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TOP 50 REZENSENTam 15. Mai 2014
Es hat lange gedauert, bevor James Luceno endlich die Freigabe bekommen hat, mit diesem Buch gewissermaßen die Vorgeschichte zu der "Dark Lord Trilogy" (der literarischen Verarbeitung der Zeit direkt vor, während und nach den ersten drei Episoden) zu veröffentlichen. Leider geschah das gefühlt "zu spät", denn inzwischen ist beinahe das komplette Extended Universe von Disney als "nicht kanonisch" eingeordnet worden. Schade, wirklich schade. Obwohl dieses Buch dazu zu einer "Star Wars Legend" wird und man nicht mehr davon ausgehen kann, dass der Plagueis aus der Doppel-Trilogie auch der Plagueis aus dem Buch ist (von Palpatine ganz zu schweigen), so ist dieses Buch von James Luceno dennoch das Lesen wert. Warum? Weil Luceno so virtuos und schlüssig das Leben von Plagueis und Palpatine aufarbeitet, dass man wirklich das Gefühl hat "ja, so könnte es gewesen sein". Sehr großes Kino, wirklich. :-)
"Darth Plagueis" übrigens taucht in den Filmen ja nur als Randfigur auf - so randwärtig, dass man sich manchmal fragt, wer oder was diese Gestalt überhaupt gewesen ist. Plagueis ist dabei nur ein Name von vielen. Er teilt dabei das Schicksal solcher Figuren wie Darth Bane, Mace Windu, Boba Fett und Mara Jade, die im Extended Universe eine wichtigere Rolle gespielt haben als (wenn überhaupt) in der Doppel-Trilogie: Sie alle machen Star Wars erst zu dem, was wir heute kennen und sehr viel von dem was z.B. in "The Clone Wars" gezeigt wird, stammt von Autoren wie James Luceno, die sich um ein konsistentes, intelligentes Universum bemüht haben, das erklär- und erfühlbar wird.
"Darth Plagueis" selbst ist ein hervorragend geschriebenes, sehr ins Detail politischer Intrigen einsteigendes Buch, das sogar mich als absoluten Star Wars Nerd immer wieder mit neuen Einsichten überrascht hat und gekonnt an der einen oder anderen Stelle Handlungsstränge aufgreift und "Aha"-Erlebnisse provoziert, wo man sie überhaupt nicht erwartet hätte. So wird endlich klar, was der Bankenklan mit Palpatine am Hut hat, wie Anakin gezeugt worden sein könnte ... und und und ... - ich will nicht spoilern -- obwohl es nicht-kanonisch geworden ist, deckt "Darth Plagueis" wie eine große "finale" Offenbarung all das auf, was Leuten wie mir sogar nach der exzellenten "Dark Lord" Trilogie immer noch an offenen Fragen geblieben war. Umso trauriger bin ich, dass Disney auch diesen Teil des Extended Universe geopfert hat -- wenngleich man sagen muss, dass George Lucas selber einmal gesagt hat, dass er sich mit dem Extended Universe nicht beschäftigt und das das "Geschichten anderer Leute" seien. Für Fans von Star Wars und vor allem für Fans dessen, was das Extended Universe daraus gemacht hat, ist "Darth Plagueis" jedenfalls definitiv ein Must-Read; immer noch.
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am 17. Januar 2012
"Hast du jemals von der Tragödie von Darth Plagueis dem Weisen gehört?"

Nachdem der Roman, der sich mit genau dieser Tragödie befassen sollte, erstmalig 2006 angekündigt, dann gestrichen und letztendlich doch wieder bestätigt wurde, nun erschienen ist, hat sich mir die Geschichte um diesen mächtigsten aller Sith, der in der Lage war, den Tod von allen zu verhindern, nur nicht von sich selbst, endlich offenbart. Innerhalb von vier Tagen war ich mit ihr fertig, was für mich recht ungewöhnlich ist, da ich doch eher langsamer lese und für so ein Buch normalerweise gut zwei Wochen einplane. Dass es diesmal aber anders lief, lag einfach daran, dass mich die Geschichte total gefesselt hat und ich unbedingt wissen wollte, wie es denn nun weitergeht, auch wenn einem das Ende mehr oder weniger im Prolog verraten wird.

-kleine Spoiler können auftreten-

Die gut 370 Seiten (plus viereinhalb Seiten Auszug aus Shadow Games) sind in hauptsächlich drei Abschnitte plus Pro- und Epilog aufgeteilt.
Der erste spielt dabei ca. 35 Jahre vor Episode 1 und behandelt Plagueis' erste Schritte als Meister und gipfelt mit der Aufnahme Palpatines in den Orden. Letzterer wird dabei als jugendlicher Mensch eingeführt, der einem anfangs nicht unbedingt wie der Mann vorkommt, der Jahre später einmal Sith Lord und Imperator sein wird.
Der mittlere Abschnitt, welcher gut ein Jahrzehnt später spielt, bezieht sich auf Plagueis' Versuche mit den Midi-Chlorianern, den Einstieg von Palpatine in die große Politik, das Treffen auf Maul sowie das Hinarbeiten auf gewisse Ereignisse, die in den Filmen schließlich eintreten. Diese anspielend werden dabei auch Fragen geklärt, welche so in den Filmen offen blieben.
Der letzte Abschnitt läuft dann innerhalb von zwei Jahren direkt auf Episode 1 zu und bringt alle anderen Geschichten, die direkt davor spielen, unter einen Hut. Zum Beispiel werden die Ereignisse von 'Darth Maul: Saboteur', 'Darth Maul: Shadow Hunter' und auch diversen Comics aufgegriffen und in das große Ganz eingefügt.

