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Darwins Alptraum (OmU)
 
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Darwins Alptraum (OmU)

Hubert Sauper    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Hubert Sauper
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: SUNFILM Entertainment
  • Erscheinungstermin: 7. Dezember 2005
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 102 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000AJ9V9W
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.439 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

"Darwins Alptraum" ist der DER Dokumentarfilm unserer Zeit! Hier wird schonungslos gezeigt, was sonst der erhobene Zeigefinger vieler ähnlich gearteter Produktionen verschweigt. Kommentarlos berichtet der Film von Menschen wie Du und ich, die voller Herzlichkeit von einem Leben berichten, dass in unseren Augen allerhöchstens noch in Spendenplakaten der Vorweihnachtszeit sein Dasein fristet. Aber der Dokumentarfilm ist viel mehr als das: Es geht ihm nicht darum, Elend auszustellen oder Mitleid zu erregen. Der Film deckt Hintergründe auf, so simpel und zugleich hintergründig, wie sie nicht einmal Michael Moore verhandelt. In Alltagsbildern kommen die zu Wort, die keine Spendengelder erhalten. Und selbst wenn, dann wäre keinem der Spender klar, was wirklich geschieht, dort im tiefsten Afrika. Und vor allem ... wer hier von wem profitiert ...! Die wahren Kriegstreiber oder wie auch immer man sie nennen mag, sollte man eigentlich schon ganz gut kennen. Fazit: Für jeden, der einen Fernseher besitzt, sollte dieser Film Pflicht sein!!!

Moviemans Kommentar zur DVD: Im Vergleich von Bild und Ton muss hier zwar für den Ton entscheiden werden, der für einen Dokumentarfilm dieser Gattung wirklich gut ausfällt. Insgesamt aber ist der Inhalt dieses Werkes aber sowieso über jede technische Einordnung erhaben, die sich immerhin im Mittelfeld bewegt.

Bild: Das immer wieder von starkem Rauschen (Meer, 00:01:12) geprägte Material versucht seinen dokumentarischen Charakter auch technisch nicht zu verleugnen. Dem entsprechen die Schärfewerte und die leicht graustichigen Farben (Hafen, 00:04:43). Auch die Kontraste haben immer wieder unter Überbelichtungen (Boot, 00:05:14) und verschwimmenden Kontrasten zu leiden. Schmutzflecken auf der Kameralinse sind keine Seltenheit und wissen Zeugnis davon zu tragen, wie wichtig den Dokumentarfilmern optimale Bildqualität war. Und genau so ist es auch: Wer bei diesem großartigen Dokument technisch nicht ein Auge zudrücken kann, der hat von Film wirklich nichts verstanden.

Ton: Schon zu Beginn des Filmes dröhnen die Motoren eines Flugzeuges (00:02:33) genauso eindrucksvoll in allen Kanälen wie es das Summen einer Biene am Fenster vermag. Der Stereoton klingt dabei ein wenig hohler als die volle 5.1-Fassung, ist aber durchaus passabel. In der Fischfabrik klingen die Messerschneiden (00:11:54) präzise und scharf aus der Front, während sich der Aufprall der riesigen Fischkörper tief und voluminös aus dem Hintergrund in den Raum drängt. Der entstehende Raumeindruck ist äußerst dicht gewoben und füllt sich breit aus. Sprache ist stellenweise von Nebengeräuschen durchzogen, welche Präzision verhindern (Wummern der Maschinen, 00:13:22).

Extras: Zum Bonusmaterial gehören der Originaltrailer, ein Werbefilm für die Hilfsaktion "Gemeinsam für Afrika", ein Afrika Spenden-Musikvideo von Wolfgang Niedecken und die Anzeige weiterer DVDs aus dem Programm. Wirklich informativ ist das zwar nicht aber immerhin spornt es zu Motivation an. --movieman.de

Produktbeschreibungen

In seinem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm schildert der österreichische Regisseur Hubert Sauper die ernüchternden Konsequenzen von Globalisierung am Beispiel des Viktoriasees und der Vermarktung des Viktoriabarsches. Er lässt die Schwachen zu Wort kommen, die nicht zu den wenigen starken Profiteuren des Fischbooms gehören, die verarmten Fischer, die Prostituierten, die Straßenkinder. Sauper zeigt die Schattenseiten jener neuen Weltordnung, welche die Kluft zwischen Arm und Reich immer extremer vergrößert und in der das darwinistische Prinzip des Gesetzes des Stärkeren geradezu alptraumhafte Züge annimmt. Ein Film, der tief unter die Haut geht!

