Morana ist Ende der Sechziger im damaligen Jugoslawien geboren. Ihre Eltern waren Hippies, der Vater, ein Philosophieprofessor, hat immer jüngere Frauen, die Mutter sorgt sich um Löcher in ihrer Aura und die Familie ist eine jugoslawische Patchwork-Familie, chaotisch und liebenswert, westlich und blockfrei sozialistisch.
Moranas bester Freund ist schwul und eigentlich weiß sie nicht so genau, was sie selbst ist.
Dann kommt der Krieg und macht Allem ein Ende, verteilt Freunde und Bekannten als Flüchtlinge über die ganze Welt. Die Autorin erzählt das in kurzen Szenen, meist nur eine halbe Seite lang. Und zeichnet damit das Bild einer ganzen Generation, die in einem Europa aufwuchs, das scheinbar keine Kriege mehr kannte und sich plötzlich mit dem Grauen konfrontiert sieht. Traurig ist das, trotzig, manchmal witzig, aber immer gekonnt erzählt. Unbedingt lesenswert.