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Das Ärztehasserbuch: Ein Insider packt aus [Taschenbuch]

Werner Bartens
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (77 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426779765
  • ISBN-13: 978-3426779767
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (77 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 91.939 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Werner Bartens
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gewiss: Der Titel des Buches zielt offenbar darauf, vorhandene Ressentiments zu bedienen. Das steigert, so hofft man wohl, den Verkauf. Und tatsächlich werden Leser, die Das Ärztehasserbuch vor allem deshalb kaufen, um sich in ihren (Vor-)Urteilen bestätigen zu lassen, nicht enttäuscht. Mit Fallbeispielen von ärztlicher Verrohung, Ignoranz und Fehlbehandlungen sonder Zahl, mit denen Werner Bartens uns die Missstände im Krankenhausalltag vor Augen führt, versucht er -- von Haus aus selber Arzt -- seine These zu belegen, dass das Gesundheitssystem, aber auch die Ausbildung der Ärzte grundlegend reformiert werden muss.

Das Muster kennen wir und es darf den kritischen Leser misstrauisch machen! Doch (leider!) haben sich, wie Bartens glaubhaft versichert, sämtliche im Buch geschilderten Fälle -- zu viele, um als „Einzelfälle“ durchzugehen -- wirklich so zugetragen. Und wer sich auch nur ein bisschen im Gesundheitswesen auskennt, dem werden schnell etliche ganz ähnliche Geschichten einfallen.

Bartens hat am eigenen Leib erfahren, wie schnell man als Klinikarzt in genau die Verhaltensmuster verfällt, die er in seinem Buch beklagt. Unter der Überschrift „Selbstdiagnose“ schildert er, wie er als junger Assistenzarzt einer (unnötig) besorgten Patientin auf ihre doch immerhin sehr ernsthafte Frage: „Herr Doktor, muss ich sterben?“ nur beiläufig, ohne auf die seelische Not der Frau einzugehen, antwortete: „Sterben müssen wir alle mal.“ Immerhin bemerkte der Autor, wie unangemessen seine lakonisch hingeworfene Antwort war. Doch zutiefst erschrocken darüber, dass er ganz offenbar auf dem besten Wege war, gegenüber dem Leid Anderer abzustumpfen, Patienten zunehmend als Bedrohung zu empfinden und immer öfter auch „über die schlechten Witze zu lachen, die immer wieder von den Ärzten über die Kranken gemacht wurden“, hat er wenig später den Arztberuf aufgegeben. Doch er hat nicht aufgehört darüber nachzudenken, woran es denn liegen könnte, dass es so vielen „idealistischen Novizen im Medizinstudium“ nicht gelingt zu den Ärzten zu werden, die sie zu Beginn ihres Studiums doch hatten werden wollen.

Eine für Studenten, Ärzte wie Patienten gleichermaßen lesenswerte und zum gegenseitigen Verständnis beitragende Lektüre! -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de

Kurzbeschreibung

Die Ärzte: arrogant, unnahbar, dilettantisch. Die Patienten: wehrlos. Ob sie an einen Quacksalber oder eine Koryphäe geraten sind, wissen Patienten erst, wenn es zu spät ist. Auf Gedeih und Verderb sind sie den Ärzten ausgeliefert. Der Arzt und Medizinjournalist Werner Bartens weiß aus eigener Erfahrung, wie es in den Praxen und Krankenhäusern zugeht: Zu viele Technokraten und Versager verbergen sich unter dem weißen Kittel. Schonungslos berichtet er von Größenwahn, Pfusch und Ignoranz. Seine Diagnose: Wir sollten aufhören, nur über die Kosten des Gesundheitswesens zu reden, und uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren – auf die Bedürfnisse der Menschen, die Hilfe beim Arzt suchen.

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Kundenrezensionen

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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Realitäten 12. April 2009
Format:Taschenbuch
Zynismus innerhalb der Ärzteschaft ist ebensowenig ein Problem "einzelner schwarzer Schafe", wie der gesamten Ärzteschaft. Wie sagte ein ehemaliger Präsident des Deutschen Ärzteverbandes mal treffend: "1/3 aller Ärzte sind skrupellos, 1/3 arbeiten ordentlich und 1/3 steht irgendwo dazwischen." Ich denke, das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. Kommt ja auch von Jemanden, der es wissen muss....

Zum Thema Mut/Feigheit:
Ich habe in meiner Krankenhauszeit als Mediziner dreimal versucht sachlich absolut begründete Missstände in Bezug auf Patientenversorgung in neutraler und direkt an den Chef gerichteten Ansprache zu ändern. Da ich aufgrund meiner rein ethisch orientierten Überzeugung weitergemacht hatte wie bisher, folgte dreimalig Stationsverbot - ohne Begründung. Meine lieben Kollegen fanden meine Intitiativen jedes mal "gaaaaanz toll", "uuunheimlich mutig" und "totaaaal bewundernswert", aber leider hat mich keiner unterstützt. Feigheit ist REALITÄT im Klinikalltag.

