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Das Darwin- Komplott. Aufstieg und Fall eines pseudowissenschaftlichen Weltbildes [Gebundene Ausgabe]

Reinhard Eichelbeck
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1999
Der Darwinismus gilt heute den meisten Wissenschaftlern als das einzig wahre Wissenschaftsmodell für den Ablauf der Evolution. Seine Prizipien wie "Zufallsmutation" und "survival of the fittest" sind jedoch weder gesichert noch allgemein bewiesen.
Eichelbeck zeigt die Fehler und Unstimmigkeiten dieses Denkmodells auf und entlarvt es als Mythos, der im 19. Jahrhundert als Antipode zur biblischen Schöpfungsgeschichte durchaus seine Berechtigung hatte, heute aber als überholt gelten muss.

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 379 Seiten
  • Verlag: Riemann; Auflage: 1. Aufl. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570500020
  • ISBN-13: 978-3570500026
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.040.071 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Die Biologie der Ellenbogengesellschaft
Seit Jahr und Tag lernen wir in der Schule, wie unsere Welt beschaffen ist: Der Darwinismus bestimmt unser Sein und unsere Umwelt. "Survival of the Fittest", "Sozial-Darwinismus" und "Natürliche Auslese" sind die populärsten Begriffe, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden.

In seinem Buch Das Darwin-Komplott nimmt sich Reinhard Eichelbeck des Darwinismus an -- und kommt zu einem vernichtenden Urteil. Der Wissenschaftsjournalist greift ein wissenschaftliches und gesellschaftliches Weltbild an, das bereits so tief in unser Bewußtsein diffundiert ist, daß es nicht mehr angezweifelt wird. Anhand unzähliger Beispiele, die die Natur ihm als Argumente täglich vor Augen führt, versucht Eichelbeck, die Annahmen, theoretischen Schwächen und ideologischen Hintergründe des Darwinismus und seiner Spielarten zu widerlegen.

Das ist beachtlich, insbesondere wegen der Detailfülle und Eichelbecks hervorragend eingängiger Schreibweise. Ein Beispiel: Giraffen haben lange Hälse, damit sie hoch gelegene Nahrung erreichen konnten. So sicherten sie sich ihr Überleben in einer Umgebung, an deren Boden nichts mehr wuchs. Das ist eine gängige Grundannahme der Evolution und jedem nachvollziehbar -- Survival of the Fittest. Eichelbeck stellt die interessante Frage, wie denn dann die Giraffenjungen mit ihren kurzen Hälsen überleben konnten, und warum Giraffenweibchen (und damit die Art) überlebt haben, obwohl diese 60 Zentimeter kürzere Hälse haben.

Der Beispiele gibt es viele; Eichelbeck führt den Darwinisus und seine wenig exakte Begriffswelt auf den Drang zurück, im 19. Jahrhundert einen mechanistischen Gegenentwurf zur Schöpfungsgeschichte zu präsentieren. Wissenschaftsgeschichtlich ist das natürlich nachvollziehbar; daß dieses Weltbild aber noch immer fast unverändert gelehrt wird und zu einer der bestimmenden Determinanten der westlichen Kultur geworden ist, ist für Eichelbeck aus heutiger Sicht stark korrekturbedürftig.

Eichelbecks Argumente gegen den verbreiteten, in Wissenschaftskreisen nicht unumstrittenen Darwinismus sind augenfällig. Seine Lösungsansätze präsentieren sich hingegen etwas dünn. Da werden Begriffe aus vorchristlichen Schöpfungsmythen bemüht und das Verhalten des Menschen (Umweltzerstörung, Krieg) als bester Beweis angeführt, warum Darwin unrecht hatte. Und Eichelbeck ruft auf, umzudenken und tolerant und harmonisch nach einer neuen Ethik im Einklang mit der Natur zu leben. Das sind hehre Vorsätze, die allerdings nicht ganz zu seiner wissenschaftstheoretisch klaren Beweisführung gegen den Darwinismus passen.

