Mit ihrem 2006'er Album 'Dark Pounding Steel' haben die Oldschool Thrasher von FATAL EMBRACE ein klassisches Brett vorgelegt, das zwar keine neuen Ideen auffährt, einem aber lockere 40 Minuten die Nackenwirbel durcheinander zwirbelt. Der Vorgänger "The Ultimate Aggression" wäre 1984 neben "Show No Mercy" von Slayer das extremste Album weit und breit gewesen. Die Berliner Szene Veteranen Fatal Embrace nehmen auf eine kleine Reise in die Achtziger mit und servieren eine herrlich kompromisslose Old-School-Thrash Breitseite mit dezenten Death Einflüssen. Druckvoll, kompakt, ohne neumoderne Melodieverliebtheit und auf selbstdarstellerische Gitarrensoli verzichtend wird dem Hörer in zehn Akten gekonnt die Rübe abmontiert. Hier sitzt jedes Riff und jeder Schrei. Eine gute Figur machen die Jungs aber nicht nur bei Hochgeschwindigkeitshämmern wie "Born In Blasphemy" und "Assassination". Auch die mit gedrosseltem und variierendem Tempo dargebrachten "And The Evil Walks Your Way" und "Beyond The Bridge Of Death" sowie die Coverversion des Death Klassikers "Evil Dead" machen mächtig Laune. Zugegeben, Einflüsse von den bekannten Szenegrößen sind nicht zu verleugnen. Vor allem Kreator zu Pleasure To Kill-Zeiten oder Slayers South Of Heaven scheinen mit schöner Regelmäßigkeit durch. Aber was soll's - gute Musik wurde durch diverse Vergleiche noch nie schlechter.