Umstände heute noch verbreitet wie damals vor ca. 2000 Jahren vorhanden sind, jedenfalls in Bezug auf das Zwischenmenschlich-Alltägliche und seine Bedeutung für unser ureigenstes (Lebens-)Glück. Zwar spielt der Film auch erkennbar in der damaligen Zeit (und der noch immer für Nord- oder Mittel-Europäer erstmal "fremden" Kultur des Nahen Ostens und des Jüdischen Volkes), ist jedoch wie ein gutes Theaterstück von der Bühne nicht abhängig. Genau das erhebt Pasolinis Werk auch über jede andere Verfilmung, die ich gesehen habe: KEIN schauprächtiges Kulissen-Theater.... sondern prächtiges, pures Schauspiel im besten Sinne des Wortes, schnörkellos und direkt, und dennoch kreativ und kunstvoll.
Und, wie gesagt: die sowieso schon beträchtliche Kraft der Worte des Matthäus bzw.
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