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Millionen Fans in aller Welt hielten den Atem an, als Nightwish die Trennung von ihrer langjährigen Sängerin Tarja Turunen bekannt gaben. Nicht wenige Anhänger konnten sich ihre Lieblingsband nicht ohne Tarjas unverwechselbare Stimme vorstellen, und Bandboss Tuomas Holopainen brauchte lange, um sich für eine Nachfolgerin zu entscheiden. Dass er die richtige Wahl getroffen hat, beweisen bereits die ersten drei Songs auf Dark Passion Play. In dem epischen Opener "The Poet And The Pendulum" stellt die neue Sängerin Anette Olzon die enorme Bandbreite ihrer Stimme unter Beweis, "Bye Bye Beautiful" ist eine knallharte Metal-Granate allerfeinsten Kalibers, und "Amaranth" gehört zu den schönsten Ohrwürmern der Nightwish-Karriere. Anette mag kein Operndiva-Organ wie Tarja besitzen, aber ihr rockiger, bodenständiger Gesangsstil passt wunderbar zu den neuen Songs. Und die sind wie auch schon auf Once von allerhöchster Qualität. Tuomas ist es einmal mehr gelungen, seine zahllosen Nachahmer auf Distanz zu halten und die Ausnahmestellung seiner Band im Bombast-Metal-Sektor trotz oder gerade wegen der neuen Frau an seiner Seite eindrucksvoll zu untermauern.
-- Michael Rensen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
117 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Versuch einer fairen Bewertung!,
Rezension bezieht sich auf: Dark Passion Play (Audio CD)
Erstmal vorneweg: Ich werde hier nicht versuchen, verzweifelt etwas Negatives an dem Album zu finden, nur weil Tarja nicht mehr singt! Auch für mich stellten Nightwish immer etwas Besonderes dar, da sie eine einmalige Sängerin hatten, die all die Trällerlieschen anderer Gothic-Bands locker in die Tasche steckte. Aber diese Zeiten sind nun einmal vorbei. Schon der Respekt vor Anette Olzon gebietet eine faire Bewertung des musikalischen Ist-Zustandes von Nighwish. Es wurde hier ja sogar schon geschrieben, die Platte habe nichts mehr mit Metal zu tun. Nun, das ist schlicht und ergreifend Blödsinn!!! "Dark Passion Play" haut stilistisch in exakt die gleiche Kerbe wie "Once", allerdings ist das Spektrum noch etwas breiter geworden, sowohl in die harte als auch in die softere Richtung. Aber nun zu den einzelnen Songs:"The Poet And The Pendulum" ist ein 15-minütiges Opus, das am ehesten mit "Ghost Love Score" zu vergleichen ist, allerdings wirkt es nicht so homogen wie der "Once"-Song. Der überragende Chorus macht dies allerdings mehr als wett. Toller Track! "Bye Bye Beautiful" ist ein sehr wütendes Stück, sehr mitreißend und live bestimmt ein Knaller. "Amaranth" kennen die meisten sicherlich. Wenn das ähnlich gelagerte "Nemo" klasse war, ist "Amaranth" superklasse! Einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. "Cadence Of Her Last Breath" und "Master Passion Greed" (von Marco gesungen) sind deutlich härter, ersteres gefällt mir sehr gut, zweiteres nicht ganz, da doch mit sehr viel Geschrubbe. Mit "Eva" kommt eine wunderschöne Ballade, die sehr von Anettes warmem, eindringlichem Gesang profitiert. "Sahara" ist ebenfalls einer meiner Lieblinge! Treibender Beginn, danach Midtempo mit leicht orientalischen Einflüssen. Fantastischer Chorus mit einer Anette Olzon in Höchstform. "Whoever Brings The Night" klingt recht durchschnittliche, der Song lebt von der orchestralen Unterstützung, das balladeske und toll gesungene "For The Heart I Once Had" gefällt mir da schon besser. "The Islander" (von Marco gesungene Akkustikballade) und "Last Of The Wilds" (Instrumental) bestechen durch die irischen Einflüsse, die der Band gut zu Gesicht stehen. "7 Days To The Wolves" wirkt im Vers etwas sperrig, da die Gitarren recht vertrackt zu Werke gehen, hat allerdings einen Wahnsinnschorus! Nach einigen Durchläufen ganz stark! Der Rausschmeißer heißt "Meadows Of Heaven" und ist nochmal eine Ballade, und zwar eine ganz große - fantastisch gesungen obendrein! Insgesamt gefällt mir das neue Nightwish-Album zwar nicht ganz so gut wie "Once" (da solche Übersongs wie "Ghost Love Score" und "Dark Chest Of Wonders" fehlen), es ist aber trotzdem ein tolles Album! Anette Olzon hat einen fantastischen Job abgeliefert und deutet vereinzelt (in lauten, höheren Passagen, die leider etwas selten sind) sogar an, dass noch mehr möglich ist. Sie singt anders als Tarja, lässt aber mit ihrer kraftvollen Stimme genau wie diese die anderen Gothic-Metal-Sängerinnen ein gutes Stück hinter sich. Insgesamt wären`s 4,5 Sterne. Da ich die aber nicht vergeben kann, gibt`s 5 (auch weil mir der Chorus von "Amaranth" schon wieder nicht mehr aus dem Kopf geht)! P.S.: Bei manchen Vergleichen hier (LaFee!!!) zieht`s mir die Schuhe aus! Auch eintönig klingt auf dem Album nichts, der Gesang ist eben nur nicht mehr opernhaft (die Stimmlage Mezzosopran gibt es nicht nur in der Oper, ihr Kunstbanausen). Dass auf die neue Sängerin beim Komponieren Rücksicht genommen wurde, kann man ebenfalls ins Reich der Mythen und Märchen verbannen, weil die Songs schon fertig waren, als Anette zur Band stieß. Klar sind die Geschmäcker verschieden, aber manchmal schmerzt es schon sehr, wenn Blinde von Farben reden... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
