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Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz
 
 
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Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz [Gebundene Ausgabe]

Kimberly Derting , Ugla Huld Hauksdóttir , Tanja Ohlsen
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [525kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 362 Seiten
  • Verlag: Ink; Auflage: 1 (8. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960173
  • ISBN-13: 978-3863960179
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Originaltitel: The Pledge
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 107.389 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In dem von Aufständen erschütterten Königreich Ludania bestimmt die Zugehörigkeit zu einer Klasse, welche Sprache du sprichst oder verstehst. Wenn du vergisst, wo dein Platz ist, kennen die Gesetze der Königin keine Gnade. Allein auf den Blickkontakt mit gesellschaftlich Höhergestellten steht der Tod. Die siebzehnjährige Charlaina kurz Charlie versteht alle Sprachen, jeden Dialekt. Eine gefährliche Fähigkeit, die sie schon ihr ganzes Leben lang verstecken muss. Nur in den illegalen Clubs im Untergrund der Stadt kann sie das für kurze Zeit vergessen. Dort trifft sie den geheimnisvollen Max, der eine Sprache spricht, die Charlie noch nie gehört hat, und der beinahe ihr Geheimnis entdeckt. Und als die Rebellen die Stadt schließlich überrennen, ist er es, der erkennt, dass Charlie der Schlüssel für ihren Sieg sein könnte. Doch für wen wird Max sich entscheiden, für das Mädchen, das ihn fasziniert, oder für seine Königin?

Über den Autor

Kimberly Derting lebt und arbeitet an der Nordwestküste der USA, wo das miserable Wetter die geradezu perfekte Stimmung schafft, um wirklich Dunkles und Geheimnisvolles zu schreiben. Geboren und aufgewachsen ist Kimberly Derting in Seattle, und bereits in der Highschool entschloss sie sich, Journalismus zu studieren, nachdem sie die Idee, Truck-Fahrerin zu werden, schweren Herzens aufgegeben hatte. www.kimberlyderting.com

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von sandireni VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Es gibt Bücher, die genießt man einfach! Man blättert, blättert und schlägt die letzte Seite schließlich mit einem guten Gefühl zu, wenngleich während des fleißigen Seitenumblätterns deutlich wird, dass nicht alles perfekt ist und man eigentlich allen Grund zum Meckern hätte. "Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz" gehört für mich genau zu dieser Sorte Unterhaltungsliteratur. Gewiss keine Königin unter den Thronanwärtern des aktuellen Dystopien-Krieges, doch eine ansehnliche Prinzessin war dieser Serienauftakt für mich durchaus. Nicht alles ist Stroh, nicht alles ist Gold, für eine mittelklassige Zukunftsvision im märchenhaften Gewand reicht es aber allemal.

Der Prolog öffnet bereits eine Pforte, die düstere Magie versprüht und somit zu dem leicht märchenhaften Setting des Königreiches Ludania passt, in dem die siebzehnjährige Charlaina (Ich-Perspektive) als Tochter einer Kaufmannsfamilie aufwächst und täglich zu überleben versucht. Kein Zuckerschlecken! Ein falscher Blick, ein unbedachtes Wort und das All-Sprachwunder Charlie könnte am Galgen baumeln - verraten und verpönt von den eigenen Nachbarn. Schließlich lebt sie in einer weit entfernten Zukunft, in der unterschiedliche Sprachen auf die Klassenunterschiede hinweisen und ein winziger Wimpernschlag des Verstehens mit dem Tod bestraft wird. UNGLAUBLICH! Die Wurzel allen Übels findet sich rasch in der herrschenden Königin, die sich einen Spaß daraus macht, Köpfe rollen und ihre Untertanen erzittern zu sehen. Regieren kann schon verdammt langweilig sein ... muss aber nicht!

