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Darum [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Daniel Glattauer
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

10. Dezember 2002
Denken Sie an eine nette Person aus Ihrem Bekanntenkreis, an den friedfertigsten Mann, der Ihnen einfällt. Stellen Sie sich vor, Sie erfahren, dass dieser Mann jemanden umgebracht haben soll. Es heißt, er habe in einer Kneipe scheinbar wahllos einen Menschen erschossen, ohne Streit, ohne Vorgeschichte, aus dem Nichts heraus. Er habe auch bereits ein Mordgeständnis abgelegt. Er sagt, er hätte die Tat geplant. Aber er gibt keinen Grund dafür an. Der Psychiater kann keine Krankheit an ihm feststellen. Die Menschen um ihn erkennen nichts Böses. Sie mögen ihn. Sie haben das Bedürfnis, ihn vor sich selbst zu schützen.
Sie erfahren ferner aus der Zeitung: Ihr Bekannter rechnet mit lebenslanger Haft. Er wünscht sie sich sogar. Er will für sein Verbrechen büßen. Aber er wird den Grund für seine Tat erst zwanzig Jahre später nennen. Können Sie so lange warten? Eben. Darum müssen Sie dieses Buch lesen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 301 Seiten
  • Verlag: Deuticke Verlag; Auflage: 2 (10. Dezember 2002)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3216306771
  • ISBN-13: 978-3216306777
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 595.329 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Nichts passiert ohne Grund, heißt es. Die Vorstellung, dass gar eine Mordtat ohne Motiv begangen werden könnte, muss daher als besonderer Affront gegen das rationalistische Weltbild empfunden werden. Diese Erfahrung macht der unbescholtene Journalist und Gerichtsreporter Jan Rufus Haigerer, der eines Abends scheinbar wahllos einen Menschen niederschießt, um sich gleich darauf geständig in die Hände der Justiz zu begeben. Dort will man ihn allerdings auf Grund seines liebenswerten Charakters als Mörder partout nicht in Frage kommen lassen. Sein offensichtlicher Wille zur Sühne wird durch das unerbittliche Wohlwollen der Mitmenschen auf eine harte Probe gestellt.

Der Journalist und Autor Daniel Glattauer, selbst erfahrener Gerichtsberichterstatter, schildert in seinem neuen Roman mit viel Wissen, Einfühlungsvermögen und einer gehörigen Portion Sarkasmus das Gerichtsdrama eines geständigen Mörders, der wegen seiner Unbescholtenheit und des Fehlens eines ersichtlichen Tatmotivs wider Willen zur Unschuld verurteilt erscheint. Höchst amüsiert verfolgt man seine verzweifelten Versuche, im immer grotesker werdenden Verhandlungsverlauf als geständiger Mörder endlich ernst genommen und bestraft zu werden.

Glattauer schildert die Justizwelt mit jenem scharfen Blick für skurrile Alltagsdetails, den er auch mit seiner Kolumnensammlung Die Ameisenzählung bewiesen hat. Er lässt dabei seinen Protagonisten den eigenen Fall in einem präzisen, pointierten Stil erzählen, der durch formelhafte Wiederholungen manchmal den suggestiven Charme einer Litanei entwickelt. Dank dieser sprachlichen Qualitäten wird man auch über den auf die Folter spannenden Umstand hinweggetröstet, dass natürlich alles auf die Frage nach dem Warum des Mordes hinausläuft.