Sowieso werden -soweit ich das beurteilen kann- alle relevanten Geschichten, die in der Zeit vor den Filmen spielen, erwähnt, sodass keine Kontinuitätsprobleme auftreten (wobei die Kontinuität in letzter Zeit in den Augen mancher wohl sowieso etwas gelitten hat). Desweiteren schafft Luceno es, die Bemühungen und die Philosophie dieser (in der lange Folge nach Bane finalen) Sith sehr gut darzustellen. Plagueis' Absichten für die Galaxie und seinen Orden werden glaubhaft dargestellt und auch die Regel der Zwei ist nicht unantastbar.
Überhaupt schaffte es der Sith Lord, mich soweit als Charakter in diesem Roman zu begeistern, dass mich der Verrat von Sidious am Ende eher auf die Seite von Plagueis brachte. In der Bane Reihe sah das noch anders aus. Dort stand ich eher auf Zannahs Seite als auf Banes.
Aber auch Palpatines Charakterentwicklung fand ich positiv. Vom wissensbegierigen und dennoch unterwürfigen Schüler zum eigentlich Akteur, Zuflüsterer und letztendlich Meister machte es Spaß seine Entwicklung zu verfolgen, selbst wenn man weiß, dass sie in der ultimativen Autorität gipfelt.

Leider kann ich nichts Greifbares aus literaturkritischer Sicht zum Roman sagen, da ich davon nur wenig Ahnung habe, vor allem wenn er auch noch auf Englisch ist. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich ungewöhnlich oft zum Wörterbuch greifen musste, da mir doch viele Begriffe unbekannt (oder nicht präsent) waren (und das ist nicht das erste englische Buch, das ich gelesen hab). Da ich Lucenos Werke bisher nur übersetzt zu mir nahm, war mir die (in meinen Augen) Schwierigkeit seiner Sprache nicht bewusst. Mit Denning, Allston oder Karpyshyn hatte ich bisher, was das anbelangt, eher weniger "Probleme".
Dennoch bin ich der Meinung, dass der Roman gut zu lesen ist. Die Kapitel (30 Stück) haben eine angenehme Länge und es gibt immer wieder Szenenwechsel. Wenn ich nicht ganz verkehrt liege, werden die Geschehnisse auch immer nur aus Sicht der Sith, also entweder von Plagueis, Sidious oder Maul dargestellt.

Generell waren die Meinungen nach der Ankündigung des Romans ja gespalten. Neben denen, die sich auf den Roman freuten, gab es auch negative Meinungen. Manche waren und sind zum Beispiel mit so einem Buch überhaupt nicht zufrieden, da es Mysterien aufzudecken droht, die ihrer Meinung nach Mysterien hätten bleiben sollen. Andere dachten ähnlich, hofften aber, dass Luceno es schon schaffen würde, die ganze Sache gut über die Bühne zu bringen; nach dem Motto: Wenn so ein Buch schon geschrieben wird, dann nur von ihm.
Wie ich ja schon schrieb, wird die Kontinuität soweit eingehalten (es wird sogar auf die Serie 'The Clone Wars' Bezug genommen). Dennoch gab es aber auch andere, grundsätzliche Punkte, die eine gewisse Relevanz haben weit ab von der Frage, ob der Stark-Hyperraum-Krieg jetzt ein oder zwei Jahre früher stattgefunden hat oder nicht. Dazu gehört zum einen die Frage nach Anakins "Zeugung", die natürlich in dem Roman aufgegriffen wird. Es wurde ja lange zuvor (eigentlich seit der Szene von Palpatine und Anakin in der Oper) spekuliert, dass Anakin möglicherweise durch die Sith, genauer durch Darth Plagueis gezeugt worden war. Auch wenn ich dazu weiter nichts sagen möchte, möchte ich doch anmerken, dass ich das Ergebnis für gelungen halte.
Auch wurde durch gewisse Romanauszüge schon im Vorfeld deutlich gemacht, dass das Buch an die Ereignisse von Episode 1 heranreicht und sogar während des Films spielt. Da dieser ja in nächster Zeit noch einmal in die Kinos kommt, sage ich dazu auch nur, dass man den Film mit dem Wissen aus dem Roman anfangs vielleicht etwas anders sieht, der Film in seinen Grundfesten aber nicht erschüttert wird (nein, auch im Roman gehört Jar Jar Binks weiterhin zur Gruppe um Qui-Gon).

Alles in allem gehört 'Darth Plagueis' meiner Meinung nach zu den guten bis sehr guten Romanen des EUs, den man gelesen haben sollte. Nicht nur das, auch gehört er zu derselben Kategorie wie 'Labyrinth des Bösen', 'Schatten des Imperiums' oder 'Schleier der Täuschung', also zu den Büchern, die einem versuchen die Filme und gewisse Umstände näher zu bringen. Und da 'Darth Plagueis' dies gelingt, bekommt er von mir dafür auch fünf Sterne.
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am 23. Juli 2014
The book is certainly well enough written, and the machinations of the rise of Palpatine are an interesting read, but the story soon focuses very much on Palpatine to the exclusion of Plagueis. Considering that Darth Plagueis is the title of the book, there are too many hints at the work and knowledge of Palpatine's master that are simply not followed up on, to the point that there are even contradictions between the beginning and the end of the book even though the two essentially describe the same scene. All in all the tantalizing hint at the unnatural life-preserving powers of Darth Plagueis that is provided in the film is unfortunately only a minor and largely glossed-over point in the story of a character scheming his way to the top.
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am 1. Februar 2012
Die Legende des mächtigstens Sith aller Zeiten, der das Leben beeinflussen konnte, nur nicht seinen eigenen Tod.

