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Darwins Alptraum (OmU) - Arthaus Collection Dokumentarfilm
 
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Darwins Alptraum (OmU) - Arthaus Collection Dokumentarfilm

Hubert Sauper    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Hubert Sauper
  • Format: PAL
  • Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 21. August 2009
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002DOSVIY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.692 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

In den sechziger Jahren wurde am ostafrikanischen Viktoriasee der Nilbarsch ausgesetzt. Der Raubfisch schaffte es binnen weniger Jahrzehnte, rund 400 Fischarten auszurotten. Heute gelten die weißen Filets des Nilbarschs als weltweiter Exportschlager, der bevorzugt gegen Munition für die herrschenden Bürgerkriege getauscht wird. Nicht zuletzt deshalb tummeln sich am Viktoriasee einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Straßenkinder, afrikanische Minister, EU-Kommissare, tansanische Prostituierte, russische Piloten.

Produktbeschreibungen

In seinem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm schildert der österreichische Regisseur Hubert Sauper die ernüchternden Konsequenzen von Globalisierung am Beispiel des Viktoriasees und der Vermarktung des Viktoriabarsches. Er lässt die Schwachen zu Wort kommen, die nicht zu den wenigen starken Profiteuren des Fischbooms gehören, die verarmten Fischer, die Prostituierten, die Straßenkinder. Sauper zeigt die Schattenseiten jener neuen Weltordnung, welche die Kluft zwischen Arm und Reich immer extremer vergrößert und in der das darwinistische Prinzip des Gesetzes des Stärkeren geradezu alptraumhafte Züge annimmt. Ein Film, der tief unter die Haut geht!

Was in den 60er Jahren als kleines wissenschaftliches Experiment am Victoriasee in Afrika begann, stellt sich heute am größten tropischen See der Welt als ökologisches und ökonomisches Horror-Szenario dar. Der damals ausgesetzte Nilbarsch vernichtete über die Jahrzehnte nicht nur einen Großteil der 400 anderen Fischarten, der in der westlichen Welt so begehrte Fisch ist inzwischen beliebtes Zahlungsmittel für Waffen, durch die jeden Tag Tausende von Menschen in der Region ums Leben kommen. Für viele ist es ein lukratives Geschäft: internationale Waffenhändler, russische Piloten, Fischhändler, afrikanische Minister und Funktionäre - alle kassieren ab, nur die Einheimischen gehen

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das ist Business.. 27. November 2009
Von Schwalbenkönig TOP 500 REZENSENT
Vor über 40 Jahren wurde ein kleines Experiment am Viktoriasee gestartet. Ein kleines Experiment mit verheerendem Resultat. Dort wurde der Nilbarsch ausgesetzt. Innerhalb kürzester Zeit hat dieser Barsch alle anderen Fischarten aus dem See verdrängt, ausgerottet.
Nun ist diese Störung des empfindlichen Gleichgewichts der Natur nur der Beginn einer katastrophalen Kette.
Der Viktoriabarsch wird zum einzigen Verkaufsschlager an den Westen für eine ganze Region, bringt den anliegenden Ländern allerdings nicht die nötigen Erlöse, sondern Waffen. Waffen für den Bürgerkrieg.

Dieser Dokumentationsfilm, der sich komplett nur mit deutschen Untertiteln präsentiert, ist erschreckend. Erschreckend brutal in seiner schonungslosen Art. Kein Kommentator, nur die (oftmals unglaublich nüchternen) Aussagen der Beteiligten des globalen Fiaskos, das mit dem Edelfisch und seinen entsetzlich verarmten Fischern beginnt und schliesßlich einen ganzen Rattenschwanz aus Waffenhändlern, Politikern, Piloten, Prostituierten und: Konsumenten der westlichen Welt endet. Gerade (aber nicht nur) die rohen Bilder des elendigen Daseins der Fischer waren für mich besonders erschütternd. Wie sie sich scheinbar völlig normal von den stinkenden Abfällen ernähren und verzweifelt Plastik schnüffeln. Das geht an die Nieren.
Natürlich bin ich nicht so naiv, Afrika nur als Wiege der Menscheit zu sehen. Mir ist klar, dass es dort haufenweise Konflikte und Probleme gibt, an der auch ich als Westeuropäer, aktiv oder passiv, eine Teilschuld trage. Aber es rüttelt doch verdammt wach, wenn man die Zusammenhänge eines dieser Probleme auf eindringliche Weise vor Augen geführt bekommt.
Daher geht meine Empfehlung für diese Doku auch ausnahmslos an alle. Nicht nur an Freunde des Genres oder Fischesser.
Ansehen!