Trotz allem ist Das Darwin-Komplott ein beachtliches Buch: Eichelbeck versteht es, die wissenschaftliche Diskussion um eines der Kernthemen unserer biologischen Gesellschaftsordnung anschaulich und verständlich darzustellen. Man liest und ist gefesselt vom Offensichtlichen: Daß die Welt lange nicht so einfach beschaffen ist, wie lineare und mechanistische Denkmodelle uns in einer Zeit immer noch weismachen wollen, in der selbst Einsteins Relativitätstheorie schon fast zum Allgemeingut geworden ist. --Marcus Polke


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Kundenrezensionen

3.2 von 5 Sternen
3.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Neuigkeiten an der Kritik zur Evolution 3. Mai 1999
Von Ein Kunde
Reinhard Eichelbeck reiht sich mit seinem Buch Das Darwin-Komplott in die lange Liste der Evolutionskritiker ein. Jedoch beschreitet er dabei einen denkbar einfachen Weg, in dem er vieles behauptet und nichts beweist, sich in Halbwahrheiten und Widersprüche verstrickt und dem Leser vorgaukelt die Darwinisten seien in einer weltweiten Verschwörung gefangen oder einfach nur einfältig.

Eichelbeck sieht es als erwiesen an, daß die Erbsubstanz (DNA) und letzten Endes die Gene keine oder nur eine geringe Wirkung auf den Phänotyp (Aussehen) der Lebewesen haben. Viele Seiten hatte er dafür verwendet, den „Darwinisten" und nebenbei den Genetikern zu zeigen, daß die so sehr ersehnte Allmacht der Gene nicht existiere und sie bei weitem nicht die Wirkung auf den Phänotyp haben, wie es oft behauptet worden sei. Wer glaubt hier handelt es sich nun um einen Menschen, der die Gentechnologie für harmlos hält, hat sich getäuscht, denn ein paar Seiten weiter verspricht er uns den „gentechnologischen Supergau"! Befinden sich die Gene in ihren angestammten Organismus bewirken sie rein gar nichts, sind sie vom Menschen jedoch verpflanzt worden sind sie die reinsten Bestien. Einen der beiden Standpunkte muß der Autor aufgeben, oder aber seine Beweisführung ist gescheitert.

Wenn man diese Ambivalenz nun doch irgendwie akzeptieren will trifft man früher oder später auf Behauptungen, die schlicht und einfach falsch sind. In der Evolution spielt der Fortpflanzungserfolg eine wesentliche Rolle, denn es werden offensichtlich die Arten überleben, die sich vermehren und eine gewisse Nachkommenschaft erzeugen....

Alles in allem ist es müßig das Buch zu lesen, denn trotz der Fülle an Beispielen bleibt die Kritik am „Darwinismus" oberflächlich und unzureichend. Meist hackt der Autor auf Darwin selbst oder auf Richard Dawkins herum, wobei gerade der zweite die Auseinandersetzung mit Darwins Theorie wiederbelebte. Zudem wird auch verschwiegen, daß im aktuellen wissenschaftlichen Geschehen die Theorie rege diskutiert wird, denn tatsächlich können einige Phänomene nur schwer erklärt werden. Für eine kritische Betrachtung der Evolution seien die Autoren Richard Dawkins, Stephen Jay Gould, Richard Leakey oder Roger Lewin genannt, wodurch die Vielfalt und Komplexität des Themas zu Tage tritt und man kann sich wenigstens sicher sein, daß sie das Papier wert sind auf dem sie gedruckt sind. Lesen Sie weiter... ›