Was in den 60er Jahren als kleines wissenschaftliches Experiment am Victoriasee in Afrika begann, stellt sich heute am größten tropischen See der Welt als ökologisches und ökonomisches Horror-Szenario dar. Der damals ausgesetzte Nilbarsch vernichtete über die Jahrzehnte nicht nur einen Großteil der 400 anderen Fischarten, der in der westlichen Welt so begehrte Fisch ist inzwischen beliebtes Zahlungsmittel für Waffen, durch die jeden Tag Tausende von Menschen in der Region ums Leben kommen. Für viele ist es ein lukratives Geschäft: internationale Waffenhändler, russische Piloten, Fischhändler, afrikanische Minister und Funktionäre - alle kassieren ab, nur die Einheimischen gehen

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
69 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zuerst war ich etwas skeptisch 27. Dezember 2005
Von 59200-5
Format:DVD
Ein Dokumentarfilm, in dessen Booklet ziemlich unverfroren dazu aufgerufen wird, Geld zu spenden (und gleich gesagt wird, wer sich dafür eignet). Aber nachdem ich den Film gesehen habe, ist klar, daß das gute Gründe hat.

Ebenfalls im Booklet sind die Umstände beschrieben, unter denen der Film zustande gekommen ist (sind übrigens auch auf der Internetseite zu finden).

Aber nun zum Film:
Die Bild- und Tonqualität lassen einem die Fußnägel aufrollen, aber so ist das wohl, wenn man Dokumentationen dreht, ohne das man dabei viel Aufmerksamkeit erregen darf. Außerdem würde eine andere Aufmachung dem Inhalt nicht gerecht.

Worum geht es nun? Um den Viktoriasee und den, in den 1950er darin ausgesetzten, Nilbarsch. Wie er das Leben der Menschen in Tansania verändert hat (und am Rande auch das Leben im See, schließlich ist der Nilbarsch viel größer als die anderen Fische und nach dem Menschen und dem Krokodil die Spitze der Nahrungskette geworden). Darum, wie sich die einheimischen Frauen an die Piloten verkaufen, die den Fisch nach Europa fliegen, oder, falls sie vom HI-Virus schon zu stark gekennzeichnet sind, an die Fischer, die hoffen, am See Geld verdienen zu können. Es wird von der Fabrik berichtet, die jeden Tag 500 Tonnen Fischfilet produziert, die nach Europa verkauft werden, während im Land eine Hungersnot herrscht. Und von den Einheimischen, die die Reste essen dürfen, da sie sich die guten Teile nicht leisten können (um sich das anzuschauen sollte man übrigens einen starken Magen haben). Interessant auch der Pfarrer, der einerseits sagt, daß er davon ausgeht, daß von den 350 Dorfbewohnern in den nächsten sechs Monaten 50 an den Folgen von AIDS sterben, aber dennoch nicht zur Nutzung von Kondomen rät, da das Sünde ist.

Kein Film also für Leute, die ein sonniges Weltbild haben und behalten wollen. Für alle anderen eine echte Empfehlung. Eine aufrüttelnde Dokumentation über den Sieg des Kapitalismus über den Verstand.

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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Ich war drei Jahre in Ostafrika und hab' unter anderem mit Straßenkindern gearbeitet, war in Flüchtlingscamps und 13 Jährige sind mit Maschinenpistole an meinem Auto vorbeigelaufen - ich dachte also ich wäre recht abgebrüht, was den Wahnsinn auf dieser Welt angeht.

In Darwins Alptraum werden unterschiedliche Lebensschicksale gezeigt, rund um die Fischerei am Viktoriasee in Ostafrika. Aus unterschiedlichsten Perspektiven, ohne jeglichen Kommentar eines Moderators (Gott sei Dank kein Michael Moore!), entwickelt sich immer mehr ein Gesamtbild der Situation dort und dieses ist schonungslos.

