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Darwins gefährliches Erbe. Die Evolution und der Sinn des Lebens
 
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Darwins gefährliches Erbe. Die Evolution und der Sinn des Lebens [Gebundene Ausgabe]

Daniel C. Dennett
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 783 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455085458
  • ISBN-13: 978-3455085457
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,8 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 964.791 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Zwischen Natur und Geist

Wie Soziobiologen die Kultur missverstehen

«Wir wollen erklären, wie es kommt, dass das Universum viele herrlich gestaltete Dinge enthält. Nach Darwins gefährlicher Idee sind sie alle die Früchte eines einzigen Lebensbaums, und die Prozesse, die jedes einzelne davon hervorgebracht haben, sind im Grundsatz immer die gleichen.» – Daniel C. Dennett, von Haus aus Philosoph, möchte das Prinzip von Mutation und Adaption als letzten Algorithmus für alles Leben, also auch für die Leistungen der Kultur, festschreiben. Dieser Anspruch ist ernst gemeint, und der Begründer der Soziobiologie, Edward O. Wilson, war sogar der Meinung, die Soziologie insgesamt beerben, das heisst zugunsten biologischer Erklärungsmuster abschaffen zu können.

Dennett eignet sich für dieses Unternehmen deswegen kaum als Gewährsmann, weil er eine zu einfache Sicht Darwins präsentiert und in seinen kulturellen Betrachtungen mehr kalauert als argumentiert. Seriöser präsentiert sich Franz M. Wuketits in seinem Buch «Soziobiologie. Die Macht der Gene und die Evolution sozialen Verhaltens». Weil es sich hier um eine Art Lehrbuch handelt, kann man daran Stärken und Schwächen der Soziobiologie besonders gut ablesen – und masslose Ansprüche: «Wir werden gewiss noch in die Lage kommen, spezifische Gene zu lokalisieren und zu beschreiben, die die komplexeren Formen des Sozialverhaltens bestimmen.» Zu den Stärken des soziobiologischen Denkansatzes gehört die Einsicht, dass die Welt der Tiere von der der Menschen nicht so verschieden ist, wie dies Descartes gelehrt hatte. Seine Theorie, nach der Tiere leidensunfähige Maschinen seien, lieferte für die Misshandlung der Tiere das intellektuelle Alibi. Die Soziobiologie korrigiert diese Sichtweise und rehabilitiert damit die Tiere als Wesen mit Empfindungen. Umgekehrt kann sie aus der Verwandtschaft des Menschen mit den Tieren Gesichtspunkte ableiten, von denen aus einige Formen unseres Verhaltens in interessanter Beleuchtung erscheinen.

Aber reichen solche Einsichten schon aus, um damit unsere Gesellschaft zu «erklären»? Soziobiologen glauben das, und sie verbinden damit ein einsichtiges Anliegen. Sie möchten Illusionen über die menschliche Moral zerstören. Deutlich hat dies Lyall Watson in seinem Buch über die «Naturgeschichte des Bösen» hervortreten lassen: Wir müssten an der Menschheit verzweifeln, wenn wir ihre destruktiven Kräfte nicht irgendwie als etwas auffassen könnten, das bereits seinen Lauf in der Natur genommen hat und daher anders beurteilt werden muss als rein moralisch.

Alle Soziobiologen – als Vorläufer kann man auch Konrad Lorenz oder Desmond Morris dazurechnen – eint die Annahme, dass die Moralsysteme der unterschiedlichen Kulturen als Massstab für die Bewertung der Natur nicht taugten, sondern dass diese in gewisser Weise «moralfrei» sei. Die Tatsache, dass Tiere sich gegenseitig fressen, lasse sich nicht nach dem Gut-Böse-Schema bewerten. Daher solle man sehr genau danach fragen, unter welchen Bedingungen unsere Moral als Bewertungsmassstab angemessen sei und wann nicht.

Watson überlegt nun, dass die Natur immer schon ihre eigene Negation in sich trage, und zählt sogar die materieverschlingenden Schwarzen Löcher im Weltall dazu. Diese wiederum seien notwendig, um für eine kosmische Stabilität zu sorgen. Entsprechend argumentiert er in bezug auf andere «Nachtseiten» wie die Aggressionen, unnötige Grausamkeiten auch unter Tieren und natürlich den Tod, um sich auf die Seite all jener Evolutionsbiologen zu stellen, die den Sinn allen Geschehens im Voranschreiten der Evolution oder zumindest in der Stabilisierung ihrer Schöpfungen sehen. Auch wenn Watson beispielsweise Vergewaltigungen in Kriegszeiten aus moralischen Gründen verurteilt, wirkt seine Argumentation wie eine in die Natur verlegte Theodizee, die die Opfer ganz gewiss nicht trösten wird.

