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Darum
 
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Darum (Gebundene Ausgabe)

von Daniel Glattauer (Autor)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 301 Seiten
  • Verlag: Deuticke im Zsolnay Verlag; Auflage: 1 (März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3216306771
  • ISBN-13: 978-3216306777
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 322.338 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.at-Redaktion

Nichts passiert ohne Grund, heißt es. Die Vorstellung, dass gar eine Mordtat ohne Motiv begangen werden könnte, muss daher als besonderer Affront gegen das rationalistische Weltbild empfunden werden. Diese Erfahrung macht der unbescholtene Journalist und Gerichtsreporter Jan Rufus Haigerer, der eines Abends scheinbar wahllos einen Menschen niederschießt, um sich gleich darauf geständig in die Hände der Justiz zu begeben. Dort will man ihn allerdings auf Grund seines liebenswerten Charakters als Mörder partout nicht in Frage kommen lassen. Sein offensichtlicher Wille zur Sühne wird durch das unerbittliche Wohlwollen der Mitmenschen auf eine harte Probe gestellt.

Der Journalist und Autor Daniel Glattauer, selbst erfahrener Gerichtsberichterstatter, schildert in seinem neuen Roman mit viel Wissen, Einfühlungsvermögen und einer gehörigen Portion Sarkasmus das Gerichtsdrama eines geständigen Mörders, der wegen seiner Unbescholtenheit und des Fehlens eines ersichtlichen Tatmotivs wider Willen zur Unschuld verurteilt erscheint. Höchst amüsiert verfolgt man seine verzweifelten Versuche, im immer grotesker werdenden Verhandlungsverlauf als geständiger Mörder endlich ernst genommen und bestraft zu werden.

Glattauer schildert die Justizwelt mit jenem scharfen Blick für skurrile Alltagsdetails, den er auch mit seiner Kolumnensammlung Die Ameisenzählung bewiesen hat. Er lässt dabei seinen Protagonisten den eigenen Fall in einem präzisen, pointierten Stil erzählen, der durch formelhafte Wiederholungen manchmal den suggestiven Charme einer Litanei entwickelt. Dank dieser sprachlichen Qualitäten wird man auch über den auf die Folter spannenden Umstand hinweggetröstet, dass natürlich alles auf die Frage nach dem Warum des Mordes hinausläuft.

Was zuerst als etwas schematisches Romankonzept erscheinen mag, erweist sich im Nachhinein als durchaus durchtriebenes Vexierspiel mit verschiedenen motivischen Aspekten. Seine "größte Stärke und Schwäche", so der Protagonist über sich selbst, sei es, "Erwartungen zu erfüllen". Die gespannten Erwartungen an die Auflösung der Warum-Frage werden von Glattauer schließlich auf originelle, selbstironische Weise, wenn auch etwas zu gründlich erfüllt, sodass man am Ende fast bedauert, sagen zu können: keine weiteren Fragen. --Mathis Zojer



Kurzbeschreibung

"Wie viel kriminelle Energie braucht ein Mensch, um einen anderen umzubringen? Und warum tut er es?

Denken Sie an eine nette Person aus Ihrem Bekanntenkreis, an den friedfertigsten Mann, der Ihnen einfällt. Stellen Sie sich vor, Sie erfahren, dass er jemanden umgebracht haben soll. Es heißt, er habe in einer Kneipe scheinbar wahllos einen Menschen erschossen, ohne Streit, ohne Vorgeschichte, aus dem Nichts heraus. Er habe auch bereits ein Mordgeständnis abgelegt. Er sagt, er hätte die Tat geplant. Aber er gibt keinen Grund dafür an. Der Psychiater kann keine Krankheit an ihm feststellen. Die Menschen um ihn erkennen nichts Böses. Sie mögen ihn. Sie haben das Bedürfnis, ihn vor sich selbst zu beschützen.