Da ich ein großer Fan von den bisherigen Sith Romanen wie Darth Bane oder The old Republic bin, musste ich mir dieses Buch gleich am ersten Tag zulegen. Mein Interesse galt besonders die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren und wie es Darth Sidious geschafft hat zum Herrscher des Imeriums zu werden.

Der Einstieg ist hervorragend. Die Figur Darth Plagueis wird vorgestellt und man lernt seine Absichten, Handlungen und Sichtweisen kennen. Der Autor präsentiert das mächtige Wesen eher als einen weisen Forscher und Diplomaten, als einen grauhaften Killer.

Die Handlung des Buches wird mit dem Hauptcharakter gut aufgebaut. Der Leser erfährt in jedem der insgesamt 30 Kapitel immer wieder neue Details, die sich im späteren Handlungsverlauf gut in der Geschichte etablieren. Es wird genau geschildert, wie Plageuis seinen Einfluss nutzt um an die Macht zu kommen und man erhält zudem Hintergrundinfos zu Episode 1 und der entstehenden Blockade von Naboo.

Der primäre Aspekt der Story ist allerdings die Begegnund zwischen Darth Plageuis und Palpatine. Der Autor zeigt nicht nur ein einfaches Schüler-Lehrer Verhältnis, sondern gibt Auskunft über die Sturheit Palpatines, seine politischen Visionen und die Entwicklung zum Sith Darth Sidious.

Jeoch ist nicht jede der 368 Seiten dauerhaft Interessant. Wer die politischen Aspekte nicht mag, wird mit vielen Abschnitten nicht zufrieden sein. Besonders gegen Ende des Buches driftet die Handlung in einer nicht endenden Verschwörung ab, mit ständig wechselnen Nebenfiguren die nicht viel zur Hauptstory beitragen. Auch Darth Maul, der als mystischer Sith gilt, bleibt in der Geschichte flach und man erfährt nichts interessantes über ihn.

Fazit: Eine gut aufgebaute Geschichte für jeden Star Wars Fan, der mehr details über die Machenschaften der Sith und zu den Ereignissen vor Episode 1 erfahren will.
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Yoda: Always two there are, no more, no less. A master and an apprentice.
Mace Windu: But which was destroyed, the master or the apprentice?

Der Aufstieg eines jeden dunklen Lords der Sith seit den Tagen Darth Banes beginnt mit dem Mord an seinem Meister. Jahrzehnte vor den Ereignissen der Filme beerbt auch Darth Plagueis seinen langjährigen Mentor Darth Tenebrous. Doch im Gegensatz zu früheren Generationen von Banes Sith fühlt sich Plagueis dem Ziel des Großen Planes näher als je ein Sith Lord zuvor und daher kaum gedrängt der Tradition von Banes Regel der Zwei folgend sofort einen neuen Schüler zu suchen, im Gegenteil - Plagueis sieht sich als die Krönung des Ordens und nur noch dadurch in seinen Möglichkeiten beschränkt sterblich zu sein. Doch nicht durch Klonen, Essenztransfer oder dem Raub von Lebenskraft will Plagueis sein Ziel erreichen, sondern durch die Manipulation der Midichlorianer an sich, ein Lebenswerk das, wie den Großen Plan, zu vollenden er in einem jungen adeligen Rebell auf Naboo einen geeigneten Partner findet...

Kaum ein anderes Buch des Star Wars Romanuniversums kann auf eine derart unwahrscheinliche Entstehungsgeschichte zurückblicken wie James Lucenos DARTH PLAGUEIS. Nach Episode III angekündigt, hitzig debattiert und sehnsüchtig erwartet... 2007 gecancelt. Doch der 3D Re-Release der Prequels und scheinbar auch der Erfolg der The Clone Wars Animationsserie machten die Wiederbelebung dieses Projekts 2010 schließlich doch möglich. Ganz ohne Unterschriftenaktionen und jahrelange Fanproteste. Das Ergebnis ist aus Sicht der Macher nun wohl "das was sich die Fans all die Jahre gewünscht haben", aber auch nicht mehr ganz das was das Buch 2007 hätte sein können. Dazu später mehr.

Lucenos DARTH PLAGUEIS ist und war schon immer als eine Art finaler Tie-in zu den Prequels gedacht. Gerade als Episode III in die Kinos kam und kurz danach genossen diese eine sehr positive Resonanz. Luceno hatte mit LABYRINTH OF EVIL und DARK LORD nicht einen sondern sogar zwei Tie-ins zu Episode III geschrieben, eine Vor- und eine Nachgeschichte, während sich die Romanadaption des Films dank der Feder Matthew Stovers zum wohl meistgelobten Star Wars-Roman überhaupt mauserte. Da erschien es nur logisch wenn der Mann, der schon einen gefeierten Tie-in zu Episode I (CLOAK OF DECEPTION) geliefert hatte und nun seine Arbeit im Star Wars Universum mit zwei an Episode III gebundenen Romanen krönte die "ultimative" Vorgeschichte zur Saga schreiben würde. Nur es kam nicht dazu. Bis 2012. Während Lucenos hochkarätiger CLOAK OF DECEPTION als MANTEL DER TÄUSCHUNG es 2012 überhaupt zu einer deutschen Erstübersetzung brachte (im Gegensatz zum auf deutsch schon früher veröffentlichten bestenfalls mittelmäßigen Episode II Tie-ins Alan Dean Fosters APPROACHING STORM/EIN STURM ZIEHT AUF) setzt er mit DARTH PLAGUEIS den vermutlich vorläufigen Schlussstein unter die Aufarbeitung der Prequels im star warschen Romanuniversum.