Der Autor des vorliegenden Buches war da cleverer und hat sich der "malignen" Kollegenheuchelei, der überheblichen Intellektualisierung und des systemischen Mobbing von "Idealisten" (insbesondere an Unikliniken) entzogen, um einen höheren Impact zu haben. Das mag nicht so "mutig" gewesen sein, aber es ist wesentlich effektiver, insofern es zu mehr Patienten führt, die hinterfragen, alles genau wissen wollen, in gesundem Maße skeptisch sind und ihrer Intuition folgen, wenn Sie das Gefühl haben da stimmt etwas nicht.

Das Buch - egal wie reißerisch es auch sein mag - fordert dazu auf Farbe zu bekennen: Sind Sie Mediziner aus Berufung zum Dienst am Menschen, und damit verpflichtet interne Missstände - trotz aller Konsequenzen und wirtschaftlichen Realitäten - aufzudecken und zu ändern, oder sind sie Mitverantwortlicher weil Handelnder in einem immer unmenschlicher werdenden Klinikalltag (Feige Ausrede: "Ich kann ja eh nix machen") und müssen das Buch deshalb selbstverständlich mit dem obligatorisch lapidaren Hinweis auf die wenigen "Schwarzen Schafe" hochnäsig abwehren? Na, beim Zurechtlegen von Aureden ertappt?

Trotzdem: Shems "House of God" ist unerreicht (ebenso übrigens wie "Die Entstehung einer wissenschaftlichen Theorie" und "Die hilflosen Helfer")
War diese Rezension für Sie hilfreich?
25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
... ist diese Fallsammlung menschlichen und ärztlichen Versagens, die von einem Insider des Krankenhausbetriebes hier zusammengestellt wurde.

Werner Bartens beklagt das Verschwinden der Menschlichkeit im zunehmend härter werdenden Klinikalltag. Überfordertes Personal und menschlich unzulängliche Personen bestimmen über das Schicksal von Patienten und gehen oft zynisch mit den Kranken um. Die Übel werden im Buch genau beschrieben: Ärzte, die jeden neuen Patienten als Bedrohung und Angehörige als Zumutung betrachten, Klinikpersonal, das Notfälle abschiebt und Patienten, die wenig Geld einbringen. Arztpraxen, in denen unnötige Leistungen an Gesunde verkauft werden. Und jede Menge Ärzte ohne Einfühlungsgabe für das Leid der Kranken. Dies wird in dem preiswerten Taschenbuch ausführlich und leicht lesbar anhand von exemplarischen Fällen beschrieben.

Genaue Analysen und Abhilfevorschläge für die angeprangerten Miseren kommen in dem Buch jedoch eindeutig zu kurz. Hier hätte der Autor mehr als die reine oberflächliche Erscheinung des Übels sehen dürfen, zumal er ja selbst als Klinikarzt gearbeitet hat. Immerhin hat er auf die unsaubere Trennung von Praxis, Lehre und Forschung hingewiesen und sich für mehr psychologische Schulung des Krankenhauspersonals eingesetzt.

Auf eine Grundursache für die größer werdende Zahl wenig einfühlsamer Ärzte ist er meiner Meinung nach jedoch nicht gekommen: Sie ist das Ergebnis des Ausleseverfahrens zum Medizinstudium. Als ich Ende der Siebziger Jahre die Schule verließ, war Medizin ein Numerus-clausus-Studienfach, für das man einen Notendurchschnitt von mindestens 1,2 benötigte. Es wurde also nur der Klassenbeste ohne Weiteres für das Medizinstudium zugelassen. Primus wird aber nicht der menschlich Einfühlsamste, sondern derjenige welcher optimal an unser Schulsystem angepasst ist. Das sind in vielen Fällen Theoretiker und manchmal auch schlichte Streber, die dann das Fach aufgrund ihres guten Abiturs studierten ohne eine echte Berufung zum Heilen zu verspüren. Ich habe damals schon zu meinen Mitschülern gesagt, dass es mich vor dieser Generation von Nachwuchsmedizinern graust. Nun haben wir sie.

Ich empfehle das Ärztehasserbuch trotz seiner gewissen Unausgewogenheit, weil es den Blick für das Wesentliche im Gesundheitswesen schärft und Patienten wie Angehörigen zeigt, wie sie sich ihrem Arzt gegenüber verhalten müssen, wenn es lebenswichtig wird. Bartens zeigt die Grenzen des Gesundheitswesens auf. Er erklärt, was man sich als Kranker gefallen lassen muss, und was nicht. Das Buch hilft auch, die überarbeiteten Ärzte und das Krankenhauspersonal besser zu verstehen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
endlich... 31. August 2010
Von R. Graff
Format:Taschenbuch
Sicher keine ermutigende Lektüre, dennoch wird einmal selbst aus Arztsicht das Fehlverhalten beschrieben, was die Götter in weiß gegenüber den oft hilflosen Patienten praktizieren & sich dabei vielleicht sogar noch für einmalig halten.