Sie erfahren ferner aus der Zeitung: Ihr Bekannter rechnet mit lebenslanger Haft. Er wünscht sie sich sogar. Er will für sein Verbrechen büßen. Aber er wird den Grund für seine Tat erst zwanzig Jahre später nennen.

Können Sie so lange warten? Eben. Darum müssen Sie dieses Buch lesen.


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53 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kafkas "Prozess" invers - oder - "Du sollst dir kein Bildnis machen..." (Hörbuch-Rezension), 2. August 2008
Von C. Stotz (Esslingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Darum (Audio CD)
Jan Haigerer ist ein richtig netter Kerl. Aber unter der Fassade des hilfsbereiten und freundlichen Journalisten schlummert der Abgrund der Krise; die Beziehung zu seiner großen Liebe ist gescheitert, der Beruf erfüllt ihn nicht mehr und der Alltag ist bloß noch eine sinnentleerte Zumutung.

Da kommt das unfassbare; Jan Haigerer erschiesst eines Nachts einen wildfremden Menschen. Ohne erkennbares Motiv. Ohne Streit, ohne jeden Grund. Und keiner glaubt ihm seine Tat. Erst als die Indizienlast erdrückend ist, wird er verhaftet.

Aber auch in dem sich anschliessenden Prozess wird er nicht als Mörder anerkannt. Immer wieder erscheinen Zeugen, die ihn entlasten: Jan kann kein Mörder sein, weil in ihm keiner den Mörder sehen will. Da helfen auch Jans immer neue Selbstanschuldigungen nicht; immer wieder treten Zeugen auf, die ihn aufs Neue entlasten. Nicht nur sein Leben scheint Jan entglitten zu sein - auch seine große Tat, sein Mord soll ihm genommen werden.

Peter Jordan liest diese lakonische Selbstanklage mit großer Ruhe und Könnerschaft. Jeder der auftretenden Figuren versteht er, einen eigenen Charakter zu verleihen.

Daniel Glattauer hat einen brillanten, pointierten, kafkaesken Roman vorgelegt, der raffiniert die Themen Schuld und Sühne, Eigen- und Fremdbild und Liebe und Erfüllung reflektiert, und dabei quasi en passant auch den Einfluss der Medien auf die Justiz hinterfragt.

Und der dazu mit einem wirklich überraschenden Ende aufwartet.

Sehr empfehlenswert.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Knalleffekt, ganz leise, 31. Mai 2008
Von Dr. Rudolf Pichler (Graz, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Plot ist einzigartig, spannend und skuril. Der Ausdruck gewohnt gut, vielmehr sehr gut. Die latente Ironie ist herrlich, ich lache regelmäßig laut auf, wie herrlich unterschwellig bis offenkundig der Ich-Erzähler, pardon Mörder, sich über gesellschaftliche Belange und seine eigene Situation lustig macht. So wird gekonnt ein Spannungsfaden aufgebaut, der letztlich aber weniger hergibt, als man sich im Lauf des Lesens und in Kenntnis von Glattauer erwarten möchte. Die Affäre und das Ende mit der Untersuchungsrichterin ist mir dann doch ein wenig zu weit hergeholt; das Mordmotiv ist nur leicht originell und so verbleibt ein doch leicht enttäuschender Höhepunkt, ein mäßig überraschendes Ende. Weil es sich dennoch spritzig liest und sich immer noch von so vielen anderen Werken positiv abhebt: 3 Sterne, Prädikat: lesenswert.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Atemlos zum Schluss gehechtet, 15. Juni 2008
Was für ein Buch!

"Darum" habe ich in zwei Phasen gelesen: 60 Seiten vor dem Schlafengehen, 240 nach dem Aufstehen. Plötzlich war es Nachmittag, und ich am Ende angelangt. Schade. Ein solcher Geniestreich und so schnell vorbei - eines dieser Bücher, das man nur mit Widerwillen zuklappt, wenn man die letzte Seite erreicht hat. Am liebsten nochmal an den Anfang und alles von vorne beginnen!

