Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Etwas halbgar... , 30. Mai 2007
Es handelt sich bei diesem Film um eine Neu-Adaption des Buch-Klassikers "The Turn of the Screw" (dt. "Schraubendrehungen") von Henry James. Unter dem reißerischen deutschen Titel "Schloss des Schreckens" ("The Innocents", 1961) dürften viele die Geschichte bereits als Schwarz-Weiß-Verfilmung gesehen haben.
Der Regisseur Donato Rotunno verkündet im Bonusmaterial von "Dark Places" ganz offen, dass er es vor Drehbeginn weder für nötig hielt, die genannte Erstverfilmung anzusehen noch die Buchvorlage zu lesen. Meines Erachtens ist das eine etwas oberflächliche Herangehensweise an einen Stoff. Selbst wenn jeder Regisseur natürlich durchaus seinen eigenen Film drehen will (was ihm ja auch niemand absprechen will), sollte er aber dennoch zunächst so viel wie möglich über den Stoff, den er verfilmen will, an Informationen und Hintergründen zusammentragen. Die Tiefe und der Umfang des Ausgangsmaterials sollten doch möglichst gut ausgelotet werden, damit man überhaupt weiß, was man alles mit dem Stoff machen kann und was rauszuholen ist, wo sich vielleicht Ergänzungen und Modernisierungen anbieten und wo sie eher unsinnig sind. In der vorliegenden Filmfassung hat man die Figur der Erzieherin um ein schmerzhaftes Ereignis in ihrer eigenen Kindheit ergänzt. Weil die erwachsene, von Sobieski gespielte Figur dadurch aber ein sehr unsicherer und noch immer sehr kindhafter Charakter ist, nimmt man Sobieski in keiner Sekunde des Films die Rolle einer Erzieherin ab. Leelee Sobieski ist zwar keine Deborah Kerr (die die Erzieherin in der genannten Verfilmung von 1961 darstellte), dennoch ist Sobieski aber durchaus eine fähige Schauspielerin, doch ich halte sie in diesem Film für sehr unterfordert. Sobieskis Figur kann einfach nicht genug Facetten vorweisen, denn ihr Verhalten ist sehr in nur eine bestimmte Richtung fixiert.
Mit einer modernisierten, zeitgemäßeren Umsetzung des Stoffes im Sinn, überträgt "Dark Places" die erotische Komponente der Vorlage ins Sichtbare, was hauptsächlich durch nackte Haut Sobieskis dargestellt wird. Dies ist durchaus eine vertretbare Abwandlung des Grundstoffes und passt ins Thema. Aber die weiter oben genannten Mängel des Filmes werden dadurch nicht kaschiert.
Zusammengefasst kann man sagen, dass "Dark Places" durchaus ansehbar ist, man sich aber doch wohl mehr versprochen hat (jedenfalls ging es mir so). Stellenweise ist die Atmosphäre durchaus gelungen und die Optik des Films ist ganz gut, doch insgesamt halte ich den Film für eher mittelmäßig. Schade.
Für Leute, die sich für das Thema interessieren, sei auf alle Fälle Henry James` großartiges Buch empfohlen (möglichst in englisch lesen, denn James ist ein echter Sprachmeister!) und auch selbstverständlich die genannte Verfilmung mit Deborah Kerr (auf DVD schon länger erhältlich). Ergänzend könnte man noch anmerken, dass es von Kate Bush ein Lied mit dem Titel "The Infant Kiss" gibt, das sich auf ihrem wunderschönen Album "Never For Ever" findet und auch auf dem Buch von James basiert.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Durchaus unheimlicher und guter Thriller:, 24. Oktober 2006
Der unter dem Originaltitel erschiene und aus Luxemburg stammende "In a Dark Place" von Regisseur Donato Rotunno stellt gleichzeitig dessen Erstlingswerk als Regisseur dar. Und um eines gleich vorweg zu nehmen, dies ist ihm auf alle Fälle geglückt. Ihm ist mit "Dark Places" ein Film gelungen, der ohne einen Tropfen Blut zu vergießen oder Gewaltorgien zu propagieren auskommt, den Zuschauer jedoch aufgrund seiner Stück für Stück aufgebauten Spannung in den Bann zieht.