Ältere Semester unter den Fans stört und störte an den Prequels seinerzeit vieles, auch weil sie in einem völlig anderen Setting als die klassische Trilogie positioniert sind. Aber auch weil zwischen den Filmen eine von George Lucas höchstselbst erdachte Handlung besteht, die es in ihrer Tragweite nur teilweise in die Filme und auch nur einige Romane schaffte. Ohne die Prequels zu verteidigen, Lucas packte sie mit einer überraschenden Dosis Politik voll, um wohl älteren Fans etwas entgegenzukommen und den Untergang der Republik detailreicher darstellen zu können. Eine Dimension die außer in den ohnehin eher politisch angehauchten Star Wars Romanen Lucenos kaum ein Autor aufzugreifen wagte. So war es schließlich Lucenos CLOAK OF DECEPTION der eine plausible Hintergrundgeschichte zu Episode I und teils auch Episode II schuf, eine Tradition in die sich nun auch DARTH PLAGUEIS stellen darf. Eine Chance die allerdings bei Episode II, dem wohl politischsten aller Star Wars Filme dann aber doch völlig unter den Tisch fiel. Die Vorgeschichte dazu, von Alan Dean Foster (immerhin "der" Mann hinter der Romanadaption des allerersten Star Wars Films Eine neue Hoffnung und dessen Romanfortsetzung SPLINTER OF MINDS EYE) ähnelte allerdings mehr jener Unzahl von kurzweiligen Jugendbüchern zu Episode I und II die sets immer nur Abenteuergeschichten in den Vordergrund stellen durften. Die Aufgabe den Fans also Episode II einmal so "auszudeutschen" wie es CLOAK OF DECEPTION und LABYRINTH OF EVIL mit Episode I und III getan haben blieb also offen, bis 2012.

DARTH PLAGUEIS ist...
Ein Roman der sich vielen Ansprüchen und Aufgaben zu stellen hat. Gewiss keine leichte Aufgabe, zumal sich viele Leute viele Gedanken über jene Tehmen gemacht haben, die Luceno nun in offiziellem Auftrag abhandeln darf und nicht jedem gefällt es nun mit ganz anderen Tatsachen konfrontiert zu werden, als den eigenen erdachten. Der Roman behandelt wirklich viele der offenen Handlungsfäden die sich durch die Filme aufgetan haben, allerdings nicht (mehr) alle. Denn als Luceno 2007 wohl eine erste Version des Romans schuf war diese laut eigenen Aussagen zu lange und zu sehr bemüht wirklich allem gerecht zu werden. Das 2012 nun vorliegende Werk sieht auch deutlich gestrafft aus und muss sich zudem mit der Einarbeitung ganz neuer "Probleme" beschäftigen, etwa der Origin-Story Darth Mauls. So ganz frisch kann DARTH PLAGUEIS 2012 also nicht mehr wirken und dieser Eindruck bleibt einem bei der Lektüre auch oftmals schmerzlich erhalten.

- Die Idee dahinter-

Man hätte das Buch vielen Ideen basierend schreiben können, in einer ursprünglichen Version des Skripts etwa konzipierte Luceno den Roman als ein Wettrennen zwischen Plagueis und Qui-Gon Jinn auf der Suche nach Unsterblichkeit, das Qui-Gon mit seinem geschnittenen Auftritt als Machtgeist-Stimme in Episode III schließlich gewinnen sollte. Es hätte auch ein verkappter Palpatine-Roman werden können, wie später auch noch viele enttäuschte Palpatine-Fans annehmen und sich darüber ärgern sollten. Oder eine Art Darth Bane-Story wie sie Fans Drew Karpyshyns wohl gefallen hätte, auch wenn das nur auf ein dumpfes Abkupfern hinausgelaufen wäre. Oder eine große mit Behind the Scenes-Details gespickte Vorgeschichte über Anakins wahre Herkunft, das Wesen der Macht, die Midichlorianer und so weiter. All das findet sich ja durchaus im Roman, zentral folgt Luceno allerdings der Lebensgeschichte Plagueis, vom Aufstieg bis zum Ende, daher auch die an Plagueis Leben ausgerichtete Kapiteleinteilung. Dabei muss natürlich zum gegebenen Zeitpunkt auch Palpatine eingeführt werden, was zu einigen Abschweifern führt und auch den kurzzeitigen Perspektivenwechsel erklärt. Im Endeffekt ist Luceno in DARTH PLAGUEIS nur dann doch auf die Idee verfallen, seine Geschichte am ehesten noch am eingangs präsentierten Zitat aufzuziehen und eine gewisse Tragik zu verleihen.