Was sofort auffällt: wie in vielen anderen Romanen dieses Genres auch, spielt die Handlung in einer modernen und doch mittelalterlich angehauchten Kulisse. Clubs, verlassene U-Bahnschächte und ein strenges Checkpointsystem sorgen für ein futuristisches Feeling. Als krasser Gegensatz thront eine bitterböse wie diktatorische Königin über allem, gekrönt mittels eines nicht vorhandenen Rechtsystems. Das Rebellen da nicht weit sind und emsig Pläne schmieden, ist wohl kein Wunder. Eine Dystopie ohne den Wiederstand geht eben nicht und entsprechend wird es für die fürsorgliche wie schlagfertige Charlie mitunter gefährlich, wenn plötzlich Bomben gezündet werden und sie ordentlich Fersengeld geben darf. Spannend!

Eine herzerweichende Lovestory ist selbstverständlich ein MUSS! Ja, wieder einmal lässt ein schnuckeliger Fremder mit einem hohen Beschützerinstinkt, Max genannt, nicht lange auf sich warten. Ein Blick genügt und das Feuer der Liebe wird entzündet. Man begegnet sich "zufällig", wehrt sich gegen die spontan erwachten Gefühle und weiß, dass die andere Person ein schwerwiegendes Geheimnis hütet. Ok, das kennen wir alles schon und nicht jeder hat Lust dazu, dieses eindimensionale Liebesspielchen in etlichen Varianten durchzukauen ... bis die Augenlider endgültig zufallen. Dennoch war ich nicht abgeneigt und die Seiten trugen plötzlich eilige Flügel, weil Kimberly Derting einfach fesselnd und gefühlvoll schreiben kann. Charlies Empfindungen werden spürbar transportiert. Da prickelt ein Kuss auf der Haut und das Adrenalin steigt, wenn es brenzlich wird. Trotz einiger (manchmal unnötiger) Up and Downs, habe ich mitgefiebert und gehofft, dass alles gut wird. Denn da gibt es ja noch diese eiserne Lady, die ein großes Problem hat ... und sogar Charlie umgibt ein Mysterium, von dem sie nichts ahnt (der Leser hingegen schon).

Bedauerlicherweise ist die Story zum Teil vorhersehbar und lässt einige Fragen in Bezug auf das erschaffene Zukunftsbild offen. Es gibt zwar Erklärungen und besonders interessant war zu lesen, warum gerade eine Frau das Zepter in der Hand halten muss. Ein komplettes Bild konnte sich mir jedoch nicht erschließen, da die Hintergründe etwas schwammig/ungenau beleuchtet werden. Was den teils berechenbaren Plot betrifft, so sind die wechselnden Perspektiven, unter anderem aus der Sicht der regierenden Boshaftigkeit (wie gemein!) und ebenso der Prolog, nicht ganz unschuldig. Hier lassen sich einfach Dinge erahnen, die man durchaus geschickter hätte verpacken können. Mal davon abgesehen, dass sie der Charaktertiefe kaum zu Gute kommen - ein weiteres Manko. Während Derting den Fokus auf Charlaina, ihre bedeutende Gabe und die anbahnende Liebesgeschichte lenkt, vergisst sie manch einer Figur, eine notwendige Hintergrundgeschichte zu verpassen. Ein Kandidat: leider Max! Bei anderen Figuren weiß sie dann wiederum zu überraschen und aus einem nervigen Stereotypus, plötzlich einen sympathischen Charakter zu zeichnen ... wenn auch nicht ganz nachvollziehbar.

Was mir am besten gefallen hat? Neben der für mich prickelnden Liebesgeschichte und der märchenhaft-düsteren Kulisse, samt Königin - DAS ENDE. Es wird wohl eine Fortsetzung mit dem Titel The Essence geben. Diese Tatsache ist nach dem Zuschlagen der letzte Seite allerdings nebensächlich. Anhand des undurchsichtigen Gesellschaftsbildes bleiben zwar einige Fragen offen, auf einen fiesen Cliffhanger wird jedoch verzichtet und die Story könnte in sich abgeschlossen sein. Ein Pluspunkt!