Der Aufenthalt in der Klinik hat äußerst selten 5 Sterne als Auszeichnung verdient, sollte aber auch nicht mit einem Hotel verglichen werden, denn hier geht es ja darum, gesund zu werden & sich nicht zu erholen. Die geschilderten Erläuterungen in dem Buch hingegen verdienen die volle Stern-Anzahl, denn ich habe selber die Erfahrung machen müssen, wie ein Stück Vieh von den Ärzten behandelt zu werden. Und auch, wer bisher noch keine eigenen Erfahrungen in Bezug auf den Umgang zwischen Arzt & Patient gemacht hat, kann anhand der klein gehaltenen Kapitel, die sehr bildhaft formuliert sind, sicher gut nachempfinden, wie es sich zum Teil (un)wohl für den Patienten anfühlt.

Vielleicht wäre das Einbinden dieses Buches als Teil der medizinischen Ausbildung (wie ja auch bereits in der Schule bestimmte Lektüren zum Lehrplan gehören) eine Möglichkeit, um Einfühlungsvermögen & Respekt gegenüber Anderen zu schärfen/sensibilisieren.
Ärzte, die dies bereits beherzigen, können das Buch dann sicherlich jemand anderem ausleihen bzw. ruhigen Gewissens weiterblättern.

Die Lektüre ist während eines Krankenhausaufenthalts eher nicht geeignet, es sei denn, man möchte die Ärzteschaft ein wenig provozieren...wobei sie aufgrund des Buchtitels eher empfindlich reagieren werden...und erst recht eine falsche Diagnose stellen ;)

Am besten ist noch immer nicht krank zu werden & im Ernstfall zu hoffen, dass man an den richtigen Arzt kommt!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Super!
Ein super gutes Werk! Anschaulich wird beschrieben, was in deutschen Krankenhäusern so abgeht. Einfach nur empfehlenswert! Schöne Beispiele mit Wahrheit geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Käuferin A veröffentlicht
Man sollte eines nicht vergessen...
Ich habe das Buch damals extra schon nur gebraucht gekauft, weil ich dem Autor nicht den finanziellen Erfolg gegönnt habe, den er sich mit dem reißerischen Titel des... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Elveador veröffentlicht
Ex-Mediziner braucht Geld
Man nehme: ein paar aufgeschnappte Geschichten die man vom Hörensagen kennt....dazu ein paar Stories aus dem BILD-Archiv..... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von doc holiday veröffentlicht
Ein wichtiges Buch leider mit reisserischen Ansätzen
Das Buch in sich ist flüssig geschrieben, leider aber teilweise zu reisserisch, so das keine ernstzunehmende Kritik daraus erwachsen wird, was mehr als Schade ist. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Lillesol veröffentlicht
Nur zu empfehlen
Dieses Buch ist wirklich sehr gut und gibt einen hervorragenden Einblick in die Welt der Ärzte. Wirklich toll wie Dr. Werner Bartens als Insider darüber berichtet. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von wholesomeness and sanity veröffentlicht
das Ärztehasserbuch
Lieferung war wie immer problemlos und schnell. Ein sehr nachdenklich stimmendes Buch, wo ich jedoch überzeugt bin, dass es die Realität beschreibt. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Monika Rau veröffentlicht
Reißerischer Titel
Wieso ist Herr Barten Insider? Wie lange hat er denn als Arzt gearbeitet? Allerdings nicht lange genug um sich Insider zu nennen.
Vor 18 Monaten von Franz Josef Lemmen veröffentlicht
nicht so gut!!
Ich habe mir das Buch aus professionellen Gründen gekauft - ich bin selber Arzt im Krankenhaus (Anästhesist) und weiss natürlich, dass bei uns einiges verbessert... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Uli veröffentlicht
Interessanter Einblick, aber sehr trocken
Ich kenne viele Gesundheitsratgeber und kritische Medizinbücher. Der Autor Werner Bartens trifft ins Schwarze und hat durchaus Recht, allerdings ist das Buch ein wenig trocken... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Büchermaus veröffentlicht
Grottenschlecht und lediglich populistisch
Herr W.Bartens ist kein Insider !

Er hat - er mag dies sicherlich nicht hören und / oder lesen - lediglich eine komplett verkorkste Karriere hinter sich, schaffte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2010 von Buchleser-München
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