Da möchte ich glatt noch einmal studieren, dieses Mal vielleicht Meeresbiologie? Und dann auf Expedition gehen, die Meere erforschen, etwas gegen den Klimawandel tun...
Sicher, ich kannte Meeresaktivistin Elisabeth Mann Borgese, aber von Amalie Dietrich, die in Australien Pflanzen und Tiere sammelte oder Elisabeth Schiemann, die in der Nazizeit als Christin Widerstand leistete, hatte ich noch nie gehört. Von der Zähigkeit der Biologinnen war ich bei Lesen beeindruckt. In den Texten kommt, obwohl von ganz unterschiedlichen Autorinnen verfasst, immer rüber, wie sehr die porträtierten Biologinnen ihr Fach lieben. Und alle sind sie unermüdlich. Mich hat das Buch teilweise angeregt. Teilweise war aber frustrierend zu sehen, wie schwer es den heute lebenden und arbeitenden Biologinnen immer noch gemacht wird. Ich frage mich, ob (junge) Männer dieses Buch lesen, gehört es doch eindeutig zur Gender-Literatur. Sie würden dabei gewinnen, genauso wie ich gewinne, wenn ich über Darwin lese. Ein schönes Buch, mit unterschiedlichen Stilen, manchmal ein wenig zu detailliert. Insgesamt sehr spannend.