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Das Ärztehasserbuch: Ein Insider packt aus
 
 

Das Ärztehasserbuch: Ein Insider packt aus (Broschiert)

von Werner Bartens (Autor)
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur (1. Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426779765
  • ISBN-13: 978-3426779767
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 103.822 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gewiss: Der Titel des Buches zielt offenbar darauf, vorhandene Ressentiments zu bedienen. Das steigert, so hofft man wohl, den Verkauf. Und tatsächlich werden Leser, die Das Ärztehasserbuch vor allem deshalb kaufen, um sich in ihren (Vor-)Urteilen bestätigen zu lassen, nicht enttäuscht. Mit Fallbeispielen von ärztlicher Verrohung, Ignoranz und Fehlbehandlungen sonder Zahl, mit denen Werner Bartens uns die Missstände im Krankenhausalltag vor Augen führt, versucht er -- von Haus aus selber Arzt -- seine These zu belegen, dass das Gesundheitssystem, aber auch die Ausbildung der Ärzte grundlegend reformiert werden muss.

Das Muster kennen wir und es darf den kritischen Leser misstrauisch machen! Doch (leider!) haben sich, wie Bartens glaubhaft versichert, sämtliche im Buch geschilderten Fälle -- zu viele, um als „Einzelfälle“ durchzugehen -- wirklich so zugetragen. Und wer sich auch nur ein bisschen im Gesundheitswesen auskennt, dem werden schnell etliche ganz ähnliche Geschichten einfallen.

Bartens hat am eigenen Leib erfahren, wie schnell man als Klinikarzt in genau die Verhaltensmuster verfällt, die er in seinem Buch beklagt. Unter der Überschrift „Selbstdiagnose“ schildert er, wie er als junger Assistenzarzt einer (unnötig) besorgten Patientin auf ihre doch immerhin sehr ernsthafte Frage: „Herr Doktor, muss ich sterben?“ nur beiläufig, ohne auf die seelische Not der Frau einzugehen, antwortete: „Sterben müssen wir alle mal.“ Immerhin bemerkte der Autor, wie unangemessen seine lakonisch hingeworfene Antwort war. Doch zutiefst erschrocken darüber, dass er ganz offenbar auf dem besten Wege war, gegenüber dem Leid Anderer abzustumpfen, Patienten zunehmend als Bedrohung zu empfinden und immer öfter auch „über die schlechten Witze zu lachen, die immer wieder von den Ärzten über die Kranken gemacht wurden“, hat er wenig später den Arztberuf aufgegeben. Doch er hat nicht aufgehört darüber nachzudenken, woran es denn liegen könnte, dass es so vielen „idealistischen Novizen im Medizinstudium“ nicht gelingt zu den Ärzten zu werden, die sie zu Beginn ihres Studiums doch hatten werden wollen.

Eine für Studenten, Ärzte wie Patienten gleichermaßen lesenswerte und zum gegenseitigen Verständnis beitragende Lektüre! -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de



Kurzbeschreibung

Die Ärzte: arrogant, unnahbar, dilettantisch. Die Patienten: wehrlos. Ob sie an einen Quacksalber oder eine Koryphäe geraten sind, wissen Patienten erst, wenn es zu spät ist. Auf Gedeih und Verderb sind sie den Ärzten ausgeliefert.

Der Arzt und Medizinjournalist Werner Bartens weiß aus eigener Erfahrung, wie es in den Praxen und Krankenhäusern zugeht: Zu viele Technokraten und Versager verbergen sich unter dem weißen Kittel. Schonungslos berichtet er von Größenwahn, Pfusch und Ignoranz. Seine Diagnose: Wir sollten aufhören, nur über die Kosten des Gesundheitswesens zu reden, und uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren - auf die Bedürfnisse der Menschen, die Hilfe beim Arzt suchen.


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Realitäten, 12. April 2009
Zynismus innerhalb der Ärzteschaft ist ebensowenig ein Problem "einzelner schwarzer Schafe", wie der gesamten Ärzteschaft. Wie sagte ein ehemaliger Präsident des Deutschen Ärzteverbandes mal treffend: "1/3 aller Ärzte sind skrupellos, 1/3 arbeiten ordentlich und 1/3 steht irgendwo dazwischen." Ich denke, das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. Kommt ja auch von Jemanden, der es wissen muss....

Zum Thema Mut/Feigheit:
Ich habe in meiner Krankenhauszeit als Mediziner dreimal versucht sachlich absolut begründete Missstände in Bezug auf Patientenversorgung in neutraler und direkt an den Chef gerichteten Ansprache zu ändern. Da ich aufgrund meiner rein ethisch orientierten Überzeugung weitergemacht hatte wie bisher, folgte dreimalig Stationsverbot - ohne Begründung. Meine lieben Kollegen fanden meine Intitiativen jedes mal "gaaaaanz toll", "uuunheimlich mutig" und "totaaaal bewundernswert", aber leider hat mich keiner unterstützt. Feigheit ist REALITÄT im Klinikalltag.

Der Autor des vorliegenden Buches war da cleverer und hat sich der "malignen" Kollegenheuchelei, der überheblichen Intellektualisierung und des systemischen Mobbing von "Idealisten" (insbesondere an Unikliniken) entzogen, um einen höheren Impact zu haben. Das mag nicht so "mutig" gewesen sein, aber es ist wesentlich effektiver, insofern es zu mehr Patienten führt, die hinterfragen, alles genau wissen wollen, in gesundem Maße skeptisch sind und ihrer Intuition folgen, wenn Sie das Gefühl haben da stimmt etwas nicht.