Kurz gesagt:

"Dark Queen" bietet eine nicht königliche, aber durchaus unterhaltsame Dystopie für junge Erwachsene. Es wird düster, gefühlvoll ... und leider vorhersehbar. Die Bodyfinder-Autorin setzt den Fokus zu stark auf Charlies gefährliche Begabung und die einhergehende Liebesgeschichte, die mittels eines märchenhaft-futuristischen Settings sowie kreativer Ideen (bezüglich der Gesellschaftsform) gekrönt werden. Leider verliert sie unterdessen den Blick für das Wesentliche. Unnahbare (Neben-)Charaktere und dürftige Erläuterungen drücken sich gegenseitig die teils stroh-vergoldete Spule in die Hand. "Schwarze Seele, schneeweißes Herz" ist also keine Königin unter den Dystopien, aber eine durchaus lesenswerte Anwärterin auf den ... leider weit verfehlten Thron.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dystopien überall 13. März 2012
Von Kirsten
Format:Gebundene Ausgabe
Dem Einband entnimmt man, dass es sich bei 'The Pledge' um eine Dystopie handelt. Eine Tatsache die ich zumindest beim Lesen so nicht festgestellt hätte. Für mich wirkte der gesamte Weltenentwurf eher fantastisch und es wäre mir auch lieber gewesen, wenn das Buch so angelegt gewesen wäre. So sind mir zu viele unbeantwortete Fragen geblieben. Wie ist es zu diesem von Königinnen regierten System gekommen? Warum sollten Menschen verlernen verschiedene Sprachen sprechen zu können. Grundsätzlich ist die Isolation mittels Sprache eine tolle Idee. An der Umsetzung und vor allem der Erklärung des Weltentwurfs hapert es dann aber.

Zudem spielt auch ein wenig Magie eine doch etwas größere Rolle. Also ein eindeutiges Fantasyelement. Daher verstehe ich nicht, warum das Ganze als Dystopie angelegt ist. Lediglich das System der Überwachung erinnert an die bekannten Werke, die es momentan so zahlreich gibt.

Die Charaktere dieses Buches sind eher flach. Charlie ist ein nettes Mädchen, deren innere Beweggründe man aber nicht immer nachvollziehen kann. Die Beziehung zu ihrer kleinen Schwester hat mich in vielen Punkten sehr an 'Delirium' erinnert, da auch ihre Schwerster stumm ist. Doch man schließt die Kleine fast als einzige ins Herz. Warum Max Charly so toll findet, wird nie so ganz klar. Vielleicht liegt es daran, dass sehr viel in kurzer Zeit geschieht und der Leser sich kaum in die teils wenig erklärte Welt einfinden kann, dass auch die Charaktere kaum dreidimensional wirken. Einzelne Personen wandeln sich auch um hundertachtzig Grad. Alles in allem leider nicht recht nachvollziehbar dargestellt.

Der Plot war mir zu straff. Es passierte insbesondere zum Schluss zu viel in kurzer Zeit. Auch konnte man insbesondere zum Ende hin erahnen, wie die Dinge laufen würden. Eher schlecht für den Spannungsaufbau. Das Buch ist als Reihe angelegt, kann jedoch auch mehr oder weniger als Einzelband gelesen werden. Ich werde mir sehr genau überlegen, ob ich Geld für die Fortsetzung ausgebe.