Der Film lässt die Menschen vor Ort reden, trifft den Nerv, zeigt, - ohne dass er übertrieben effektheischend ist - wohin sich unsere Welt entwickelt. Die Aussage "That´s business.", bringt den Film am Schluss auf den Punkt. Und es ist ein mörderisches Business, was da ansonsten mit Globalisierung umschrieben wird. Und Darwin hatte wohl doch recht...

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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Krisovice
Format:DVD
Wissen Sie, welche Auswirkungen die Globalisierung hat? Verstehen Sie die globalen Zusammenhänge von Wirtschaft, Armut und Krieg? Im Grunde schon, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Das dachte ich auch - bis ich diese eindrucksvolle Dokumentation sah. Anhand eines Beispiels, des Fischfangs und -handels am tansanianischen Viktoriasee, zeigt Regisseur Hubert Sauper uns die Abgründe des modernen Handels und seine Konsequenzen auf. Die Bilder sind schlicht und nicht kommentiert, doch der Inhalt ist brisant. Meiner Meinung nach sollte jede(r) Bewohner der westlichen Welt diesen Film sehen. Weil er abstrakte Zusammenhänge veranschaulicht. Weil er die Augen öffnet. Und weil wir, wenn wir in den Zeitungen lesen, wir seien "Profiteure der Globalisierung" dies nun unter einem anderen Licht sehen. Die beste Doku, die ich bisher gesehen habe.
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bitterer Dokumentarfilm
Darwins Alptraum ist einfach nur grandios. Die vielen Preise, die der Film eingesackt hat, sprechen für sich. Es gibt abolut garnichts an dem Film zu bemängeln. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von filmfan123 veröffentlicht
Meisterwerk
Einer der besten Dokumentationen, die es gibt. Der Film zeigt wie Kapitalismus funktoniert und wie die Menschen vor Ort ausgebeutet werden. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Andreas Meiser veröffentlicht
Ausgezeichnet!
Ich setze diesen ungeheuer beeindruckenden Film schon lange im Unterricht ein - und das Feedback der Schüler ist sehr positiv. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Orthoklas veröffentlicht
einfach nur die Realität
Zum ersten mal gesehen habe ich Darwins Alptraum im Ethikunterricht.
Seit dem hat er mich nicht wieder losgelassen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Chrisse9Flitzy veröffentlicht
Das ist Business..
Vor über 40 Jahren wurde ein kleines Experiment am Viktoriasee gestartet. Ein kleines Experiment mit verheerendem Resultat. Dort wurde der Nilbarsch ausgesetzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. November 2009 von Schwalbenkönig
Filmgedicht nach "Darwin's Nightmare" von hds
victoria

analphabeten
verwenden keine kondome
denn kondome sind sünde
sagt der priester
jeden tag ein toter in der gemeinde
es ist der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2009 von Horst Dieter Sihler
Realer Alptraum
Ein Film der auch ohne plötzliche Schockeffekte nur etwas für starke Nerven ist.
Für wenige Mitteleuropäer in den fürchterlichsten Alpträumen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juli 2009 von Juergen Offenberger
Vor lauter Kritizismus
Darwins Alptraum? Wer von der Ungerechtigkeit und (ökonomischen) Ausbeutung eines in der Tat zu reichen Nord(west)ens des Planeten berichten will, und zu diesem Zweck nach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. April 2009 von Jürgen Mayer
Dokumentation einfach toll
Eine Dokumentation die keine Fragen offen lässt. Sie sollte uns zum Nachdenken anregen, bevor wir in die Natur eingreifen, wie schon so oft geschehen.
Veröffentlicht am 3. Februar 2009 von GV was steckt dahinter
gottverlassener Kontinent
"Darwins Alptraum" beschreibt zunächst einmal die ökologische Katastrophe, die der vor Jahrzehnten im Viktoriasee ausgesetzte Nilbarsch inzwischen unter der einheimischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Dezember 2008 von Mark Steinmetz
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