Besonders beeindruckend ist, dass es Daniel Glattauer so meisterhaft gelingt, seinen Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem zu halten, obgleich er vom monotonen Selbstmonolog nicht einen Moment lang abweicht. Die Emotionen, die sich in diesem Werk stauen und in gebündelten Absätzen mit einem Knall entladen, rauben einem förmlich den Atem. Die Geschichte zieht einen in sich hinein, man verschmilzt mit dem Protagonisten, fiebert stets mit ihm und wartet doch ebenso begierig auf die Auflösung wie jeder Polizist, jeder Anwalt, jeder Geschworene und jeder Journalist, der den Prozess verfolgt.

Das Ende ist nicht unvorhersehbar. In den letzen 50 Seiten habe ich geahnt, worauf die Geschichte hinausläuft, und ich habe Recht behalten. Doch ich WOLLTE schlichtweg nicht, dass sie so endet. Mein Mitleid mit diesem armen, geplagten Mann, der nie und nimmer ein Mörder sein konnte, war nicht minder gering als das der Figuren in Glattauers Buch. Man möchte Jan förmlich anschreien: "Nun gib doch zu, dass du nicht Schuld warst, dass du kein Mörder bist, dass alles gelogen war, lass dir doch helfen, quäl dich doch nicht!" Die Auflösung ist ein Paradebeispiel der berühmt-berüchtigten Ironie des Schicksals.

Etwas unbefriedigt und ganz und gar deprimiert bleibt man als Leser schließlich zurück. Legt das Buch zur Seite. Lehnt sich zurück. Schließt die Augen. Und denkt sich: Warum?

Die Antwort liegt vor einem: Darum!
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1.0 von 5 Sternen Ziemlich lahm
Habe nach "Gut gegen Nordwind" wieder einen großartigen Roman von Glattauer erwartet. Wurde jedoch enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Vor 25 Tagen von Susi veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eine Handlung, die Haken schlägt wie ein Hase, der übers Feld hoppelt!
Glattauer ist wirklich vielseitig! Seinen Roman DARUM habe ich als Hörbuch kennengelernt und bin begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ela Flury veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Was hätte daraus werden können...
...wenn man den Mut zu mehr gehabt hätte?

Mithin flott formuliert und mit dem einen oder anderen charmanten Lacher, wird doch am Schluss eine moralin-saure, mit einer... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von B. Preuschoff veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Warum man ein Buch nicht sofort weglegen sollte
Das Buch habe ich gekauft, nachdem ich "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" gelesen hatte. Nach dem Genuss der ersten paar Seiten habe ich es erstmal wieder weggelegt,... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von K. Aubel veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Fesselnd!
Daniel Glattauer hat mich schon mit seinen Bestsellern Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen überzeugt, doch in Darum beweist er, dass viel mehr dahinter steckt als die sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Adele Kunz veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen langweilig...
Nachdem ich "Gut gegen Nordwind" gelesen habe, wollte ich "mehr" von Daniel Glattauer!!
Leider wurde ich mit "DARUM" herbe enttäuscht! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Kathrin Eggert veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Interessante Idee für einen Krimi, aber ...
Die Idee des Buches "Stell dir vor du begehst einen Mord und keiner glaubt dir ..." ist wirklich gut. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Tester veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen genial - absurd
Noch nie habe ich mich veranlaßt gesehen, eine Rezession zu schreiben. Doch dieser Krimi ist derart absurd, genial, komisch, kurzweilig und überraschend, daß niemand, der diese... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Ringhofer veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen mitreißend bis zum schluß..... und dann?
ein wirklich hervorragender roman. ich habe ihn in 5 tagen gelesen und war wirklich mitgerissen. auf jeden fall ist das buch sehr empfehlenswert!!! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Sabrina Filmius veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Leiden am Leben
Ach, ja. Da ist Jan, er kommt nur schwer über den Verlust seiner großen Liebe Delia hinweg, die ihn eines anderen wegen verlassen hat, sein Job als Journalist bei einem... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Cleomedea veröffentlicht

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