Was zuerst als etwas schematisches Romankonzept erscheinen mag, erweist sich im Nachhinein als durchaus durchtriebenes Vexierspiel mit verschiedenen motivischen Aspekten. Seine "größte Stärke und Schwäche", so der Protagonist über sich selbst, sei es, "Erwartungen zu erfüllen". Die gespannten Erwartungen an die Auflösung der Warum-Frage werden von Glattauer schließlich auf originelle, selbstironische Weise, wenn auch etwas zu gründlich erfüllt, sodass man am Ende fast bedauert, sagen zu können: keine weiteren Fragen. --Mathis Zojer

Pressestimmen

"Wunderbar ironisch und durch unerwartete Wendungen spannend bis zur letzten Seite." (Buchmarkt)

"Am besten in einem Zug durchlesen!" (Wiener Zeitung)

"Ein Genuss für alle Leser." (Bibliotheksnachrichten) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
103 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Stotz
Format:Audio CD
Jan Haigerer ist ein richtig netter Kerl. Aber unter der Fassade des hilfsbereiten und freundlichen Journalisten schlummert der Abgrund der Krise; die Beziehung zu seiner großen Liebe ist gescheitert, der Beruf erfüllt ihn nicht mehr und der Alltag ist bloß noch eine sinnentleerte Zumutung.

Da kommt das unfassbare; Jan Haigerer erschiesst eines Nachts einen wildfremden Menschen. Ohne erkennbares Motiv. Ohne Streit, ohne jeden Grund. Und keiner glaubt ihm seine Tat. Erst als die Indizienlast erdrückend ist, wird er verhaftet.

Aber auch in dem sich anschliessenden Prozess wird er nicht als Mörder anerkannt. Immer wieder erscheinen Zeugen, die ihn entlasten: Jan kann kein Mörder sein, weil in ihm keiner den Mörder sehen will. Da helfen auch Jans immer neue Selbstanschuldigungen nicht; immer wieder treten Zeugen auf, die ihn aufs Neue entlasten. Nicht nur sein Leben scheint Jan entglitten zu sein - auch seine große Tat, sein Mord soll ihm genommen werden.

Peter Jordan liest diese lakonische Selbstanklage mit großer Ruhe und Könnerschaft. Jeder der auftretenden Figuren versteht er, einen eigenen Charakter zu verleihen.

Daniel Glattauer hat einen brillanten, pointierten, kafkaesken Roman vorgelegt, der raffiniert die Themen Schuld und Sühne, Eigen- und Fremdbild und Liebe und Erfüllung reflektiert, und dabei quasi en passant auch den Einfluss der Medien auf die Justiz hinterfragt.

Und der dazu mit einem wirklich überraschenden Ende aufwartet.

Sehr empfehlenswert.
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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemlos zum Schluss gehechtet 15. Juni 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Was für ein Buch!

"Darum" habe ich in zwei Phasen gelesen: 60 Seiten vor dem Schlafengehen, 240 nach dem Aufstehen. Plötzlich war es Nachmittag, und ich am Ende angelangt. Schade. Ein solcher Geniestreich und so schnell vorbei - eines dieser Bücher, das man nur mit Widerwillen zuklappt, wenn man die letzte Seite erreicht hat. Am liebsten nochmal an den Anfang und alles von vorne beginnen!

Besonders beeindruckend ist, dass es Daniel Glattauer so meisterhaft gelingt, seinen Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem zu halten, obgleich er vom monotonen Selbstmonolog nicht einen Moment lang abweicht. Die Emotionen, die sich in diesem Werk stauen und in gebündelten Absätzen mit einem Knall entladen, rauben einem förmlich den Atem. Die Geschichte zieht einen in sich hinein, man verschmilzt mit dem Protagonisten, fiebert stets mit ihm und wartet doch ebenso begierig auf die Auflösung wie jeder Polizist, jeder Anwalt, jeder Geschworene und jeder Journalist, der den Prozess verfolgt.

Das Ende ist nicht unvorhersehbar. In den letzen 50 Seiten habe ich geahnt, worauf die Geschichte hinausläuft, und ich habe Recht behalten. Doch ich WOLLTE schlichtweg nicht, dass sie so endet. Mein Mitleid mit diesem armen, geplagten Mann, der nie und nimmer ein Mörder sein konnte, war nicht minder gering als das der Figuren in Glattauers Buch. Man möchte Jan förmlich anschreien: "Nun gib doch zu, dass du nicht Schuld warst, dass du kein Mörder bist, dass alles gelogen war, lass dir doch helfen, quäl dich doch nicht!" Die Auflösung ist ein Paradebeispiel der berühmt-berüchtigten Ironie des Schicksals.

