Am 27. Januar erschien das neue Album der Alternative/Electroclash-Formation TYING TIFFANY, die mit ihrer scheu wirkenden Frontfrau eine absolute Ausnahmekünstlerin besitzen - ist sie doch gleichzeitig unter anderem Model, DJane, Schauspielerin.'Das Werk nennt sich 'Dark Days, White Nights' und beginnt bereits mit dem ersten Werk namens 'New Colony' ohne jeglichen Kritikpunkt. Ganz abgesehen davon was wohl andere Medien von sich geben werden ist dieser Song noch ohne Kenntnis der weiteren Werke in meinen Augen bereits der absolute Blockbuster und durchweg als Tanzflächenfüller einsetzbar - dies trotz seiner leicht vorherrschenden Ruhe!'Ich möchte definitiv nur ungern Vergleiche heranziehen - nichts desto trotz ist bereits jetzt der Hang zur klassischen Post-Punk-Ära der 80er und die dazugehörigen Wave-Elemente dieser Zeit vorherrschend. Bereits beim zweiten Song denkt man in diesem Zusammenhang an eine Siouxsie, die geschickt eine Brücke zwischen den 80ern und dem neuen Jahrtausend schlägt. 'Während 'New Colony' noch sehr hypnotisch durch die Lautsprecher dringt, stechen die folgenden Stücke 'Dark Day' und 'Drownin' eher kernig hervor - zeigen jedoch abermals die Affinität zur genannten Ära. Mit TYING TIFFANY ist eine neue Vertreterin einer kurzzeitig totgeglaubten Musik auferstanden und zeigt dem geneigten Hörer, dass gewisse Stile absolut zeitlos sind und somit in unserer Zeit erneut und ohne jegliche Abstriche funktionieren. Vielleicht könnte TYING TIFFANY sich ja zur Einstiegsdroge für neue Generationen entwickeln - die alten Hasen werden für diese Formation mit Sicherheit sowieso ein Plätzchen in ihrer Musiksammlung freimachen.'Wie immer gehe ich nur selten auf einzelne Titel ein und dies möchte ich auch weiterhin beibehalten, da sich jeder Hörer selbst ein Bild über dieses gelungene Werk machen sollte. Somit hier nur noch ein kurzer Überflug:''Sinistral' ist relativ ruhig und dennoch kraftvoll arrangiert. Bei 'She Never Dies' wird das Tempo wieder angezogen und man driftet erneut in unbekannte Welten voll Erinnerungen und doch neuen Erkenntnissen. Kann sicherlich ebenfalls sehr gut als fetzige Tanznummer funktionieren.'Mit 'Universe' lässt uns TYING TIFFANY schlicht hinweg schweben - trotz einfachem Arrangement sorgt sie mit ihrem betörenden Gesang und der trotzdem durchklingenden Unschuld für einen Transport in sphärische Ebenen, für die manch andere Personen Drogen zu verwenden gedenken - Musik ist hier jedoch definitiv die gesündere und interessantere Alternative!'Mit 'Unleashed', '5am', 'Lepers of the Sun' und 'White Night' wird ein Album zu Ende geführt, das abwechslungsreich weitermacht und durch diese Darbietung und Qualität - sowohl musikalisch als auch textlich - seinesgleichen sucht und somit bei mir bereits ungebremst in meinem Herzen angekommen ist. 'Ein durchweg zu empfehlendes Werk!'Jürgen Seibold / 31.01.2012