Dass im mittleren Westen der USA großartige Songs entstehen, wissen wir allerspätestens seit Greg Brown und Bo Ramsey. An ihnen orientierten sich seit Jahren zahllose Musiker und Singer-Songwriter, die ganz bewusst und ohne diese Inspirationsquelle zu verheimlichen, in ihre Fußstapfen traten. Dazu zählen neben Browns Tochter Pieta Brown auch "The Pines", deren neues Album wiederum von Bo Ramsey co-produziert wurde und das 10 Songs und Instrumentals umfasst, die allesamt von erlesener Güte sind. Schon der Opener "Cry Cry Crow" versinnbildlicht die Atmosphäre des elegischen Albums. Man spürt förmlich die ländliche Atmosphäre und glaubt tatsächlich, die Krähen zu hören. Und man ahnt, welche Abgründe sich hinter der vermeintlichen Idylle dieser Abgeschiedenheit bisweilen verbergen mögen. Genug Stoff also für gute Lyrics, und dafür zeichnet vor allem der Sohn von Bo Ramsey, Benson C. Ramsey, verantwortlich. Ihm und seinen hochmusikalischen Mitstreitern ist mit "Dark So Gold" ganz sicher eines der besten und formvollendesten Alben dieses noch jungen Jahres 2012 gelungen.