Das Buch - egal wie reißerisch es auch sein mag - fordert dazu auf Farbe zu bekennen: Sind Sie Mediziner aus Berufung zum Dienst am Menschen, und damit verpflichtet interne Missstände - trotz aller Konsequenzen und wirtschaftlichen Realitäten - aufzudecken und zu ändern, oder sind sie Mitverantwortlicher weil Handelnder in einem immer unmenschlicher werdenden Klinikalltag (Feige Ausrede: "Ich kann ja eh nix machen") und müssen das Buch deshalb selbstverständlich mit dem obligatorisch lapidaren Hinweis auf die wenigen "Schwarzen Schafe" hochnäsig abwehren? Na, beim Zurechtlegen von Aureden ertappt?

Trotzdem: Shems "House of God" ist unerreicht (ebenso übrigens wie "Die Entstehung einer wissenschaftlichen Theorie" und "Die hilflosen Helfer")
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Keine Diffamierung, 15. März 2008
Werner Bartens beschreibt sachlich und mit einer gewissen Distanz schlimme Erlebnisse aus dem Medizineralltag, aber auch den alltäglichen Wahnsinn. Hätte Bartens i.D.nichts tun können, hat er die Begebenheiten etwa gleich für sein späteres Buch aufgeschrieben?

Der Titel bedient wohl eher die Ressentiments der Leser als dass man daraus schließen könnte, der Ex-Arzt würde seine "Artgenossen" hassen. Dafür hat er selbst zu viele Fehler gemacht. Allerdings wäre es erhellend zu lesen, welche Begebenheit oder welcher Umstand für ihn das Fass zum überlaufen gebracht hat, so dass er seinen Beruf aufgab.

Ihm wird vorgeworfen, nun aus dem sicheren Hinterhalt zu schiessen, was wohl auch nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Aber dass er keine Lösungsansätze bieten würde,ist ja wohl nicht wahr. Von ihm zu erwarten, er solle gefälligst Patentrezepte zur Vebesserung des Gesundheitssystems liefern und womöglich auch noch umsetzen, ist ein bisschen viel verlangt.
Wehrt euch selber, ihr Patienten da draußen, laßt euch nicht alles gefallen, so ändert IHR was. Und seid nicht so kleinlaut, wenn es darum geht, den Arzt um etwas zu bitten!

Außerdem: nicht jeder, der etwas kritisiert, muss gleich zur Tat schreiten und den Umstand ändern. Viele können das gar nicht, sehen es aber wohl. Wenn es nach diesem Prinzip ginge, dürfte keine Zeitung über etwas berichten, ohne gleich die Lösung mitzuliefern.

Viele Ärzte sind arrogant, habe ich selbst immer wieder erlebt.
Allein der Begriff "sich beim Arzt vorstellen" trägt diese Arroganz zur Schau. Aber es gibt auch tolle Ärzte (seltene Exemplare allerdings).
Dieses Zugeständnis macht der Autor durchaus, entgegen anderer Kritikermeinungen. Siehe Prinzip Hoffnung: Es gibt auch andere Ärzte.

Das Thema bewegt viele, das zeigt die Resonanz auf dieses Buch. Wer sich nachträglich, gewissermaßen additional, über den Kauf des Buches
ärgert, kann dies ebenso tun, wenn er mal wieder zehn Euro Praxisgebühr für einen fruchtlosen und nervenaufreibenden Arztbesuch losgeworden ist.
Parkuhr geht noch extra.
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43 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Das Buch selbst ist eine Fehldiagnose., 5. Juni 2007
Von Oliver Bock (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Bartens Diagnose: "Wir sollten aufhören, nur über die Kosten des Gesundheitswesens zu reden, und uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren - auf die Bedürfnisse der Menschen, die Hilfe beim Arzt suchen." - Das, was da auf dem Einband geschrieben stand, hat mich veranlaßt, das Buch zur Hand zu nehmen und zu lesen. Der Autor spricht damit ein Thema an, das uns wirklich alle angehen sollte.
Nachdem seine einleitenden Worte in der "Selbstdiagnose" Sympathie (eines Arztes) mit dem Autor aufkeimen lassen folgt Kapitel für Kapitel pure Ernüchterung bis hin zum Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Was da aneinandergereiht geschrieben steht, hat nichts mit einer analytischen Auseinandersetzung zu tun. Boulevardjournalismus light, aber bestimmt kein investigativer Journalismus.
"Der Ärztehasser" ist weniger provokant, als einfach nur daneben. "Ein Insider packt aus" dagegen ist eine komplette Irreführung - sollte eher heißen "Ein Aussteiger tritt nach" und das nicht einmal überzeugend oder wenigstens unterhaltsam... und ich bin mir (auch im Gegensatz zum Autor) leider gar nicht sicher, ob seine Idee, in die Journalismusbranche zu wechseln wirklich so gut war!
Der Zynismus, den er im Gesundheitswesen (zum Teil zurecht) anprangert, den pflegt er selbstgefällig am Ende des Buches in den 10 Geboten für den Arzt, in der "Überlebenshilfe für Ärzte"...
Dieses Buch ist einfach nur traurig, da es ein so wichtiges Thema aufgegriffen hat und es mit Dilettantismus und analytischer Schwäche hat ins Leere laufen lassen. Es gab kaum ein Buch zuvor, über das ich mich nicht einmal ärgern konnte, sondern das mich nur tief enttäuscht zurückgelassen hat.
Sollte ich dem Autor Unrecht getan haben, so möchte ich ihn ermutigen, sich des Themas nochmals ernsthaft anzunehmen... Wir alle hätten's bitter nötig.
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