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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sensationsjournalismus 19. November 1999
Von Ein Kunde
Darwins Theorie über die Entstehung der Arten ist ja nun schon eine betagte und zeitlebens umstrittene alte Dame. Sie wurde bereits zu Zeiten ihrer Veröffentlichung schärfstens bekämpft; gelegentlich fand sie sich auch in den mehr als zweifelhaften Kleidern in Form des Sozialdarwinismus wieder. Nach all dieser Zeit läßt sich aber konstatieren, daß sie - wie alle Theorien - einiges erklären kann, aber nicht alles. Sie ist nützlich als Denkmodell, wenn ihre Einschränkungen bedacht werden. Eine absolute Lehre ist sie nicht. Wie kommt jemand dazu, mehr als ein Jahrhundert später darauf einzuprügeln und gar von einem "Komplott" zu reden? Reinhard Eichelbeck ist Journalist und als solcher geschult im Aufdecken von Verschwörungen. Er gräbt die ganzen alten Argumente gegen Darwins Theorie aus; hauptsächlich wirft er ihr vor, daß Mutation und Selektion allein nicht ausreichen, um die Vielfalt der Natur zu erklären. Das ist unbestritten. Eichelbeck bekämpft hier einen abgeflachten Primitivdarwinismus, der sich auf dem Niveau der Anti-Darwinisten des letzten Jahrhunderts bewegt. Gegen diesen Popanz setzt er eine "höhere Ordnung". Die Empfindung, daß es solch eine Ordnung geben könnte, teilt er sicher mit vielen WissenschaftlerInnen. Aber in der Wissenschaft versucht man, zur Erklärung der Natur möglichst nichts Übernatürliches heranzuziehen. Deshalb haben Theorien auch keinen Religionscharakter - ihre wichtigste Eigenschaft ist, daß es Möglichkeiten geben muß, sie zu überprüfen und gegebenenfalls zu widerlegen.... Lesen Sie weiter... ›
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Von GoaJane
Von Amazon bestätigter Kauf
Die Evolutions Theorie ist für intelligente Menschen schon immer ein obskures Konstrukt gewesen. Hier wird jedoch eindringlich gezeigt, daß sie noch viel weniger ist, nämlich ein Komplott von Pseudo-Wissenschaftlern, die nicht logisch denken können und angeblich Beweise erfunden, gefälscht und falsch datiert haben. Nach der Lektüre dieses Buches weiß sogar der Dümmste, was wir schon lange wußten, nämlich, daß es sich hier um die Religion von ungläubigen und verwirrten Darwinisten handelt, die diese zur Doktrin erhoben haben. Diese unbewiesene Theorie ist und bleibt eben nicht mehr als eine Theorie. Es handelt sich lediglich um einen angestaubten Mythos, der endgültig ad acta gelegt werden sollte.
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19 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Haarsträubend 29. November 2000
Von Ein Kunde
Als Wissenschaftler, der sich u.a. auch mit evolutionären Mechanismen beschäftigt, lese ich ab und zu Neuerscheinungen zu diesem Thema und bei dem provokanten Titel kam ich nicht umhin, mich in bester wissenschaftlicher Manier auch mit Darwin-kritischer Literatur auseinanderzusetzen. Nun, dieses Buch lässt jedwede wissenschaftlicher Seriosität vermissen, die Argumente sind haarsträubend und zum Teil lächerlich ("Massenselbstmord von Lemmingen"?!), widersprechen jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis und Methodik, kurz, dieses Buch scheint einem esoterisch verwirrten Geist entsprungen zu sein. Man kann Darwin kritisieren, aber nicht so!
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10 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Eichelbecks Buch ist wohl eine der gründlichsten und umfassendsten Darwinismuskritiken, die zur Zeit auf dem Markt sind. Es ist gut lesbar geschrieben, zum Teil sogar witzig und in seiner klaren Argumentation für unvoreingenomme Leser(innen)durchaus überzeugend. Wenn die heutigen Darwinisten selbst zugeben, daß mit Mutation und Selektion allein die Evolution nicht zu erklären ist, geben sie Eichelbeck ja recht - worüber also regen sie sich eigentlich auf? Daß das Auto nicht durch zufällige Fehler beim Abzeichnen von Kutschenbauplänen entstand, ist uns allen klar, und wenn der Autor meint, daß die noch viel komplizierteren Merkmale und Eigenschaften von Lebewesen nicht durch zufällige Fehler beim Kopieren von Erbinformation zu erklären sind, dann erscheint dies durchaus einleuchtend. Das wichtigste an diesem Buch ist aber Eichelbecks These (und auch ihre Begründung), daß nicht Kampf, sondern Kooperation der wichtigste Faktor der Evolution ist. Dies zu bedenken und auch zu beherzigen ist in der heutigen Weltsituation geradezu lebensnotwendig! Das "Darwinkomplott" ist ein wichtiges und lesenswertes Buch - allerdings muß man es aufmerksam lesen.
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