- Plagueis Einzigartigkeit -

Luceno beschreibt Plagueis Besonderheit schon darin dass er anders als so viele von Banes Sith vor ihm, nicht als vom Leben gezeichneter Erwachsener rekrutiert werden musste, sondern im Auftrag seines späteren Meister gezeugt und geboren wurde. Ein Tribut an den stets logisch-mathematisch arbeitenden Verstand des Bith Darth Tenebrous, der langlebig wie Plagueis fast ein Menschenalter mit diesem Akolythen in einer Meister-Schüler-Partnerschaft verharren sollte. Doch im Gegensatz zum eher traditionellen Sith Lord Tenebrous und dessen Alter Ego Rugess Nome (Raumschiffdesigner und die Galaxie bereisender Abteneurer) sollte Hego Damask alias Darth Plagueis in die Machtsphäre des Bankenclans geboren werden. Ein verbrecherisches Mastermind für das Jahr 2012, der abgrundtief böse Banker und Geheimbündler, der nichts weniger will als sich die Galaxis gefügig zu machen. Als Hego Damask ist Plagueis all das was man am sinistren Fädenzieher Palpatine/Darth Sidious später bewundern wird, die Spinne im Netz und noch mehr als Sidious der die Korruption des Senats für seine politischen Ziele nutzt, kann Damask durch Damask Holdings Vigos genauso zu seinen Klienten zählen wie Senatoren. Betrachtet man die Szenen in denen Plagueis als Hego Damask die Geschicke der Galaxis in die eigene Hand nimmt stellt man überrascht Parallelen zu Palpatine fest. Dessen "Talent" für Verschwörungen kommt also nicht von ungefähr.

Aber nicht nur als Strippenzieher sticht Plagueis hervor und lässt damit sogar seinen als brillant bekannten Schüler Sidious verblassen. Als "Alchemist" ist Plagueis tiefer und skrupelloser in die Geheimnisse der Macht vorgedrungen als je ein Machtnutzer vor ihm. Im Gegensatz zu den Jedi ist er nicht an moralische Restriktionen gebunden und hat schon vor seiner Meisterschaft einen Großteil seines sehr langen Lebens auf die Erforschung der Mysterien der Midichlorianer verwendet. Durch Plagueis erfahren wir schließlich warum es vor ihm keinem Forscher gelungen ist mit Midichlorianern zu experimentieren, denn diese haben ihren eigenen Willen und sehen es nicht gerne wenn man mit ihnen experimentiert. Auch durch Plagueis erklärt wird wie es den Sith für Jahrhunderte gelungen ist ihre Regel der Zwei aufrecht zu erhalten, ohne dass die Linie eines Tages erloschen wäre. Im Gegensatz zu den auf Bluttests angewiesenen Jedi verstehen es Banes Sith nämlich eine Machttechnik anzuwenden, mit der sie das Potential bzw. die Midichlorianeranzahl eines Wesens erfüllen/abschätzen können. Und aus Plagueis Beschäftigung mit Palpatine erfahren wir dass die Midichlorianer-Anzahl längst nicht alles ist, es kommt auch darauf an, wie willfährig diese sind und etwa ein Individuum sogar derart abschirmen können, dass dessen Machtsensitivität nicht erfühlbar ist.

Am Ende ist man geneigt Plagueis seinen Beinamen "der Weise" nicht nur deshalb zuzugestehen weil er Zeit seines Lebens vor allem mehr als Gelehrter denn als Krieger agierte, sondern auch weil er seine enormen Talente und Gaben nutzte um sich ein Verständnis über die Macht anzueignen wie es kaum einem zweiten gelang. Bei ihm macht diese Skrupellosigkeit wirklich Sinn. Plagueis hat sein Leben nicht mit Frondienst an einem schikanösen Meister verschwendet, es auch nicht für seinen Schüler geopfert, sondern die Regel der Zwei, seine persönlichen Ambitionen und Sith Traditionen hinter sein Ziel hintangestellt die Midichlorianer zu beherrschen und damit Banes Regel überhaupt obsolet zu machen. Doch Plagueis "Weisheit" und Distanziertheit zu den "Niederungen" eines gewöhnlichen Sith Lebens sollten den Keim seines Untergangs in sich tragen.

- Palpatine -

So faszinierend James Luceno Hego Damask alias Darth Plagueis auch gestaltet, das Rampenlicht für nicht wenige gebührt dessen mörderischen Schüler, auch wenn das Buch DARTH PLAGUEIS und nicht SIDIOUS heißt. Palpatines Herkunft, Jugend und generell frühen Jahre waren bis PLAGUEIS ein streng behütetes Geheimnis, eines von dem manche schließlich sogar intrinsisch gar nichts wissen wollten, um eigene Vorstellungen und sich auch vor Enttäuschungen durch offizielle Darstellungen zu schützen. Im Fahrwasser jüngster Enthüllungen um Darth Mauls Leben und "Sterben" samt hitziger Debatten über Sinn und Unsinn dieser Geschichtsumschreibung erscheint es fast wie Overkill nun gerade auch Darth Sidious, den Senator, obersten Kanzler und einzig wahren Imperator eines Stücks seines Mythos zu berauben.

Man kann nun jedenfalls darüber streiten ob Palpatines Herkunft vielleicht für manche Überzeugungen wieder zu wenig herausragend ist. Der spätere Imperator war kein verwaistes Kinderklappenkind, das von einer bösen dunklen Macht als Mann ohne Vergangenheit großgezogen wurde, sondern ein früh vom rechten Weg abgekommener Spross eines (italienisch-französisch angehauchten) Adelshauses mit einem Hang zu Straßenrennen und Problemkind-Attitüden. Palpatines einschlägige Erfahrungen als Möchtegern-Rennfahrer sind schlussendlich nur ein Indikator für seine herausstehende Machtbegabung, wie nur wenige Machtnutzer ist er außerdem von Haus aus fähig sich von der Macht regelrecht abzukapseln (Darth Vaders Enkel, der junge Ben Skywalker wäre ein anderes Beispiel). Trotz allen Bad Boy Potentials fehlt einem auf dem konservativen und braven Naboo wohl doch der Zugang zur Organisierten Kriminalität wie der Black Sun, so dass Palpatine zur Zeit seiner "Entdeckung" durch Hego Damask noch nicht so tief gefallen ist, dass er sich für ein ziviles Leben nicht mehr eignen würde. Er hegt sogar noch diffuse jugendliche Träume, von einem Leben in dem er etwas bewirken kann. Eine Neigung die der auf einen politischen Inside Man hoffende Plagueis sofort zu bestärken beginnt. Als Hego Damask, wie auch als Darth Plagueis. Zugute kommt dem Karrierestart des jungen Palpatine dabei, dass Damask sich als Mittelsmann in die Politik Naboos eingebracht hat und so zum wirtschaftlichen Aufstieg des Plasma-reichen Planeten beitragen wird.