FAZIT:
Ein unterhaltsames Buch mit gutem Sprachstil. Für mich war es nichts. Die dargestellte Welt wurde wenig erklärt, die Beziehungen waren nicht eindeutig nachvollziehbar und die Auflösung fand ich vorhersehbar. Dies heißt nicht, dass das Buch dem einen oder anderen nicht trotzdem sehr gut gefällt. Ich habe in letzter Zeit einfach zu viele ähnliche Bücher gelesen und dieses stach nicht positiv heraus.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sarah Pritzel TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Vorzugeben, nur zwei Sprachen sprechen zu können, ermüdet Charlie. Sie lebt im strengen System des Königreiches Ludania, in dem jeder nur die Universalsprache und die seiner Klasse sprechen darf. In ihrem Falle wäre dies die Sprache der Händler, Parshon. Jede andere Sprache anzustimmen oder überhaupt zu verstehen, ist unter Todesstrafe verboten. Sobald jemand einer höheren Klasse in seiner Sprache spricht, ist es für Charlie verpflichtend ihren Kopf unterwürfig zum Boden zu beugen und keinen Blickkontakt mit der anderen Person aufzubauen. Doch sie hat eine besondere Fähigkeit: sie versteht alle Sprachen aller Klassen. Gelesen oder gesprochen macht für sie keinen Unterschied. So ist es manchmal nicht einfach sich genauso wie alle anderen zu verhalten. Dabei ist es lebensnotwendig nicht aufzufallen - das jedenfalls trichtern ihr ihre Eltern seit Kindesbeinen ein. Als sie eines Nachts in einem Club Max kennen lernt, ist sie fasziniert von der fremden Sprache, die er spricht. Noch nie hat sie jemanden sonst in diesem Dialekt sprechen hören. Und als sie beginnt mehr über den mysteriösen jungen Mann herauszufinden, erfährt sie auch mehr über sich selbst und muss erschrocken feststellen, dass bereits die Königin, sowie die Widerstandskämpfer hinter ihr her sind...

Kimberly Derting ist bekannt für ihre "Bodyfinder"-Reihe, mit der sie weltweit viele Leser(innen) begeistern konnte. Nun hat sie sich an einer Mischung aus Fantasy und Dystopie versucht - und leider keine neuen Ansätze gefunden.

Zunächst einmal sind alle Charaktere im Buch leider sehr oberflächlich gestaltet, sodass man einfach nicht "warm" wird mit ihnen. Voran Charlaina "Charlie", aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Mit ihrer außergewöhnlichen Gabe ist sie sofort interessant und rückt automatisch in den Fokus, doch dort, wo man nach etwas mehr Tiefgang sucht, wird man enttäuscht. Ihre Verhaltensmuster sind teilweise widersprüchlich. So scheint sie ein freches Mundwerk zu haben und nicht unbedingt schüchtern zu sein, doch empfindet sie sich selbst als nicht besonders hübsch und unauffällig. Wenn man genau darauf achtet, hat man beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin Charlies Figur sehr stereotyp geplant hat. Sie muss auffallen? Okay, sie bekommt eine spezielle Gabe. Sie muss eine Heldin darstellen? Gut, dann wird sie etwas frech und gleichzeitig als liebevolle Schwester dargestellt. Sie braucht noch Sympathiepunkte? Dann rettet sie eben ihrer Erzfeindin aus reiner Freundlichkeit noch zwischendurch das Leben.

Ganz irritiert war ich von den anderen Charakteren. Während man bei Charlie zumindest noch ein Muster erkennt, bleiben alle anderen handelnden Personen sehr flach und unausgereift. Charlainas beste Freundin Brooklynn erscheint beispielsweise den Großteil des Buches über als unsensible, egoistische und zickige Person. Man hat sofort das Bild einer höchst unsympathischen jungen Frau vor Augen, die sich nur etwas aus ihrem Aussehen und ihrer Beliebtheit macht. Das ändert sich im hinteren Teil des Buches so schlagartig, dass man den Wandel gar nicht richtig glauben mag. Als Leser ist man weiterhin davon überzeugt, dass Brooklynn nicht so recht ins Bild passt.

Ähnlich verhält es sich mit Max, der übertrieben plötzlich ein Interesse für Charlie entwickelt und stattdessen Brooklynn vollkommen ignoriert - wobei diese doch ansonsten alle (ja, wirklich alle!) Männer anzieht. Max ist so offensichtlich an Charlie interessiert, dass er verdächtig und unglaubwürdig wirkt. Das Prickeln beim Lesen einer langsam aufkeimenden Liebesbeziehung wollte sich nicht so recht einstellen.