"Dark Places" beginnt zunächst recht Verhalten. Als Anna ihre Stelle als Privatlehrerin der beiden Waisen annimmt ahnt sie zunächst nicht, was sie erwartet. Im weiteren Verlauf wird sie zuerst von unheimlichen und bis dato in keinem Zusammenhang stehenden Träumen geplagt um anschließend von all diesen Träumen eingeholt zu werden. Der schmale Grat zwischen Traum und Realität ist dabei dermaßen gering dass es dem Betrachter sichtlich schwer fallen dürfte stets den Durchblick zu behalten. Jedoch findet "Dark Places" gekonnt den richtigen Weg, um den Zuschauer wieder auf die richtige Fährte zu bringen und baut dabei einen Spannungsbogen auf, welcher sich über den Rest des Filmes konstant auf einem sehr gutem höherem Niveau befindet.
Aufgrund seiner großartigen Kameraführung und gewählten musikalischen Untermalung, welche inkl. Klassik so ziemliche jeden Musikgeschmack treffen dürfte, baut "Dark Places" eine durchgängig hervorragende Atmosphäre auf. Auch fällt es dabei kaum weiter negativ ins Gewicht, dass der Film komplett ohne Spezialeffekte auskommt. Diesbezüglich ist er vielleicht sogar als kleines Meisterwerk anzusehen, ganz einfach aus dem Grund dass er den Beweis liefert, mit einem wohl sehr geringem Budget ein Maximum an Spannung und Atmosphäre auf den Betrachter übergehen zu lassen.
Auch die Darsteller(innen) machen ihre Sache in jeder Lage des Filmes hervorragend. Sei es durch ihre doch einerseits sympathische und nette, andererseits erotische und geheimnisvolle Art. Hauptdarstellerin Leelee Sobieski (wohl besser bekannt als die frühreife Lolita aus "Eyes Wide Shut") und Tara Fitzgerald schaffen es hervorragenden den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.
Die Story ist gut erzählt und weist in keinster Weise Lücken auf und läuft auch nicht Gefahr unnötige Durchhänger zu erleiden. Für Fans des Genre dürfte er wohl an manchen Stellen vorhersehbar sein, für Unerfahrene jedoch allemal empfehlenswert. Sehenswert ist er jedoch sowohl für Fans als auch für Laien.
Alles zusammen ergibt somit bei "Dark Places" einen mehr als nur ansehnlichen Horror-Thriller der einen durchweg in seinen Bann zieht. Attraktive und gute Darstellerinnen sowie eine wunderbar gruselige und unheimliche Atmosphäre tragen ebenfalls zum (fast) vollkommenen gelingen des Filmes bei. Meiner Meinung nach auf jeden Fall Sehenswert!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Das Original geohrfeigt, 25. August 2007
Remakes werden immer mit dem Original verglichen. Je besser ein Original, desto größeren Mut braucht der Regisseur bei der Neuverfilmung. Der Regisseur von "Dark Places" hat diesen Mut bewiewen, aufgrund des unbefriedigenden Ergebnisses jedoch keinen Beifall verdient. Eine junge Gouvernante soll zwei in Abgeschiedenheit lebende Kinder aufziehen - so die eigentliche Geschichte. In "Dark Places" wird eine Vorgeschichte gezeigt, in der die Protagonistin als Versagerin daherkommt: Sie scheitert als Lehrerin an einer Schule. Der ältliche Direktor bittet zur Unterredung und legt anzüglich seine Hand auf ihr nacktes Knie. Als Zuschauer fragt man sich, was denn nun damit angedeutet werden soll. Es bleibt im Dunkeln und ist für die Handlung ohne Belang. Im Ganzen betrachtet, ist "Dark Places" ein großer Ramsch, jedenfalls im Vergleich zu "Schloss des Schreckens" mit Deborah Kerr, dem Originalfilm. Es gibt noch ein weiteres Remake von "Schloss des Schreckens" von dem ich dringend abrate: "Obsession" mit Patsy Kensit. Empfehlenswert ist eigentlich nur "Das Loch in der Tür" mit Marlon Brando, ein herrlicher Film im englischen Landhaus-Stil aus den frühen 70er Jahren. Der einzige "Ableger" von "Schloss des Schreckens", de
n ernsthafte Genrekenner akzeptieren dürften.
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