Und was ist Palpatines Vorname? Der spätere oberste Kanzler und Imperator hat ihn abgelegt, als Zeichen seiner Rebellion gegen den übermächtigen Vater und sogar überlegt den Namen einer Nebenlinie seines Adelshauses anzunehmen. Als schlussendlich letzter seiner Linie (die Ereignisse des Romans werden ihn zum Waisen machen) sollte diese aus jugendlichem Trotz heraus getroffene Entscheidung aber unverhofften Symbolgehalt erlangen und nicht etwa seinem Ruf schaden.

Wie auch immer, Palpatines "Vaterkomplex", die privilegierte Aufbringung, sein Interesse an Politik, spezielle Machttalente und die Ausbildung unter einem noch viel einflussreicheren Fädenzieher sorgen für eine höchst solide und interessante Einführung dieses mächtigen Charakters.

- Einige Mysterien bleiben dann doch -

Auf die Empörung, PLAGUEIS würde irgendwie wirklich alles an Mysterien und jeden Mythos im Zusammenhang mit den Prequels und auch Sequels zerstören, folgt dann doch wieder Ernüchterung. PLAGUEIS verrät und enthüllt viel, aber nicht alles. Ob Anakin nun der "Sohn" Plagueis durch dessen Experimente mit Midichlorianern ist, das dürfen Fans weiterhin mit sich selbst ausmachen. Luceno persifliert diese Frage sogar, indem er Plagueis etwa selbst in eine "Can it be? Can it be??"-Szene hetzt und Anakin nicht erreichen lässt.

Selbst über Palpatine, von dem man auch vorher schon wusste dass er von Naboo stammt erfährt man nicht unbedingt weltbewegend neues. Alter Adel, ja das hätte man sich vielleicht denken können. Ein Hobbyrennfahrer, nette Anspielung. Das schwarze Schaf der Familie, das ist wirklich neu. Wie Luceno Palpatines "Familienprobleme" inszeniert, man fühlt sich vage an shakespearsche Dramen erinnert. Nicht unpassend jedenfalls.

- Dooku -

Ex-Jedi Meister, Diplomat, Graf, Renegat und politischer Aufwiegler - Count Dooku war schon vor DARTH PLAGUEIS ein faszinierender Charakter, dem bisher kein Autor Genüge tun konnte. Der Count der in Episode II inhaltlich aus dem Nichts auftauchte und sich schließlich sogar als Sith Lord entpuppte hätte durchaus einmal einen eigenen Roman verdient, ein Makel der bis heute auf Episode II lastet keinen adäquaten Tie-in Roman erhalten zu haben, der Dooku und die Separatisten standesgemäß einführen würde. Auch DARTH PLAGUEIS kann ein solches Werk nicht ersetzen, bemüht sich aber zumindest alle Figuren in Position für die Filme zu bringen. So behält Plagueis Dooku als potentiellen Ersatzmann für Palpatine im Auge, sollte diesem eines Tages etwas zustoßen. Die nach Plagueis Ableben brach liegenden Kontakte der Sith zu den Gilden dürften außerdem erklären wieso Dooku schließlich ein Bündnis mit diesen forcieren musste. Die Hoffnung Luceno möge eines Tages "den" Roman über Dooku und die bisher kaum behandelten 10 Jahre zwischen Episode I und II verfassen dürften jedenfalls noch lange auf taube Ohren stoßen, vielleicht bis zum nächsten Re-Release der Prequels.

Was DARTH PLAGUEIS jedenfalls vermag ist Dookus Überzeugungen zumindest etwas genauer zu umreißen. Korruption - das ist der Antrieb für Dookus große Empörung und im Gegensatz zum zu duldsamen und in dieser Hinsicht wortkargen Jedi Rat ist Dooku sogar jemand er öffentlich gegen die von den Sith geförderte Korrumpierung der Senatoren zu Felde zieht. Lucenos Dooku hat erkannt woran die Republik krankt, doch der Jedi-Rat sieht sich gezwungen ihm einen Maulkorb zu verpassen, eine Maßnahme die Dookus Austritt aus den Orden nur weiter beschleunigen wird. Es ist die typische Situation die die Jedi bis in Episode III verfolgen wird, um die Republik zu retten müssten sie ihre Führung übernehmen, doch würde das schlussendlich einem Staatsstreich gleich kommen. Doch in Lucenos Inszenierung ist Dooku auch ein tragischer Charakter, seinen Fähigkeiten zum Trotz ist er seiner eigenen Meinung nach kein guter Lehrer. Seine Schülerin Komari Vosa hat sich beim Massaker an den Mandalorianern auf Galidraan als willfährige Mörderin erwiesen, ehe sie auf einer Mission verschollen ist und selbst Qui-Gon Jinn scheint es mit dem Jedi Kodex nicht allzu ernst zu nehmen. Zumindest in Sifo-Dyas hat Dooku noch einen Freund, der um das Wohl der Republik besorgt ist und sich mit dem Gedanken beschäftigt, was denn wäre wenn es in der Republik zu einem Krieg kommen sollte.