Während bei Watson unklar bleibt, wo die Natur endet und die Kultur beginnt, will Wuketits von einer Trennung gar nichts mehr wissen. «Die Soziobiologie – hier: Humansoziobiologie – geht davon aus, dass sich die Spezies Mensch in langen Zeiträumen zu dem entwickelt hat, was sie heute ist, und dass für diese Entwicklung grundsätzlich dieselben Faktoren massgeblich sind, die auch die Evolution der anderen Arten bestimmen, also im wesentlichen genetische Neuordnung, Mutation und natürliche Auslese.»

Hier scheint wieder der Ehrgeiz durch, der auch Dennett umtreibt. Auch in der Kultur sollen die wahren Herrscher die Gene sein, wie Richard Dawkins vor Jahren meinte plausibel machen zu können. Demnach geht es jedem Menschen, ob er es weiss oder nicht, um seinen «Reproduktionserfolg». Er möchte also möglichst viele gesunde und kräftige Nachkommen. Tatsächlich berichten Historiker und Ethnologen von Volksstämmen, in denen die mächtigsten Männer auch die meisten Frauen und entsprechend reiche Nachkommenschaft besassen, doch lässt sich beim besten Willen nicht behaupten, dass in unserer Gesellschaft Künstler und Wissenschafter, Politiker und Manager ihre Leistungen erbringen, um ganze Heerscharen von Frauen anzulocken, mit denen sie dann Kinder haben. Soziobiologen lassen sich aber durch diese offensichtliche Tatsache nicht irritieren, denn es gibt ja noch die Sexualität. Wuketits sieht in der Sexualisierung unserer Kultur einen Beleg für die ungebrochene Macht des Fortpflanzungstriebes. Genau die gegenteilige Ansicht wäre richtig. Denn die Sexualität hat sich von der Fortpflanzung emanzipiert.

Die Liste der Irrtümer und Absurditäten deckt sich genau mit der Themenliste der Soziobiologen. So erläutern sie die Fremdenfeindlichkeit insofern als etwas «Natürliches», als die ursprünglichen Jäger- und Sammlergemeinschaften eben auch klein und überschaubar gewesen seien. Dass es Fremdenfeindlichkeit und gruppenspezifischen Abschluss nach aussen gibt, wird man nicht leugnen wollen und können, aber wenn Soziobiologen wenigstens die eine oder andere soziologische Studie zur Kenntnis nähmen, könnten sie erkennen, dass die Frage, wie unterschiedliche Ethnien miteinander auskommen, von einer Fülle sozialer Faktoren abhängt, die genau betrachtet werden will.

Die Menschheit hat ein eigenes System symbolischer Kommunikation entwickelt, das sich nicht auf das Streben der Gene nach Fitness und entsprechender Nachkommenschaft zurückführen lässt. Vielmehr verfügt die Sprache über andere Möglichkeiten als das genetische Erbe. Indirekt zeigt sich das auch an der Möglichkeit, dass die Menschheit mit ihrer Technik ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstört. Dies sei nicht eben ein Beleg für die soziobiologische These von der Anpassung, bemerkt Niklas Luhmann.

Die Soziobiologie meint, die Kultur als selbsttragende Konstruktion hänge in der Luft, wenn sie nicht stammesgeschichtlich untermauert wird. Besonders deutlich wird dies an ihrer Auseinandersetzung mit der Ethik. Diese erscheint ihr als vage, wenn sie nicht auf etwas so Solides wie das «Streben» der Gene gestützt werden kann. Die Soziobiologen machen denselben Fehler wie alle Materialisten, die nicht begreifen, dass ihre Theorien selbst schon geistige Produkte sind. Wirtschaftliche Effizienzkalkulationen werden von Soziobiologen auf die Natur angewendet, wobei sie so tun, als hätte die Natur ihnen diese Berechnungen verraten. Ohne es zu wissen, folgen sie soziologisch der populären, aber umstrittenen Rational Choice Theory (NZZ 25. 1. 97). Dass sie sich mit ihren Ideen in einem bestimmten kulturellen Kontext bewegen, entgeht ihnen. Was sie betreiben, ist keine Soziobiologie, sondern bestenfalls Soziometaphysik – allerdings ohne kluge Metaphysiker. Kurzum: Die Soziobiologie ist keineswegs, wie Wuketits nahelegt, eine «Brücke zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften». Dazu müsste sie zumindest die letzteren erst einmal studieren.