Aber immerhin bekommen diese Charaktere noch ein Profil - anders als beispielsweise Charlies bester Freund der am Anfang kurz auftaucht, dann komplett ignoriert wird und am Ende unerwartet wieder eine Rolle erhält. Er geht ansonsten im Verlauf der Handlung vollkommen unter. Das war schade, denn meiner Meinung nach leben Geschichten von ihren Protagonisten. Zwar stört man sich auch nicht direkt an Charlie oder möchte das Buch aufgrund der anderen Charaktere in die Ecke schmeißen, doch fällt keiner von ihnen besonders positiv auf und bereichert die Geschichte.

Ähnlich sieht es mit dem politischen System in "Dark Queen" aus. Da es sich zumindest teilweise um eine Dystopie handelt, ist das "Schreckenszenario Zukunft" eigentlich ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Doch auch hier wirkt es so, als hätte Derting nicht viel Zeit in das Ersinnen neuer Ideen gesteckt. Zwar ist das Königreich Ludania in Klassen unterteilt, die sich durch den Gebrauch unterschiedlicher Sprachen unterscheidet, doch ansonsten erfährt man wenig über das System. Benachbarte Länder werden scheinbar auch von Königinnen regiert - es liegt also insgesamt eine Form von Monarchie vor (wenn auch eine, die sich lediglich auf Königinnen stützt). Ein interessanter Ansatz, aus dem man hätte viel herausholen können. Leider wird nie erklärt, warum ausgerechnet dieses System sich etabliert hat. Die Königinnen scheinen, im Gegensatz zu den männlichen Monarchen, besondere Fähigkeiten zu haben. Doch warum? Seit wann? Leider bleibt der Leser hier im Dunkeln.

Ansonsten erkennt man viel bereits Bekanntes in "Dark Queen" wieder. Sowohl aktuell Diskutiertes wie permanente Überwachung wird kurz angesprochen, als auch Anlehnungen an den Nationalsozialismus. So wird zum Beispiel "Ein fleißiger Bürger ist ein glücklicher Bürger" über Lautsprecher durchgesagt und vor Unterrichtsbeginn müssen die Schüler ihre recht Hand nach oben in die Luft strecken und dabei eine Lobeshymne auf die Königin aufsagen. Nicht zuletzt hat sich Derting auch an den Hexenprozessen des Mittelalters bedient, in denen man seine Nachbarn denunziert (und dem sicheren Tod überlassen) hat, um seine eigene Haut zu retten.

Weiter bleiben einige Gegebenheiten einfach unausgereift. Die Protagonistin Charlie ist etwas Besonderes dadurch, dass die alle Sprachen verstehen und sprechen kann. Mir kam gleich zu Beginn die Frage, warum die anderen Leute denn nicht in der Lage sind andere Sprachen zu lernen. Tatsächlich geht die Autorin auf diese Ungereimtheit in der Mitte des Buches kurz ein, doch ist die Antwort ebenso unbefriedigend, wie das unausgereifte politische System.

Aber kommen wir auch zu etwas Positivem. Das Buch lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Ohne große Probleme findet man sich in die Geschichte ein und folgt dem Handlungsverlauf - bisweilen richtig gespannt, was als nächstes passieren wird. Man könnte eigentlich behaupten, dass Derting ein gar nicht so schlechtes phantastisches/dystopisches Jugendbuch geschrieben hat. Doch gerade wenn man in dem Gerne schon einige andere Bücher gelesen hat, fällt ihre Ideenlosigkeit auf. Es ist eben alles etwas unausgereift und gewöhnlich. Für einen Einstieg in das Genre sicherlich gut geeignet, für alte Hasen vermutlich enttäuschend.
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