- Helden? -

Ja DARTH PLAGUEIS ist ein Sith-Roman, allerdings ein solcher der ähnlich Drew Karpyshyns DYNASTY OF EVIL gänzlich ohne Helden auskommen muss. Die einzig aufrechten Gestalten in Plagueis Ränkespiel sind allesamt nur Statisten. Im Rampenlicht steht vor allem ein Muun der sich selbst für die Krönung des Sith Ordens hält und im Verlauf der Geschichte immer näher an sein Ziel gerät Unsterblichkeit zu erlangen und die Midichlorianer selbst seinem Willen zu unterwerfen. Die Regel der Zwei wendet er schon gar nicht mehr an und doch unterrichtet er Darth Sidious, nicht als Schüler sondern Partner/Handlanger für das politische Tagesgeschäft. Am Ende will Plagueis jedoch selbst als Schattenkanzler alle Fäden in der Hand behalten. Selbst Plagueis Antagonist Sidious ist ein Egoist vom gleichen Schlag. Auch er meint als Meister eines Tages auf die Regel der Zwei verzichten zu können, wird bei seinem Streben nach Macht jedoch unerwartet zum Herold der alten Ordnung Banes.

Es ist nicht leicht auszumachen welcher von beiden nun der "bessere" ist, Plagueis strebt zwar nach etwas Höherem, doch nur um dadurch die Regel der Zwei zu betrügen und so gar nicht altruistisch ewig an der Macht bleiben zu können, wenn sie dann erlangt ist. Palpatine hingegen hätte sich ja nicht zu beklagen, Plagueis behandelt ihn mehr als Partner denn als Schüler und so weiß er um die großen Geheimnisse Plagueis Macht, doch was wenn das Ziel einmal erreicht ist, soll er dann die ersetzbare Marionette eines außerhalb des Rampenlicht weilenden Plagueis bleiben oder gar vor dem dann wohl an seiner Macht berauschten Meister zurücktreten müssen. Palpatine will die Galaxis verändern und regieren, auch nicht altruistisch, aber zumindest hätte er vor so die Korruption zu bekämpfen, während Plagueis sich damit abfinden könnte eine durch und durch korrupte Republik für ewige Zeiten aus dem Schatten heraus zu manipulieren.

Und im Schatten des Ringens dieser beiden vollzieht sich der Wandel des ausgesprochenen Korruptionskritikers Meister Dooku zum separatistischen Grafen, der die Gräuel von Galidraan nicht abschütteln kann und sich von den Jedi im Stich gelassen fühlt. Auch kein Held. Der einzige auf den die Beschreibung "Held" passen würde wäre der junge Qui-Gon Jinn, der sich sprichwörtlich zum rechten Zeitpunkt vom verderblichen Einfluss Hego Damasks abwendet.

- Erzählerisch -

Zu allererst, James Luceno bedient sich eines etwas aufwendigeren Englisch als man es von aus der Science Fiction/Fantasy/Tie-in Dutzendliteratur gewohnt ist. Entsprechend schwieriger gestaltet sich die Lektüre, aber dafür ist auch der Anspruch an die Leser höher. Luceno versteht es außerdem wie kein zweiter im Star Wars Universum tätiger Autor die politischen Zusammenhänge der Prequel-Ära aufzuarbeiten, so faszinierend und eindringlich wie in guten Geschichtsbüchern. Soviel dazu.

DARTH PLAGUEIS beginnt eher klassisch, ein Prolog in dem Palpatine gerade Plagueis ermordet hat und eine Romanerzählung die mit dem obligatorischen Ableben von Plagueis eigenen Meister beginnt. Einfach und effektiv. Und schnell führt Luceno den Leser in Tenebrous und Plagueis Meister-Schüler-Beziehung ein, die gerade ihr Ende findet. Gut strukturiert geht es weiter, wir erfahren von Hego Damasks persönlichen "Bilderberger"-Treffen in dessen Privatressort auf einem Mond und wie er bei diesen die kriminelle, wirtschaftliche und politische Elite der Galaxis manipuliert, aber auch dass er als Darth Plagueis sehr eigene Ansichten zu seiner Aufgabe als nunmehrig alleiniger dunkler Lord hegt, aber auch welche Faszination für ihn von den Midichlorianern ausgeht. So temporeich der Beginn und so faszinierend der Mittelteil wenn der junge Palpatine in Erscheinung tritt, gegen Ende hin verliert der Roman etwas an Tempo, wird spürbar holpriger, was aber gut und gerne an den sicherlich sehr massiven Kürzungen und Änderungen liegen dürfte, unter denen schon das ursprüngliche Skript 2007 zu leiden hatte (daher eigentlich nur 4,5 von 5 möglichen Sternen).

Mit einigen Rückblenden zwischendurch erfährt man auch so manches über Plagueis Kindheit, die Origin Story sozusagen. Definitiv kein "Abenteuerroman" wie so viele Star Wars Bücher, sondern eine interessante Mischung aus Politthriller, Biografie und Geschichtsexkurs aus der Perspektive Darth Plagueis und Darth Sidious. Gerade diese Sith-Perspektive die sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht ist es was ihm einen besonderen Unterton verleiht. DARTH PLAGUEIS ist nicht nur eine Vorgeschichte zu den Prequels, sondern auch eine Vorgeschichte aus Sicht der Sith, deren Perspektive hier soviel Raum wie sonst nur in einem Darth Bane-Roman gewidmet wird.