Extras dieser Arthouse-Dvd:
Booklet mit Hintergrundinformationen, Alle Filme der Arthaus Collection im Überblick
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Thematik ist interessant und ein gutes Beispiel dafür, welche Auswirkungen eine Änderung eines
Ökosystems bzw. eines Nahrungsnetzes haben kann.
Ich fand es gut, dass der Film sich nicht nur auf die Thematik selbst beschränkt, sondern auch die
Auswirkung auf Gesellschaft um den Victoriasee einschließt.

Allerdings gab es auch ein paar Mängel.
Meiner Meinung nach hätte man den Film deutlich kürzen können, oder an manchen Stellen mehr Informationen bzw. Zusammenhänge einbinden können.
Manche Stellen wirken ein wenig aneinandergehängt und nicht vollständig ausgearbeitet.
Diesen Eindruck hatte ich von einigen Aufnahmen, deren Zusammenhang nicht klar war.
Manche Bilder sollten wohl einfach schocken. Das ist verständlich, aber nicht immer hilfreich.
Die Interviews wirkten zum Teil nicht gut integriert.
Ein Beispiel dafür, ist die Frage nach den Waffenimporten im letzten Drittel des Films, die immer wieder gestellt wird.
Man hätte die Tatsache, dass man nicht darüber sprechen will, besser darstellen können.
Insgesamt fehlte manchmal der rote Faden, der die Geschichte hätte besser führen und aufbauen können.

Trotz der Dinge, die mir nicht gefallen haben, hat der Film eine gute Aussage. Die Problematik wurde gut dargestellt. Sowohl die ökologischen, als auch humanen Auswirkungen wurden mit angemessener Deutlichkeit gezeigt.
Der Film ist trotz der geringen Mängel also definitiv sehenswert.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"It's the economy, stupid" 15. Januar 2010
Bill Clinton. "Auf die Wirtschaft kommt es an, Dummkopf!" so verlautet der herrschende Zeitgeist zynisch. Und was alles im Namen von "Business" und ein paar lausigen Arbeitsplätzen getan wird, zeigt dieser Film eindringlich.
Auch wie global das Kapital mittlerweile agiert. Der vermeintliche Antipode, die Arbeiterklasse, hat die eigene Vernetzung nicht geschafft, wohl aber die Transnationaliät des Kapitals zuwege gebracht. Ein zweifelhafter Erfolg. Auch Krieg scheint nur die Fortsetzung der Arbeit mit anderen Mitteln. Waren nicht die Söldner die ersten Lohnarbeiter der Geschichte?! Nicht weit davon entfernt liegt die Prostitution der Frauen.
Ein wahrer Alptraum: die großen Fische fressen die kleinen. In der Natur wie in der Gesellschaft. Sozialdarwinismus wird vielleicht noch nicht offen propagiert (obwohl manche Politiker und "Wirtschaftsweisen" auch davor nicht zurückschrecken), aber tagtäglich gelebt. Im Kontrast dazu Jesu Speisung von Tausenden mit ein paar Fischen. Ein paar Plastikverpackungen als Opium des Volkes.
Hintergründe zum Film liefert das Buch von Robert Kurz "Schwarzbuch Kapitalismus".
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