Was bewegt Menschen überhaupt zu einer Reise, wenn es doch anscheinend zu Hause am schönsten ist? Diese Frage habe ich mir beim Lesen gestellt.
Immer wieder wird das Fremde in der Fremde abschätzig betrachtet -der Muezzin in Istanbul "plärrt" und hält den Autor damit zum Glück nur kurz von seiner Nachtruhe ab, der einheimische Tee eines Teebauern schmeckt wie Politur und ist eine Zumutung für den verwöhnten deutschen Magen, Bombay stinkt, und überall auf der Welt lauern Taxifahrer, die die armen Touristen ausnehmen. Da ist es ein kleines Fest für die Autoren, wenn sie es schaffen, ihrerseits mal einen Einheimischen zu leimen.
Ich hatte mir einen weltoffenen, gut geschriebenen Reisebericht erhofft. Leider wurde ich enttäuscht.
Fazit: Das Dartpilot-Prinzip ist eine nette Idee, aber die Autoren hätten die Durchführung vielleicht besser Anderen überlassen.