- Resümee -
DARTH PLAGUEIS ist vieles und versucht vielen Ansprüchen zu genügen, was vielleicht auch das Problem dieses Romans ist, denn das kann er nicht. Wer einen Palpatine-Roman erwartet wird enttäuscht, wer schwarz auf weiß nachlesen will was Anakin ist, wird enttäuscht werden, wer "das" Buch über Count Dooku sucht, wird noch viel mehr enttäuscht werden und wer mehr über Darth Maul lesen will, ist hier ohnehin falsch. Allen losen Fäden zum Trotz, die James Luceno hier zusammenführt, das Buch ist und bleibt eine Lebensgeschichte Darth Plagueis und als solche sollte sie auch gelesen werden. Eine Lebensgeschichte in der Darth Sidious eine wichtige Rolle spielt und als der Überlebende auch ein gutes Recht darauf hat, dass die Geschichte zeitweise aus seiner Sicht erzählt wird.

Noch knapper: DARTH PLAGUEIS ist die höchst lesenswert, doch eine sprachlich wie inhaltlich über das Durchschnittsniveau des Expanded Universe hinausgehende Erzählung der Lebensgeschichte eines der mächtigsten Sith Lords aller Zeiten, kein simpler Abenteuerroman.
1313 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. August 2015
Yeah so the movies 1-3 didn't make sense so I thought I start with the books and they are really better and explain much of the sith background. The book tells the story of Darth Plagueis master of D. Sidious (later the Galactic Emperor).
There are battles but mainly the story is focused on the clever ruses and schemes of the sith leading to the defeat of the jedi in later books.

Very recommended for fans.
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am 2. April 2012
Ohne lange Umschweife komme ich gleich auf den Punkt: Darth Plagueis ist eine Perle des Star Wars-Universums und nicht nur für Leute zu empfehlen, die in Palpatine und der Struktur des intergalaktischen Senats eine Faszination sehen. Im Buch wird nicht nur erklärt, wer Darth Plagueis war und wie er Palpatine alias Darth Sidious kennengelernt hat, der Leser wird auch detailliert über die Beweggründe und Denkweisen der Sith aufgeklärt und erfährt, wie es letztlich zur Blockade von Naboo und den Ereignissen rund um Episode I kommen konnte. Das Buch ist sehr politisch angehaucht und gibt Aufschluss darüber, wie der Senat funktioniert - oder funktionieren sollte - und welche Fäden gesponnen werden mussten, um Palpatine zum Obersten Kanzler aufsteigen zu lassen. Das interessante dabei ist, dass man die Denkweisen des späteren Imperators hautnah miterleben darf und erst merkt, WIE böse Palpatine eigentlich ist. Das Buch ist in Englischer Sprache und man sollte schon über gewisse Sprachkenntnisse verfügen, da ein Großteil der Kapitel - und auch der Dialoge - sehr niveauvoll geschrieben ist. Fazit: komplexe, aber gut durchdachte und aufschlussreiche Story über die dunklen Lords der Sith und für jeden zu empfehlen, der in der Blockade von Naboo bisher nicht wirklich viel Sinn erkennen konnte!
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am 11. September 2013
So, oder so ähnlich, könnte der Untertitel des Buches auch heißen. Neben dem namensgebenden Darth Plagueis geht es im kern eben aum genau diesen jungen Mann, der als Sith erst zum Senator und letztendlich zum Imperator über die Galaxis aufsteigen wird. Dabei wird jedoch auch das Band zwischen Meister und Schüler, die Infragestellung der "Regel der Zwei" und die Machtgier der Sith thematisiert. Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich habe mich zumindest immer dabei ertappt gefühlt, dass ich es wirklich zu gut wie jedem Zeitpunkt weiterlesen wollte.

Wer also, wie meine Wenigkeit, sich schon immer für die Sith, ihre Philosophie und die damit verbundenen Probleme, sowie der Person um Palpatine, interessiert hat, wird mit diesem Buch mehr als glücklich werden.
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am 12. Februar 2015
Super Buch spannend zum Lesen.
bin ganz begeistert und freue mich auf mehr
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am 8. Januar 2013
it was really nice to be introduced to the event palpatine (how he developed into darth sidius and eventually emperor). and good reading too. too much of the late books (prequels) remind of narrating a video game (even the ones that are not game scripts). this is apart.
the jedi belief (“religion”) has its merits but the book shows well the difference between theory and practice, good intentions that cannot prove universal solutions.

emotion, yet peace
ignorance, yet knowledge
passion, yet serenity
chaos, yet harmony
death, yet the force.

well, my friends, the last sentence is the only one that could made sense to me at 17...

the jedi order grew overconfident, old and rigid. by following the "young palpatine" the "young anakin skywalker" kept popping up in my mind. i got the impression that the jedi masters did not wanted to train pupils that came into puberty outside the order because they were afraid of having to answer too many questions from an untamed adolescent.
(well sith overcame this by choosing the really bad ones... or the ones that survived the initial selection.)
after reading the book i believe that actually palpatine “was the chosen one”. the one that did broke the boring pat situation (jedi good, jedi brings order, jedi is always right...), unleash the accumulating energies and help renewing the jedi.
unfortunately luke seems now (fate of the jedi...) to fall into the same “light is good/ dark is bad” pattern.
might the force be with us! light and dark, dark and light...
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