Etwas unbefriedigt und ganz und gar deprimiert bleibt man als Leser schließlich zurück. Legt das Buch zur Seite. Lehnt sich zurück. Schließt die Augen. Und denkt sich: Warum?

Die Antwort liegt vor einem: Darum!
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53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Knalleffekt, ganz leise 31. Mai 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Der Plot ist einzigartig, spannend und skuril. Der Ausdruck gewohnt gut, vielmehr sehr gut. Die latente Ironie ist herrlich, ich lache regelmäßig laut auf, wie herrlich unterschwellig bis offenkundig der Ich-Erzähler, pardon Mörder, sich über gesellschaftliche Belange und seine eigene Situation lustig macht. So wird gekonnt ein Spannungsfaden aufgebaut, der letztlich aber weniger hergibt, als man sich im Lauf des Lesens und in Kenntnis von Glattauer erwarten möchte. Die Affäre und das Ende mit der Untersuchungsrichterin ist mir dann doch ein wenig zu weit hergeholt; das Mordmotiv ist nur leicht originell und so verbleibt ein doch leicht enttäuschender Höhepunkt, ein mäßig überraschendes Ende. Weil es sich dennoch spritzig liest und sich immer noch von so vielen anderen Werken positiv abhebt: 3 Sterne, Prädikat: lesenswert.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen wie schrecklich
Wenn ich ein anderes Buch zur hand gehabt hätte , hätte ich das Buch gleich weggeworfen. Die Story ist echt lahm!!
Vor 1 Monat von Dagmar veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Guter Glattauer
Die Sprache wie immer aussergewöhnlich. Glattauer versteht sein Handwerk. Auch der Handlungsstrang ist gut gesponnen. Ein mal "etwas anderer Krimi".
Vor 2 Monaten von Fritz Krassnitzer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant
Ein Mord - aber warum? Darum?
Erfrischend anders und interessant. Der Mensch neigt dazu, nur das zu glauben, was er glauben will und auch verstehen kann. Empfehlenswert!
Vor 2 Monaten von B.Ledies veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Darum" - Roman von Daniel Glattauer
Für mich das beste Buch von Daniel Glattauer. Spannend bis zum Schluss und immer wieder voller Überraschungen. Er kann, wenn er will.
Vor 3 Monaten von Pathetique veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen glattauer
Glattauer ist ein hervorragender Autor. spannend geschrieben, ich lese seine bücher in einem durch. ich kann es einfach nicht zwischendurch weglegen
Vor 4 Monaten von Magdalena Safrany veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Schwierig
Ich mag die Bücher von Daniel Glattauer sehr! Allerdings habe ich mich mit diesem Roman sehr schwer getan. Am Anfang habe ich gar nichts verstanden. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Beas Bücherwelt veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Typisch Glattauer
Was für ein tolles Buch! Anfangs war ich ein bisschen gelangweilt, was sollte denn nach dem Mord noch groß passieren ? Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Pinky Pony veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen überraschendes Ende
habe das Buch auf Empfehlung einer Freundin gekauft - wusste nicht so recht auf was ich mich da einlasse... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von hoeschy veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Warum sollte ich dieses Buch kaufen? Darum!
Nachdem ich "Gut gegen Nordwind", "Alle sieben Wellen" und auch "Ewig Dein" gelesen hatte, wagte und freute ich mich auf die frühere Literatur von Daniel Glattauer. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Rike veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lesevergnügen
Mittlerweile habe ich von Daniel Glattauer vier Bücher gelesen. Erstaunlicher Weise war jedes davon komplett anders. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von schnookee veröffentlicht
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