Stephan Wehowsky

Kurzbeschreibung

Der Wissenschaftstheoretiker Daniel C. Dennett beschreibt zunächst anschaulich und ausführlich Darwins Evolutionstheorie. Dann befaßt er sich mit den heftigen Kontroversen, die sie ausgelöst hat, schildert die "philosophischen und religiösen Sehnsüchte", die seit jeher eine Rolle im Streit um Darwin gespielt haben, und setzt sich kritisch mit jenen Wissenschaftlern auseinander, die Darwins Theorie in die Grenzen der Biologie verweisen wollen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Aus der Philosophie des Geistes kommend legt Daniel C. Dennett mit dem Buch Darwins gefährliches Erbe eine umfangreiche Untersuchung zu den Themen Evolution und Ethik vor, die auch für Leser ohne philosophisches oder biologisches Vorwissen geeignet ist. In verständlicher Sprache und nie langweilig (er)klärt er ein breites Spektrum an Problemen, ohne es an der nötigen Genauigkeit mangeln zu lassen. In seiner Darstellung der biologischen Evolution und ihrer philosophischen Aspekte ist Dennett absolut überzeugend. Obwohl er sich nicht scheut, auch gegen angesehene Evolutionsforscher wie Stephen Jay Gould eindeutig Stellung zu beziehen, gelingt ihm eine schlüssige Darstellung seiner Position. Den Vorwurf des Adaptionismus kann er mit stichhaltigen Widerlegungen der vorgebrachten Einwände entkräften. Differenzierter ist seine Übertragung evolutionärer Überlegungen auf außerbiologische Bereiche zu bewerten. Den von ihm vertretenen Naturalismus begründet er mit einer Plausibilitätsüberlegung: Die Evolutionstheorie ist in sich widerspruchsfrei und funktioniert bewiesenermaßen in der Biologie. Wenn die nötigen Voraussetzungen vorliegen, könne man die Theorie auf beliebige Bereiche wie z. B. die Ethik ausdehnen. Seine weiteren Ausführungen sind daher keine streng formalen Argumentationsketten, sondern stützen seine Überlegungen durch einleuchtende Beispiele und treffende Metaphern. So kann Dennett überzeugend darlegen, daß soziobiologische Untersuchungen moralanalogen Verhaltens eine größere Bedeutung für die Ethik haben können, als bisher von den meisten Philosophen erkannt worden ist. Er entgeht dem drohenden naturalistischen Fehlschluß und zeigt die Gefahr von Vereinfachungen in komplexen moralischen Überlegungen auf. Ein sehr bedenklicher Punkt ist jedoch sein funktionalistisches Verständnis unseres Bewußtseins sowie die Entwicklung der Kultur, für die Dennett auf das von Richard Dawkins begründete Modell der „Meme" zurückgreift. Seine Begründung leuchtet ein, ist aber philosophisch sehr umstritten. Dennetts Ausführungen sind in vielen Punkten lesens- und bedenkenswert, die von ihm verwandten Metaphern werfen oft ein neues Licht auf alte Argumente. Daher meine Empfehlung: Kaufen (oder ausleihen) und genießen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Abacus
Dennett beschreibt im Vorwort zwei Erfahrungen, die auch ich in ähnlicher Form gemacht habe. Einerseits die Faszination, die von der Evolutionstheorie ausgeht und andererseits die Beobachtung, dass man im Lauf der Jahre erstaunlich vielen, ganz unterschiedlichen Menschen begegnet, die ihr Unbehagen gegenüber Darwins Theorie nicht verhehlen können, von nörgelnder Skepsis bis hin zu unverblümter Ablehnung. Man trifft diese Haltung nicht nur bei Laien und vielen religiösen Denkern. Scheinbar wäre es auch einigen weltlichen Philosophen, Psychologen, Physikern und sogar Biologen lieber, Darwin hätte Unrecht.
Nach einer gründlichen allgemeinen Einführung in die Evolutionstheorie gelingt es Dennett in schlüssiger und recht allgemein verständlicher Form aufzuzeigen,
-warum Darwins Theorie so kraftvoll ist,
-dass sie nicht nur in der Biologie, sondern auch auf ganz anderen Gebieten zu bahnbrechend neuen Einsichten geführt hat und wohl auch noch führen wird und
-warum Darwins Theorie die meisten unserer geliebten Vorstellungen vom Leben nur scheinbar bedroht und ihnen eine neue Grundlage zu geben verspricht.

