"Darwin irrt!" behauptet Christian Anders (* 1945), der sich als Autor auch Lanoo (das bedeutet "Schüler") nennt. Aber worin soll sich der große englische Naturforscher Charles Robert Darwin (1809-1882) irren? - Mit wissenschaftlichen Argumenten widerlegt Christian Anders die zentrale These Darwins, dass der Mensch vom Affen abstamme.
Zugleich greift Anders ein Dogma der Darwinisten an, nach dem die Evolution durch den Kampf ums Dasein bestimmt wird und die natürliche Auslese zur Höherentwicklung der Lebewesen führe. "Survival of the fittest" schließt aber auch die Anpassungsfähigkeit der Lebewesen mit ein.
Mit zahlreichen Bespielen belegt der Autor überzeugend, dass der Mensch, der sich für die "Krone der Schöpfung" hält, das schwächste Glied im Kreislauf der Natur darstellt. Dass der Mensch dennoch überlebt, verdankt er seinem Intellekt, seinen geistig-kreativen Fähigkeiten.
Nicht nur als erfolgreicher Schlagersänger, Komponist, Texter, Produzent und Schauspieler ist Christian Anders häufig eigene Wege gegen den "Mainstream" gegangen. Auch von den esoterisch-wissenschaftlichen Pfaden ist er oft abgewichen und hat die Fachwelt mit seinen provokanten Thesen wach gerüttelt (so zum Beispiel durch sein 2003 erschienenes Buch "Der Rubel muss rollen!", in dem er die Zinsen für den Tod jeder Wirtschaftsordnung verantwortlich macht).
Die Darwinsche Evolutionstheorie wird inzwischen auch von renommierten Wissenschaftlern zum Teil angezweifelt. Die kontroverseste These aber vertritt Christian Anders, wenn er behauptet, der Mensch stamme nicht vom Affen ab, sondern umgekehrt: Der Affe stammt vom Menschen ab. Der Affe sei also das Produkt aus der geschlechtlichen Vereinigung von Mensch und Tier vor etwa neun Millionen Jahren.
Christian Anders, alias Lanoo, dessen Lehrerin Beatrice Flemming - die Begründerin der theosophischen Gesellschaft in Deutschland - war, genügt es schon lange nicht mehr, die Menschen nur zu unterhalten. Mit zum Teil gewagten Thesen in seinen zahlreichen Publikationen (darunter auch einige Romane) möchte er seine Leser animieren, sich selbst mit ihrer Geschichte und ihrer Gegenwart kritisch auseinander zu setzen. Damit steht er in der aufklärerischen Tradition, welche die jeweils herrschende Meinung kritisch in Frage stellt.
Die Theorien der genetischen Entwicklung des Menschen sind seit vielen Jahrzehnten bei Anthropologen, Paläontologen, Zoologen, Biologen und anderen Wissenschaftsdisziplinen äußerst umstritten. Selbst Charles Darwin hielt es in seinem 1871 erschienenen Werk "Die Abstammung des Menschen" ("The Descent of Man") für hochgradig unwahrscheinlich, dass alleine ein so komplexes Organ wie das menschliche Auge nur durch natürliche Zuchtwahl ("natural selection") entstanden sein soll. Gegen die Behauptung Darwins, der Ursprung des Menschen sei in lange ausgestorbenen anthropoiden Affen zu suchen, wendet Christian Anders eine Vielzahl an Argumenten und Indizien ein. Seine Schlussfolgerung lautet in metaphorischem Sinn: In keinem Menschen fließt ein Tropfen Affenblut, wohl aber befindet sich in unseren Affen genetisches Material des Urmenschen.