42 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nightwish -- Dark Passion Play,
Von
Rezension bezieht sich auf: Dark Passion Play (Audio CD)
Vorab muss ich sagen, dass ich der neuen Nightwishscheibe eine hohe Erwartungshaltung entgegengebracht habe und sehr gespannt war, wie es den Finnen gelingt ihren Weg fortzusetzen und wie die neue Stimme ihren Teil dazu beiträgt. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht und ich freue mich sehr auf den entgültigen Veröffentlichungstermin.Zu den Songs: Der erste und der längste Song ist für mich das Highlight des Albums und das beste, was Nightwish seit langem gezaubert hat. 13 Minuten lang, das Lied vereint das, was ich von Nightwish erwarte. Power, Mystik, Emotion. Hier beweist die neue Sängerin Annette gute Gesangsqualitäten, man merkt dass sie ihre Stimme schön einsetzen und variieren kann, was ich mitunter am restlichen Album vermisse. Nummer zwei Bye Bye Beautiful ist ein mitreißendes Stück, indem Marco einen hohen Gesangsanteil hat. Die Tatsache dass seine Stimme im kompletten Album etwas mehr in Vordergrund rückt, befürworte ich durchaus, da er sein Stimmvolumen viel besser einsetzen kann. Seine Stimme klang bei den Vorgängern viel zu brachial, was mir überwiegend unangemessen erschien. Nummer drei Amaranth. Die erste Single, ein Ohrwurm. Sehr eingänglich gefällt mir sehr gut, ist aber sicher nicht zu den überragenden Nightwishstücken zu zählen. Aber tut nicht weh und ist sehr angenehm zu hören. Cadence of her last breath ist Song Nummer vier, der mir auch sehr gut gefällt und von der Qualität her die Mitte anführt. Hier ist Annettes Stimmte gut eingesetzt und der Song überzeugt. Es folgt die Lied fünf, welches von Marco gesungen wird. Hier ist der Höhepunkt der Härte in diesem Album erreicht, ich denke allerdings nicht dass dies das härteste aller Nightwishlieder ist, wie häufig deklariert wird. Da sind einzelne Stücke von Oceanborn weitaus markanter. Master Passion Greed ist allerdings ein überragender und mitreißender Song, an dem jeder Metalfan seine wahre Freude erleben wird. Eva ist eine wunderschöne Ballade, in der meines Erachtens die neue Stimme überzeugend herüberkommt. Ein sehnsüchtiges Stück a la Sleeping Sun. Gefällt mir sehr gut. Sahara ist ein weiteres Highlight der neuen Scheibe, wo vor allen Dingen die Chöre sehr schön eingesetzt sind und gut mir der neuen Stimme agieren. Im Anschluss daran kommen mit Whoever brings the night und For the heart I once had zwei Lieder, die im Mittelfeld liegen. Auch hier sehr eingänglich und gut anzuhören, aber der gewisse Tick fehlt hier. Mit The Islander und Last of the wilds folgen zwei Titel die zueiander gehören. Das zweite Stück ist instrumentell. Hier kommt eine neue Nightwishseite herrüber, man denkt an irische Folkloremusik und die Stimme von Marco passt hier perfekt hinein. Kein Stück zum Abrocken, sondern eher für auf dem Balkon sitzen, Zigarillo rauchen, Käffchen trinken und übers Leben philosophieren. 7 Days to the Wolves ist ein typisches Nightwishlied, was gut gefällt. Das letzte Stück ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es am Ende mit Gospelpassagen versehen ist. Über dieses Lied habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet, aber ich finde es schön, dass Nightwish neue Wege geht und neue Dinge ausprobiert. Abschließend ein Fazit. Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sternen und gebe eine 4,5. Die neue Stimme gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn es schon ein wenig Gewöhnung bedarf, sich auf diese einzulassen. Sie passen aber gut zu den Liedern und diesbezüglich gibt es nichts zu meckern, auch wenn man mitunter ihre gesanglichen Grenzen merkt. Allerdings sind die Kompositionen nahezu göttlich, da fällt das nicht allzu sehr ins Gewicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Irgendwie nicht so ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Dark Passion Play (Audio CD)
Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich auch noch einen Beitrag schreiben soll zu einem Album, das so dermaßen die Geister scheidet wie "Dark Passion Play". Aber seit ich das Album zum ersten Mal gehört habe, gehen mir die Worte im Kopf herum und sie müssen nun endlich raus. Wie man an den 3 Sternen sehen kann, finde ich es nicht gänzlich schlecht oder grauenvoll. Nein, es ist ganz nett irgendwie. Ich gehöre zu den Hörern, die es bevorzugen, wenn eine Band entweder ganz und gar ihrem Stil treu bleibt oder aber wenn Veränderungen sehr, sehr langsam Schritt für Schritt vollzogen werden, so dass man sie kaum bemerkt. DPP gehört für mich zur ersten Kategorie - selbst ohne Text / Gesang würde ich sofort raushören, dass es ein Nightwish-Album ist. Klar hört man immer wieder kleine Fortschritte und Veränderungen von Album zu Album heraus. Aber was auf DPP zu hören ist, ist nun mal absolut der Stil von Tuomas und seinen Mannen. Und das ist es, was mir an dem Album gefällt. Mir war vorher schon klar, dass der Käufer in dieser Hinsicht "finnische Wertarbeit" erhält. Ein bombastischer Sound, Emotionen werden mitreißend rübergebracht (mal möchte man tanzen und ausflippen, dann wieder still dasitzen und traurig sein). Es gibt für mich in dieser Hinsicht einfach nichts daran auszusetzen - 5 Sterne.Aaaber ... das mag jetzt widersprüchlich klingen, doch es ist auch irgendwie das, was das Album für mich uninteressant macht. Nightwish haben ihren Sound mittlerweile so perfektioniert, dass es viel zu glattgeschmirgelt klingt. Sind bei mir früher die Meldodien fast sofort im Ohr hängen geblieben, könnte ich von DPP keine einziges Lied aus dem Gedächtnis hersummen o. ä. Beim Anhören gehen die Lieder zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus und weg sind sie. Es ist keine "Popmusik" wie manche schreiben, aber die Lieder haben die Halbwertzeit von Popmusik - anhören und vergessen. Dazu kommt, dass an mancher Stelle die orchestralen Arrangements einfach der totale Overkill sind. Was bei früheren Alben Gänsehaut bei mir hervorgerufen hat, nervt jetzt irgendwie nur noch. Im Gegensatz dazu dann Marcos "Country Musik", die bei mir wie eine Flaute nach einem Orkan ankam und die ich erst ca. zehn mal hören musste bevor ich ihr etwas abgewinnen konnte. Vielleicht sollte er ein ganzes Album oder wenigstens eine EP in der Richtung machen, aber hier passt es irgendwie nicht. Na ja, und noch kurz ein paar Worte zum Thema Annette / Tarja. Ich muss zugeben, dass Tarjas Gesang einer der Hauptaspekte war, warum ich überhaupt bei Nightwish gelandet bin - ich bin einfach ein großer Bewunderer klassischer Opernstimmen. Das war schon vorher so und hat nichts mit Tarja als Sängerin zu tun. Aber ich kann mit reinem Gewissen behaupten, dass ich Annette mögen und eine (oder zwei oder drei) Chancen geben wollte. Ich lud mir "Eva" runter als es veröffentlicht wurde und es gefiel mir mit ein paar kleinen Abstrichen. Ich kaufte "Amaranth" und auch das mochte ich noch, wenn auch hier die Abstriche schon größer wurden, weil sich bereits abzeichnete, was dann auf DPP nicht mehr zu ignorieren war. Was in den Arrangements der einzelnen Lieder zu viel war, war bei Annettes Stimme zu wenig vorhanden. Sie hat zweifellos eine gute Stimme, aber diese massive Musik passt nicht dazu (oder auch umgekehrt). Ich hatte beim Anhören bei fast jedem Lied den Eindruck sie muss gegen die Instrumente förmlich anbrüllen um sich Gehör zu verschaffen. Vielleicht hätte man beim Abmischen des Albums die Spur mit Annettes Stimme etwas lauter einspielen sollen. Vielleicht war es auch einfach nur gemein von der Band, eine Sängerin aus dem Musical-Bereich zu wählen, weil die einfach völlig anders ausgebildet werden als klassische Sänger - sie versuchen massiv statt voluminös zu klingen. Das hört man bei Annette deutlich heraus: Sie hängt zu sehr in der Bruststimme fest, was bei den teilweise sehr hohen Tonlagen von Tuomas' Liedern erstens wie gewollt und nicht gekonnt klingt und zweitens auf Dauer ungesund für Annettes Stimme sein dürfte. Auf jeden Fall hat sich mein Eindruck auch nach dem xten Mal anhören nicht geändert: Es ist einfach als wollte man zwei gleichgepolte Magneten zusammenführen. Es passt nicht und es klingt nicht harmonisch und ergibt daher kein homogenes Gesamtbild. Deshalb muss auch ich an dieser Stelle sagen: Mach's gut Nightwish, unsere gemeinsame Fahrt endet hier leider. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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