Das Buch ist hoch interessant für alle Menschen, die sich für Evolution und Philosophie interessieren. Es sei auch allen Menschen empfohlen, die bereit sind, sich kritisch mit der Evolutionstheorie und ihrer eigenen Einstellung zu dieser Theorie auseinander zusetzen.
Leider ist es gegenwärtig vergriffen und im Antiquariat nur zu bizarr anmutenden Preisen zu erhalten. Die gute Nachricht: Es kann in jeder größeren Stadtbibliothek ausgeliehen werden.

Überhaupt nicht nachvollziehbar ist für mich die Amazon-Produktbeschreibung. Sie enthält eine Buch-Rezension aus der Neuen Züricher Zeitung, die von einem promovierten Theologen (Stephan Wehowsky) geschrieben wurde und einen einzigen, aus meiner Sicht völlig ungerechtfertigten Verriss des Buches darstellt.

Kapitelübersicht:

Teil I: In der Mitte anfangen
1. Tell Me Why
2. Eine Idee wird geboren
3. Die Universalsäure
4. Der Baum des Lebens
5. Das Mögliche und das Tatsächliche
6. Fäden des Wirklichen im Gestaltungsraum

Teil II: Darwinistischen Denken in der Biologie
7. Darwins Pumpe kommt in Gang
8. Biologie ist Technik
9. Die Suche nach Qualität
10. Bravo, Brontosaurus
11. Die Kontroversen werden eingedämmt

Teil III: Geist, Sinn, Mathematik und Moral
12. Die Kräne der Kultur
13. Unser Geist wird Darwins Beute
14. Die Evolution von Bedeutungen
15. Des Kaisers neuer Geist und andere Fabeln
16. Über die Entstehung der Moral
17. Eine umgestaltete Moral
18. Eine Idee mit Zukunft

Anhang:
Bibliographie
Register der wichtigsten Begriffe
Personenregister
Abbildungsnachweis
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kampf gegen die Ignoranz 12. August 2008
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Anmerkung: Die Zitate dieser Rezension beziehen sich auf die englischsprachige Originalausgabe Darwin's Dangerous Idea: Evolution and the Meanings of Life

Gläubige Menschen laufen seit Erscheinen von Daniel Dennetts "Darwin's dangerous idea - Evolution and the meanings of life" Sturm gegen dieses Buch. Nun, werfen wir einen Blick auf den Text, um das ganze Theater halbwegs nachvollziehen zu können: "To put it bluntly but fairly, anyone today who doubts that the variety of life on this planet was produced by a process of evolution is simply ignorant - inexcusably ignorant" (46). Dies ist ein direkter Angriff auf die wachsende Anzahl der Kreatonisten und christlichen Fundamentalisten (in Deutschland lautstark vertreten durch Peter Hahne), die die biblische Schöpfungsgeschichte im Biologieunterricht (!!) lehren wollen.
Berüchtigt ist Dennetts Schlussfolgerung, dass "[s]afety demands that religons be put in cages, too - when absolutely necessary" (515). Religionen notwendigerweise hinter Gitter verbannen, um die Gesellschaft für ihren schädlichen Einflüßen zu bewahren. Kein Wunder, dass die Kirche da im Dreieck springt.

Doch jenseits aller Polemik, worum geht es dem Autor eigentlich? Dennett verteidigt Darwins These, dass das menschliche Leben entstanden ist durch "individually mindless steps succeding each other without the help of any intelligent supervision" (59). Diese für viele Menschen aus welchen Gründen auch immer so schwer zu akzeptierende Tatsache analysiert Dennett mit Erkenntnissen aus der Biologie (neben Darwin vor allem Richard Dawkins), Verhaltensforschung, Philosophie (Nietzsche) und sogar der Sprachwissenschaft (Noam Chomsky).

Ergebnis ist ein intellektuelles Meisterwerk, welches es verdient hätte, Standardlektüre in Schulen und Universitäten zu werden. Denn neben der bemerkenswerten inhaltlichen Dichte, beeindruckt "Darwin's dangerous idea" ebenso durch seine gute Lesbarkeit, was vor allem ein Verdienst von Dennetts klarem, lockerem und manchmal provozierendem Stil ist.

Doch trotz der hier dargelegten stringenten Beweisführung für die Evolutionslehre bleibt es zu bezweifeln, ob sich ein christlicher Fundamentalist von seinem oder ihrem verquerten Weltbild abbringen lässt. Denn wie soll man gegen jemanden argumentieren, der sich schlicht und einfach auch eine absolute unfehlbare Instanz im Jenseits beruft, die per definitionem nicht wissenschaftlich nachzuweisen ist. Darauf kann auch Daniel Dennett leider keine Antwort geben.
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